Autor Thema: Papst: Trennung manchmal notwendig  (Gelesen 6065 mal)

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Offline Beate MahrTopic starter

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Papst: Trennung manchmal notwendig
« am: 25.06.15, 11:45 »
Hallo

hab erst gedacht ich hab mich verlesen ...

Papst: Trennung von Eheleuten manchmal "notwendig"

Zitat

Papst Franziskus überrascht mit neuen Ansichten zum Familienleben.
Die Trennung eines Ehepaares ist nach Ansicht des Kirchenoberhauptes bisweilen unvermeidlich oder gar "notwendig".

Bei seiner wöchentlichen Ansprache auf dem Petersplatz sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Mittwoch,
manchmal sei eine Trennung "moralisch notwendig, um den schwächeren Partner
oder kleine Kinder vor schweren Verletzungen durch Einschüchterung und Gewalt,
Demütigung und Ausbeutung oder auch Gleichgültigkeit" zu schützen.


und weiter ...

Zitat

"Das wahre Problem sind diejenigen, die wieder heiraten" und ihren Glauben weiter ausleben wollten,
sagte ein Angehöriger des Vatikans der Nachrichtenagentur AFP.
Das Thema soll laut eines Entwurfs des Vatikans bei der kommenden Synode im Oktober besprochen werden.


Wenn sich da etwas  *weiter entwickelt* dann wäre das ein echter Quantensprung

Gruß
Beate
Der eine sieht nur Bäume dicht an dicht,
der andere Zwischenräume und das Licht!

~ Gelesen bei einer Wanderung ~

Offline annelie

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Re: Papst: Trennung manchmal notwendig
« Antwort #1 am: 25.06.15, 12:03 »
So neu ist die Ansicht nicht, es werden Ehe von der katholischen Kirche annuliert, u. a. aus diesen Gründen. Annulierungen sind gar nicht selten, in meinem nicht sehr großen Bekanntenkreisgibts 2 Ehen die annuliert wurden. Ich sehe da noch keine große Bewegung.
Liebe Grüße
Annelie
Die größte Entdeckung meiner Generation ist, dass der Mensch nur durch Änderung seiner Einstellung sein Leben ändern kann
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Offline fanni

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Re: Papst: Trennung manchmal notwendig
« Antwort #2 am: 25.06.15, 12:46 »
Wenn ich mir den "jungen" Passauer Bischof Oster in seinen Meinungen so anhört (den hatt ich grad als Salesianer ganz anders eingeschätzt :-\ :-\) wird sich da gar nichts bewegen.

Die Abstimmung erfolgt doch schon längst mit den Füßen. Die kirchlichen Trauungen gehen immens zurück, obwohl viele Paare ihre Kindder nach wie vor taufen lassen, sparen sie sich das kirchl. Sakrament.
Herzliche Grüße von Fanni

Online frankenpower41

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Re: Papst: Trennung manchmal notwendig
« Antwort #3 am: 25.06.15, 12:56 »
Hallo  Fanni

Uns als Protestanten betrifft das ja nicht.
Diesen Passauer Bischof (ich kannte ihn nicht) habe ich mir kürzlich in der Mediathek "Gipfeltreffen" angeschaut.
Ein ganz, ganz sympatischer, gut aussehender Mann. (da frag ich mich immer, warum grad die kath. Pfarrer werden, aber das wird sich mir nie erschließen). Er hat in der Sendung einiges über sein vorheriges Leben erzählt (Radiomoderator), und von ihm hätte ich manche seiner Äußerungen zu Reformen in der Kirche nicht erwartet.

LG
marianne
« Letzte Änderung: 25.06.15, 16:49 von frankenpower41 »

Offline martina-s

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Re: Papst: Trennung manchmal notwendig
« Antwort #4 am: 25.06.15, 13:26 »
Och, da denke ich mir immer, dass das wohl ein anderer entscheiden wird wie sich hier das Christsein entwickelt.
Gut sein; alle annehmen; ich glaub irgendwie reicht das für meinen Horizont.

Ich hab geheiratet; hab nicht vor mich zu trennen;
Und wenn andere Paare nach 15 Jahren auf den Trichter kommen dass sie sich nimmer verstehen und der eine den anderen....

Und wenn die dann Gott und die Kirche anprangern, weil diese ja vorgibt wie man richtig zu leben hätte .... tja, da sind aber dann schon beide Partner in die Pflicht genommen.... :-[

Ich denke, man kann auch dann noch für sich selber einen Weg gehen und den auch lieb gewinnen, wenn es mal nicht so läuft was man sich so rosarot in jungen Jahren erträumt hat.

Manche werden auch erst hinterher klüger. Sie leben das Leben leichter. Wenn es dann hinterher nicht passt, dann werden sie hoffentlich ernst und prüfen genauer!

Nur glaube ich, wenn sich zwei verantwortungsbewusste Menschen zusammengefunden haben die aus dem Glauben heraus ihren Weg gehen wollen, dann werden sie vielleicht auch bei Stolperfallen ankommen; nur werden sie nicht so leicht drüber fallen.
Sie werden einen Weg finden und sie werden ihn bei Gott suchen!

Der christliche Glaube ansich, der hat Grundzüge einer Radikalität. Wenn man ihn ernst nimmt, dann ruht man sicher in sich und lässt sich auf ganz was Hervorragendes ein.

Fakt ist jedoch, dass sich viele ihre "Seligkeit" selbst zusammenbasteln.
Ich weiß nicht ob man so eine gewissen Heiligkeit erreichen will weil diese ja auch oft als bigott und fanatisch in Misskredit gerät!

Der Mensch neigt dazu Regeln zu fordern. Ist auch zu leicht welche zu bekommen und die Vorgaben dann zu kritisieren und in Frage zu stellen. Das liegt so im Wesen des Menschen.

In dem globalen Umfeld "Mensch zu sein!" tut man sich halt schwer, weil man eigentlich wüsste, wie man richtig zu handeln hat und es dann doch nicht tut.

Für mich ist es sehr viel einfacher sich fallen zu lassen und zu horchen. Und auch mal anzunehmen...

Letztendlich kann mir dann egal sein, wie manche die vorne dran sind entscheiden: Der Herrgott wird es schon richten! Das alles liegt nicht in meinem Ermessen.

Und der hat auch nicht gesagt, dass ich, wenn ich geschieden und wieder verheiratet bin nicht auch Gutes tun kann und mich einbringen kann wo ich gebraucht werde. Und auch andere ernst nehmen kann und meinen Weg mit ihnen gehen....

Ich denke doch, eher sollte man das in den Vordergrund rücken statt Ameisen zu hören und daraus eine Elefantenherde satteln zu wollen.
Liebe Grüße
Martina

Clara

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Re: Papst: Trennung manchmal notwendig
« Antwort #5 am: 25.06.15, 16:54 »

Wenn sich da etwas  *weiter entwickelt* dann wäre das ein echter Quantensprung

Gruß
Beate

Hallo Beate,

aus meiner Sicht setzt dieser Papst Meilensteine. Möge Gott ihm weiterhin die Kraft, Energie und Zuversicht dafür geben, die katholische Kirche im 21. Jahrhundert auch bei ihren Anhängern ankommen zu lassen.

So neu ist die Ansicht nicht, es werden Ehe von der katholischen Kirche annuliert, u. a. aus diesen Gründen. Annulierungen sind gar nicht selten, in meinem nicht sehr großen Bekanntenkreisgibts 2 Ehen die annuliert wurden. Ich sehe da noch keine große Bewegung.

Annelie,

egal, wie gross die Schritte sind... Wenn ich mich mal mit dem Trecker im Feld festgefahren hab, dann freu ich mich auch über jeden mm, den es wieder vorwärts geht.  ;) ;) ;) Und so ist das auch mit der Kirche.

Selbst wenn es Mäuseschritte sind, die dieser Papst macht, so schafft er Raum für Bewegung, Begegnung und neue Gedanken für alle Christen.

Frohes Schaffen,

Anja

Offline SiegiKam

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Re: Papst: Trennung manchmal notwendig
« Antwort #6 am: 25.06.15, 17:48 »
Ich hab geheiratet; hab nicht vor mich zu trennen;
Und wenn andere Paare nach 15 Jahren auf den Trichter kommen dass sie sich nimmer verstehen und der eine den anderen....
Und wenn die dann Gott und die Kirche anprangern, weil diese ja vorgibt wie man richtig zu leben hätte .... tja, da sind aber dann schon beide Partner in die Pflicht genommen.... :-[
Ich denke, man kann auch dann noch für sich selber einen Weg gehen und den auch lieb gewinnen, wenn es mal nicht so läuft was man sich so rosarot in jungen Jahren erträumt hat.
Manche werden auch erst hinterher klüger. Sie leben das Leben leichter. Wenn es dann hinterher nicht passt, dann werden sie hoffentlich ernst und prüfen genauer!

und wenn du jetzt einen Partner hättest, der deine kleinen Kinder schlägt, oder schlimmer, oder dich vor den Kindern verhaut oder verbal fertig macht Tag für Tag, oder er eine andere liebt und jeden Tag bei ihr ist? Glaubst du nicht, dass man sich in einem Menschen täuschen kann, bzw. sich ein Mensch zu seinen ungunsten ändert, oder sich zwei Menschen auseinander entwickeln?
Und wenn man dann getrennt ist, darf man keine Liebe mehr finden, keine Zukunft in einer Familie? Und wenn doch, darf ich als gläubiger Christ die Sakramente nicht mehr bekommen? Warum was habe ich dann Böses getan? Meine Kinder geschützt, ihnen eine sicherere Zukunft gegeben, ist das verdammenswert? Oder soll ich mich in die Kirche einbringen obwohl ich von den Sakramenten ausgeschlossen bin? Ist das nicht irgendwo widersinnig? Ich schicke meine Kinder zur Erstkommunion und darf selbst nicht hingehen? Nein Martina, da kann ich dich wirklich nicht verstehen.

Siegi
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Offline Susanna

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Re: Papst: Trennung manchmal notwendig
« Antwort #7 am: 26.06.15, 07:48 »
Beate, ich finde es auch gut, dass die Kirche sich hier allmählich in eine andere Richtung bewegt.

Meiner Meinung nach in die richtige Richtung. Wenn Gewalt in einer Ehe regiert - egal in welcher Form, psychisch oder physisch, wenn zwei Menschen sich nicht mehr lieben und im Krieg leben, dann ist es besser, sich zu trennen. Und ich persönlich finde es unheimlich schade, dass dann nicht mehr kirchlich geheiratet werden kann.
Viele Grüße
Susanna

Offline Steinbock

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Re: Papst: Trennung manchmal notwendig
« Antwort #8 am: 26.06.15, 09:56 »
Ich hab geheiratet; hab nicht vor mich zu trennen;
Und wenn andere Paare nach 15 Jahren auf den Trichter kommen dass sie sich nimmer verstehen und der eine den anderen....
Und wenn die dann Gott und die Kirche anprangern, weil diese ja vorgibt wie man richtig zu leben hätte .... tja, da sind aber dann schon beide Partner in die Pflicht genommen.... :-[
Ich denke, man kann auch dann noch für sich selber einen Weg gehen und den auch lieb gewinnen, wenn es mal nicht so läuft was man sich so rosarot in jungen Jahren erträumt hat.
Manche werden auch erst hinterher klüger. Sie leben das Leben leichter. Wenn es dann hinterher nicht passt, dann werden sie hoffentlich ernst und prüfen genauer!

und wenn du jetzt einen Partner hättest, der deine kleinen Kinder schlägt, oder schlimmer, oder dich vor den Kindern verhaut oder verbal fertig macht Tag für Tag, oder er eine andere liebt und jeden Tag bei ihr ist? Glaubst du nicht, dass man sich in einem Menschen täuschen kann, bzw. sich ein Mensch zu seinen ungunsten ändert, oder sich zwei Menschen auseinander entwickeln?
Und wenn man dann getrennt ist, darf man keine Liebe mehr finden, keine Zukunft in einer Familie? Und wenn doch, darf ich als gläubiger Christ die Sakramente nicht mehr bekommen? Warum was habe ich dann Böses getan? Meine Kinder geschützt, ihnen eine sicherere Zukunft gegeben, ist das verdammenswert? Oder soll ich mich in die Kirche einbringen obwohl ich von den Sakramenten ausgeschlossen bin? Ist das nicht irgendwo widersinnig? Ich schicke meine Kinder zur Erstkommunion und darf selbst nicht hingehen? Nein Martina, da kann ich dich wirklich nicht verstehen.

Siegi

Danke Siegi, Du sprichst mir aus der Seele :-*

Elisabth
Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne... (H.Hesse)

Offline gammi

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Re: Papst: Trennung manchmal notwendig
« Antwort #9 am: 26.06.15, 12:38 »
Bei uns gibt es eh fast keine kirchlichen Trauungen mehr.
Auch Laufstall-Kühe geben gute Milch

Offline Rohana

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Re: Papst: Trennung manchmal notwendig
« Antwort #10 am: 23.02.16, 15:26 »
Ich bin ein grosser Fan vom derzeitigen Papst, auch wenn ich evangelisch bin. Trotzdem muss ich mich hier Siegi anschliessen.

Offline fanni

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Re: Papst: Trennung manchmal notwendig
« Antwort #11 am: 23.02.16, 19:10 »
Ja Franziskus ist ein Segen und er ist für mich noch sowas wie ein Leuchturm in der veralteten verkrusteten Kirchenwüste.

Herzliche Grüße von Fanni

Offline martina-s

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Re: Papst: Trennung manchmal notwendig
« Antwort #12 am: 23.02.16, 19:21 »
Hallo,
wenn Rohanna jetzt das Thema nicht noch mal angekurbelt hätte, dann hätte ich das gar nimmer gelesen. Ich abonniere selten weil sich sonst die Mails immer häufen.

Ich hab da sicher eine konservative Meinung.

Nur zeigt die Erfahrung, dass selbst unverheiratete Paare gleiche Trennungsrate aufweisen. Oft nach vielen Jahren des Zusammenlebens.

Eine Garantie dass ein Partner austickt, die wird es nie geben.

Aber ganz ehrlich, wer wirklich bedingungslos auf die Liebe Gottes vertraut und so lebt wie es das Evangelium vorgibt - und zwar beide Partner - denke ich mal eher nicht, dass dann einer der Partner enttäuscht und frustriert zurück bleibt.

Oftmals wenn man horchen würde und die Zeichen verstehen könnte, dann würde man schon bei Beginn einer Freundschaft sichtbar sein, dass manche eben nicht so gut zusammen passen.
Selten, dass jemand so total verblendet ist, dass man schon in den feinen, leisen Anfängen nicht erahnt, dass es aus diesen und jenen Gründen vielleicht besser wäre mit der Partnerwahl zu warten weil evt. das Vertrauen fehlt, weil vielleicht Geld die vordergründige Rolle spielt, weil man davon ausgehen kann, das ein Partner nur versorgt sein will in verschiedener Hinsicht.

Weiß nicht wie ich mich da kurz fassen soll. Aber eine Ehe aufgebaut auf unseren Glauben, wirklich gelebten Glauben, denke ich nicht, dass diese in der Gefahr des Scheiterns sich befindet.

Es ist ja  niemand verpflichtet kirchlich zu heiraten! Kann jedermann gestalten wie er es sich vorstellt.
Wenn jemand ehrlich zu sich selbst ist dann ist es vielleicht besser diesen Schritt nicht zu gehen. Trotzdem kann man christlich handeln und leben!

Christsein kann nicht nur Geben sein auf der einen Seite. Eigentlich hat Jesus uns ja vorgelebt wie er es sich vorstellt. Er lebte uns die bedingungslose Liebe bis hin zur Selbstaufgabe vor. Auf der anderen Seite hat er aber auch den Geldwäschern den Tempel verboten.
Christsein hat schon auch ein bisschen was mit Überdenken des eigenen Ichs zu tun und fordert auch gewisse Ehrlichkeit.

Ich kenne hier auch katholische Ehen die vor dem Aus waren und man sich getrennt hat. Aber überall hätte es sich vorher schon abgezeichnet, dass es im Grunde von Beginn an nur an einem Partner lag der sich Jahre was vorgemacht hat und gar nicht erkennen wollte, dass er betrogen, nicht beachtet und/ oder hintergangen wurde. Zu sehr hat man auch Druck und Zugzwang von außen, von der Familie, dass man sich vor der eigenen Erkenntnis scheut. Oder man hat Angst vor dem Alleinsein.

Wenn man selber nach christlichen Maßstäben lebt oder leben will; wenn einem selber Glaube sehr wichtig ist, dann tut man wohl gut daran zu prüfen ob auch der Partner so denkt. Kompromisse gibt es da fast keine. Sonst zerreißt man sich!

Zitat
Glaubst du nicht, dass man sich in einem Menschen täuschen kann, bzw. sich ein Mensch zu seinen ungunsten ändert, oder sich zwei Menschen auseinander entwickeln?
Genau, das glaube ich nicht! Wenn jemand in der Liebe Gottes lebt und daraus auch eine Partnerschaft aufbauen will, da denke ich, dass der Partner der sich später so weit weg entwickelt, dass kein Zusammenkommen mehr machbar ist, noch nie auf christliche Werte bedacht war.

Es ist oftmals sehr traurig, dass in vielen Ehen und Beziehungen von beiden Seiten her der Glaube keine Rolle mehr spielt und die Werte nicht mehr so in die Mitte gestellt werden.
Kirche braucht man oftmals nur noch als Umrahmung für Trauung, Taufe, usw.

Damit meine ich nicht nur die Kirche als Gebetsgemeinschaft. Ich denke da an die Brüderlichkeit die uns lehrt einander zu achten, miteinander umzugehen und zu leben.
Oftmals kennen sich nicht mal Nachbarn.
Uns geht es allen viel zu gut, als dass wir gucken ob jemand neben uns ein Problem hat.

Und wenn es dann offensichtlich wird, das Problem, dann hat man tausend gute Gründe  denjenigen nicht geholfen zu haben.

Wenn dann so eine Ehe in die Brüche geht, dann ist man aber gleich zur Stelle und kritisiert als allererstes, dass man nicht mehr zur gemeinsamen Kommunion gehen darf. Man fühlt sich ausgestoßen.
Dabei werde ich aber das Gefühl nicht los, dass sie die Menschen schon weit vorher davon abgewandt haben und das erst dann zum Tragen kommt, weil man in der Krise auch sonstigen Halt verliert.

Jede Scheidung ist i. d. R. ein sozialer Abstieg. Und da sehnt man sich vermutlich nach Geborgenheit. Eine Geborgenheit die man vorher mit Füßen getreten hat. Oder wollt Ihr mir weiß machen, dass in den Zeiten, in denen man auf glückliche Familie machen konnte jemand daran gedacht hat, dass neben sich jemand lebt, der Geborgenheit sucht?

Das genau wäre nämlich die Aufgabe der Kirche andere mit zu tragen. Ähnlich wie bei den Fußspuren im Sand, wo in schlechten Zeiten nur eine Spur sichtbar war und die des Herrn fehlte, weil er es war der den Strauchelnden trug.

Wir alle sind dazu gerufen als Kirche diesen Aufgaben nachzukommen. Wenn wir uns dem Sendungsauftrag alle bewusst wären, dann bräuchte man sich nicht auf die da oben (gemeint sind Papst und Bischöfe) raus zu reden. Weil dann wäre die Kirche stark und liebevoll. Sie würde jedem Wind stand halten.
Vermutlich hätten dann auch andere Fanatiker bestimmter Weltreligionen mehr Achtung vor uns, vor unserem Einsatz und auch vor unserer Religion!
Liebe Grüße
Martina

Offline Daggl

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Re: Papst: Trennung manchmal notwendig
« Antwort #13 am: 24.02.16, 10:06 »
Bei uns gibt es eh fast keine kirchlichen Trauungen mehr.
Ich weiß inzwischen mehrere, die eine kirchliche Trauung wollen "weil es so schön feierlich ist" -  mit der Einstellung kann ich gar nichts anfangen.


Aber ganz ehrlich, wer wirklich bedingungslos auf die Liebe Gottes vertraut und so lebt wie es das Evangelium vorgibt - und zwar beide Partner - denke ich mal eher nicht, dass dann einer der Partner enttäuscht und frustriert zurück bleibt.


genau BEIDE  und da happerts oft leider gewaltig, wenn eine Seite kann investieren was sie will, wenn die andere Seite nicht mitmacht, sondern nur ausnützt, dann wird das nichts.
Viele Grüße, Dagmar

Jesus verspricht: Ich bin bei euch alle Tages eures Lebens bis ans Ende der Zeit (Mt 28,20)

Offline LunaR

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Re: Papst: Trennung manchmal notwendig
« Antwort #14 am: 24.02.16, 11:24 »
Zitat
genau BEIDE  und da happerts oft leider gewaltig, wenn eine Seite kann investieren was sie will, wenn die andere Seite nicht mitmacht, sondern nur ausnützt, dann wird das nichts.

So ist es, das ist ja meistens das Problem. Genau genommen beziehen sich die Regeln der Kath. Kirche nicht auf die Trennung, sondern auf die Wiederverheiratung der Geschiedenen. Diese Vorschriften sind aus meiner Sicht aber Menschenwerk und nicht Gotte Wort. Auch Finde ich, dass alte, im Zölibat lebende Männer, nicht gerade die Komptenz haben, über das Zusammenlenben - oder auch Trennen - von Paaren zu urteilen.

Wichtig, ist dass m. M. nicht leichtfertig getrennt wird und auch nicht ebenso locker eine neue Beziehung eingegangen ist. Also die Ernsthaftigkeit für die Beziehung und auch das Bemühen um den Erhalt derselben vorhanden ist.

Ich sage immer, ein Trauschein ist kein Garantieschein. In einem Menschenleben kann vieles passieren und wenn zwei Menschenleben zusamm kommen sogar noch mehr.

LG
Luna
Verschwendete Zeit ist Dasein.
Gebrauchte Zeit ist Leben.

Edward Young

 


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