Autor Thema: Altersheim, nein Danke........  (Gelesen 25655 mal)

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Offline Bärbel

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Re: Altersheim, nein Danke........
« Antwort #15 am: 20.01.14, 21:13 »
Hallo

Dieses Gedicht war vor Jahren mal bei uns im Hessenbauer


Abgeschoben

An alles haben sie gedacht
im neuen schönen, eigenen Haus:
an Kinderzimmer, Kellerbar,
Garage, Sauna, Blitzgefahr,
funktionsgerechte Gegenwart,
im letzten Winkel noch apart,
nur wo der alte Opa bleibt
mit seiner Gicht
das weiß man nicht.

Ihm bleibt ein Bett im Altersheim-
man nennt es auch „ Feierabendhaus“.
Hier ist es schön! Nur Mut, nur Mut!
Denn unter gleichen lebt sich´s gut.
Hier ist er bestens aufgehoben
und gar nicht etwa abgeschoben.
Kommt eines Tags die Altersruh
auf dich vielleicht genauso zu?

H Kümmel

Liebe Grüße aus Südhessen

Bärbel

Reiß den Faden der Freundschaft
nicht allzu rasch entzwei
wird er auch neu geknüpft
ein Knoten bleibt dabei

Offline Lulu

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Re: Altersheim, nein Danke........
« Antwort #16 am: 21.01.14, 07:51 »
Gina, das ist aber eine super Einstellung von deinem Vater. Da kenne ich andere, die bloß nörgeln und jammern und sich mit den kleinsten Zipperlein nicht abfinden können.

Offline mary

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Re: Altersheim, nein Danke........
« Antwort #17 am: 21.01.14, 09:30 »
Für mich ist meine Tante ein Vorbild gewesen, bis kurz vor ihrem 90iger hat sie ihren Garten noch selbst gemacht, das ganze Gemüse ím Garten kultiviert und ihre Prachtstauden, Rosen und alles andere, ein Paradies.
Sie hat mir immer erzählt, dass sie im Garten alles findet, was sie zum Leben brauchte, Gemüse, Kräuter, Obst, Entspannung, Bewegung, Freude, Erholung.
Das Bild von ihrem Garten habe ich in mir abgespeichert, sie hat mit ganz wenigen Mitteln, ihrer Liebe zu den Pflanzen und ihrem Wissen und ihrer Erfahrung ein wunderschönes Paradies geschaffen.

Offline Maja

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Re: Altersheim, nein Danke........
« Antwort #18 am: 20.03.14, 09:49 »
Habe mir das Gedicht von Bärbel abgespeichert

Offline maggie

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Re: Altersheim, nein Danke........
« Antwort #19 am: 20.03.14, 10:33 »
warum wird das Altersheim immer negativ dargestellt ??

mir gefällt das gedicht gar nicht - wir haben nur gute Erfahrungen gemacht -
und ich beschäftige mich schon lange mit diesen Gedanken -
nie werde ich einem meiner kinder "auf der Haube hocken" ....

natürlich - kann es sein, dass ich den Zeitpunkt zu früh finde, wenn ich mich entscheiden muss, aber das geht auch bei andern dingen so...
und ich weiss, es wird schwierig werden, denn die meisten die heute im Altersheim sind, sind pflegefälle oder dement ! -

vielleicht kann ich ja auch noch in eine alterswohnung - nur die liegen bei uns nicht beim Altersheim (im Nachbardorf) sondern im dorfzentrum und das Altersheim steht im grünen - so ein sch....
liebi grüess   und
bis bald   -  ihr werdet mich  so schnäll nöd wieder los

margrith  us der schwiiz

Offline Maja

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Re: Altersheim, nein Danke........
« Antwort #20 am: 20.03.14, 13:51 »
Durch meine Schwiegermutter bin ich in der letzten Zeit viel in Heimen gewesen.Das ist ein sehr schwierige Geschichte.
In keinem der Heime wollte ich leben müssen.
Das Gedicht von Bärbel habe ich mir des Nachdenkens wegen abgespeichert.
Es muss nicht jedem gefallen und..... ganz ehrlich....... mir gefällt es auch nicht.
Es zeigt aber eine Situation auf, die sehr bedenklich ist.

Schlechtes Gewissen sollte es auch nicht auslösen.......aber ein bißchen drüber Nachdenken schadet keinem.

Offline gatterl

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Re: Altersheim, nein Danke........
« Antwort #21 am: 20.03.14, 14:27 »
Gibt es wirklich Menschen, die kein schlechtes Gewissen haben? Mich hat meines fast zerfressen. Ich wusste, es geht nicht anders. Ich wurde nur eher selten darauf angesprochen ( wie kann man so eine fitte Frau denn ins Altersheim sperren? Noch dazu in die geschützte Abteilung? )  - zum Schluss. Und es ist nicht schön, nein, es ist furchtbar, wenn man als Bevollmächtigter veranlassen muss, die eigene Mutter in die geschlossenen Abteilung zu geben.
Die Pflegerinnen waren netter zu meiner Mutter, als sie es jemals bei uns erfahren hat( sie war sehr schwierig ). Sie hatte ein wunderschönes, sonniges Zimmer. Und trotzdem war es furchtbar. Nicht, weil das Heim so schrecklich war, sondern weil sie darin so total unglücklich war. Und zornig.
Und es hat uns finanziell an den Rand der Verzweiflung gebracht.
Es waren auch Menschen dort, die sagten: So gut wie hier hatte ich es noch  nie. Die Mutter einer Freundin lebt schon seit 5 Jahren dort und freut sich über das Freizeitangebot, die tolle Pflege, die gute Unterhaltung. Sie...übrigens eine ehemalige Nachbarin meiner Mutter, hat sie oft angesprochen, sie könne sie garnicht verstehen. Wenn man dort aus eigenem Antrieb hingeht- was ich bewundernswert finde- kann man sich wohl eher einfinden, als wenn man- in den Augen der Alten- dorthin "abgeschoben" wird.
 Und trotzem- ich würde es wieder so machen- es gab keine Alternative für uns. Ich weiss nicht, was passiert wäre, wenn sie daheim geblieben wäre.

Maggie, ich finde Deine Einstellung großartig.

Schöne Geschichte:
 
 
Ein 92-jähriger Mann beschloss nach dem Tod seiner Frau, ins Altersheim zu gehen.
Die Wohnung schien ihm zu groß, und er wollte für seine letzten Tage auch noch ein
bisschen Gesellschaft haben, denn er war geistig noch in guter Verfassung.
 
Im Heim musste er lange in der Halle warten, ehe ein junger Mann zu ihm kam und
mitteilte, dass sein Zimmer nun fertig sei. Er bedankte sich und lächelte seinem
Begleiter zu, während er, auf seinen Stock gestützt, langsam neben ihm herging.
 
Bevor sie den Aufzug betraten erhaschte der Alte einen Blick in eines der Zimmer
und sagte. „Mir gefällt es sehr gut.“ Sein junger Begleiter war überrascht und meinte,
er habe doch sein Zimmer noch gar nicht gesehen.
 
Bedächtig antwortete der alte Mann. „Wissen Sie, junger Mann, ob ich den Raum
mag oder nicht, hängt nicht von der Lage oder der Einrichtung, sondern von meiner
Einstellung ab, von der Art, wie ich ihn sehen will. Und ich habe mich entschieden,
glücklich zu sein. Diese Entscheidung treffe ich jeden Morgen, wenn ich aufwache,
denn ich kann wählen.
 
Ich kann im Bett bleiben und damit hadern, dass mein Körper dies und jenes nicht
mehr so reibungslos schafft - oder ich kann aufstehen und dankbar sein für alles,
was ich noch kann. Jeder Tag ist ein Geschenk, und solange ich meine Augen öffnen
kann, will ich sie auf den neuen Tag richten, und solange ich meinen Mund öffnen
kann, will ich Gott danken für all die glücklichen Stunden, die ich erleben durfte und
noch erleben darf.
 
Sie sind noch jung, doch nehmen Sie sich den Rat eines alten Mannes zu Herzen.
Deponieren Sie alles Glück, alle Freude, alle schönen Erlebnisse als Erinnerungen
auf einem Spezialkonto, um im Alter über einen Schatz zu verfügen, von dem Sie
zehren können, wann immer Sie dessen bedürfen. Es liegt an Ihnen, wie hoch die
Einlagen auf dem Konto sind.
 
Ich verrate Ihnen noch zwei einfache Tricks, mit denen Sie ihr Konto rasch wachsen
lassen können:
„Hegen Sie in Ihrem Herzen nur Liebe, und in ihren Gedanken nur Freude. In dem
Bewusstsein, so ein Konto zu besitzen, verliert die Zukunft ihre Ungewissheit und der
Tod seine Angst.“
 
Der junge Mann hatte staunend zugehört und bedankte sich nun mit einem
strahlenden Leuchten in seinen Augen. Freudig drückte er den Arm des Alten und
meinte: „Vielen Dank, soeben habe ich ein Erinnerungs-Konto bei meiner Bank
eröffnet, und dieses Gespräch ist die erste Einlage.“
 
Mit diesen Worten öffnete er die Tür, um dem neuen Bewohner sein Zimmer zu
zeigen.
 
Mit einem Schmunzeln sagte dieser: „Mir gefällt es sehr gut.“
 


Verfasser unbekannt



Aber das alles gehört nicht hierher glaub ich....Humorvoll ist es nicht....naja, vielleicht besinnlich....
« Letzte Änderung: 20.03.14, 14:38 von gatterl »
Barbara

Man beachte, daß nicht jeder, der die Meinung anderer hören möchte, auch eine andere Meinung hören will.

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Offline Nelly

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Re: Altersheim, nein Danke........
« Antwort #22 am: 20.03.14, 16:17 »
Ich finde die Geschichte total super! ISt doch wahr, was da steht.

Ihr hättet meine Oma erleben sollen, die hatte so ein Konto nicht. Sie hat ihrem Leben nie was abgewinnen können. Ihr Mann war ihr nicht gut genug (sie hat heiraten "müssen), ihre Kinder hat sie als Ballast empfunden, in Garten und Grundstück hat sie mehr investiert als in die Zuwendung zu ihre Familie, was sollten die Leute sagen, wenn das "drumrum" nicht in Ordnung war. Sie war immer schwierig und hat es als Unding gesehen, etwas als schön und entspannend zu empfinden. Immer war sie zornig, angespannt und hat alle bis aufs Blut provoziert (viel wegen Nichtigkeiten rumgemeckert). Erst im Tod hat sie entspannt ausgesehen.
Ihr hätte ich gerne so ein Konto gegönnt.

Es ist toll, dass es solche Geschichten gibt und humorvoll finde ich sie trotzdem, weil ich den alten Herrn verdammt sympathisch finde

Offline Steinbock

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Re: Altersheim, nein Danke........
« Antwort #23 am: 20.03.14, 18:16 »
DANKE gatterl, für Deinen Beitrag!

Endlich was positives zum Thema Altersheim.
Für mich ist diese Box hier ansonsten wirklich belastend.

Schade, dass es so viele Vorurteile zum Altersheim und zu den
Angehörigen, die jemand ins Altenheim geben....

Elisabeth
Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne... (H.Hesse)

Offline gatterl

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Re: Altersheim, nein Danke........
« Antwort #24 am: 20.03.14, 18:35 »
Ja! Genau deshalb hab ich die Geschichte reingestellt.
Ich lese auch lieber solche Geschichten wie die vom alten Mann, dem sein Zimmer gefällt :)
Jeder, der schon einmal in der Situation war, einen alten Menschen gegen seinen Willen ins Altersheim schaffen zu müssen, wird empfindlich reagieren bei dem Thema. Wie das Gedicht aus dem "Hessenbauer" von Bärbel wird einfach eine riesen Bedrohung gemacht aus dem Heim. Mit dieser Aussicht und Einstellung gibt es natürlich nur Frust und Bitterkeit.
Wie viele werden sich diese Entscheidung denn wirklich so leicht machen, wie immer gesagt wird? Ich kenne keinen. Es ist schwer. Und das Gedicht "Abgeschoben" zeigt genau, wie landläufig über Heime gesprochen wird. Ich finds einfach furchtbar, weils nicht stimmt. Die Heime, die ich gesehen habe ( es waren drei ) sind nicht so.
Wenn man sichs aussuchen könnte, würde wohl jeder mit 85, pumperlgsund und fröhlich, lebend im Kreise seiner Lieben,eines morgens nicht mehr aufwachen, aber so ist es ja nicht....

Meine Nichte ist Arzthelferin. Die kommt auch viel in Privathäuser, auch Bauernhäuser wo alte Menschen daheim gepflegt werden.
Besonders wo viel Arbeit und wenig Geld ist, gehts diesen Alten manchmal viel schlechter als in den Heimen.
Sie vegetieren in Kammern, nicht immer nimmt man sich Zeit für sie. Aber am Ende kann man sagen: Wir haben unsere Alten daheim gepflegt! Ist das dann besser?


« Letzte Änderung: 20.03.14, 18:39 von gatterl »
Barbara

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Offline Maja

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Re: Altersheim, nein Danke........
« Antwort #25 am: 20.03.14, 22:52 »
Nein gatterl das ist auch nicht besser.
Manchmal kommen Familien an ihre Grenzen in der Pflege, da ist es eben besser einen Menschen aus der Familie in ein Heim zu geben.
Ich denke auch nicht dass sich alle jungen Familien keine Gedanken machen oder kein Gewissen haben das ihnen zusetzt.
Ich weiß auch dass es Pfleger/innen gibt die ihren Beruf aus Berufung machen , aber ich weiß auch dass es schlimme, schlimme Zustände in Heimen gibt.
Ich kenne auch Fälle in denen es so war wie im Gedicht.

Ein schlechtes Gewissen machen, wie es Lucia bezeichnet, wollte ich hier niemandem.
Es ist aber unbestritten gut mal über das Thema überhaupt nachzudenken.
Z. Beispiel: Bin ich eine Person die von ihren jungen Leuten akzeptiert ist, die man um sich haben mag, mit der man Zeit verbringen mag.
Bekomme ich , jetzt in meinem Umfeld, Hilfe wenn ich sie nötig habe.

Bekomme ich sie jetzt schon nicht, ja wo werde ich landen wenn ich nicht mehr recht kann.
Suche Ich Mir ein Haus aus oder eine Gemeinschaft in der ich meine letzte Lebensphase verbringe.
Wie kann ich das bewerkstelligen, kann ich es mir leisten.

Ich muss sagen ich denke darüber nach, aber selbstverständlich schiebe ich den Gedanken, dass mal gar nichts mehr geht von mir!!!Ich hoffe darauf meine Entscheidungen bis an mein Lebensende selbst zu tätigen.

Zweifelsohne ein ganz wichtiger Punkt ist die Ausstattung eines Altenheimes. Habe ich meine eigene Wohnung, meinen eigenen Bereich dort oder muss ich diesen Bereich mit einer mir fremden Person teilen. Kann ich meine Hobbies dort pflegen oder bin ich dort abgestellt um auf den Tod zu warten.
Ich denke ihr könnt mir zustimmen das das alles eine Überlegung wert ist.

Offline LunaR

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Re: Altersheim, nein Danke........
« Antwort #26 am: 20.03.14, 23:16 »
Maja, ich befürchte, solange ich noch alle Entscheidungen selbst tätigen und mein Hobby pflegen kann, bin ich noch nicht im Altenheim. In den meisten Fällen trifft diese Entscheidung doch jemand anderes, wenn man erst mal nicht mehr kann.

Mein Mann sagt, er würde nie ins Altenheim gehen. Er sieht durch seine Mutter eben auch die Zustände im dortigen Heim. Ich halte allerdings diese Einstellung für weltfremd und stelle mir schon vor, dass ich in so einer Umgebung meine letzte Zeit verbringe(n muss). Zwar habe ich die Fähigkeit, mich an vielen Orten ein zu gewöhnen, aber nicht annähernd die Möglichkeit mir später aussuchen zu können, wo ich hin will und wie ich dort leben will. Wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich es vorziehen, in so einer generationsübergreifenden Wohngemeinschaft zu leben. Es wäre natürlich schön, so eine Entscheidung gemeinsam treffen zu können, aber mein Mann will sich noch keine Gedanken darüber machen (er wird dieses Jahr 60 Jahre alt) und auch nicht darüber reden.

Vor wohl mehr als 10 Jahren hatten wir mal so ein paar Gespräche, wie wir uns vorstellen, im Alter zu leben. Da ist mir aufgefallen, dass unsere Vorstellungen weit auseinander gehen. Ich habe dann mal begonnen, mir vorzustellen, ob es unter den Umständen sinnvoll ist, wenn jeder nach seiner Vorstellung in seinem Alter lebt. Plant ihr mit euren Männern diesen Part eurer Zukunft?

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Edward Young

Offline gammi

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Re: Altersheim, nein Danke........
« Antwort #27 am: 20.03.14, 23:25 »
Bevor ich meinen Part der Zukunft plane muss erst mal der Part von meinen Eltern geplant werden...............

Für viele alten Leute ist es einfach auch abschreckend plötzlich nur noch von alten Leuten umgeben zu sein. Wenn man selber noch geistig und körperlich fit ist, zu sehen wie es den anderen oft viel schlechter geht.

Nicht von der Pflege her, aber vom Umfeld.
Meist ist in jeder Gruppe eine Person, die den ganzen Tag "Hallo, ich will hier raus" brüllt..............das hat mich bei meinen kurzen Besuchen immer schon sehr belastet. Oder alte Menschen, die ständig vor sich hin stöhnen. Dann vielleicht noch mehrere in einer Gruppe............das stelle ich mir sehr belastend vor.

Ansonsten habe ich sowohl gute, als auch schlecht Erfahrungen im Bezug auf Pflege im Altenheim gehabt.
Auch Laufstall-Kühe geben gute Milch

Offline LunaR

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Re: Altersheim, nein Danke........
« Antwort #28 am: 20.03.14, 23:33 »
Zitat
Für viele alten Leute ist es einfach auch abschreckend plötzlich nur noch von alten Leuten umgeben zu sein. Wenn man selber noch geistig und körperlich fit ist, zu sehen wie es den anderen oft viel schlechter geht.

Nicht von der Pflege her, aber vom Umfeld.
Meist ist in jeder Gruppe eine Person, die den ganzen Tag "Hallo, ich will hier raus" brüllt..............das hat mich bei meinen kurzen Besuchen immer schon sehr belastet. Oder alte Menschen, die ständig vor sich hin stöhnen. Dann vielleicht noch mehrere in einer Gruppe............das stelle ich mir sehr belastend vor.

Wäre für mich auch sehr belastend.

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Offline gatterl

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Re: Altersheim, nein Danke........
« Antwort #29 am: 21.03.14, 06:54 »
Zitat
Für viele alten Leute ist es einfach auch abschreckend plötzlich nur noch von alten Leuten umgeben zu sein. Wenn man selber noch geistig und körperlich fit ist, zu sehen wie es den anderen oft viel schlechter geht.

Nicht von der Pflege her, aber vom Umfeld.
Meist ist in jeder Gruppe eine Person, die den ganzen Tag "Hallo, ich will hier raus" brüllt..............das hat mich bei meinen kurzen Besuchen immer schon sehr belastet. Oder alte Menschen, die ständig vor sich hin stöhnen. Dann vielleicht noch mehrere in einer Gruppe............das stelle ich mir sehr belastend vor.

Wäre für mich auch sehr belastend.

LG
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Ja, das ist sehr belastend. Meine Mutter war die, die immer rauswollte in der Gruppe. Ich verstehe es aus der Sicht der Person, ist aber furchtbar für Mitbewohner und Angehörige. Versteht mich nicht falsch. Ich sage nicht, dass alles wunderbar ist im Heim. Und unbedingt reinwollen tut wohl keiner. Aber es ist auch nicht alles immer nur furchtbar, das wollte ich sagen.
Barbara

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