Autor Thema: Bäuerinnenschule Schweiz  (Gelesen 6805 mal)

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Offline RinaCHTopic starter

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Bäuerinnenschule Schweiz
« am: 06.08.14, 23:35 »
Ich werde im Sommer 2015 die Ausbildung zur Bäuerin anfangen, dies auf 2-3 Jahre Theorie (also Schulisches) und 6 Jahre Praktisches auf dem Hof. Ist eine Sonderregelung somit kann ich meine Ausbildung/Lehre nachholen. Natürlich will ich darauf vorbereitet sein und mein bestes geben. Hat jemand diese Weiterbildung/Lehrgang Bäuerin absolviert und kann mir evt.Tipps geben?

Offline Romy

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Re: Bäuerinnenschule Schweiz
« Antwort #1 am: 16.08.14, 10:19 »
Hallo Rina
Erst Mal herzliche Gratulation zu diesem Schritt. Das wird sicher sehr interessant. Was möchtest du denn genau wissen? Wir hatten vor ein paar Jahren eine Lernende auf dem Betrieb. Es wurde ihr zu streng und sie wechselte zur Bäuerinnenausbildung.
Die sechs Jahren Praktikum, hast du sie denn schon?
en hübsche tag
Romy

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Offline RinaCHTopic starter

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Re: Bäuerinnenschule Schweiz
« Antwort #2 am: 16.08.14, 17:22 »
Ich werde diese 6 Jahre auf unseren Hof verbringen, somit kann ich mich gut um das/die Kind(er) kümmern sowie um den eigenen Haushalt etc. Nebenbei werde ich 40% noch arbeiten. Da wir sonst kaum Geld haben, da ich auf dem Hof kein Gehalt bekomme. Da die Gemeinschaft nur zwischen Vater und Sohn besteht (Schw.Vater sowie mein Partner).

Offline maggie

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Re: Bäuerinnenschule Schweiz
« Antwort #3 am: 16.08.14, 17:52 »
auch wenn du kein gehalt bekommst, geht ein teil des betriebseinkommens auf dich ...

ich hatte auch keines - während 11 jahren hatten wir eine gg, aber das hat mich nie gestört -
und solltet ihr nicht verheiratet sein ist es umso wichtiger, dass du mindestens auf dem papier einen lohn bekommst - wegen der ahv !!
ich habe das nun erlebt ! - obwohl verheiratet -
ich hatte fast 2 jahre vor meinem mann die ahv, dabei wurden nur meine beiträge berechnet, erst wenn mein mann jetzt dann bekommt wird alles zusammengezählt und dann halbiert -
so habe ich während dieser zeit nur 2/3 meiner ausgerechneten rente bekommen - ärgert mich schon ein bischen -
dafür rechnen wir jetzt, damit wir keine ahv mehr bezahlen müssen, da wir beide noch einen lohn bekommen - einfach nur soviel dass wir nicht abgabenpflichtig werden
liebi grüess   und
bis bald   -  ihr werdet mich  so schnäll nöd wieder los

margrith  us der schwiiz

Offline Romy

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Re: Bäuerinnenschule Schweiz
« Antwort #4 am: 16.08.14, 18:43 »
Ich glaub die Schule ist perfekt für dich, dort wirst du sehr viel lernen. Und gerade auch was du als Bäuerin machen musst um nicht neben der AHV durch zu sausen.
Hast du jemand der in dieser Zeit zu deinen Kinder schauen kann?
So wie du erzählst habt ihr eine Generationengemeinschaft. Würd ich selber nie machen, aber wenn dein Mann mit deinem Schwiegervater gut zurecht kommt - wieso nicht.
en hübsche tag
Romy

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Offline RinaCHTopic starter

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Re: Bäuerinnenschule Schweiz
« Antwort #5 am: 16.08.14, 19:21 »
Der Schwiegervater ist schwer Krank aber würde umgotteswillen nie den Hof voll und ganz seinem Sohn überlassen. Bsp:  Vater ; Anbindestall,Kalbermast,Schweinemast und Acker sowie Mais.  Sohn: Hätte gerne nur FENDT Traktoren, Laufstall, nur Red Holstein, Schweinemast mit Freigehege,Hühner,Kalbermast aber nur noch im kleinem Rahmen, mehr Ackerfläche, Mais,Zuckerrüben etc.   Für den Vater von Ihm das absolute NOGO. Der Vater arbeitet gar nicht mehr auf dem Hof aber da Gemeinschaft kann der Vater noch voll und ganz mitbestimmen. Und ich bin erhlich ich komme mit seinen Eltern nicht Klar, die Verstehen nicht das ich auf dem Hof mithelfen will, das ich dieses Alter Bild von einem Bauernhof weiterführen will. Seine Eltern hätten gerne eine die massenhaft Kohle verdient, und den Hof ablehnt. (wurde mir im Wochenbett von seinen Eltern mitgeteilt).

Während ich in der Schule bin ist das Kind bei einer Tagesmutter. Bei der Hofarbeit seit der Geburt immer dabei egal ob Melken oder Traktorfahren.

Offline Romy

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Re: Bäuerinnenschule Schweiz
« Antwort #6 am: 19.08.14, 09:49 »
Habt ihr keinen Betriebsberater der zwischen dem SV und deinem Mann vermitteln könnte.
Es ist leider so, je älter die Väter werden desto fester sitzen sie in ihrem Sattel und möchten nicht mehr abgeben. Deshalb bin ich gegen Generationengemeinschaft.
Wir haben den Betrieb unserem Sohn übergeben. Göga arbeite auf dem Betrieb nur noch auf Abruf, ansonsten hat er eine neue Arbeitsstelle. Ich selber habe auf dem Betrieb die Direktvermarktung übernommen und arbeite dort im Stundenlohn. So ist es aber klar, wer das sagen hat.
Bei uns ist es ja so, dass der Bauer ab der AHV keine Direktzahlungen mehr bekommt und so gezwungen wird den Hof weiter zu geben. Aber in einer Generationengemeinschaft kann der alte Bauer sich frisch fröhlich weiter einmischen.

Im Übrigen finde ich super, dass du auf dem Betrieb einsteigen und mitarbeiten willst. Sicher sind heute viele auf einen Nebenerwerb angewiesen, aber wenn es auch ohne geht, gibt es doch nichts Schöneres als zusammen mit dem Mann etwas aufzuziehen und zusammen zu arbeiten. Wenn du und dein Mann sich einig sind und am selben Strick zieht, dann lasst die SE doch einfach reden.

wie schon erwähnt die Bäuerinnenschule wird dir Sicherheit geben - super, dass du dich dazu entschlossen hast.
en hübsche tag
Romy

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Offline RinaCHTopic starter

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Re: Bäuerinnenschule Schweiz
« Antwort #7 am: 19.08.14, 10:09 »
Der Vater ist glaube ich schon im Pensionsalter.Ich haute vorkurzem auf den Tisch den im Gemeinschaftsvertrag steht jeder hat 4 Wochen Ferien pro Jahr. Seit ich und mein Partner zusammen sind, haben wir nie was von Ferien gesehen. Und ich denke er bräuchte sicher mal ne Woche abstand vom Hof. Aber meist ist es schon so wenn er mal einen Tag frei hat kommt sofort ein Telefon, seinem Vater gehe es nicht sehr gut etc. Für uns ist es irgendwie gar keine Erholung mehr,nur immer in der Nähe bleiben, ständig erreichbar sein etc.


 


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