Hallo Christel,
es ist bei Tieren nicht immer so zwingend notwendig, genau zu wissen was sie haben, oder was ihnen fehlt. Man sollte aber an dem Tier das passende Arzneimittelbild erkennen. Am Anfang habe ich mich auch daran gestört, weil ich die Diagnose nicht hatte. Mittlerweile ist das zweitranging geworden.
Ich gebe Dir ein Beispiel...
Ich habe eine junge Kuh, die fraß auf einmal nicht mehr, drückte ihren Kopf den ganzen Tag gegen eine Säule und so stand sie da. Den Kopf gesenkt, das linke Auge halb geschlossen. Wenn ich sie anfaßte schüttelte sie ganz langsam und vorsichtig den Kopf, so daß ihre Ohren hin und her baumelten. Sie hatte offensichtlich Schmerzen. Aber Bauch, Pansen, Verdauung, alles normal, nichts zu erkennen. Kopf-, Zahn-Augen-Ohrenschmerzen ? Wie kann ich das feststellen, wenn sie sich überall anfassen läßt und nicht an einer Stelle "zuckt"

... Also habe ich ihr die hom. Arznei gegeben, die im Arzneimittelbild diesen Gegendruck hat - wenn man sich beim Husten den Bauch festhält - wenn bei der Mastitis Druck als angenehm empfunden wird .... Bryonia .. und es ist sofort besser geworden.
Ich weiß immer noch nicht, was die Kuh gehabt hat. Aber es war die richtige Arznei.

Hier habe ich ein Wörterbuch um medizinische Fachausdrücke aus den Büchern zu übersetzen
>>>
http://www.hessenweb-kreation.de/medwort/index-lexmed.htmund hier ein Verzeichnis von A - Z der hom. Arzneimittel und iher häufigsten Einsatzbereiche beim Menschen
http://www.altamedi.de/index.htmWenn Du Deine Kinder behandelst, dann hast Du ja die wichtigsten Dinge drauf....
- wenn etwas plötzlich geschieht = Aconitum (Sturmhut)
- bei heiß, rot und schwitzig ( Fieber ) = Belladonna, bevorzugt die rechte Seite
- bei rot, geschwollen, wie Bienenstich = Apis, bevorzugt rechts
- linke Seite = Lachesis
- bei eitrigen Entzündungen = Hepar Sulfuris
- bei aktuen Sachen= Niedrigpotenz und häufige Einnahme
- bei chronischen Sachen= Hochpotenz, je höher, desto weniger häufig, oft reicht eine einmalige Gabe
- bei vanilleartigem Sekret = Pulsatilla
usw....
Ich habe auch erst mit den Menschen angefangen mit der Homöopathie. Aber bei den Tieren ist es einfacher. Sie wiedersprechen nicht, sagen nicht: " es geht mir ganz gut" (wie gut .... was ist besser ?? was ist noch nicht ganz gut ??) Sie wissen nicht, daß die Globuili helfen sollen

und sie merken, daß Du ihnen geholfen hast, als es ihnen mal nicht gut ging. Das ist durch nichts anderes zu überbieten.
Viel Spaß und dann kommt auch der Erfolg
