Autor Thema: Ich bin traurig.....6  (Gelesen 55073 mal)

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Offline Mattea

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Re: Ich bin traurig.....6
« Antwort #45 am: 23.09.15, 20:26 »
Danke
Leider schwindet meine Kraft enorm.
Das mit der Freundin hat mich schwer getroffen.  :'(

Offline Daggl

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Re: Ich bin traurig.....6
« Antwort #46 am: 24.09.15, 08:00 »
Ist ja auch kein Wunder, dass deine Kräfte schwinden, bei dem was bei dir alles zusammenkommt. Und der "normale" Alltag muss ja auch noch irgendwie laufen. Es ist einfach zu viel was du leisten und was du ertragen musst.
Viele Grüße, Dagmar

Jesus verspricht: Ich bin bei euch alle Tages eures Lebens bis ans Ende der Zeit (Mt 28,20)

Online martina-s

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Re: Ich bin traurig.....6
« Antwort #47 am: 24.09.15, 08:17 »
Oh, Mattea,
ich fühle mit Dir. Das ist ja alles sehr heftig!
Mich hat gestern auch der Tod einer 32 - jährigen, Mutti von zwei kleinen Kindern so fertig gemacht. Hab mich abends erst mal beruhigen müssen.
Liebe Grüße
Martina

Offline Ingrid2

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Re: Ich bin traurig.....6
« Antwort #48 am: 24.09.15, 08:31 »
Mattea, du tust mir sehr leid. Es kommt in diesem Jahr einfach viel zu viel zusammen.  :'(

Offline amber

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Re: Ich bin traurig.....6
« Antwort #49 am: 24.09.15, 09:59 »
Liebe Mattea,

bei dir hört es gar nicht mehr auf. Es ist schon viel, was dir abverlangt wird.

Mein Mitgefühl zum Heimgang deiner Freundin und viel Kraft und Zuversicht für dich, dass du nicht an allem zerbrichst.

Im engsten Familienkreis haben wir auch das Schicksal einer schweren Krebserkrankung und es sieht nicht gut aus.

Stille Grüsse

Gitte
Wenn dir das Leben Zitronen gibt, mach Limonade draus

Offline Mattea

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Re: Ich bin traurig.....6
« Antwort #50 am: 24.09.15, 13:02 »

Danke Danke für die lieben Worte und Nachrichten.

ja es hört nicht auf. 

Der Tod meiner Freundin, hat mich sehr aus der Bahn geworfen, da ich sehr mit ihr verbunden war.  Sie fehlt mir, dieser Schmerz ist kaum zu ertragen.

dieser traurige Anlass, lässt mich vieles überdenken, in den letzten Jahren bin ich wirklich mit zuviel Krankheit, Pflegefällen, Todesfällen, Betrieblichen Schwierigkeiten kommen da automatisch hinzu, weil vieles nicht zu bewältigen ist. Vielleicht höre ich mit allem auf.
« Letzte Änderung: 24.09.15, 13:10 von Mattea »

Offline Maja

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Re: Ich bin traurig.....6
« Antwort #51 am: 24.09.15, 15:26 »
Mit was allem willst du aufhören mattea?

Offline Maja

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Re: Ich bin traurig.....6
« Antwort #52 am: 24.09.15, 15:42 »
Es ist sehr traurig was um dich passiert zur Zeit.
Der Schmerz um einen lieben Menschen kann so furchtbar wehtun...ich weiss das nur zu gut.
Man möchte schreien und bringt keinen Ton heraus. Man möchte davon laufen und bringt keinen Schritt vor den Andern. Man ist gelähmt, gefangen und irgendetwas muss das Ventil sein das einen wieder frei gibt aus diesem Schmerz.
Vielleicht ist es der Gedanke ...dass deine Freundin erlöst ist von ihren Qualen. Ein Körper, der wegen Verelendung und Erkrankung, nicht mehr Wohnstatt und Heimat der Seele sein konnte, wurde erlöst.
Die Seele deiner Freundin ist auf die Reise gegangen, in eine bessere Welt, in einen neuen Menschen der gerade geboren wurde?
Wäre dieser Gedanke vielleicht Trost für Dich?
Es ist traurig und ich fühle sehr mit Dir Mattea,
Aber mit allem Schluss machen musst du nicht.
Das Schluss machen bestimmt ein ganz Anderer.
Der, der deine Schritte lenkt, der in dessen Hand du dich fallen lassen darfst,
der in dem wir alle geborgen sind.
Sag ihm Deine Sorgen, Deine Gedanken, Deine Wünsche und auch Deine Wut und Trauer.
Sag sie ihm an der Stelle an der du gerade diese Zeilen liest,
sag sie ihm im Wald in der Natur, aber sag sie ihm wirklich und gib nicht auf.
Er wird  dich trösten.
Dir Ruhe geben ins Herz.
Es kommen immer wieder andere Zeiten, auch wieder schöne Zeiten, die nicht nur voller Trauer und Wut und Angst sind.
Ich wünsche Dir Kraft und Menschen um Dich die dir lieb und teuer sind und Dir Halt und Mut geben. Ich nehme dich in Gedanken fest in meine Arme und schicke Dir Trost und Wärme in deine Seele.
In Verbundenheit schick ich Dir den Engel des Trostes
Maja

Offline Mattea

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Re: Ich bin traurig.....6
« Antwort #53 am: 24.09.15, 17:14 »
Danke danke für all die lieben Worte.

Nach der Beerdigung werde ich mich ein paar Tage zurück ziehen und über unsere Freundschaft nachdenken, da stecken viele Botschaften drinnen. Der Schmerz wird bleiben, weil das war eine ganz großartige und tolle Frau.  Die musste auch in den letzten Jahren viel durchmachen.
Dennoch war es sie die mich immer in meinen schweren Lebenslagen am Leben erhalten hat, wir wollten noch soviel tun, wenn alles mal ruhiger werden würde, Probleme gemeistert wäre usw... doch es ist immer etwas an neuen Problemen, es hört nie auf,.........  nur dieses Verschieben bringt nichts,.... der Tag kommt da ist es zu spät.  :'(

So ein Mensch wie Helga wird es nie wieder geben.  Das ist so schwer zu tragen,wie der Verlust von meiner Mama, so sehr war ich mit ihr verbunden.

Des wegen werde ich meinen Part/Aufgabe/Anteil an den Betrieben (Landwirtschaft und Lohnunternehmen) stark reduzieren oder ganz aufgeben. Bin Landwirtin mit Leib und Seele, doch ich kann nicht mehr und ich will nicht mehr.  Ich arbeite seit 34 Jahren voll im Betrieb, oft gegen den Wind und Ausbremsungen des Seniors,.... alles was ich einfacher machen wollte, verbessern wollte wurde nicht geduldet,..... als faul wurde ich da bezeichnet. Beispiel ich wollte im Stall (Milchvieh mit Nachzucht) einiges verbessern,.... es wurde alles blockiert. Die Knochenarbeit in vielen Bereichen reduzieren,.... es wurde immer soweit gegangen, bis nix mehr ging und dann doch aufgeben werden musste, dann war ich natürtlich wieder der Versager.  Es reicht.

Ich werde mich auch nicht mehr von jedem vor den Karren spannen lassen. 
Ich werde auch nicht mehr um Hilfe und Unterstützung bei den anderen Geschwistern betteln und winseln. Es kommt doch keine.
Auch nicht mehr in einer Pfarrei um Verständnis in Not und Trauer bitten, ich hab gesehen wo es hin geführt hat. Da werde ich Abstand halten.

Das ganze Leben stellst sich jetzt mir in Frage, was ich bisher gemacht habe, wie doof gearbeitet und was bleibt am Ende?
Wenn ich das Leben meiner Freundin betrachte, auch sehr hart, sie hatte ganz bescheidene Wünsche, leider ist keiner mehr in Erfüllung gegangen.

Weh tut dass,  das ich keine Chance mehr hatte mit ihr zu sprechen, sie nochmal zu sehen, mich verabschieden zu können.
Seit das ich 2013 von dem Eierstockkrebs erfahren hatte, bin ich großer Sorge um meine Freundin, manchmal war ich 3 - 4 mal in Woche bei ihr,.... das wurde dann auch in Frage gestellt wo ich mich wieder herum treibe. Oft wurde mir erklärt was ich den davon hätte, um das kümmern, ich solle mich um die eigene Familie und Betrieb kümmern. Ob ich die Arbeit und Einsatz bezahlt bekäme,.... hallo das war meine Freundin, Vertraute,....... geht esi mmer nur um Geld,... wo bleibt der Mensch, das Herz.

Meine Freundin ist erlöst, nur ein kleiner Trost. Vieles hätte ich noch gegönnt und von Herzen gewünscht.

Offline Steinbock

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Re: Ich bin traurig.....6
« Antwort #54 am: 24.09.15, 17:45 »
Oh Mattea, Du tust mir sehr leid.

Ich danke Maja für ihre guten Worte!

Mattea, es ist gut, wenn Du Dich ein paar Tage zurückziehst!
(Vielleicht geht auch länger)

Und vergiss den BT nicht. Hier darfst Du klagen und fragen, usw.
Was zu Hause anscheinend (wie bei vielen anderen hier auch) nicht
möglich/nicht "erwünscht" ist.

Darf ich fragen, wieso Ihr Euch nicht mehr verabschieden konntet?

Mitfühlende Grüße
Elisabeth
Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne... (H.Hesse)

Offline Maja

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Re: Ich bin traurig.....6
« Antwort #55 am: 24.09.15, 17:57 »
Mattea Liebe und Vertrautheit vergeht auch nicht durch den Tod.
Auch eine Erfahrung  die ich machen durfte.
Wenn ich so lese was du an bitteren Pillen zu schlucken hattest wundert mich nichts.
Steht dein Mann nicht hinter dir?
Du bist ganz gewiss alt genug zum Arbeiten wie verrückt, also bist du auch alt genug die Entscheidung zu treffen und deinen Tag einzuteilen, wie DU es willst und für richtig hälst.
Aber sich durchsetzen braucht Kraft und Ruhe.
Du warst es ja auch, die durch das Bodenpersonal unseres Herrgotts, so im Stich gelassen wurde.
Dein Beispiel ist jetzt wieder für viele andere Beispiel
....nichts aufzuheben und auf die lange Bank zu schieben....

Nein wir schieben nichts mehr, wir tun was wichtig ist und das ist nicht immer der Hof, sondern auch der Mensch der uns gerade braucht. In welcher Form auch immer.

Mattea trauere um deine Freundin aber nimm es dir nicht allzu sehr zu Herzen, dass du dich nicht verabschieden konntest. Geh den letzten Weg mit ihr.
Freue dich dass du sie gekannt hast und sei dankbar dafür.

Verg. Woche wurde die Schwiegermutter meiner Schwester mit 92 Jahren zu Grabe getragen.
Sie war eine besonders liebe Frau und Mutter.
Sie hatte den Leitspruch: Wende dein Gesicht der Sonne zu...dann fallen die Schatten hinter dich!

Mattea...Die Sonne scheint für Dich,und nur für dich.
Also genieße es, dass sie dir ins Gesicht scheint und freue dich an allen schönen Erlebnissen mit den Menschen die dir lieb und wert sind.
Sei du selbst und sag klar und deutlich was Du fühlst und willst.
Und vergiss nie, so steht es auch in der Bibel....die Liebe höret nimmer auf!
Maja

Offline Wiese

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Re: Ich bin traurig.....6
« Antwort #56 am: 24.09.15, 18:23 »
Hallo Mattea

Der Tod eines lieben Menschen kann lähmen. Alles Leben ist für dich plötzlich leer, alles wird kalt und stumm. Die Erfahrung musste ich auch schon mal von einer lieben Freundin, (die an einem Bahnübergang
in einen Zug gerast ist ) machen.
Das hat lange gedauert bis ich wieder in den normalen Alltag übergehen konnte. Konnte mich auch nicht von ihr verabschieden und ich hab sie noch immer nicht vergessen, obwohl das über 40 Jahre her ist.
Aber ganz zurück ziehen ist nicht gut. Suche jemanden der dich versteht und teile deine Trauer mit ihm. Da trägt sich die Last leichter.

LG. Wiese
Wer sich heute freuen kann,soll nicht bis morgen warten.
                     " Pestalozzi "

Offline Daggl

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Re: Ich bin traurig.....6
« Antwort #57 am: 24.09.15, 19:18 »

So ein Mensch wie Helga wird es nie wieder geben.

Es gibt ganz besondere Menschen, mit denen ist man so vertraut , so verbunden, die sind durch nichts und niemanden zu ersetzen.Um so größer ist der Schmerz, wenn man einen so besonderen Menschen verliert.Auch wenn der Schmerz lange bleiben wird, irgendwann kommt auch die Dankbarkeit durch, eine so wunderbaren Menschen gekannt zu haben. Hab ich zumindest so erleben dürfen.

Zitat
Des wegen werde ich meinen Part/Aufgabe/Anteil an den Betrieben (Landwirtschaft und Lohnunternehmen) stark reduzieren oder ganz aufgeben. Bin Landwirtin mit Leib und Seele, doch ich kann nicht mehr und ich will nicht mehr.  Ich arbeite seit 34 Jahren voll im Betrieb, oft gegen den Wind und Ausbremsungen des Seniors,.... alles was ich einfacher machen wollte, verbessern wollte wurde nicht geduldet,..... als faul wurde ich da bezeichnet. Beispiel ich wollte im Stall (Milchvieh mit Nachzucht) einiges verbessern,.... es wurde alles blockiert. Die Knochenarbeit in vielen Bereichen reduzieren,.... es wurde immer soweit gegangen, bis nix mehr ging und dann doch aufgeben werden musste, dann war ich natürtlich wieder der Versager.  Es reicht.

Das ist bitter. Für andere ist es natürlich praktisch, wenn sie jemanden haben, auf den sie alles schieben können. Das Schlimme ist, dass man dann irgendwann an seiner eigenen Wertigkeit zweifelt. Auch wenn man vom Verstand her weiß, dass es so nicht stimmt, das Gefühl kommt doch auf.

Zitat
Das ganze Leben stellst sich jetzt mir in Frage, was ich bisher gemacht habe, wie doof gearbeitet und was bleibt am Ende?
Wenn ich das Leben meiner Freundin betrachte, auch sehr hart, sie hatte ganz bescheidene Wünsche, leider ist keiner mehr in Erfüllung gegangen.

Weh tut dass,  das ich keine Chance mehr hatte mit ihr zu sprechen, sie nochmal zu sehen, mich verabschieden zu können.
Seit das ich 2013 von dem Eierstockkrebs erfahren hatte, bin ich großer Sorge um meine Freundin, manchmal war ich 3 - 4 mal in Woche bei ihr,.... das wurde dann auch in Frage gestellt wo ich mich wieder herum treibe. Oft wurde mir erklärt was ich denn davon hätte, um das kümmern, ich solle mich um die eigene Familie und Betrieb kümmern. Ob ich die Arbeit und Einsatz bezahlt bekäme,.... hallo das war meine Freundin, Vertraute,....... geht es immer nur um Geld,... wo bleibt der Mensch, das Herz.

Meine Freundin ist erlöst, nur ein kleiner Trost. Vieles hätte ich noch gegönnt und von Herzen gewünscht.

Nicht verabschieden können ist ganz schlimm.
 Ja, man muss auch was arbeiten und Geld verdienen - aber nicht nur. Ich bereue keine Minute, die ich für/mit Freunden verbracht habe - aber sehr wohl die Zeit ,die ich nicht mit ihnen verbracht habe, die Chancen, die ich verpasst habe- unwiederbringlich weg....das wird einem erst so richtig bewusst, wenn es zu spät ist. Letztendlich zählt am Ende vom Leben nicht das Geld, nicht die Arbeit die geleistet worden ist, sondern nur die Liebe, die Liebe zu Gott und die Liebe zu den Menschen...Mattea, du hast deine Freundin deine Zeit geschenkt und zwar sehr viel, wenn du da 3 - 4 mal in der Woche bei ihr warst. Und das obwohl du mehr wie genug Arbeit hast. Da ist unendlich wertvoll. Du bist großartig.
Viele Grüße, Dagmar

Jesus verspricht: Ich bin bei euch alle Tages eures Lebens bis ans Ende der Zeit (Mt 28,20)

Offline Mattea

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Re: Ich bin traurig.....6
« Antwort #58 am: 25.09.15, 09:42 »
Danke für lieben Worte hier, tut sehr gut.

@Maja   Mann gibt es 13 Jahren nicht mehr, möchte ich aber nicht näher hier erläutern. 

Es geht um meine Freundin.

Mir geht wirklich nicht gut und das wird wohl lange dauern bis ich mich da wieder gefasst habe.

Zurück ziehen werde ich mich und alles Revue passieren lassen.

Das Problem an dem Leid ist, ist die Frage hätte ich nicht mehr tun können, das ging die letzte Nacht umher.
Die Erkrankung hätte ich sicherlich nicht aufhalten können, aber mir ist ganz deutlich geworden:

Wir haben ja verschiedene Rollen, die wir erfüllen müssen, hier im Betrieb und Familie usw.  jeder hat Erwartungen,...
Auch um es sich auch einfach zu machen, keine Verantwortung zu tragen.
z.B. gestern abend habe ich meinen ältesten Bruder erklärt, das ich einige Tage Auszeit benötige - dieser Bruder hat mit dem  Betrieb nichts zu tun.  Sofort bekam die Antwort, Du kannst doch gehen.  Als ich fragte und wer guckt nach Vater, versorgt ihn (Pflegestufe 1),...kam promt der kann doch alleine bleiben und muss nicht ständig beaufsichtig werden.  Stimmt eben nicht. 
Erklärt wurde mir er müsse arbeiten und habe keine Zeit, solle sich der Bruder mit dem Lohnunternehmen kümmern, nur der war erst vor 4 Wochen zusammen gebrochen und war im Krankenhaus ist noch 100 ige fit und hat jetzt einige Auftragsstaus. 
Also ich brauche gar erst weiter um Hilfe und Unterstützung bitten.

Hart, ist aber nun mal die Realität.

Ich werde auch einige Aufgaben und vor allem was jeder als selbstverständlich ansieht, reduzieren. 

Nach der Beerdigung werde ich für einige Tage mich ganz ausklinken. 

Oft wird man dann in Situationen gebracht, wo man nicht mehr selbst ist, lässt sich Einschüchtern, Angst machen, bekommt ein schlechtes Gewissen,... wenn ich mich um Freundin kümmere, vernachlässige ich etwas anderes.
 

Offline hosta

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Re: Ich bin traurig.....6
« Antwort #59 am: 25.09.15, 09:57 »
Mattea nimm Dir die Auszeit und  fahr weg.
Dein Vater hat pflegestufe 1. Er kann in Kurzzeitpflege oder Verhinderungspflege. Dann müssen Deine Geschwister halt etwas zu bezahlen, wenn sie sich nicht kümmern können oder Pflegedienst übernimmt. Und Du muß dafür auch kein schlechtes Gewissen haben. Jeder braucht mal eine Auszeit. Sei einfach mal egoistisch.
Alles Gute und Erfolg bei der Umsetzung
Herzlichst hosta

 


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