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Autor Thema: Lernen für das Leben  (Gelesen 741 mal)
LunaR
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Dat Eenen sien Uhl is det Annern sien Nachtigall


« am: 08.06.12, 18:51 »

Hallo,

für mich sind nun 19 Jahre Schulzeit, nämlich die meiner Kinder, zu Ende gegangen. Ein neuer Lebensabschnitt beginnt und ich bin froh, dass dieses Thema nun keine Thema mehr für uns ist. Besonders, weil unsere Jüngste sich sehr engagiert hat und wir auch noch diverse Leidensgeschichten und ungerechte Behandlungen anderer Schüler als Gesprächsstoff immer wieder erlebt haben. Ich könnte damit nun also dieses Thema in die Kiste packen, aber es reizt mich doch, es mal von der philosophischen Seite anzupacken oder auch einfach mal nur träumen und Pläne schmieden, wie ich es mir wünsche, was ich wichtig finde:

Immer wieder heißt es, für das Leben lernen wir, aber was brauche wir wirklich für das Leben, sollte also Allgemeinbildung sein und was ist eher berufsspezifisch   und kann damit in Ausbildung und Studium untergebracht werden?

Hier mal ein paar Beispiele:

1. Sportunterricht wünsche ich mir nicht mehr so leistungsbezogen. Vielleicht auch zwei Gruppen, einmal für diejenigen, die sich auspowern müssen und eine Gruppe, die z. b. verschiedene Entspannungstechniken lernt

2. Entspannung grundsätzlich als Bestandteil des Unterrichts, z. B. ein paar Atemübungen oder etwas aus der Kinesiologie vor der Klassenarbeit. Würde für viele Schüler den Druck verringern, wird auch später im Leben gebraucht und wenn es alle machen, fällt keiner damit auf.

3. Wenn ich so sehe, wie viele Menschen Rückenprobleme haben, sollte vielleicht schon in der Schule vermittelt werden, welche Techniken das Tragen erleichtern und den Rücken entlasten.

4. Überhaupt wünsche ich mir, das in jedem Schuljahr, dem Alter angepasst, vermittelt wird, wie lernt man überhaupt, also Lern- und Arbeitstechniken. Da ist seit den 70er/80er Jahren viel entwickelt worden. Leider am Ort des Lernens noch nicht so viel angekommen. Das würde den Schülern das Leben erleichtern (den Lehrern auch, wenn sie es erst selbst beherrschen). Das sind oft so einfache Methoden, die Kinder schon gut anwenden können, die aber leider oft erst in Managementkursen vermittelt werden.  

5. Was braucht noch so ziemlich jeder im Leben? Ich denke, so gewisse Grundkenntnisse über unsere Sozialversicherung und was brauche ich davon, wenn ich eine Ausbildung beginne, in ganz groben Zügen die wichtigsten Steuern mit Schwerpunkt Lohn-/Einkommensteuer und mal so ein paar kleine Bankkentnisse, was ist ein Girokonto und was ist ein Dispo.

6. Wünsche ich mir bei gewissen Inhalten, dass da einmal ein Praktiker den Schülern berichten darf, was damit in seinem Beruf gemacht wird. Dabei habe ich besonders Mathe vor Augen. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, da sagt so mancher Schüler, wozu soll das gut sein, das brauche ich doch sowieso nicht. Wenn dann ein Ingenieur, Betriebswirt oder Bank-/Versicherungskaufmann darlegt, welche ganz normalen Probleme mit den unterschiedlichen mathematischen Gebieten in seinem Beruf gelöst werden, nimmt das doch eine viel realere Gestalt an.


... Es gibt sicher noch viele Punkte, wie Schule lebensnaher werden kann. So als Stichworte, Ernährungslehre mit Kochen, handwerkliche Grundkenntnisse ...   Was fällt euch so ein, was möchtet ihr dort vermittelt haben oder das eure Kinder das für ihr Leben vermittelt bekommen.

Bin gespannt auf eure Ideen.

Luna  
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Daggl
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« Antwort #1 am: 08.06.12, 19:45 »

Hallo Luna,

zu Punkt 4: an unsrem Gymnasium gibts für die Fünftklässler (da zusammen mit den Eltern) und dann  für die 7Klässler nochmal "Lernen lernen". Ist alles schön und gut (ich war ja bei meinen 5Klässlern jetzt 3x dabei) sind ja auch gute Tipps dabei, aaaaber die Kinder wenden das nur in der ersten Zeit danach an (wenn überhaupt) und dann kannst zwar 100x sagen, habts doch gemacht, aber es kommt nicht so richtig an Undecided (Geht laut anderen Eltern nicht nur bei meinen so Undecided. Und die 7Klässler sind noch mäßiger interessiert Undecided  Dieses Schuljahr war sogar ein Motivationstrainer da, hat die Kinder durchaus begeistert - zwei Tage lang, dann war alles wieder weg (ist mir auch von einem Lehrer so erzählt worden). Also ist nicht so einfach. Auchdie Fünftklasslehrer geben in der Regel schon den Kinder Tipps,wie sie am besten lernen.

zu 6: Gibts auch auf unserem Gymnasium, allerdings erst in der 9. oder 10.. Klasse, so weit sind meine noch nicht. In den Elternbriefen wird auch immer wieder  gefragt nach Eltern, Verwandten oder Bekannten mit allen möglichen Berufen, die dann den Schülern davon berichten sollen.
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Viele Grüße, Dagmar
LunaR
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Dat Eenen sien Uhl is det Annern sien Nachtigall


« Antwort #2 am: 08.06.12, 19:58 »

Hallo Daggel,

unsere Jüngste hat dieses Lerntraining auch so wie Deine gehabt. Komme gerade nicht darauf, wie es genannt wurde. War jeweils zu Beginn des Schuljahres. Natürlich haben es die Schüler nicht angewandt, die Lehrer im Unterricht aber auch nicht. Da sehe ich das Problem.

zu 6. Finde ich Klasse. Bei unserer Tochter traten im Matheunterricht große Probleme und Verweigerung der Schüler in der 9./10. Klasse auf. Das ging so weit, dass extra ein Elternabend einberufen wurde. Auf die Aufforderung von Göga, den Kindern doch auch mal zu vermitteln, wofür das im Leben und in welchen Beruf das gebraucht wird, gestand  der junge Lehrer, den Tränen nahe, das wisse er doch auch nicht  Roll Eyes Lips Sealed Grau ist eben alle Theorie und daher langweilig für die Schüler.

Luna

 
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Clara
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Nichts-was sich zu haben lohnt-ist leicht zu haben


« Antwort #3 am: 08.06.12, 21:06 »

Hallo,

für mich sind nun 19 Jahre Schulzeit, nämlich die meiner Kinder, zu Ende gegangen. Ein neuer Lebensabschnitt beginnt und ich bin froh, dass dieses Thema nun keine Thema mehr für uns ist. Besonders, weil unsere Jüngste sich sehr engagiert hat und wir auch noch diverse Leidensgeschichten und ungerechte Behandlungen anderer Schüler als Gesprächsstoff immer wieder erlebt haben. Ich könnte damit nun also dieses Thema in die Kiste packen, aber es reizt mich doch, es mal von der philosophischen Seite anzupacken oder auch einfach mal nur träumen und Pläne schmieden, wie ich es mir wünsche, was ich wichtig finde:

Immer wieder heißt es, für das Leben lernen wir, aber was brauche wir wirklich für das Leben, sollte also Allgemeinbildung sein und was ist eher berufsspezifisch   und kann damit in Ausbildung und Studium untergebracht werden?

Hier mal ein paar Beispiele:

1. Sportunterricht wünsche ich mir nicht mehr so leistungsbezogen. Vielleicht auch zwei Gruppen, einmal für diejenigen, die sich auspowern müssen und eine Gruppe, die z. b. verschiedene Entspannungstechniken lernt

2. Entspannung grundsätzlich als Bestandteil des Unterrichts, z. B. ein paar Atemübungen oder etwas aus der Kinesiologie vor der Klassenarbeit. Würde für viele Schüler den Druck verringern, wird auch später im Leben gebraucht und wenn es alle machen, fällt keiner damit auf.

3. Wenn ich so sehe, wie viele Menschen Rückenprobleme haben, sollte vielleicht schon in der Schule vermittelt werden, welche Techniken das Tragen erleichtern und den Rücken entlasten.

4. Überhaupt wünsche ich mir, das in jedem Schuljahr, dem Alter angepasst, vermittelt wird, wie lernt man überhaupt, also Lern- und Arbeitstechniken. Da ist seit den 70er/80er Jahren viel entwickelt worden. Leider am Ort des Lernens noch nicht so viel angekommen. Das würde den Schülern das Leben erleichtern (den Lehrern auch, wenn sie es erst selbst beherrschen). Das sind oft so einfache Methoden, die Kinder schon gut anwenden können, die aber leider oft erst in Managementkursen vermittelt werden.  

5. Was braucht noch so ziemlich jeder im Leben? Ich denke, so gewisse Grundkenntnisse über unsere Sozialversicherung und was brauche ich davon, wenn ich eine Ausbildung beginne, in ganz groben Zügen die wichtigsten Steuern mit Schwerpunkt Lohn-/Einkommensteuer und mal so ein paar kleine Bankkentnisse, was ist ein Girokonto und was ist ein Dispo.

6. Wünsche ich mir bei gewissen Inhalten, dass da einmal ein Praktiker den Schülern berichten darf, was damit in seinem Beruf gemacht wird. Dabei habe ich besonders Mathe vor Augen. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, da sagt so mancher Schüler, wozu soll das gut sein, das brauche ich doch sowieso nicht. Wenn dann ein Ingenieur, Betriebswirt oder Bank-/Versicherungskaufmann darlegt, welche ganz normalen Probleme mit den unterschiedlichen mathematischen Gebieten in seinem Beruf gelöst werden, nimmt das doch eine viel realere Gestalt an.


... Es gibt sicher noch viele Punkte, wie Schule lebensnaher werden kann. So als Stichworte, Ernährungslehre mit Kochen, handwerkliche Grundkenntnisse ...   Was fällt euch so ein, was möchtet ihr dort vermittelt haben oder das eure Kinder das für ihr Leben vermittelt bekommen.

Bin gespannt auf eure Ideen.

Luna  

Hallo Luna,

ich finde es immer wieder interessant und spannend, was Schule alles so leisten soll und muss... aus Elternsicht, aus Sicht der Schüler, aus Sicht der Gesellschaft...

Die Frage ist nur, kann das Schule wirklich leisten? Ich sage dazu ganz klar und deutlich nein. Die Schule vermittelt ein allgemeines Grundgerüst- wie lesen und schreiben und rechnen.
Es sind ALLE, die mit Kindern und Jugendlichen Umgang - vom ersten Lebenstag an- haben gefordert sie ins Leben zu begleiten. Oma und Opa, Tante und Onkel, Nachbarn, Freunde und  Bekannte sind ganz wichtig für Kinder udn Jugendliche. Ein afrikanisches Sprichwort sagt: "Um ein Kind groß zu ziehen, braucht es ein Dorf." Nun stellt sich mir die Frage, warum wollen die jungen Eltern immer und überall  "alleinerziehend" sein?
Manches Elternteil sollte sich auch in dem Zusammenhang fragen, wie es selbst die Schule sieht und sich über Lehrer äussert...

Nach Spitzer und Hüther ist es ganz klar, dass Kinder am meisten durch Nachahmung lernen... Also formt das Umfeld im gewissen Rahmen den Menschen.

Meine Erfahrung im Umgang mit Kindern und Jugendlichen ist, dass sie klare Regeln brauchen und auch das Vertrauen, dass ich ihnen was zutraue.

Nachdenkliche Grüße,

Anja  

« Letzte Änderung: 08.06.12, 21:10 von Clara » Gespeichert

... Ich bleibe auf dem Teppich
meiner Möglichkeiten
und hoffe, dass er fliegen lernt... (lach und zwinker)

Kruppa
Clara
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Nichts-was sich zu haben lohnt-ist leicht zu haben


« Antwort #4 am: 08.06.12, 21:33 »

Ach ja, für alle die in der Richtung auf der Suche nach Literatur sind...

Vera Birkenbihl (an dieser Stelle gedenke ich dieser grossartigen Frau, die im Dezember 2011 verstarb)

Tony Buzan

dann las ich in einem ganz dünnen Buch aus dem Klett-Verlag, wie man lernen lernt und war ganz fasziniert davon...

Lernen mit Karteikarten - Superklasse

mehr fällt mir heute abend nicht mehr ein.

Beste Grüße,

Anja
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... Ich bleibe auf dem Teppich
meiner Möglichkeiten
und hoffe, dass er fliegen lernt... (lach und zwinker)

Kruppa
Sasa
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« Antwort #5 am: 08.06.12, 21:50 »

An der IGS meiner Mittleren gabs in Kleingruppen Lerntraining. In Klasse 5 und 6, ganz regelmäßig. Durch den Ganztagsbetrieb ist für sowas einfach mehr Zeit...
Da hat dann die Sozialpädagogin zusammen mit der Sonderpädagogin dieser Klasse so spezielle Tipps fürs einzelne Kind zusammengestellt.
Tochter ist öfter unkonzentriert, gerade bei Klassenarbeiten, weil da teilweise große Aufregung dazu kommt ( bräuchte nicht sein, sie ist ne gute Schülerin, aber das kriegt man aus ihr noch nicht ganz raus.). Sie hat seither einen Zettel am Platz kleben, mit einem roten Ausrufezeichen oben drauf. Darunter steht:
- Alles erledigt?
- nochmal durchgelesen?
- Fehler korrigiert?
- Abgeben und glücklich sein!

Sie findet den Zettel- obwohl er ständig dort klebt- immer noch sehr hilfreich.
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LunaR
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Dat Eenen sien Uhl is det Annern sien Nachtigall


« Antwort #6 am: 08.06.12, 22:17 »

Hallo Clara,

von den 19 Jahren Schulzeit der Kinder waren wir 14 Jahre mit einer Schule verbunden, die ein sehr hohes Maß an Elternarbeit verlangte. Dem haben wir uns (meistens) gerne gestellt, weil es uns sehr wichtig war, die Erziehung gemeinsam mit der Schule zu leisten. Meiner Meinung ist es ganz wichtig, das von diesen beiden Seiten nicht so viel auseinander läuft. In Zeiten der Ganztagsschule, in der die Kinder teilweise mehr Zeit in der Schule als mit den Eltern verbringen muss sich die Schule auch in stärkerem Maße dem Erziehungsauftrag stellen. Nebenbei, ich bin kein Freund der (Plicht-)Ganztagsschule. Ich persönlich hätte nie die Erziehung meiner Kinder so sehr aus der Hand geben wollen. In anderen Familien kann es aber aus ganz unterschiedlichen Gründen anders sein.

Zitat
Die Schule vermittelt ein allgemeines Grundgerüst- wie lesen und schreiben und rechnen. 

Ich finde, Schule viel mehr.

Zitat
Es sind ALLE, die mit Kindern und Jugendlichen Umgang - vom ersten Lebenstag an- haben gefordert sie ins Leben zu begleiten

Das sehe ich genau so.

Zitat
Nun stellt sich mir die Frage, warum wollen die jungen Eltern immer und überall  "alleinerziehend" sein?

Wollen sie das wirklich? Sehe ich eher nicht so. Aber sie sind teilweise sehr anspruchsvoll und stellen Erzieher und Lehrer oft in Frage. Es fällt vielen schwer, einfach mal etwas zuzulassen.

Zitat
dass Kinder am meisten durch Nachahmung lernen... Also formt das Umfeld im gewissen Rahmen den Menschen.



Umfeld ist in wechselnder Bedeutung für die Elternhaus, Kindergarten, Schule und Freundeskreis.


Zitat
Meine Erfahrung im Umgang mit Kindern und Jugendlichen ist, dass sie klare Regeln brauchen und auch das Vertrauen, dass ich ihnen was zutraue.

Stimme ich Dir zu, gilt nicht nur für das Elternhaus, sondern auch für Kiga und Schule.

....

Zitat
Ach ja, für alle die in der Richtung auf der Suche nach Literatur sind...

Vera Birkenbihl (an dieser Stelle gedenke ich dieser grossartigen Frau, die im Dezember 2011 verstarb)

Tony Buzan

dann las ich in einem ganz dünnen Buch aus dem Klett-Verlag, wie man lernen lernt und war ganz fasziniert davon...

Lernen mit Karteikarten - Superklasse

mehr fällt mir heute abend nicht mehr ein.

Beste Grüße,

Anja


Lernen und Lerntechniken sind schon lange mein Thema. Vor gut 10 Jahren habe ich mich autodidaktisch über einiges mehr als 300 Stunden intensiv mit diesem Thema befasst und an der Schule meiner Kinder einige Kurse mit Lern- und Arbeitstechniken abgehalten. In diesem Zusammenhang sind mir auch die Techniken von Birkenbihl und Buszan begegnet und ich finde sie ganz toll. Finde, auch die Schüler in den höheren Jahrgängen sollten es schon lernen und vor allen Dingen sollte dieses Wissen in die Lehrerausbildung fließen.

Zitat
Ach ja, für alle die in der Richtung auf der Suche nach Literatur sind...

Vera Birkenbihl (an dieser Stelle gedenke ich dieser grossartigen Frau, die im Dezember 2011 verstarb)

Tony Buzan

dann las ich in einem ganz dünnen Buch aus dem Klett-Verlag, wie man lernen lernt und war ganz fasziniert davon...

Lernen mit Karteikarten - Superklasse

mehr fällt mir heute abend nicht mehr ein.


Die  andere Sichtweise von Birkenbihl und Buzan hat mich veranlasst, weiter in die Thematik einzusteigen und mich noch eine Ausbildung und auch ein paar Fortbildungen dazu zusätzlich machen lassen. Ich finde es unheimlich spannend.

Das nur am Rande. Wollte damit sagen, ich weiß schon, wovon ich schreibe. Außerdem schrieb ich ja bereits am Anfang, es geht mir um die philosophische Seite und Wünsche und Träume und den Austausch, was brauchen wir denn so alles im Leben. Wäre es nicht gut, manche Dinge schon in der Schule zu erfahren/lernen? Ich finde unter dem Gesichtspunkt dürfen wir hier unsere Träume und Wünsche ganz in die Breite und Tiefe darlegen. Es sind keine Forderungen.

Achja, lernen mit Karteikarten finde ich auch toll, meine Kinder leider nicht. Jeder Mensch ist eben anders. Aber es gibt noch so viele einfache Dinge, die das Lernen erleichtern, sowohl das Einprägen, als auch das wieder Abrufen.

Luna

   
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Nike
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« Antwort #7 am: 09.06.12, 15:17 »

Die gleiche Frage wird ja auch immer bei Kindergärten gestellt: "Was soll der Kindergarten noch alles leisten?" oder "Kann der Kindergarten das leisten?". Komisch, vor 35 Jahren, zu meiner Kindergartenzeit, konnten Erzieherinnen viel mehr leisten als heute... Deshalb haben wir für unseren Bauernhofkindergarten eine entsprechende Konzeption entwickelt, nach der die Kinder bei uns wirklich "fürs Leben lernen". Soziale Verantwortung, gesunde Ernährung, gemeinsames Kochen, Musik, Turnen... Das ist anstrengend - auch für manche Erzieherin - aber es geht. Und für meine eigenen Kinder wünsche ich mir nichts anderes. Und auch in der Schule ist so etwas noch möglich - wenn man als LehrerIn nicht nur einen "Job" macht. Das bedeutet nicht, den Eltern alles abzunehmen!
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LunaR
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Dat Eenen sien Uhl is det Annern sien Nachtigall


« Antwort #8 am: 09.06.12, 15:39 »

Hallo Sasa,

so eine Schule finde ich gut. Zeigt doch, dass eine individuelle Förderung möglich ist. Der Aufwand dafür ist doch auch nicht groß

Hallo Nike,

 so einen Bauernhofkindergarten wünsche ich mir mal für meine Enkel, falls dann mal welche kommen.


..

Zum Thema, was soll Schule noch alles leisten, gehört für mich auch zu hinterfragen, muss Schule das alles leisten, was es jetzt gibt oder kann da auch mal etwas gestrichen werden?

Mir fällt noch ein ganz wichtiger Punkt ein: Ich wünsche mir eine Schule, der es gelingt, Neugierde zu wecken, Lust und Freude am lernen und das ein Leben lang. Neues lernen und erfahren kann so wunderbar sein.

Luna
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #9 am: 09.06.12, 19:47 »

Hallo Luna,
in unserer Tageszeitung stand heute ein Artikel über eine Studie, wie die Zukunft der Arbeit aussehen wird.
Die Anforderungen werden steigen, es war aber auch die Rede von einer guten Ressilienz, um diese Belastungen gut auf die Reihe zu bringen.
Ich würde mir von der Schule mehr breitgefächerte Wissensvermittlung wünschen.
Die Köpfe werden überfüllt, Herz und Hände bleiben oft leer.
PC-Kenntnisse sind sicher eine wichtige Zukunftsressource, aber es braucht mehr für den Menschen.
Schulgarten, Kochen, Handarbeit, Werken für alle- denn solche Erfahrungen fehlen Kindern in immer grösseren Maß.
Ob zukünftig soviel Billiglohnarbeiter vorhanden sein werden, um all diese Tätigkeiten abzunehmen?Huh?
Und viel mehr Zeit für Musik, für Naturbeobachtung- nur so wie es aussieht, wird wohl eher die Wissensvermittlung noch viel kopflastiger werden.

Was ich mir für meinen Enkel wünschen würde, eine Schule, wo Kinder einen anständigen Umgang miteinander pflegen.
Es ist manchmal erschreckend, wie wenig Einfühlungsvermögen und Herzensbildung bei einem Teil der Kinder vorhanden sind.
Irgendwie täte er mir so leid, wenn er mit seiner lieben und herzlichen Art untergebuttert würde.
Herzliche Grüsse
maria
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