Autor Thema: Auswandern - die Lösung?  (Gelesen 5458 mal)

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Offline reserlTopic starter

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Auswandern - die Lösung?
« am: 26.03.02, 19:06 »
Die Produktionsbedingungen für die Landwirtschaft werden in unserem Land immer schwieriger.  :(
Da denkt so mancher ans Auswandern in ein fernes Land.

Wer von Euch hat diesen Schritt gewagt?
Aus welchen Gründen?
Und ist es in der Ferne tatsächlich "besser"?

Wer von den "Hiergebliebenen" ;)  hat sich schon mal ernsthaft mit dem Thema auseinandergesetzt?
« Letzte Änderung: 01.01.70, 01:00 von 1031090400 »
lieben Gruß
Reserl



Manchmal ist es ein großes Glück,
nicht zu bekommen, was man haben will.

Online martina

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Re: Auswandern - die Lösung?
« Antwort #1 am: 27.03.02, 09:54 »
und wohin  ???

probleme gibt es doch überall, nur eben andere als bei uns.
ich bewundere jeden, der sich traut auszuwandern, aber für uns wäre das nichts.
« Letzte Änderung: 01.01.70, 01:00 von 1031090400 »
Ein Forum lebt vom Schreiben und ist keine Zeitung.
Es ist traurig, wie viele User hier nichts zu sagen haben.

Offline suederhof1

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Re: Auswandern - die Lösung?
« Antwort #2 am: 27.03.02, 16:04 »
Hallo zusammen

Ich weiß nicht ob das die Lösung ist.Aber es wäre eine Alternative.
Durch die Politik werden wir immer mehr eingeschränkt,sind bald nicht mehr Herr unserer eigenen Scholle, sondern vielleicht nur noch Verwalter.
Wie soll ein Betrib überleben, wo niemand die
Anträge ausfüllen kann,bei Fehlern bekommt man
kein Geld, Ist das richtig??
Was soll ein Mann/ Frau machen, wo der Betrieb an oder in einem Naturschutzgebiet liegt. Die haben null Chancen sich zu entwickeln.
Es kommt für sie kein anderer Beruf in Frage, soviel andere Stellen gibt es dann auch nicht mehr. Schließlich können nicht alle Futtermittelvertrete, Betriebshilfe oder sonstwas werden.
Diese Menschen brauchen eine Zukunft.
Warum dann nicht auswandern??
Sicher es ist ein anderes Land ,man ist fremd da, doch man kann arbeiten und wenn die Familie mitzieht ist das ok. Durch das Internet ist man ja auch wieder ganz nah.
Es kostet unheimlich viel Überwindung diesen Schritt zu tun. Doch wenn man ganz unten steht,
kann es nur noch besser werden.
Falls es uns mal treffen würde , hätte ich nichts dagegen irgendwo neu anzufangen, wo dieser Beruf noch anerkannt wird und man selber zufrieden ist.
Hier ist es man /frau nämlich nicht.

LG Barbara aus NF
 
« Letzte Änderung: 01.01.70, 01:00 von 1031090400 »

Dorothee

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Re: Auswandern - die Lösung?
« Antwort #3 am: 28.03.02, 20:47 »
auswandern...davon träum ich seit...ach ich weiß gar nimmer...seit 15 Jahren ?
Es ist die unbändige Lust nocheinmal etwas ganz was Neues zu beginnen und sich dabei nicht an eingefahrene Strukturen zu orientieren.
Doch ich weiß, das ich noch eine Aufgabe hier auf diesem Betrieb zu erfüllen habe...doch danach ? Schaun mer mal ;-)
Ich bin nicht so sehr mit der "Muttererde" verwurzelt, als das ich es mir nicht vorstellen könnte, in ein fremdes Land zu gehen.
Mein Mann will davon allerdings nichts hören...er meint, ich solle mal für ein oder zwei Jahre dann was ausprobieren *ggg*
Sagt jetzt nicht, ich muss das  alles machen, solange ich jung bin :D  ...ich mache es, wenn die Zeit dafür gekommen ist....
« Letzte Änderung: 01.01.70, 01:00 von 1031090400 »

Offline canadafarmer

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Re: Auswandern - die Lösung?
« Antwort #4 am: 01.04.02, 03:28 »
Hallo Ihr im Baeurinnentreff!
Ich bin die Frau vom Canadafarmer, wir sind 1997 nach Canada ausgewandert.
Fuer jeden ist auswandern sicher nicht die Loesung. Wir standen vor der Ent-
scheidung Haus bauen oder was anderes tun.
Wir kamen hier nach Canada um Urlaub zu machen, und es gefiel uns sehr gut
hier und wir hatten schon bekannte hier die wir auch besucht haben. Diese bekannten
haben hier schon einige Jahre eine Landwirtschaft, und da haben wir uns ein bisschen erkundigt.
Mein Mann wollte immer eine Landwirtschaft, aber in Oesterreich ist es ja nicht moeglich anzufangen mit den Grundpreisen. Also haben wir entschlossen es hier zu versuchen.
Wir haben genau so Probleme wie Ihr in Deutschland oder Oesterreich, aber wir sicnd noch ein bisschen freier hier.
Ich glaube fuer uns war es die beste Loesung, und wir wuerden nicht mehr von hier weggehen.
Ich muss aber dazusagen das wir eine ganz gute Gegend erwischt haben. Von den Nachbarn haengt natuerlich auch ganz viel ab.
« Letzte Änderung: 01.01.70, 01:00 von 1031090400 »

Offline reserlTopic starter

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Re:Auswandern - die Lösung?
« Antwort #5 am: 28.02.04, 09:35 »
*anschubs* ;)
lieben Gruß
Reserl



Manchmal ist es ein großes Glück,
nicht zu bekommen, was man haben will.

Offline Kinderdompteuse

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Re: Auswandern - die Lösung?
« Antwort #6 am: 20.02.05, 22:37 »
Ja, liebe Reserl, nachdem ich ja so gut wie NIE hier im Forum bin und das nun endlich aufgrund Deines AnSTOSSES geschafft habe....lese ich hier schon wieder was von einem ANSCHUPPS!:-))))

Auch wir haben schon über`s Auswandern nachgedacht! Wäre nicht von der Hand zu weisen, intensiver drüber nachzudenken........ Gilbert und ich wären uns da schon einig, mir hat der Neuanfang hier vor 10 Jahren auch gut getan, warum nicht noch mal von vorne anfangen und vielleicht wieder mit neuer Energie, weil weniger Vorschriften und und und mit der LW loslegen?????

Viel Zukunft sehe ich hier NICHT mehr........ Wenn ic hsehe, wie Gilbert knüppelt und knüppelt und sich doch ständig die Frage stellt WOFÜR............

Leider würden die beiden Großen nicht mitziehen, ob deren Vorstellungskraft so weit nicht reicht, ich weiß es nicht! Die Kleineren haben noch nix zu melden!

Aber vorher meldi ich mich noch im Bt ab!:-)))) ;D

Andrea7kind
Andrea alias Kinderdompteuse

Offline martina-s

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Re: Auswandern - die Lösung?
« Antwort #7 am: 20.02.05, 22:48 »
Oh mei,
Andrea, wo willst denn hin? Und was erwartet einem da?
Ich habe mir diese Tage auch Gedanken gemacht. Wir hatten bei uns Slovaken untergebracht, die hier bei einem Förster die Waldarbeit gemacht haben. Leider nicht zu dessen Zufriedenheit.
Der schale Geschmack ist mir geblieben: So Wirtschaftsflüchtlinge glauben auch immer, wie gut bei uns alles geht, dass wir nichts oder im Verhältnis wenig arbeiten müssen und wir reich sind. Das dem nicht so ist, erfahren sie bald, wenn sie auch mal hier ran müssen.
Welches Land gibt es denn noch, wo man mit weniger Aufwand mehr verdient und gut leben kann - besser wie bei uns?
Ich hätte eigentlich keinen Mumm neu anzufangen.
Vermutlich wäre ich schon ausgepowert, wenn ich hier mit Zelte abbrechen zuende wäre.
Liebe Grüße
Martina

Offline Antonia

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Re: Auswandern - die Lösung?
« Antwort #8 am: 21.02.05, 16:07 »
Welches Land gibt es denn noch, wo man mit weniger Aufwand mehr verdient und gut leben kann - besser wie bei uns?
Ich hätte eigentlich keinen Mumm neu anzufangen.

gute Frage, welches Land. Manchmal wenn ich mich so richtig ärgere über Zustände, die ich von gesetzeswegen nicht ändern kann, sondern hinnehmen muß, hätt ich die Power zum auswandern. Nochmal von vorne anfangen jaaaa, ich hätte mit der Wut im Bauch die Kraft dazu es durchzustehn und anzu packen auch wenn aller Anfang schwer ist oder noch schwerer im unbekannten Land ohne Familie und Freunde.
Ich träume dann von
                              AUSTRALIEN.
 :D BT hätte ich dann immer noch zur Verfügung dank Internet und würde dann erst mal jammern über die Mühe die ein Neuanfang mit sich bringt. 8)
Also Mumm zum Risiko muß vorhanden sein sonst bleib im Land und ernähr dich redlich  ;)
.
herzliche Grüße aus dem Süden
Antonia

Offline Biobauer

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Re: Auswandern - die Lösung?
« Antwort #9 am: 21.02.05, 17:31 »
Hallo, wir haben uns vor 15 jahren auch diese frage gestellt ,nachdem wir dann 5 jahre kreuz und quer in D herumgezogen sind haben wir uns ganz bewusst wieder in der unmittelbaren nähe der familie angesiedelt.warum ?
weil man trotz aller vorschriften hier noch sehr gut udn sicher leben kann,weil das hier der einzige ort ist wo ich meine kinder erziehen und aufwachsen sehen möchte,wo ich meinen freundeskreis habe .
ihr stellt immer den hof udn die arbeit in den vordergrund,dass ist doch der einzige grund warum ihr alle auswandern wollt ,weil man hier anscheinend nicht existiern kann.Aber ihr habt doch auch noch ein leben neben den hof udn ich finde das gestaltet sich hier recht angenehm.
ich hatte vor zehn jahren dann die wahl entweder woanders ganz was neues anzufangen ,in den staatsdienst zu gehn oder versuchen mir hier aus so gut wie nichts einen hof aufzubauen .
wir haben letzteres begonnen ,mit 15 ha udn ein paar kühen angefangen ,bewirtschaften jetzt 300 ha udn leben eigentlich recht gut und zufrieden davon .seid ihr wirklich alle so unzufrieden daheim mit euren höfen .ich denke viele wissen gar nicht was sie  für vorteile gegenüber ottonormalverbraucher haben ,wie man sich seine zeit selber einteilen kann,wie man sein eigener herr ist .
meine meinung dazu
servus Herbert
Streite dich nie mit einem Idioten, er zieht dich auf sein Niveau herunter und schlägt dich mit Erfahrung. (Bob Smith, 1962

Offline ulliS

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Re: Auswandern - die Lösung?
« Antwort #10 am: 21.02.05, 18:48 »
Nein für mich niemals!!!!
Ich war 10 Jahre weg von zu Hause und bin glücklich, daß meine Familie in meiner Heimat wieder arbeiten und leben dürfen!
Wir haben unseren Hof mit Schweiß und Energie aufgebaut!
Ich liebe meine Heimat, die Berge und die Volksmusik meiner Männer, die uns schon soviele schöne Stunden beschert hat mit netten Menschen.
Und ich bin froh,hier in der Heimat meine letzte Ruhestätte zu finden!
Liebe Grüße von Ulli

Offline Doro

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Re: Auswandern - die Lösung?
« Antwort #11 am: 21.02.05, 19:14 »
Käme nicht in Frage! Anschauen ja, aber ganz weg-NEIN!
Es grüßt Doro

,,Leben ist nicht genug", sagte der Schmetterling. ,,Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume muss man haben".

Clara

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Auswandern - die Lösung?
« Antwort #12 am: 04.02.15, 21:32 »
Die Produktionsbedingungen für die Landwirtschaft werden in unserem Land immer schwieriger.  :(
Da denkt so mancher ans Auswandern in ein fernes Land.

Wer von Euch hat diesen Schritt gewagt?
Aus welchen Gründen?
Und ist es in der Ferne tatsächlich "besser"?

Wer von den "Hiergebliebenen" ;)  hat sich schon mal ernsthaft mit dem Thema auseinandergesetzt?


Hallo mal eben in die abendliche Runde,

es ist EINE Lösung, denn das Leben ist ein Geheimnis und wer sich zum auswandern entschliesst, hat sich sicher was dabei gedacht.

Würde  ich auswandern wollen? Nö, ich war ja mal weg von heeme und weiss von daher, dass die andern auch nur mit Wasser kochen und ich weiss seither auch meinen Standort noch mehr zu schätzen. Standort heisst für mich- ich liebe die Menschen vor Ort und auch den Landstrich mit allem, was ihn ausmacht.

Guten Abend,

Anja

Offline Nelly

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Re: Auswandern - die Lösung?
« Antwort #13 am: 05.02.15, 06:31 »
Hallo,

ich träume seit 25 Jahren (also von klein an) von einer  Schäferei auf Island. Das Land hat es mir echt angetan (Einsamkeit, Kälte, die raue Natur und die Sprache).......

Nell

Offline cara

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Re: Auswandern - die Lösung?
« Antwort #14 am: 05.02.15, 07:26 »
Träumen und machen sind aber immer wieder zwei Paar Schuhe.
Wir haben das ja auch durch.

Für uns war Italien immer DAS Land, aber als dann das konkrete Angebot kam, dort auch hinzugehen, hat das viele Stunden Reden und abwiegen und informieren gekostet mit dem Ergebnis, dass Frank alleine runter ist.
Es gibt dort realistisch gesehen nichts, was ich den lieben langen Tag machen könnte.
Sicher gibt es auch dort Laborjobs, aber mal ehrlich, wenn da jemand aus dem Ausland kommt und auch nur rudimentär die Sprache spricht, würdet ihr den einstellen? Ich eher nicht.

Man muss halt ein durchdachtes Konzept haben, das auch funktionieren kann, sonst wird das so, wie man es auf RTL II und Vox in den Auswandererdokus sieht... ::)
LiGrüss cara

It's a magical world, Hobbes, ol' buddy. Let's go exploring!

 


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