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Autor Thema: Alte Haltbarmachungsarten-Dörren oder Trocknen  (Gelesen 7320 mal)
mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« am: 18.09.03, 11:53 »

Wer von Euch kennt sich noch mit alten Haltbarmachungsarten z. B. Trocknen oder Dörren von Lebensmitteln aus?

Was muss man beachten, wann ist das Erntegut trocken genug?

Es gibt sicher auch einige Tips und Tricks.
Neugierig geworden bin ich auf einem Betrieb, die mit einer speziellen Technik Äpfel trocknen, das was so etwas feines, da ist jedes Gummibärchen nichts dagegen.

Für Tips danke ich im voraus.
maria
« Letzte Änderung: 18.09.03, 11:53 von mary » Gespeichert
steilufer
Ostsee-SH
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Das Lächeln,das Du aussendest,kehrt zu Dir zurück


WWW
« Antwort #1 am: 02.02.05, 22:07 »

Hallo,

wir haben von einem Amerikaner selber getrocknetes Hirschfleich kennengelernt,köööö...stlich.

Jetzt würde ich gerne selber versuchen unser letztes Kitz so zu ver-/bearbeiten.
Weiß jemand von euch,wie das geht.Habt Ihr Rezepte?
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Liebe Grüße

Karen von der Ostsee
Phlox
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« Antwort #2 am: 14.10.05, 21:06 »

Zum Dörren habe ich einen elektrischen Dörrer, den Dörrex. Sobald der Kachelofen in Betrieb ist werden die Gitter mit Dörrgut auf ihn gestellt. Ich dörre Äpfel, Zwetschgen, Holunder, Pilze und viel Tee.
Habe es dieses Jahr mit Feigen versucht, brauchen aber unendlich lange.  Kastanien, geschält verlieren nach dem Dörren die innere Haut und müssen vor dem Kochen eingeweicht werden.
Nüsse trockne ich mangels Heizraum in der Sonne, aber über einen längeren Zeitraum.


LG Phlox
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Mit Freude

Phlox
Trudi
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Ich liebe dieses Forum!


« Antwort #3 am: 21.09.06, 19:16 »

Von meiner Schwiegermutter habe ich noch ein uraltes zweistöckiges Dörrwägeli,das manin den Ofen schieben konnte.

 Jetzt aber,haben wir keinen Kachelofen mehr.Ich trockne die Baumnüsse im Heizraum. An der Sonne geht das bei uns nich gut,
 wir haben meistens Nebel bis Mittag.

 Letzte Woche habe ich Tomaten gedörrt,und sie gleich in kleine Gläser eingelegt,und mit Olivenöl übergossen.

 In unserer Obstverwertungsgenossenschaft wird auch Dörrgut angenommen.Lohnt sich aber nur,wenn man grössere Mengen
 dörren lassen will.
 
 Trudi
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mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #4 am: 05.11.06, 10:26 »

In unserer Familie wird zunehmend mehr und mehrTrockenobst verzehrt.
Bisher habe ich das meiste im Backofen mit Umluft und 3o C getrocknet.
Welche Mengen kann man in ein Dörrgerät geben und wie hoch ist bei diesem Gerät der Stomverbrauch?
Der momentane Renner sind getrocknete Weintrauben, ich komme mit dem Trocknen gar nicht so schnell hinterher.
Kann man in einem Dörrgerät Tee, Früchte und Gemüse gleichzeitig trocken?
Und welche Mengen kann man in einem Dörrdurchgang in etwa trocknen?
Für eure Erfahrungen wäre ich sehr dankbar, denn wenn das Gerät gut ist, dann kaufe ich mir eines,
aber ich möchte nicht wieder ein Herumstehgerät, dass dann doch nicht viel benutzt wird.
Herzlichen Dank für Tips und Erfahrungen,
maria
« Letzte Änderung: 05.11.06, 10:41 von mary » Gespeichert
samira
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« Antwort #5 am: 06.08.08, 16:00 »

Hallo zusammen!

Ich weiß jetzt nicht ob das hier die richtige Box für meine Frage ist.

Ich habe heuer Unmengen an Petersilie und möchte gern welche trocknen. Wer von euch hat das schon mal gemacht. Wie funktionierts am besten? An der Sonne oder im Backofen?
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Liebe Grüße Samira
Hamster
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Bäuerinnen - find ich gut!


« Antwort #6 am: 06.08.08, 19:01 »

Hallo Samira,
ich persönlich finde, dass getrocknete Petersilie leicht nach "Gras" schmeckt.
Deshalb friere ich sie immer ein.

Liebe GRüße
Hamster
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Liebe Grüße
sagt der Hamster
mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #7 am: 06.08.08, 19:14 »

Hallo Samira,
mir ist die getrocknete Petersilie auch zu geschmacklos, einen Teil friere ich ein, den anderen Teil schneide ich ganz klein, mische ihn mit Salz und drücke es ganz fest in kleine Gläser, obendrauf noch ein wenig Olivenöl und dann in den Kühlschrank.
Man muss nur beim Würzen aufpassen, man braucht dann fast kein Salz mehr verwenden. Der Geschmack hält sich aber relativ gut.
Herzliche Grüsse
maria
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samira
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« Antwort #8 am: 06.08.08, 22:19 »

Hallo Maria!

Das mit dem Salz hört sich ja interessant an. Wie lange ist das denn haltbar?
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Liebe Grüße Samira
mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #9 am: 07.08.08, 09:22 »

Hallo Samira,
es hält sich übers Jahr, den Bärlauch mach ich auch so haltbar, hab vom letzten Jahr die letzten Gläser verarbeitet.
Ich mach auch Basilikum, Schnittlauch auf diese Art haltbar,
während Rosmarin, Tymian gut zum Trocknen geht.
In der Gefriertruhe hab ich immer das Gefühl, dass der Geruch verfliegt und beim Trocknen riecht es eher nach Heu.
Herzl. Grüse
maria
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samira
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« Antwort #10 am: 07.08.08, 10:03 »

Hallo Maria!

Könntest du mir vielleicht noch kurz schreiben wie das Mischungsverhältnis Petersilie-Salz ist? Wenn das so lange haltbar ist werd ich´s glatt mal ausprobieren.
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Liebe Grüße Samira
mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #11 am: 08.08.08, 16:55 »

Hallo Samira,
ungefähr 4 oder 5 Teile Kräuter und ein Teil Salz. Kräuter klein schneiden mit Salz mischen und fest in Gläser drücken. Oben drauf geb ich noch eine Schicht Öl.
Herzliche Grüsse
maria
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sonnenblume
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« Antwort #12 am: 08.08.08, 19:14 »

Hallo Mary!
Wie versteh ich das mit der Schicht Öl? Meine,wie ist es dann, wenn ich etwas von den Kräutern rausnehme?
sonnenblume
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mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #13 am: 08.08.08, 19:53 »

Hallo Sonnenblume,
mit dem Salz halten sich die Kräuter, ich habs mit und ohne Öl ausprobiert, mit weniger Salz, da schaut es dann aus wie Sauerkraut oder Silage, auch die Farbe verändert sich eher in Richtung Grassiliage Grin.
Die Ölschicht ist die Silofolie Grin, damit bleibt die Farbe besser erhalten. Kühl und dunkel aufbewahren- wegen der Farbe.
Man braucht ja nur ganz wenig davon, beim Entnehmen rutscht natürlich ein bisschen Öl mit, ich giesse dann wieder nach.
Bei der Petersilie fällt der Unterschied gefroren und eingesalzt  vom Geschmack her nicht so stark auf, bei Bärlauch merkt man es noch viel stärker.
Wenn ich Salatmarinaden im Winter anmache, dann geb ich immer ein wenig von den eingesalzenen Kräuter dazu. Solange genug in frischer Form da ist, braucht man es nicht.
Beim Basilikum hab ich das Gefühl, dass mit dem Trocknen oder Einfrieren der ganze Geruch verliegt. So hab ich dann immer gleich die Grundsubstand für Pesto recht schnell, oder für Kräuterquark zu Kartoffeln.
Man darf nur nie vergessen, sparsam mit Salz umzugehen.
Auch Brennessel lassen sich damit gut aufbewahren, schmecken jung eingesalzen nicht schlecht.
Hab dir einen Link reingestellt. Ich hab die Kräuter nur noch nie lagenweise mit Salz in die Gläser gegeben, sondern zuvor vermischt und dann ins Glas.
Kräuter in Öl einlegen hab ich sehr viel Lehrgeld bezahlt. Mir sind viele Kräuter im Öl angeschimmelt, ich geb nur noch getrocknete Kräuter in Öl, Bärlauch eben nur als Salz/Kräutermischung und oben drauf eine Ölschicht. Selbst Chilli oder Peperoni lass ich zuvor trocknen und dann kommen sie ins Öl, bei Kräuter in Essig auch lieber getrocknet, wobei Essig scheinbar mehr konservierungskraft hat.
http://burgenland.orf.at/magazin/imland/geniessen/stories/44723/
Die Haltbarmachung von Kräutern mit Salz muss eine sehr alte Konservierungsmethode sein, mich würd interessieren, wie in den Zeiten, in denen das Salz so besteuert und verteuert worden ist, die Haltbarmachung der Lebensmittel vor sich gegangen ist.
Wie sind die Leute damals über den Winter gekommen?
Da haben wir es heute doch recht einfach.
Herzliche Grüsse
maria
« Letzte Änderung: 08.08.08, 20:05 von mary » Gespeichert
wombel
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« Antwort #14 am: 14.08.08, 21:25 »

wird zwar nicht getrocknet, aber ne ideen

 
Herzwein
nach Hildegard von Bingen
 
 
 
 

Zutaten
1 Liter guten Rotwein
1-2 El Weinessig
7 Stengel glatter Petersilie
250 g Honig   Zubereitung


1 Liter guter Rotwein mit 1-2 El Weinessig, 7 Stengel glatter Petersilie in einen Topf geben und bei geschlossenem Deckel 10 Minuten leicht köcheln lassen. Dann 250 g Honig hinzugeben und nochmals 5 Minuten köcheln lassen. Den Herzwein nun durch ein Sieb geben und in Flaschen abfüllen. Im Kühlschrank aufbewahren.

Anwendung und Dosierung:
1-2 Schnapsgläser pro Tag trinken.
Beachten: Nur Imkerhonig und nur guten 6 % Weinessig sonst ist die Wirkung des Rezeptes hin! 
Salutogenese-Tipp
Nach Hildegard von Bingen wirkt der Herzwein herzstärkend und entwässernd.
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