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Autor Thema: Sterilisieren oder Einkochen/Einwecken in Gläsern  (Gelesen 132571 mal)
regi
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Jeder sieht ein Stückchen Welt - gemeinsam sehen wir die ganze!


« am: 06.07.02, 20:58 »

Seit ich einen elektrischen Sterilisiertopf habe, macht diese Arbeit wieder Spass
Wem geht es auch so? Wer hat besondere Tipps oder spezielle Rezepte zum Sterilisieren?

regi
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Tschüss zäme
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« Antwort #1 am: 19.07.02, 08:33 »

Ich sterilisiere alle Früchte - Aprikosen, Kirschen, Zwetschgen, Birnen usw. Hab's auch schon mit Himbeeren probiert, aber die waren mir zu wässerig.
Buschbohnen - sind wie frisch gekocht, nicht so lümpelig wie aus dem Tiefkühler. So ist auch im Winter Bohnensalat schnell gemacht.
Erbsen - habe ich gemacht, aber noch nciht gekostet.
Randen in Essig - super! Da Randensalat nur von wenigen gegessen wird bei uns, habe ich viele Halblitergläser sterilisiert - Salatsauce dran und fertig.
Süsssaure Zucchetti, Gurken, Kürbis, tolle Beilagen zu Grilladen.
Curry-Birnen - sind tolle Beilagen zu Käseplatten, zu Raclette oder Fondue.

Vielleicht habt ihr jetzt auch noch Ideen??!!

Liebe Grüsse
regi
« Letzte Änderung: 01.01.70, 01:00 von 1031090400 » Gespeichert

Tschüss zäme
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« Antwort #2 am: 19.07.02, 22:26 »

Bei uns gibt es zwie gängige Methoden: Heiss einfüllen und sterilisieren. Heiss einfüllen ist geeignet für Früchte (auch Konfitüre ist eine Art von Heiss einfüllen), sterilisieren kann man auch Gemüse oder Fleisch.
Vorteile von Sterilisieren: man befüllt die Gläser mit kalter Ware und wärmt sie anschliessend in einem speziellen Topf. Heiss einfüllen kann man ohne Spezialgeräte und auch portionenweise.

Egal wie, Hauptsache man bringt von der Fülle des Sommers einiges im Winter auf den Tisch!
regi
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regi
martina-s
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Leben geht nur vorwärts;rückwärts aber verstehen!


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« Antwort #3 am: 30.12.02, 15:12 »

Küchenpanne
Ich hatte vor nicht allzulanger Zeit eine riesen Küchenpanne. Wir hatten 2 Schweine geschlachtet. Der Metzger war zum wursten da. Die Streichwurst (zumindest der Teig an diesem Tag war super) Ich wollte dass der Metzger den Teig wie wir das all die Jahre zuvor gemacht haben in Därme füllt. Mein Metzger aber meinte, es wäre viel besser diese in Gläser zu füllen.

Nun ja an Gläsern der Marke Weck in Form von Sturzgläsern oder auch Tulpenform (also schon die neueren Dinger und keine Rillengläser) ca 1/2 l scheitert es bei mir nicht. Vor 2 Jahren habe ich viel Quark und Joghurt selbst gemacht und auch an Leute verteilt, wozu ich diese kleinen Gläser äußerst praktisch fand.
Ich hab auch neue Gummiringe verwendet.

Mit Streichwurst einkochen hab ich 0 erfahrung, also fragte ich den Metzger wie nun das mit dem Einkochen gehen solle. Der Metzger macht ja ständig Hausschlachtungen und sollte das ja eigentlich wissen.

Also bekam ich die Anweisung, die Gläser randvoll zu befüllen (Kam mir nicht komisch vor, da ich das bei Obst ja auch so mache)
...dann sollte ich die Gläser direkt in den Wurstkessel geben und wenn das Wasser seine 80° wieder erreicht, dann 1 1/2 Stunden einkochen.
Dazu sagen muß ich noch, dass in die Wurst nur Zwiebel kam, die ich vorher angeröstet hatte.

Lange Rede, kurzer Sinn: Wurst schmeckte herrlich (ich hab dabei fast meine Diät vergessen)

Nach ca 1 Woche nahm ich plötzlich einen Geruch wahr... Na ja, ich dachte unser Hund Rasso hätte sich da irgendwo  verewigt...

Leider war es die Wurst.

Mein Wunsch für 2003 wäre zu wissen, was ich da falsch gemacht hatte:

-waren die Gläser zu voll
-war die Temperatur zu niedrig?
-hatte ich die Wurst nach dem Einkochen falsch gelagert? Hätte ich sie kühl stellen müssen (ich hatte sie im Schrank, wo auch meine Mirabellen auf den Verzehr warten Wink)
Ich wäre sehr dankbar, wenn so ein Einkochprofi mich da mal beraten könnte

Martina
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Liebe Grüße
Martina
martina
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Unsere Landwirtschaft - wir brauchen sie zum Leben


« Antwort #4 am: 30.12.02, 15:34 »

Hallo Martina Smiley

mein schlaues heißgeliebtes allererstes Kochbuch (Das elektrische Kochen) sagt zum Thema Wursteinkochen:

"Bei Gläsern mit Fleisch oder Wurst muß ganz besonders darauf geachtet werden, daß der Glasrand frei von Fett ist.
Bei Wurs achte man darauf, daß die Gläser nur gut zur Hälfte gefüllt werden, da die Masse während des Kochens hochsteigt."

Zur Sterilisierzeit sagt selbiges Buch zu Wurst und Pasteten:

Gläser im Backofen bei Ober- und Unterhitze:
vom Perlen an 60 min, 30 min Nachhitze.

Gläser im Wasserbad:
enge Gläser 90 min, weite Gläser auch 90 min bei 98°C


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Nimm das Leben nicht so bierernst, Du kommst da eh nicht lebend raus.

Heute ist nicht alle Tage, ich komme wieder - keine Frage!   Martina
Beate Mahr
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« Antwort #5 am: 30.12.02, 16:25 »

Hallo

bei uns werden die Dosen - 200 g - 2 Stunden gekocht !!!

Also müssten die Gläser wohl auch so lange kochen.

Ich habe bei ** Onkel Heinz ** gelesen ...

< bis 3 cm unter den Rand füllen 150 min ( 2 1/2 Stunden !!!! )
bei 98 C° kochen  >

Ich würde so aus dem Bauch raus zu mindestens 2 Stunden tendieren

Gruß
Beate
« Letzte Änderung: 30.12.02, 16:26 von Beate Mahr » Gespeichert

Einen Vorsprung im Leben hat, wer da anpackt,
wo die anderen erst einmal reden

John F. Kennedy
martina-s
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« Antwort #6 am: 31.12.02, 11:48 »


Hallo, und heißen Dank für Eure Tipps!
Meine Überlegungen waren auch immer, dass es wohl wichtig gewesen wäre, die Gläser nicht ganz randvoll zu machen und ich dachte mir auch, dass die Einkochtemperatur wohl zu niedrig angesetzt war.

Was ich nun noch nicht so ganz geklärt hab, ist:
Wo soll man die Gläser lagern. Müssen die kühl stehen?
Vielleicht weiß da noch jemand bescheid.
Martina-s Smiley Smiley Smiley
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Liebe Grüße
Martina
lucia
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« Antwort #7 am: 31.12.02, 12:14 »

hallo martina,

ich lagere meine eingeweckten fleischgläser immer dunkel und kühl (kellertemp.), das müsste auch lt. meinem vorratshaltungsbuch reichen.
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lieben gruß, lucia
regi
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« Antwort #8 am: 31.12.02, 13:44 »

Liebe Martina

Ich hatte diesen Sommer auch Pech mit Sterilisieren: habe einen ganzen Morgen lang Erbsen gewaschen und viele Gläser voll eingefüllt und sterilisiert. Irgendwas hat nicht geklappt - mein Gott, dieser Gestank, als ich die Gläser leerte ...........
*michseeeehrgeärgerthab*  Lips Sealed Lips Sealed Lips Sealed

Bohnen sind noch nie kaputt gegangen, aber diese Erbsen! Hätte ich alles tiefgekühlt - naja, man lernt nie aus.

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regi
Marielle
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« Antwort #9 am: 31.12.02, 14:49 »

 Smiley Smiley

Hallo Mädels!

Hatte vor Jahren auch dieses Problem mit "stinkenden" Wurstgläsen.
Habe warscheinlich auch zuviel eingefüllt und die Zwiebeln nicht vorgedämpft.

Hätte einen anderen Vorschlag.

Leberwurst aus der Raine (Bratraine)

Die vorbereitete Wurstmasse mit den Gewürzen in
eine Bratraine füllen und im Backofen bei etwa 200Grad backen bis sie oben eine braune Kruste
bekommt.die Zeit hängt von der Einfüllhöhe ab.

Abkühlen lassen,in Scheiben schneiden und einfrieren.

Schmeckt sehr gut und läßt sich auch nach dem auftauen wunderbar streichen.

Probiert es mal aus!!

Das Rezept stand übrigens mal vor Jahren im "Land-
wirtschaftlichen Wochenblatt"

Würde mich über einige "Erfolgsmeldungen" freuen

Cheesy Cheesy Cheesy

LG Marielle
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Ulrike
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« Antwort #10 am: 06.01.03, 10:20 »

Hallo Martina,
auch ich koche meine Wurstgläser mind. 2 Stunden. Habe noch nie Probleme mit der Haltbarkeit gehabt.
Befüllt werden die Gläser bis ca. 1 cm unter Rand.
Ich nehme allerdings nur 1/4-l-Schraubgläser.

Und wie auch schon erwähnt wurde, sollte der Rand unbedingt fettfrei sein.

Die Gläser werden bei mir im Kühlschrank gelagert. Ich habe zum Glück einen zweiten zur Verfügung.

Viel Glück beim nächsten Versuch wünscht
Ulli
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LunaR
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« Antwort #11 am: 02.05.03, 20:52 »

Hallo,
da wir eine Familie von Suppenkaspern sind, möchte ich eine größere Menge Rinderbrühe vorkochen. Bisher habe ich sie immer eingefroren. Es wäre aber schön, die Brühe gleich, ohne Auftauzeit, zur Verfügung zu haben. Hat schon einmal jemand von euch Brühe eingekocht? Ist auch heiß einfüllen möglich? Ich habe keinen elektrischen Einkochtopf, sondern nur so einen alten, bei dem ein Themometer hineingestecktz wird.  
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martina
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« Antwort #12 am: 03.05.03, 09:10 »

Hallo Luna,

ich koche meine Rinderbrühe immr vor und dann in großen Schraubgläsern (Würstchen, Gurken oä) ein. Geht prima.

Ich lasse die Brühe allerdings im Topf möglichst über Nacht abkühlen, dann härtet das Fett aus und ich kann es gut abnehmen. Außerdem puhle ich lieber von kalten Knochen das Fleisch ab, als mir dabei die Finger zuv erbrennen.

Ich koche die Gläser im Backofen zu. Auch das geht recht gut und ich habe nicht ständig den Einkochtopf im Weg. Wink
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LunaR
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Dat Eenen sien Uhl is det Annern sien Nachtigall


« Antwort #13 am: 03.05.03, 14:31 »

Hallo Martina,
kochst du die Brühe nach der Fettabnahme wieder auf und füllst sie dann heiß ein? Und wie geht das dann genau im Backofen, wie lange und welche Temperatur? Nimmst du heißes Wasser für die Fettpfanne? In meiner kleine Küche ist der Einkochtopf auch zu sehr im Wege. Außerdem mag ich ihn nicht auf die Cerankochplatte stellen. Und stundenlang im Keller beobachten, ob die Temperatur auch stimmt, dazu habe ich wenig Lust. Im Backofen in der Küche wäre optimal. Geht ja einfach nebenbei. Habe aber noch nie im Backofen eingekocht.
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« Antwort #14 am: 03.05.03, 16:03 »

Luna, ich füll die Brühe dann kalt in die Gläser, heiß geht aber auch, mußt nur drauf achten, daß sie nicht springen, ist bei mir aber noch nicht passiert.

In die Fettpfanne kommt ca 2 cm hoch heißes Wasser, die eigentlich Einkochzeit rechnet sich ab dem Perlen in den Gläsern. Wenns perlt, bei reiner Brühe ca 30 min + Nachhitze; bei Fleischstückchen bis zu 60 min.; Temperatur ca 180°, ab dem Perlen runter auf ~150°; das müßte aber auch alles in der Bedienungsanleitung Deines Backofens stehen, schau einfach mal rein.

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