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Autor Thema: quo vadis BDM  (Gelesen 1765 mal)
Internetschdrieler
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Braunviehzucht mit Herz und Verstand


« am: 31.07.12, 09:22 »

Denen fällt wirklich nichts besseres mehr ein, als mit solchen "Aktionen" zu drohen

Entweder ist es pure Ratlosigkeit, um nicht zu sagen Dummheit, oder spitzfindiges Kalkül: da steigt im 2. Monat in Folge der Kieler Rohstoffwert und schon sieht Schaber seine Felle davon schwimmen. Denn nur sinkende Milchpreise lassen die Mitgliederzahlen wohl wieder steigen.
 Also noch schnell einen Milchprotest androhen, um dann zusagen, seht her, allein die Drohung hat die Milchpreise wieder nach oben gebracht.

Ein durchschaubares Manöver, das erstens vom Desaster um die Faire Milch ablenken und zweitens den Mitgliederschwund aufhalten soll.

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Versuche nie einen Menschen so zu formen wie du es bist, denn du solltest wissen , daß einer von deiner Sorte reicht (Ralph Waldo)
Lexie
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« Antwort #1 am: 31.07.12, 09:30 »

du bringst es auf den Punkt Internetschdrieler
LG Lexie
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fanni
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« Antwort #2 am: 31.07.12, 09:53 »

kann auch nur noch den Kopf schütteln......

aber wo er recht hat hat er recht, meint er und der Schuss geht aber nach hinten los, bzw. das hatten wir schon.


Zitat aus obigem Link:

""Am meisten erreichen wir durch Milchsprühaktionen. Die Menschen werden nachdenklich, wenn sie sehen, dass die Bauern ihre Milch auf die Felder sprühen", so Schaber."

nur mein ich nicht, dass die Leute nachdenklich werden sondern schlichtweg sauer. Solche Aktionen sind nicht gut fürs Image.
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Herzliche Grüße von Fanni
mouhkouh
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« Antwort #3 am: 31.07.12, 11:17 »

Oh Mann, nicht schon wieder. Das hatten wir doch schon mal...ich glaub wir fahren in den Urlaub :-)
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Bullenmafia
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Bäuerinnen find ich super


« Antwort #4 am: 31.07.12, 11:32 »

sorry ich kann mich da auch ärgern. der Bauer ist doch auch Schuld dran mit den vielen überliefern. ich könnt es mir net leisten die Milch weg zu schütten..

LG Petra
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Ganz liebe Grüße
Petra
Luetten
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« Antwort #5 am: 31.07.12, 12:57 »

Vor allen Dingen heißt es wieder "die Bauern"... und somit leiden alle darunter!
Lütten
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Man sollte nie mit vollem Mund über Bauern schimpfen!
Beate Mahr
Untermain Ebene
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Ohne Frauenpower keine Bauernpower


« Antwort #6 am: 31.07.12, 13:33 »

Hallo

schätze es gibt schon welche die die § wälzen ...
damit es dann Anzeigen hagelt

Sorry Null Verständnis für solche Aktionen

Gruß
Beate
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Einen Vorsprung im Leben hat, wer da anpackt,
wo die anderen erst einmal reden

John F. Kennedy
Ingrid2
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« Antwort #7 am: 31.07.12, 15:33 »

Interessant ist doch, daß es wohl immer noch Bauern gibt, die sich für sowas hergeben... Undecided
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Mara
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« Antwort #8 am: 31.07.12, 16:25 »

Ich frag mich immer wieder, wie groß muss der Grad der Verzweiflung dabei sein Cry
beim letzten Mal war der Erfolg ja auch nicht so........ Lips Sealed
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den Mut das zu sein, was Du bist,
die Kraft, das zu werden, was Du sein möchtest.
mouhkouh
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« Antwort #9 am: 31.07.12, 19:51 »

....oder wie groß der Geldbeutel ist, wenn man sich das leisten kann!
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streuobst
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« Antwort #10 am: 31.07.12, 20:42 »

Bitte keine neue Grundsatzdiskussion BDM DBV ......
Meine Frage wäre hier, was hilft es mir, wenn ich zitiere
Zitat
da steigt im 2. Monat in Folge der Kieler Rohstoffwert.....
  Huh
mir meine Milchgeldabrechnung was anderes sagt. Für den gestiegenen Rohstoffwert der sich nicht im Milchpreis meiner Molkerei niederschlägt kann ich mir nichts kaufen.


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Braunviehzucht mit Herz und Verstand


« Antwort #11 am: 31.07.12, 23:22 »

mir meine Milchgeldabrechnung was anderes sagt. Für den gestiegenen Rohstoffwert der sich nicht im Milchpreis meiner Molkerei niederschlägt kann ich mir nichts kaufen.


Der Kieler Rohstoffwert ist seit September 2011 bis einschließlich Mai 2012 ohne Unterbrechung gesunken.

Wann ist bei euch der Milchpreis auf Talfahrt gegangen? Bei uns erstmals im Februar 2012.
Ich sehe den Kieler Rohstoffwert als Frühindikator, sprich die Talsohle ist erreicht. Die ersten Verhandlungsergebnisse über den Juli hinaus, zeigen zumindest in Bayern, wieder ein leichtes Plus (Schaber und Co haben das bestimmt auch mitbekommen.)


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martina-s
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Leben geht nur vorwärts;rückwärts aber verstehen!


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« Antwort #12 am: 01.08.12, 07:07 »

Hallo,
hoffentlich kommt das nicht doch wieder so weit, dass die in Streik treten.
Mir reicht es ganz ehrlich noch von der letzten Aktion. Seither hängt bei uns der Dorfsegen mächtig schief. Und irgendwie kann ich auch nicht über meinen Schatten springen. Die Nachbarn, (leider Leute die nur aus Höfen stammen und selber gar keine Landwirtschaft haben) hatten damals mit uns echt so was wie ein Kesseltreiben veranstaltet und jene, die sich mit der Materie vorher gar nicht beschäftigten, gegen uns aufgehetzt und aufgefordert uns nicht mehr zu grüßen. Der Grund war, weil wir nicht solidarisch waren und weder streiken wollten, noch konnten.
Und jetzt macht man wieder freundliche Miene und schleimt mich an.

Ich bin seither sehr distanziert.
Mir kam das damals vor wie der Mopp, der sich im dritten Reich gegen Nichtarier und Juden verschworen hatte. Da war man auch sofort und kritiklos dabei. Seit dem Milchstreik, der natürlich nicht mit meinem letzten Beispiel vergleichbar ist, habe ich eine Vorstellung davon wie leicht so eine Gesellschaft zu beeinflussen ist und wie die alle sofort in eine Richtung bereit sind zu laufen.

Bis zum Zeitpunkt des letzten Milchstreiks dachte ich immer in einem demokratischen Staat zu leben. Ich wurde Besseres belehrt!

Man darf nicht selbst entscheiden sein Produkt weiter abzuliefern. Wenn man aus der Menge ausbricht beginnt ein Spießrutenlauf. Dabei frage ich mich heute noch ob es rechtens ist die Andienungspflicht zu verletzen. Man hat ja einmal mit der Molkerei diesbezüglich einen Vertrag gemacht....

Zudem ist es für mich zwar keine ethisch nicht vertretbare Sache seine Milch auf Feldern einzusetzen, bzw. der Gülle zuzuführen. Jedoch habe ich damals mit Sorge beobachtet, ob das im Aspekt des Umweltschutzes überhaupt vertretbar ist.
Fett und Eiweiß! - Dafür hat man in Metzgereien Fettabscheider, dass diese Rohstoffe nicht so ohne weiteres in die Kanalisation kommen können. Hier wäre es plötzlich in Ordnung.... Huh

Zu sehr ist uns aufgefallen wie sehr man doch mit der Gemeinschaft, die für uns Bauern die Verträge mit den Molkereien machen  doch gebunden ist und keine eigene Entscheidungen  treffen kann.
Hat uns veranlasst nach langer, langer Überlegung frei zu werden und haben uns von unserer MEG losgesagt.

Weit vor dem Streik waren wir schon einmal dagestanden und wir hätten mit unserer Morkereigenossenschaft nach Italien gehen sollen. Ich war mit jemand, der das verhindert hat und hab mir nur Feinde gemacht. Hinterher ging das bei den anderen mit der Italienlieferung mächtig in die Hose. Die Bauern bekamen zu Anfang nicht mal Milchgeld! Was war unsere Molkereigenossenschaft froh, diesen Weg nun doch nicht gegangen zu sein. Gehört hab ich aber kein Wort der Entschuldigung von jenen die uns bezichtigten ihnen in ihrer Entscheidung in den Rücken gefallen zu sein und die damals gesagt hatten bei solchen Entscheidungen würden sie uns vorerst gar nimmer informieren sondern einfach ohne uns zu fragen den geplanten Weg gehen...
Sorry, dann brauch ich so eine Vereinigung auch gar nicht wo ich "0" Mitspracherecht bekomme...
« Letzte Änderung: 01.08.12, 07:10 von martina-s » Gespeichert

Liebe Grüße
Martina
eifelrosi
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Weißes Gold ist wertvoll und gesund


« Antwort #13 am: 01.08.12, 21:52 »

Hallo,
hoffentlich kommt das nicht doch wieder so weit, dass die in Streik treten.


Ich bin seither sehr distanziert.
Mir kam das damals vor wie der Mopp, der sich im dritten Reich gegen Nichtarier und Juden verschworen hatte. Da war man auch sofort und kritiklos dabei. Seit dem Milchstreik, der natürlich nicht mit meinem letzten Beispiel vergleichbar ist, habe ich eine Vorstellung davon wie leicht so eine Gesellschaft zu beeinflussen ist und wie die alle sofort in eine Richtung bereit sind zu laufen.

Bis zum Zeitpunkt des letzten Milchstreiks dachte ich immer in einem demokratischen Staat zu leben. Ich wurde Besseres belehrt!


Hallo Martina

es sind ja noch lange nicht alle in eine Richtung gelaufen, aber es wurde so getan, als ob und damit wurden ja diejenigen, die nicht mitmachten, noch mehr unter Druck gesetzt!
Vor allem diejenigen, die offen zugaben, dass sie nicht mitmachen, wurden teilweise richtig in die Zange genommen.
"Im stillen Kämmerlein" bekam man dann doch schon mal Lob, dass man sich dagegen in der Öffentlichkeit wehrte.

Und rechtens wars auf keinen Fall für diejenigen, die einen Vertrag mit einer Molkerei hatten.
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Schön, dass es den BT gibt
K1
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« Antwort #14 am: 02.08.12, 11:47 »

Milch mit Güllefässer auszufahren, hat damals den Verbrauchern schon den Appetit versauert, n e  i  n, bitte nicht nocheinmal!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Auf der einen Seite wird die Milch in schönsten Farben beworben, um den Absatz zu steigern, und dann hauen solche Aktionen voll dagegen!!!!!!!!
Genau welch solch einen Mist sind wir weg vom BDM, das hat mit Milchpolitk gestaltet null!!!!!!!!!!!!!! zu tun.

l.g. Karin
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