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Autor Thema: Naturheilverfahren im Stall - 2. Teil -  (Gelesen 52830 mal)
evareiterer
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« Antwort #15 am: 07.11.04, 23:49 »

Hallo -
also meine beiden Damen haben sich beide für Sonntagskínder entschieden und haben beide heute problemlos gekalbt. So haben wir ein wunderschönes BelgierXFleck Stierkalb und eine zierlichere Fleckdame. Meine ersten Homöopathiekälber habe ich natürlich gleich mit Ferrum Phos. und Silicea versorgt, so wie es mir hier geraten wurde. Allerdings habe ich Schüßlersalze verwendet, die ich immer im Haus habe. Soweit ist also alles gut gegangen, und nun habe ich auch schon die nächste Frage: Weiß jemand ein Mittel gegen Rotlauf am Euter? Ist zwar nicht stark ausgeprägt, aber doch.

Danke und liebe Grüße Eva
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Roma
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« Antwort #16 am: 29.12.04, 18:13 »

Hallo!
Habe diese Seite gerade neu entdeckt. Ich interessiere mich für die Anwendung von homöopathischer Arznei . Was bedeutet ..."Tiefentaler"...?
Liebe Grüße, Roma
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Sindy
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« Antwort #17 am: 29.12.04, 20:34 »

Dr. Alois Tiefentaler ist Tierheilpraktiker aus Österreich. Der auch ein sehr gutes
Buch über Homöopathie für Nutz-und Haustiere geschrieben hat.


                                                           LG Sindy
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Chrissy
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« Antwort #18 am: 02.01.05, 15:46 »

Hallo Roma

ich verwende seit sieben Jahren Homäopathische Arzneimittel im Stall und habe sehr große Erfolge damit, man muß sich aber sehr mit beschäftigen. Das Buch vom Alois Tiefentaler ist sehr gut geeignet für den einstieg, hatte es damals schon.  Wink
Jetzt mal eine Frage an alle: Wieso verwendent ihr eigentlich keine Dillusionen zur Verabreichung der Mittel ?
ich finde es sehr hygienisch und praktisch brauch keine Gobulies aufzulösen usw.

Gruß Chrissy
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Freya
Oberbayern
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« Antwort #19 am: 02.01.05, 22:17 »

Hallo Chrissy,

wie verabreichst Du denn deine Dillutionen Huh und in welchen Potenzen Huh
Schüttelst Du selbst die Dillutionen in Hochpotenzen Huh
oder arbeitest Du mit den Tiefpotenzen nach Tiefenthaler Huh
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liebe Grüße
Freya
Chrissy
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« Antwort #20 am: 03.01.05, 21:29 »

Hallo Freya,

das ist ja eigentlich nichts anderes als die Globulies, nur dass das Mittel in Alkohol gebunden ist (51%). Bei den Globulies ist das Mittel ja außen aufgesprüht. Es ist meiner Meinug nach viel praktischer bei den Kälber gebe ich fünf bis zehn Tropfen ins Maul und bei meinen Kühen spritze ich( max 1ml) meistens mit einer ganz dünnen Nadel das Mittel. Meine Mädels merken es meist garnicht, außerdem ist es bei meinen 90 Kühen so ganz praktisch brauch keine extra zu fangen und ins Maul geben  Wink
Also schütteln tu ich selber nichts, habe aber zu 40%  D200 Potenzen im einsatz ein paar einzelne Mittel auch in    D 1000( Pulsatilla, Phytolacca) aber das ist sehr selten.
Also ich arbeite nicht mehr nach den Vorgaben von Tiefentaler zum Teil nur noch. Meist verwende ich D6, D12,    D30 und D200 selten C- Potenzen. Habe einfach bei den unterschiedlichsten Mittel auch bessere Erfahrungen gemacht z. B. wenn eine Kuh am Abend ein großes, warmes Viertel hat und die Kuh hat auch noch Fieber, gebe ich erstmal 4-6 mal ein Aconitum D 200, dass das Fieber sinkt. Wenn nach einer Stunde das Fieber immernoch da ist steige ich auf konvensionelle Methoden um, aber zu 90% ist das Fieber bereits da gesunken!
usw.
Ich habe mich halt auch sehr mit dem Thema beschäftigt, außerden bin ich in einem Homöopathen- club, wo wir uns regelmäßig treffen.

Gruß Chrissy
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evareiterer
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« Antwort #21 am: 10.01.05, 21:22 »

Hallo, nun habe ich eine dringende Frage. Kann man eine Kuh auch gleichzeitig für mehrere Leiden behandeln? Ich habe nun eine frisch abgekalbte Kalbin, die ein starkes Euterödem hat. Nun gebe ich ihr nach Tiefenthaler Apis D4, Apocynium D3, Kalium carbonicum D4, auf das sie sehr gut anspricht, den das Ödem ist schon gut zurückgegangen. Ich würde ihr aber auch gerne Sabina D4 und Arnika D4 geben, da es eine sehr schwere Geburt war, die Nachgeburt zwar tadellos wegging, sie aber trotzdem starken Ausfluß hat. Könnt ihr mir einen Rat geben, wie ich am besten vorgehe?

Danke Freya, für deinen Rat Tartarus stibiatus C30 für Kälber, die Fruchtschleim schluckten auch zu verwenden. Habe es am Vormittag in der Apotheke geholt und in der Nacht bei oben beschriebener Geburt schon gebraucht, hat sich schon gut erholt unser "großer Kleiner".

Für Euren Rat danke ich Euch schon im Voraus!

Eva
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Freya
Oberbayern
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« Antwort #22 am: 11.01.05, 00:29 »

Hallo Eva,

alle Arzneien die Potenz nicht höher als D12 haben, vertragen sich ganz gut mit- oder hintereinander.
Wenn Du der Kuh noch was geben willst, daß sie sauber wird, kannst Du ihr sicher was geben, aber wenn Fetzen noch drin sind, gehen die nach 9 Tagen ab.

Ich würde die Nachgeburtssache so behandeln, indem ich der Kuh 1 x 1 Gabe Medorrhinum C200 geben würde (aber Arnika und Sabina in D4  ist auch in Ordnung)  und weiter mache mit der Ödembehandlung um dann langsam auf Stoffwechsel, Leberschutz umzussteigen und dann wieder die Fruchtbarkeit im Auge behalten, bis zur ersten Besamung...

Du machst das schon richtig, Eva  Cheesy Grin  .. und Tartarus kannst Du auch nehmen bei Husten zum Schleimlösen, mit anderen Mitteln  Wink .. und wenn die Kälber nicht trinken, liegt es oft am Fruchtwasser ...
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liebe Grüße
Freya
erika2
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« Antwort #23 am: 13.01.05, 12:04 »

Ich behandele die Kinder schon seit JaHren(14?) größtenteils homöopathisch, bei den Kühen fange ich gerade erst an; hat eine von Euch eine Tipp für ein gutes tiermedizinisches Buch (nicht Hom, den Tiefentaler hab ich schon), indem Die üblichen Krankheiten gut beschrieben sind, oder ein medizinisches Wörterbuch, denn es tauchen doch ab und zu Fragen au weil die Hom Bücher bei den Tieren die Krankheiten nicht soo ausführlich beschreiben wie bei dasbei den Büchern Für die Menschen ist  oder kommt ihr ohne sowas aus? Den Pschyrembel, das muss wohl so ein Wörterbuch-Klassiker sein, gibt es bei ZVAB (ein Antiquariatwww.zvab.de) füe 14 €, das wäre günstig.Was meint Ihr dazu?
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„Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.“

Sören Aabye Kierkegaard
irma
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Gut daß ich Euch gefunden habe


« Antwort #24 am: 13.01.05, 15:37 »

Hallo Christel.

das beste was ich bis jetzt habe

Homöopathische Materia Medica für Veterinärmediziner von Dr. Hans Steingassner ISBN 3-85175-804-8
kannst bei www.maudrich.com ansehen und kaufen

zum empfehlen wäre halt ein Grundkurs für Tiere
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Liebe Grüße
von Irma aus Niederbayern
Freya
Oberbayern
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« Antwort #25 am: 13.01.05, 23:51 »

Hallo Christel,

es ist bei Tieren nicht immer so zwingend notwendig, genau zu wissen was sie haben, oder was ihnen fehlt. Man sollte aber an dem Tier das passende Arzneimittelbild erkennen. Am Anfang habe ich mich auch daran gestört, weil ich die Diagnose nicht hatte. Mittlerweile ist das zweitranging geworden.

Ich gebe Dir ein Beispiel...
Ich habe eine junge Kuh, die fraß auf einmal nicht mehr, drückte ihren Kopf den ganzen Tag gegen eine Säule und so stand sie da. Den Kopf gesenkt, das linke Auge halb geschlossen. Wenn ich sie anfaßte schüttelte sie ganz langsam und vorsichtig den Kopf, so daß ihre Ohren hin und her baumelten. Sie hatte offensichtlich Schmerzen. Aber Bauch,  Pansen, Verdauung, alles normal, nichts zu erkennen. Kopf-, Zahn-Augen-Ohrenschmerzen ? Wie kann ich das feststellen, wenn sie sich überall anfassen läßt und nicht an einer Stelle "zuckt" Huh ... Also habe ich ihr die hom. Arznei gegeben, die im Arzneimittelbild diesen Gegendruck hat - wenn man sich beim Husten den Bauch festhält - wenn bei der Mastitis Druck als angenehm empfunden wird .... Bryonia .. und es ist sofort besser geworden.
Ich weiß immer noch nicht, was die Kuh gehabt hat. Aber es war die richtige Arznei.  Cheesy

Hier habe ich ein Wörterbuch um medizinische Fachausdrücke aus den Büchern zu übersetzen
>>> http://www.hessenweb-kreation.de/medwort/index-lexmed.htm

und hier ein Verzeichnis von A - Z der hom. Arzneimittel und iher häufigsten Einsatzbereiche beim Menschen
http://www.altamedi.de/index.htm

Wenn Du Deine Kinder behandelst, dann hast Du ja die wichtigsten Dinge drauf....
- wenn etwas plötzlich geschieht = Aconitum (Sturmhut)
- bei heiß, rot und schwitzig ( Fieber ) = Belladonna, bevorzugt die rechte Seite
- bei rot, geschwollen, wie Bienenstich = Apis, bevorzugt rechts
- linke Seite = Lachesis
- bei eitrigen Entzündungen = Hepar Sulfuris
- bei aktuen Sachen= Niedrigpotenz und häufige Einnahme
- bei chronischen Sachen= Hochpotenz, je höher, desto weniger häufig, oft reicht eine einmalige Gabe
- bei vanilleartigem Sekret = Pulsatilla
usw....

Ich habe auch erst mit den Menschen angefangen mit der Homöopathie. Aber bei den Tieren ist es einfacher. Sie wiedersprechen nicht, sagen nicht: " es geht mir ganz gut"  (wie gut .... was ist besser ?? was ist noch nicht ganz gut ??) Sie wissen nicht, daß die Globuili helfen sollen  Grin Cheesy Grin und sie merken, daß Du ihnen geholfen hast, als es ihnen mal nicht gut ging. Das ist durch nichts anderes zu überbieten.

Viel Spaß und dann kommt auch der Erfolg  Cheesy
« Letzte Änderung: 14.01.05, 00:13 von Freya » Gespeichert

liebe Grüße
Freya
erika2
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« Antwort #26 am: 14.01.05, 12:02 »

Danke, Freya, für die ausführl. Antwort, stimme mit dir überein, ja selbst bei den Kindern muss man nicht wissen, was sie haben, wenn man nur nach den Symptomen geht, aber das trau ich mich auch erst, nachdem ich mit Hom. schon eniige Erfaahrungen hatte, vorher bin ich erst zum Arzt wegen der Diagnose, hab brav mein Rezept eingelöst (für alle Faäle) und dann Hom behandelt, erst als das dann immer besser klapptze, hab ich angefangen, auf den Arztbesuch zu verzichten nur, bei den Kühen hab ich den Punkt noch nicht erreicht, und wenn ich dann son schönes Tiermedizinisches Buch hätte...
Unser Tierarzt weis nix über Hom., aber ich denke er wird da noch hinkommen, ist nämlich jetzt Vater geworden und fast alle die ich kenne, die Hom. behandeln, sind über ihre Kinder dahin gekommen, da bestegt nioch Hoffnung..
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Sören Aabye Kierkegaard
Chrissy
Gast
« Antwort #27 am: 16.01.05, 14:13 »

Hallo Freya,

Ich habe jetzt ein Mädel, dass sehr viel Milch gibt und dadurch eine Stoffwechselstörung bekommen hat (Ketose).
Mein Tierarzt hat sie schon behandelt mit einer Infusion, aber ich möchte Ihr auch noch etwas gutes tun!!!!
Nux und FdP habe ich ihr schon gegeben als dass nicht geholfen hat bin ich auf ein Phos umgestiegen, weil sie voll den Typ dazu ist. Jedoch frisst sie immer noch ihr Kraftfutter nicht, hast du oder die anderen eine Rat?Huh
Ich freu mich auf eure Antworten. Danke

Liebe Grüße
Chrissy
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Marielle
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« Antwort #28 am: 26.01.05, 15:29 »

 Wink Wink

Hallo Chrissi!

Ich hab im November zwei Seminartage von Angela Laminger ( GNADL) , vielleicht kennst
Du sie?, mitgemacht!

Da haben wir gelernt, das man Kühen , die sehr viel Milch geben, 5 Tage lang China C 30
und bei schweren Kühen Calc. carbon. C 30 geben soll.

Ich hatte vor 3 Wochen zwei so Fälle.
Sie bekamen gleich nach der Geburt Arnica C 30 und dann in Abständen die beiden anderen Mittel.

Meine beiden Damen sind Kerngesund  und produzieren beide 40 l Milch!!!!!

 Wink Wink Wink Sind ja sowieso wieder am überliefern   Huh Huh

Einen Versuch wäre es bei deiner Dame wert !

Viel  Glück und vielleicht kannst Du mir ja mal berichten !

LG      Marielle
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Chrissy
Gast
« Antwort #29 am: 28.01.05, 16:11 »

Hallo Marielle,

ich habe China bisher nur bei Kälbern eingesetzt die starken Durchfall haben, zum Wasserhaushalt ausgleichen.
Der Kuh habe ich jetzt auch China gegeben und es hat geholfen Danke!! Sie ist viel munterer und fressen tut sie jetzt auch wieder besser  Wink
 
Gruß Chrissy
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