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Autor Thema: Bauernhof und Schule  (Gelesen 9514 mal)
Doro
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Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag


« Antwort #15 am: 28.07.05, 15:36 »

Hallo Maria,

das find ich sehr gut entlohnt! Soviel kriegt bei uns keiner. Wink
Bei solchen Sachen gehts doch nicht nur ums Geld. Die Kinder sind doch die Verbraucher von Morgen, natürlich auch schon von Heute. Aufklärung und Heranführung sollten da schon im Vordergrund bleiben.
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Es grüßt Doro

,,Leben ist nicht genug", sagte der Schmetterling. ,,Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume muss man haben".
Helhof
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« Antwort #16 am: 29.07.05, 17:31 »

Hallo Maria,
da muss ich mich Doro voll anschließen.
Bei uns gibt´s da nicht viel. Ich hätte in diesem Jahr der Grundschule angeboten, dass ich für die 4.Klassen einen Bauernhofbesuch organisiere (selber hätten wir zu der vom BBV versicherten Zeit keine Tiere am Hof gehabt, also langweilig), aber die wollten gar nicht kommen (wäre für die Kinder vollkommen kostenlos gewesen, und eine Brotzeit hätten sie auch bekommen). Das fand ich sehr schade, eben auch, weil die Kinder die Verbraucher von morgen sind, und einen Bezug zu den Nahrungsmitteln brauchen. Da noch extra was verlangen, kann ich nicht verstehen.
Liebe Grüße, Maria
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Liebe Grüße,
Maria
FTM
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« Antwort #17 am: 30.07.05, 14:09 »

ich verstehe es ja auch nicht das man so Geldgierig sein kann aber anscheinend kapierns die nicht das man auf die zukunftigen Käufer schaun und auch werben muß.Auch wennseinmal kein Geld gibt Ich bin froh das ihr auch so denkt ich hab schon gemeint ich bin ein aussenseiter mit meiner Meinung
Liebe Grüße Maria
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Liebe das Leben,den es Liebt Dich auch
Doro
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Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag


« Antwort #18 am: 31.07.05, 17:14 »

Hallo Maria,

so manches läßt sich nicht in Geld aufwiegen! Die Kinder sind doch unsere Zukunft. Cheesy
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ChristineN
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« Antwort #19 am: 01.08.05, 20:34 »

Dem kann ich mich nur anschliessen. Es geht darum, den Kindern die Landwirtschaft im Ganzen wieder nahe zu bringen: die Tiere, die Arbeit, die Nahrungsmittelherstellung, die Maschinen usw. Wir hatten doch tatsächlich Kinder auf dem Hof, die sich wunderten, warum die Kühe nicht lila sind. Auch wir haben früher jedem Kind noch einen Becher Milch und Würstchen geschenkt. Und die 2,50 Euro waren lediglich ein kleiner Beitrag zum Hufschmied, den ein Pferd nun mal regelmässig braucht. Meistens war es ein Betrag um die 50 Euro, die für ca. 4 Stunden Betreuung und Reiten bezahlt wurden.
Um so weniger kann ich die Bauern verstehen, denen 160 Euro zu wenig sind.  Shocked

Liebe Grüsse  Christine
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Liebe Grüsse von Christine!
Biobauer
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« Antwort #20 am: 21.02.06, 12:00 »

Hallo,ich hoffe mal das mein sach hier reinpasst ,man könnte es auch fast in die frustbox schreiben.ich war gestern abend auf nen elternsprechtag  von meinen jüngsten ,5 klasse ganztagsklasse.es gab ein paar sachen zu besprechen ,aber das zentrale thema war eigentlich ein tag auf unseren hof und ein schullandheimaufenthalt.die wollen auf unseren hof ende april kommen ,am liebsten wäre es ihnen gewesen wenn wir da aktiv was machen könnten und zwar kartoffeln ernten . Grin was soll man da noch sagen ,die meinen wahrscheinlich auch das wintergerste jetzt im februar  geerntet wird.wir einigten uns dann auf kartoffeln , feldgemüse und mais  pflanzen.dazu wurde dann noch ein tag im herbst eingeplant ,wo das ganze zeugs wieder geerntet wird.einen aufruhr gabs dann wieder,als ich sagte bitte alte klamotten anziehn.
So ab hier hats nun nicht mehr soviel mit bauernhof zu tun,ich geh ja deswegen allgemein nicht mehr gerne auf so elternabende,weil ich festsellen muss das die eltern einen immer grösseren knall haben ,ein lehrer bedankte sich mal richtig bei mir ,weil ich gefordert hab das meine ratschkathl versetzt wird,in der regel gibts da immer aufstand der eltern ,weil das arme kind aus seiner gewohnten umgebung gerissen wird. 
das andere war dann eben noch dieser schullandheimaufenthalt,da wurd ich belehrt das meiner der einzige in der klasse  ist ,der kein handy sein eigen nennt.und die eltern würden das schon begrüssen wenn kids immer erreichbar wären ,allerdings haben das die lehrer kategorisch ausgeschlossen.ich kanns halt einfach nicht fassen ,alle haben ein handy,aber die 150 euro fürs schullandheim werden nun auf drei raten gezahlt ,weil auf einmal ist das zuviel.
servus Herbert
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Streite dich nie mit einem Idioten, er zieht dich auf sein Niveau herunter und schlägt dich mit Erfahrung. (Bob Smith, 1962
ChristineN
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« Antwort #21 am: 21.02.06, 12:11 »

Hallo Herbert,

ich kann dir nur beipflichten. Dem ist nichts hinzu zu fügen.
Sogar 2,50 Euro, wie oben geschrieben, sind zuviel........

Liebe Grüsse!
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Liebe Grüsse von Christine!
Autokamm
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« Antwort #22 am: 01.04.06, 17:06 »

Hallo, ich bin neu hier und wüsste gerne, ob es denn auch Höfe gibt, bei denen es gut klappt mit den Besuchen der Schulklassen und auch mit einer gewissen Entlohnung dieser Leistung.
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Jede Gattin klug und weise kocht des Mannes Lieblingsspeise!
Ossi22
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« Antwort #23 am: 01.04.06, 23:55 »

Hallo !
Auch wir beteiligen uns an der Aktion "Lernen auf dem Bauernhof" . Unsere Beweggründe kamen aus der akuten BSE Diskussion , wo man als Bauer mit vielen Unwahrheiten über Rinderhaltung konfrontiert wurde.
Geldliche Förderungen pro Klassenbesuch diesbezüglich kamen und gingen und da wir oft auch private Gruppen hatten , haben wir als Betrieb eine Gruppenpauschale von 50 Euro je 25 Personen aufgestellt für einen Besuch von ca 2 h. Wenn es eine öffentliche Schule ist , wird sie noch gefördert von öffentlicher Seite , jedoch nur eine Klasse pro Tag.
Betriebswirtschaftlich gesehen ist der Schulbesuch o.k. , die privaten Gruppen , da machen wir "minus".
Bei uns hat ein guter 2 h  Besuch Auswirkung auf mindestens 2 Tage :
Der Tag vorher wird zerschlagen , weil aufgeräumt , gefegt , Ordnung gemacht wird und es wird meistens auch nicht mehr Güllefaß oder ähnliches angespannt , weil Dreck auf die Hofflächen kommt , irgendwo Mist liegt oder es riechen könnte , was den Besuch nicht so appetitlich macht.
Der Tag selber ist natürlich auch kaputt . Morgens steht man eine Stunde früher auf ( meistens kommen die Kinder ja in der Schulzeit , bis 8.15 Uhr muss man fertig sein , da kommt man schwer ins Schwitzen )und bis alle weg sind , man Mittag gemacht hat und wieder etwas zur Besinnung gekommen ist ( sind ja nicht alle Kinder mustergültig zahm und ruhig und hören schön zu , was der Bauer so erzählt ) , ja dann braucht man auch nichts Großes mehr anfangen. Zudem steht eine zweite Person dabei , die dann hilft , das die Kuh brav beim Melken ist und schön den Eimer parat hält , wenn die Kuh sch.....  Diese Person könnte in der Zeit aber auch schon die nächsten 2ha gepflügt haben , fällt besonders ins Gewicht , wenn mal ein guter Tag in einer verregneten Woche ist.
Ähnlich läuft es am 25 April ( wichtige Maisbestellungszeit bei uns ) diesen Jahres ab , da haben wir die erste Anmeldung diesen Jahres , es kommt eine private Gruppe , die haben sich den Hofbesuch reserviert und zusätzlich organisieren wir ein Frühstück hierfür :
auf unserer Deele wird auf Strohballen eine Tischplatte gelegt ( so aus dem Kopf heraus knapp 4 Meter lang ) , rundherum wieder kleine Strohballen als Sitze und dann wird Pause gemacht . Kakao aus eigener Milch , Milchreis mit Apfelkompott , belegte Brote mit Butter und Käse/Salami , Brot eigene Herstellung usw.Das Frühstück wird natürlich seperat abgerechnet , 2 - 2,50 /Nase.
Da kommt natürlich ein Batzen Geld zusammen  , das ist schon wahr , aber hier erfahren sie , wo Lebensmittel herkommen , das bekommen sie im mehr als doppelt so teuren Zoo nicht.
Warum ich das so ausführlich beschreibe : ich kann es nicht ganz verstehen , wenn man kein oder kaum Geld verlangen würde  . Jede Berufsgruppe nimmt jede Kleinigkeit bezahlt , dann darf ich Bauer das auch ! Cool
Nichtsdesto Trotz macht mir das sehr viel Spaß. Die Kinder halten sich die Nase zu , wenn sie kommen und am Ende denken sie gar nicht mal mehr an den Speichel der Kälber . Genauso die Begleitpersonen , die kommen erst ganz verkniffen an und scheinen zu denken , Mr.Tierquäler höchstpersönlich stehe vor ihnen , nacher freundlich und nett und "sooooo haben wir uns das gar nicht vorgestellt.......".  Grin

Jetzt ist es doch spät , Gruß Henrik
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Autokamm
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« Antwort #24 am: 02.04.06, 11:11 »

Hallo Henrik,
das macht ja Mut. Ich würde so etwas auch gerne öfter anbieten. Wobei ich 50 Euro für die Gruppe doch wirklich für human halte ! Mir hat mal ne Lehrerin gesagt, dass die Eltern ohne Nachfragen 20,- für eine Klassenfahrt zu einem Erlebnispark zücken.
Ich wüsste auch gerne, ob hier jemand Erfahrungen mit Kindergeburtstagen hat, was zu beachten ist, welche Sachen gut ankommen usw. Habe bisher hier im Forum dazu nichts gefunden - oder muss ich dazu ein neues Thema aufmachen - Bin erst gestern hier zum ersten Mal gewesen und entsprechend unsicher.
Aber noch mal zurück zu den Schulklassen.
Henrik, du sagst, dass eine Klasse pro Tag öffentlich gefördert wird. Davon weiss ich nichts. Ist das bei euch in der Region so oder überall?
Vielleicht haben ja auch die anderen für mich ein paar Preisanhaltspunkte, denn ich denke - bei allem Idealismus - für umsonst lege ich mich lieber aufs Sofa.
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Ossi22
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« Antwort #25 am: 02.04.06, 16:25 »

Hallo !
Die 50 Euro halten sich wirklich in Grenzen für Kinder , Erwachsene . Das , woran es oft scheitert , sind die Kosten für den Bus. Hier habe ich jetzt von einer Stadt gehört , die für die Kinder die Kosten übernehmen für solche Projekte.

Ich komme aus NRW  ,Kreis Minden-Lübbecke und hier ist vom Kreis Fördermittel für den ländlichen Raum bewilligt worden , die auch für Schulbesuche verwendet werden .www.leaderplus.de . Müssteste bei deinem Kreis mal nachfragen , bzw der Bauernverband in deiner Ecke weiß da bestimmt Bescheid.

Noch zu den Besuchen :
Kindergarten mit ihren Eltern werde ich eher ablehnen , wenn die das als allgemeinen Ausflug ansehen  .Da habe ich mal ne echte Pleite erlebt , man macht sich Arbeit und dann stehen die Eltern grüppchenweise zusammen und erzählen sich was , die Kinder verstreut von A - Z unkontrollierbar hier und da . Es muß wirklich im Vorfeld der Wunsch nach Information kommen  ,zB hatte ich auch einen tollen Kindergarten , die in Vorbereitung auf die Schule speziell sich auf diesen Nachmittag vorbereitet hatten und sich im Nachhinein dann sogar noch abgekochte Milch direkt von uns geholt haben und diese mit der Packungsmilch verglichen haben . Das ist dann toll , wenn sich dann so mit der Landwirtschaft befasst wird.
Idealerweise kommen Kinder erst ab der 3.ten Klasse , vorher hat das meiner Meinung nach keine Nachhaltigkeit.

Gruß Henrik
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Autokamm
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« Antwort #26 am: 02.04.06, 16:43 »

Wie kommt der Kontakt zu den Schulen oder Kindergärten denn üblicherweise zustande? Fragen die bei euch an oder muss man die anschreiben? Landet das nicht mit der Werbung im Müll? Was klappt am besten?
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Ossi22
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« Antwort #27 am: 02.04.06, 17:00 »

Oh , das ist anders entstanden bei uns :
Ich oute mich jetzt weiter , ich wohne in www.niedermehnen.de und hier im Dorf versuchen wir ein wenig den Tourismus hereinzuholen . Z.B wird angeboten im Dorf Waldlehrpfad , Maislabyrinth , Bauerngärten usw . Unser Betrieb wird vernetzt mit diesen Angeboten , kommt prima an bei Schulausflügen.
Ist jetzt ein Selbstläufer geworden , eine seperate Werbung mache ich nicht.
Die Realschule 7 km entfernt haben wir schon oft angesprochen , weil der Bio Lehrer bei uns im Ort wohnt , aber die wollen partout nicht , eine Grundschule 10 km entfernt , kommt regelmäßig jedes Jahr mit 4 Klassen , die sind immer begeistert.
Hier eine Info Seite für alle Interressierten http://www.lernenaufdembauernhof.de/
Gruß Henrik
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« Antwort #28 am: 02.04.06, 17:27 »

Das ist natürlich super. Leider können wir auf keinerlei Infrastruktur in der Stadt oder Region zurückgreifen. Denkst du anschreiben ist das richtige? Anrufen? Und wen? Schulleitung? Biolehrer? Schulamt?
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« Antwort #29 am: 02.04.06, 18:41 »

Hallo,
für Schulklassen auf der Burg wird das ganze z.B. so gemacht:
Liste der Schulen raussuchen, die zu dem entsprechenden Angebot (was Bauen, Vortrag, Museum,  Naturwanderung) passen (Adressen aus den gelben Seiten online, unter "Schule" und "Umkreis 100km"), dann ein entsprechendes Anschreiben oder einen/mehrere Flyer eintüten, hinschicken mit der Bitte, dies im Lehrerzimmer auszulegen, fertig. Für bestimmte Sachen eignen sich auch Waldorfschulen (extra Liste), oder Kindergärten.

Allerdings - meine persönliche Meinung - sind die Lehrer ganz schön anspruchsvoll und einfallslos, wenn man denen nicht ein "komplettes Programm" vorkaut, womöglich noch mit extra Betreuung, dann wirds nix, von selber fällt denen nichts ein. Aber vielleicht erwisch ich auch immer nur die Blöden... Wink

Was gut funktioniert - jedenfalls bei Waldorf-Leuten und das sind nicht die Ärmsten - sind auch so Aktionen, bei denen die Kinder etwas mitgestalten können, z.B. ein Weidenhaus (an dem kann jahrelang weitergebaut, gebastelt und erweitert werden, und jede Klasse kann nach getaner Arbeit  drin picknicken).

Grüße
Brigitta
« Letzte Änderung: 02.04.06, 18:46 von SHierling » Gespeichert
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