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Autor Thema: Milchquotenbörse  (Gelesen 21169 mal)
reserl
Niederbayern
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 7208



« am: 02.11.04, 19:59 »


Heute gab es wieder die aktuellen Preise für die Milchquoten.
Die regionalen Unterschiede sind schon gewaltig. Shocked

Mit 75 Cent je kg Milch ist die Oberpfalz wieder absoluter "Spitzenreiter". Shocked
Bei uns in Niederbayern sind 50 Cent je kg Milch zu zahlen. Roll Eyes

Die aktuellen Preise findet ihr auf der Seite des Bauernverbandes:
http://www.bauernverband.de/konkret_197.html


Was sagt ihr zu den Preisen?
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lieben Gruß
Reserl



Wer sich heute freuen kann, der soll nicht bis morgen warten.
Erika
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Beiträge: 828


« Antwort #1 am: 02.11.04, 20:56 »

In NRW sind 0,52 Euro je Kilo Milch zu zahlen. Wir haben zwar geboten, aber soviel nicht. Irgendwo muss auch ein Ende sein  Roll Eyes

Außer Spesen nix gewesen: Gebühr für die Börse (60 Euro) plus Gebühren für die Bankbürgschaft  Angry
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Elli
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 287

Was wär der Bauer ohne Frauenpower?


« Antwort #2 am: 02.11.04, 21:07 »

Hallo!

Darf ich euch mal ein oberpfälzer Geheimnis verraten:

Wir züchten hier nicht mehr auf Milchleistung, wir züchten hier Geldscheißer  Grin Grin!

Deshalb können wir seit Beginn der Börse immer den Spitzenpreis bezahlen  Shocked!

Jetzt staunt ihr, gell  Wink  Cheesy Tongue
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reserl
Niederbayern
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 7208



« Antwort #3 am: 01.07.05, 12:54 »


Heute wurde wieder Milchquote gehandelt. Cool

Die aktuellen Preise findet ihr hier:
http://www.bauernverband.de/konkret_197.html


Wie beurteilt ihr die Preise?

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lieben Gruß
Reserl



Wer sich heute freuen kann, der soll nicht bis morgen warten.
Freya
Oberbayern
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Beiträge: 7232


no guts, no glory !


« Antwort #4 am: 01.07.05, 13:06 »

Wie beurteilt ihr die Preise?

eigentlich fehlen mir die Worte.... ich bin nur noch sauer, traurig und wütend. Wenn man selbst als Käufer etwas verhalten bietet um die Preise nicht unnötig nach oben zu treiben, ist man selbst der größte Depp. Wir haben 0,03 Euro zu wenig geboten  Cry Cry Cry Angry .... schon wieder  Angry
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liebe Grüße
Freya
frankenpower41
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« Antwort #5 am: 01.07.05, 13:17 »

Hallo

Wir haben es gerade mal geschafft.
42 Cent geboten, bei uns in Mittelfranken kostets 40 Cent.
Die Mengenkürzung beträgt bei uns 11 %

Freya, tröste Dich, uns gings auch mal so. Damals haben wir DM 2,-- geboten, gehandelt wurde mit 2,01 DM


Marianne
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lucia
bayerischer wald
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« Antwort #6 am: 01.07.05, 13:23 »

die spinnerte oberpfalz mal wieder *kopfschüttel* immer an erster stelle stehen wollen, wenn man es net braucht  Huh
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lieben gruß, lucia
frankenpower41
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« Antwort #7 am: 07.07.05, 21:27 »

Guten Abend

Heute kam die Abrechnung von der Quotenverkaufsstelle

Die entgeltlich zugeteilte Menge wurde wegen Nachfrageüberhang um 33,5 % gekürzt.
In der Abrechnung heisst es zusätzlich:
Soweit dort Mengen vorhanden sind, werden Nachfrageüberhänge aus der kostenlosen Landesreserve ausgeglichen. Sie enthalten deshalb unentgeltlich eine Menge von....
Ohne Berücksichtigung der Bürgschaftskosten und Bearbeitungsgebühr kommen wir jetzt auf einen Preis von   30,2 Cent.

Insgesamt haben wir ca 12 % weniger Quote als angefragt erhalten.

Marianne
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reserl
Niederbayern
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« Antwort #8 am: 02.11.05, 13:34 »

Die aktuellen Preise der Milchquote stehen fest. Roll Eyes

Wie kann sich da Milcherzeugung noch rechnen?  Huh
Eigentlich sollte man seine Quote verkaufen. Lips Sealed
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lieben Gruß
Reserl



Wer sich heute freuen kann, der soll nicht bis morgen warten.
Otto
Gast
« Antwort #9 am: 02.11.05, 14:44 »

Das geht schon los wenn man zur Kammer kommt: Wenn du was abhaben willst,mußt du schon 58 cent ausgeben. .....
Ich meine:Die sollten mal die Klappe halten.Die Anbieter bestimmen den Preis garnicht.Das sins bislang immer die Abnehmer.
gruß Otto
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möhre
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« Antwort #10 am: 02.11.05, 16:10 »

Hallo,
da kann man (frau) nur den Kopf schütteln. Da gibt es jahrelang schlechte Milchpreise und Besserung ist nicht wirklich in Sicht, aber die Milchquotenpreise bleiben bzw. sind sogar noch kräftig gestiegen.

Auf der einen Seite lese ich in diesem Forum viel von angespanter Einkommenssituation, auf der anderen Seite lese ich die Milchquotenpreise. Das gleiche Mißverhältnis stelle ich auch bei den Pachtpreisen für landwirtschaftliche Nutzflächen fest. Dies kann man fortführen mit den oftmals nicht ausgelasteten Maschinenparks auf den Höfen. Wie passt das alles zusammen?

An frankenpower41 hätte ich eine Bitte: Wie habt ihr gerechnet, dass ihr 42 Cent bietet. Huh

Ich kann rechnen wie ich will, ich komme maximal auf ein fünftel des Preises, aber dann muss ich mir schon die Sache schön malen  Embarrassed

Wer kann mir erklären, warum so hohe, utopische Milchquotenpreise gezahlt werden und wie die Rechnung aufgehen kann? Erbete eine genaue Rechnung mit Zahlen zum nachrechenen.


Möhre
« Letzte Änderung: 02.11.05, 17:36 von möhre » Gespeichert
Biobauer
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Beiträge: 1167



« Antwort #11 am: 02.11.05, 17:31 »

Hallo,hatte heuite langes tele mit steuerberaterwegen schweinereien;-),der  hat sich masslos aufgeregt über die  blöden oberpfälzer.0,71 cent wieder mal .wie rechnen  die sowas.kein wunder das bei usn  alles so hoch gehandelt wird.könnt mich ärgern über sowas,obwohl ich an milch eigentlich kein interesse hab .
servus Herbert
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Streite dich nie mit einem Idioten, er zieht dich auf sein Niveau herunter und schlägt dich mit Erfahrung. (Bob Smith, 1962
manurtb
Gast
« Antwort #12 am: 03.11.05, 14:21 »

Kann mir mal einer erklären, was da die Oberpfälzer für 71 Cent kaufen?! Ist ja ein KG Milch, aber in welcher Zeiteinheit?!
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chloe
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« Antwort #13 am: 04.11.05, 11:00 »

Wir haben ja in Hessen noch Glück gehabt, mit 40 CT waren wir genau dabei. Aber wir wollten erst auch weniger bieten. Dann haben die uns auf der Bank wegen der Bürgschaft noch gesagt, wir seien in der Region die Höchstbietenden. Demnach dürften viele Berufskollegen, die man persönlich kennt leer ausgegangen sein. Es ist eine Schande. Die Melkenden Betriebe treiben sich selbst in den Ruin.
LG Claudia   Sad
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möhre
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Beiträge: 45


« Antwort #14 am: 04.11.05, 13:10 »

Hallo,
ich sehe, ich bin nicht der Einzigste, der die Milchquotenpreise für völlig verrückt hält. Die Verursacher dieser absurden Preise sind wohl auch ausgemacht: die bietenden Milcherzeuger selbst.
Man stelle sich vor, die Milcherzeugerpreise lägen auf dem Niveau von vor über zwei Jahren, die Milchquotenpreise würden wohl ins astronomische gehen (oder sind sie das nich schon? Huh).

Wenn ich die auf dem ersten Blick von Otto dargestellte Erklärung mal aufgreifen darf:
Die zielgenaue Produktion mit natürlichen Ressourcen (Milchkühe, Futterbau) ist nicht immer einfach, aber warum jedes Jahr die Quoten überliefert werden und dieses bei nicht kostendeckenden Erzeugerpreisen bleibt mir ein Geheimnis.
Wenn so hoch geboten wird, weil die Superabgabe droht müßte die Rechnung etwa so aussehen:
5 Cent Gewinnbeitrag je kg Milch bei optimaler Produktion (erreichen schätzungsweise nur 25 % der Milcherzeuger)
plus 25 Cent für Überlieferung (ein Durchschnittswert)
= 30 Cent
Jetzt aber aufgepasst: Diese 30 Cent dürfen nur für die Menge geboten werden, die man befürchtet zu überliefern!!!!!
Für die normale Erweiterung der eigenen Quote dürfen weiterhin nur zwischen 3 und 5 Cent bezahlt werden, beit kostengünstiger Produktion, so meine Kalkulation. Undecided
Aber Otto du hast recht, ein Hobby darf Geld kosten. Cry

Gruß Möhre
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