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Autor Thema: Kann man Glauben leben?  (Gelesen 1668 mal)
Mucki
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Leben und leben lassen


« am: 05.06.12, 08:12 »

Diese frage beschäftigt mich schon sehr lange,ich wurde Katolisch erzogen des heißt einmal die woche Gottestdinst (samtag oder sonntag) und einmal die woche zur Schülermesse,Ostern 4 Tage zur Kirche,Pfingetn 2 mal und Weihnachten auch 3 mal,egal ob ich weg war oder nicht ich mußte zur Kirche gehn.

Vor jahren hab ich aufgehört jeden Sonnatg (samstag in die Kirche zu gehn) um genau zu sein sind das nun 18 Jahre ,da war ich schwanger und mir wurde immer übel vom weihrauch.
Seit dem Besuch ich am liebsten lehre Kirchen ,da ist es so ruhig ,friedlich und ich tu mich leichter mit dem betten und zwischprache mit dem herrn.

Vor gut einem Jahr kam mir die ide das ich gern Pflegemutter werden möchten um für Kinder da zu sein die grad keien Eltern haben die sich kümmern können.Da das bewerbungsverfahren und eien schulung länger dauert hab ich mir Privat Leute gesucht die hilfe brauchen ein Mädchen 20 jahre mit Kind 2Jahre(wohen in München) kommt seit gut eienm jahr alle paar Monate zu mir für 4-8 Tage zum erholen von mama sein sie ist aleinerzieherin und hat wenig geld offt hat sie mal Tage nix auser Tost zu essen,sie schaut immer das die kleien Milch und nahrung hat.
Bei mir sagt sie immer hat sie Mama Urlaub,weil ich mich um die kleien kümmer ,die beiden leben dann bei uns mit wie Familien mitglieder ,nun hat sie mich sogar gefragt ob sie den Geburtstag der kleein in 2 Monaten(wird sie 2 ) bei uns feiern kann,und ich hab ja gesagt da kommen sie dann für 14 tage zu uns.

Und seit Februar hab ich noch ein Mädchen(18J) bei uns in der nähe ca 15 km weg sie ruft mich öffter an wen sie überlastet ist oder mal weggehn will das ich ihren Sohn der nun 5 Monate wird betreu,offt nur ein paar stunden ab und an auch übernacht.

So will ich mein glauben leben von den beiden nehm ich kein Geld für die btreung,ich mach es aus nächten liebe,ich will einfach was gutes tun.Viel im dorf halten mich für doff weil ich so was machen fremder leute kinder  Huh

Meine Mutter eien gute Christin wie sie sagt hat mich neulich mal gefragt warum ich mich um die bangerten (unschöner begriff für Kinder) ander leute kümmer die mich nix an gehn.
Darauf kam ich ihr meit dem Bibel zitat
"was ihr den geringsten meienr Brüder tut habt ihr mir getan "
und ich meite das ich genau das ausleben will,also kein geld für Afrika oder sonst wo sondern ich will mit meien händen gutes tun hir bei uns,und da ich kinder liebe hat sich dies für mich angeboten.

Meien Frage an euch ist nun giebts mehr Menschen die ihren glauben anders leben als (nur) zur Kirche zu gehn? Was macht ihr? Wo angaschiert ihr euch?


Würde mich freun gleichgesinte zu finden.

Lg Mucki
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Am Ende des Tunnels ist immer Licht!
maggie
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Bäuerinnen - sind wie andere frauen


« Antwort #1 am: 05.06.12, 08:47 »

toll mucki,
solcher glauben ist auch mein ding - auch ich war schon lange nicht mehr in der kirche - ausser letzten sa bei einer beerdigung (eine 26 jährige frau die an pfingstsonntag einen tödlichen autounfall hatte - war furchtbar - unser pfarrer ist zwar toll, auch seine abdankung war einfach reel - (was nützen da fromme sprüche waren seine ersten worte - und er zittierte stellen von hiob ) - das nur nebenbei ...

ich versuche auch bekannte oder so zu unterstützen, sei es mal wieder mit geld oder eben meine "perle" - die heute wieder kommt, eigentlich könnte ich meinen haushalt gut wieder allein in schuss haben, aber da ich lieber auswärts einer arbeit nachgehe bin ich froh, dass sie alle paar wochen kommt (und sie macht das leidenschafltich gern  Roll Eyes ) - und bezahle ihr auch einen guten lohn dafür, sie hat es sooo nötig -

meine mutter war auch eine seeeeehhhhr fromme frau ( na ja !!), ihre kirchenrennerei und die treffen mit ihren frommen schwestern waren zum ko...., was dabei rauskam - da werde ich heute noch wütend -
aber das soziale gewissen dem nächsten gegenüber hat sie uns weitergegeben - das muss ich doch immer wieder sagen !!!
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liebi grüess   und
bis bald   -  ihr werdet mich  so schnäll nöd wieder los

margrith  us der schwiiz
SiegiKam
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Bayern


« Antwort #2 am: 05.06.12, 23:55 »

Mucki, du machst es sicher richtig so, lass dich vom Gerede der Leute gern haben. Es reden eh immer die, die es nötig haben  Shocked. Ich bewundere deine tatkräftige Hilfe.

Ich habe in letzter Zeit oft den Eindruck, dass die katholische Kirche ihre Hochzeit überschritten hat und wieder zurück zu den Grundlagen des Glaubens finden muss, ohne die vielen Regelungen, die aus dem Mittelalter stammen, wo man die Gläubigen gängelte und mit Angst bei der Kirche gehalten hat. Bestimmt ist manche gute Tat mehr wert als hundert Gottesdienstbesuche, wobei eins das andere nicht unbedingt ausschließt.

Siegi

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Leben und leben lassen
amber
Powerfrauen find ich gut
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« Antwort #3 am: 06.06.12, 08:20 »

Hallo Mucki,

was du machst ist bewundernswert.

Mir hat immer vorgeschwebt, Kindern die nicht soviel Glück hatten in eine intakte Familie hineingeboren zu werden, eine Heimat zu geben oder zeitweise aufzunehmen... Kinder, deren Eltern an der Armutsgrenze leben oder Kinder die aufgrund Naturkatastrophen keine Chance mehr haben im eigenen Land gut aufzuwachsen.

Leider ist das nicht möglich, wegen der unglücklichen Gegebenheiten hier auf dem Hof.

Deshalb beschränkt sich die Hilfe auf Geldspenden, mehrmals im Jahr an eine vertrauenswürdige Organisation, die Kinder in Not unterstützt.

Das ist für mich auch ein Teil gelebter Glauben. In meinem Umfeld habe ich viel bekennende Christen, die keinen Gottesdienst auslassen aber nicht im Traum daran denken, für andere den Finger krumm zu machen. Bitte jetzt nicht als Verallgemeinerung auffassen.

Mein Hausarzt ist bekennender Christ und LEBT seinen Glauben. Neben den eigenen Kindern hat die Familie noch 3 Kinder adoptiert. Mittlerweile sind sie gross und machen ihren Weg. Bei ihm und seiner Frau spürt man die Nächstenliebe in jeder Begegnung. Ich weiss nicht, wie ich es erklären soll, sie haben irgendwie eine besondere liebevolle Ausstrahlung.

Liebe Grüsse Gitte
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lieber heimlich klug, als unheimlich doof
pauline971
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« Antwort #4 am: 06.06.12, 20:27 »

Liebe Mucki, Deine Sätze haben mich sehr bewegt. Aus Deinen Beiträgen kann man immer wieder erkennen, dass Du das Herz am rechten Fleck trägst. Du bist ein intelligenter Mensch, der weiß, worauf es im Leben ankommt. Und man sieht mal wieder, dass man einen Menschen nicht auf seine Rechtschreibung reduzieren soll!!! Mach weiter so und schreib weiterhin so schöne Beiträge mit viel Herzblut. Ich lese sie gerne.
Ich selbst... lebe ich Glauben?? Keine Ahnung. Bin nicht besonders gläubig. Aber ich achte meine Mitmenschen und versuche zu helfen, wenn jemand mich braucht. Sei es durch Zuhören und einen Ratschlag geben, sei es durch Mithilfe bei etwas usw. Meine Oma war sehr gläubig (naja), ist jeden Sonntag in die Kirche gerannt und als meine Mutti mit ihrem dritten Kind schwanger war, sollte sie díese zur Abtreibung zwingen. Das soll Glaube sein? Nein danke, so wollte ich nie sein. Bin irgendwann aus der Kirche ausgetreten, gehe aber dennoch gerne in Gotteshäuser, gebe auch gerne und von Herzen eine Spende für das Gotteshaus, abe richtig fest glauben.. Ja ich denke schon, dass es eine höhere Macht gibt. Ich bemühe mich auf jeden Fall ein guter Mensch zu sein. Auch in meiner Arbeit, die oft in den alltag der Bürger eingreifen muß, versuche ich trotzdem den Menschen zu helfen, wieder aus ihrer Misere raus zu kommen.
Viele Grüße von Pauline
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Das Leben ist zu kurz um was schlechtes zu trinken
hildy
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Es gibt nichts Gutes, ausse man tut es!


« Antwort #5 am: 06.06.12, 22:13 »

Liebe Mucki, ich glaube Du hast es erfasst - Glauben ist nicht etwas für den Sonntag und den Gottesdienst, sondern er wird ganz direkt im realen Leben gebraucht - und zwar dringend!
Ich bin froh, dass es Leute gibt, die sich nicht zu schade sind, auch mal was ohne klingenden Lohn zu machen!
Und nun mal ganz ehrlich- es kommt doch etwas zurück, wenn auch keine klingende Münze, aber ganz viel Wärme und Lebensqualität!
Hildy
Ps. Für mich ist ein Gottesdienstbesuch kein Muss - sondern Wellness für die Seele!
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Hildy us em Baselbiet, CH
Mucki
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Leben und leben lassen


« Antwort #6 am: 07.06.12, 10:42 »

Hallo ,hab heugern und heute nacht den kleien Janek bei mir gehabt er ist grad mal 4 monate alt,heute morgen als ich für fronleichnahm zierte ist er gerade aufgewacht ,und stralte mich an und blaperte vor sich hin,das war so ein schönes gefühl wen es dem klein so gut geht,das kann man als lohn nehmen.des ist mehr als geld,der kleien ist so aufgwekt und brav gewesen die beiden zahe bei uns,wir haben ihn alle ins herz geschlossen,und er lacht viel ,weint wenig .
Seine mama sagt er weint so viel bei ihr sie ist seher jung und übervordert ,sehr nervöse und das geht auf den kleien über. Heute bring ich ihn zurück,nun hat sich seien mama erholt und er auch dann klapts wieder eine zeit lang  Cheesy
Helfen zu könne ist so ein gutes gefühl.

LG Mucki
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Am Ende des Tunnels ist immer Licht!
Steinbock
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« Antwort #7 am: 07.06.12, 11:08 »

Mucki, Du hast das Herz "am rechten Fleck", das ist mir schon längst klar.

Was ich über gelebten Glauben denke und wie ich ihn lebe, das ist mir zu
persönlich, um es hier ins Forum zu schreiben.

Für mich persönlich ist jede barmherzige Tag der Ausdruck von Glaube an
eine höhere Macht (Gott). Der Gottesdienstbesuch kann auch Ausdruck von
Glaube an einen guten Gott sein (oder eben auch nicht).

Ich versuche, eine gute Christin zu sein, auf den Zusatz "katholisch" könnte
ich gut verzichten.

Elisabeth
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Islandskuh
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Tu`e Gutes und rede nicht drüber.


« Antwort #8 am: 07.06.12, 13:34 »

Hi Mucki!

Ich finde gut was Du da machst.
Gott muss man nicht in der Kirche finden, um Gott zu dienen gehoert auch die Næchstenliebe dazu ohne Bedingungen.
Ich finde meistens Gott auf den Bergen beim Wandern und nicht in  der Kirche.
Vielleicht ist das anders weil ich evangelisch bin.
Gruss
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Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel, man weiß nie was man bekommt !
Mucki
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Leben und leben lassen


« Antwort #9 am: 07.06.12, 18:39 »

Glaub ned das es daran liegt das du Evangelisch bist,den ich fühl mich am Berg auch am wohlsten und Gott besoders nah. Berge vermitteln mir immer irgend wie Größe und zuversicht .


lg Mucki
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Am Ende des Tunnels ist immer Licht!
Stephanie
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« Antwort #10 am: 07.06.12, 20:21 »

ich bin in bad würrtt. in der stadt aufgewachsen und meine eltern sind auch öfter in die kirche gegangen. es war normal für mich. mit 10 jahren bin ich in den posaunenchor das hat mir sehr viel gegeben, sie musik und die tolle gemeinschaft. mein konfi spruch war von unserem pfarrer sehr treffend ausgewählt.   ich schäme des evangeliums nicht, denn es ist eine kraft gottes, die selig macht alle die daran glauben....oder so ähnlich..ist schon bissle her.ich durfte jedes jahr auf freizeiten vom evangelichen jugendwerk , weil meine mama das für wichtig gehalten hat...ich war einzelkind....
also alles in allem kirche war für mich immer geborgenheit und heimat.
nun habe ich mit 25 gheiratet nach niedersachsen in ein ganz kleines dorf ..ohne kirche..die ist in der gemeinde..in den 7 außendörfern gibt es keine kirche. und die kirche ist total anders als ich sie kennengelernt habe..nicht so schön wie bei uns. ich helfe öfter ehrenamtlich, backe und koche usw. aber heimat ist es für mich nicht geworden. ich gehe nur noch sehr selten in den gottesdienst. ich finde es sehr schade, dass sich die pastoren untereinander nicht einig sind und sich das auf die ganze geminde auswirkt. auch im kirchenvorstand sind starke uneinigkeiten die nach außen dringen. ich denke es gibt ganz viele leute die nicht in die kirche gehn, aber den glauben viel intensiver leben als die die jeden sonntag da hin gehen..nur um gesehen zu werden. ich habe viel sehr gläubige familien kennengelernt. einige haben meine volle hochachtung und ich bewundere sie wirklich um ihren festen unerschütterlichen glauben den sie auch voll leben, egal was andere über sie sagen. aber ich habe auch welche kennengeleernt, da bin ich erschrocken, wie die miteinander umgehen und auch sehr schlecht über ihre mitmenschen reden. das ist in meinen augen sehr falsch und nicht vorbildlich.
ich selbst gehe auch sehr gerne in leere kirchen und lasse die atmosphäre auf mich einwirken. in russland in den ortodoxen dunklen kirchen zieht es einem richtig das herz zusammen und man bekommt fast keine luft mehr.
mit den pastoren ist das bei uns so eine sache, die wechseln sehr oft. hat man sich an jemanden gewöhnt und auch tolle gespräch geführt ist er wieder weg. ich bin jetzt 21 jahre hier und in dieser zeit waren 9 verschiedene pastoren für unser dorf zuständig.
ich geh seit eniger zeit lieber sonntagsmorgens spatzieren im wald oder laufen. da kann ich abschalten oder nachdenken , in mich hineinhören oder zwiegespräche führen. ansonsten halt ich es wie mucki, ich tu einfach was in direkter nähe, wo ich dann auch sehe wie es gedeiht oder früchte trägt

einen schönen abend
stephanie
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man kann nur leben, indem man oft genug nicht macht, was man gerade tun sollte.
clara22
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« Antwort #11 am: 08.06.12, 08:10 »

Liebe Mucki es gibt in der Bibel dass schöne Beispiel mit den Samaritern.

Diesem Schwerverletzten Mann half ein           zu damaligen Zeit Heide nennen wir ihn mal einen ungläubigen...................Da kam dann die Aussage von Jesus wer aber ist nun Gott näher.     Dann gibt es auch noch dieses Beispiel in dem es heißt wenn du einem Bettler sagst lies in der Bibel geh in die Kirche ihn aber wegschickst dann fehlt dir etwas Entscheidendes.


Glaube lebt sich nicht durch Kirche und beten Glaube lebt durch das Leben dass man führt.
Ich selbst bin sehr weit weg von Kirche ich war mal arg verbunden mit ihr momentan bin ich auch weg von Gott bzw. vielleicht auf der Suche  nach ihm viele Fragen die für mich nicht nachvollziehbar sind. Trotz allem setzte ich mich aber sozial ein.


Natürlich kann es passieren dass man ausgenutzt wird aber nicht alle nutzen einen aus und wenn man ein paar helfen konnte ist es schon gut. Des ist eigentlich viel wichtiger dass du dir auch darüber klar sein solltest dass auch dass mal passieren kann.

Ansonsten finde ich es gut wenn man irgendwie helfen konnte .Ohne wenn und aber was dabei raus kommt ist eine andere Sache. Die liegt dann wieder in vielleicht Gottes Händen.


Lg
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Melitta
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« Antwort #12 am: 08.06.12, 11:16 »

Hallo,
ich wurde eher religions- oder glaubensarm erzogen. Klar ging es Weihnachten in die Kirche und auch die Sakramente habe ich alle empfangen, aber Gott war bei uns zu Hause kaum Thema. Ich hatte allerdings nach meiner Kommunion so eine ganz intensive Kirchenphase, war zu allen möglichen Gelegenheiten Messdienerin und bin auch wirklich gerne in die Kirche. Da meine beste Freundin 6 Geschwister hatte, dort immer etwas los war und viel passierte, war ich oft dort. Es wurde immer vor dem Essen gebetet und auch bis heute ist diese Familie sehr gläubig und hat mich in meiner Kindheit ein Stück mitgenommen.
Zu meinem Studium musste ich ein 1jähriges Vorpraktikum machen, dass ich in einem Wohnheim für geistig behinderte Erwachsene der Caritas ableistete. Zu der Zeit wurde es modern, sich gegen die Strukturen der kirchlichen Träger aufzulehnen, es gab mehrere Fälle, in denen Frauen, die sich scheiden ließen, entlassen wurden etc. Das wurde öffentlich ausführlich diskutiert. Da ich gerade 20 war, habe auch ich mich empört und wollte nach dem Praktikum mit der Caritas nicht mehr viel zu tun haben.
Dann studierte ich an einer katholischen Fachhochschule und danach arbeitete ich Jahre bei verschiedenen freien Trägern. Allerdings wurde mein Wunsch, meinen Glauben und meine Arbeit zu verbinden immer stärker, bis ich letztes Jahr wieder "in den Schoß der Kirche"  Wink zurück fand und nun wieder bei der Caritas bin.
Mir gibt das viel an Zufriedenheit und Sicherheit, meine Arbeit mit dem "Wir sind Kirche" zu verbinden. Es macht einen großen Unterschied, soziale Arbeit als Hilfe gegen die Umstände in der Gesellschaft zu machen oder soziale Arbeit als Teil des gelebten Miteinander für die Menschen, die genau das benötigen, zu sehen.
Wenn Arbeit zum gelebten Glauben wird, so ist meine Erfahrung, lasse ich mich darin nicht erschüttern. Das ist sehr kraftvoll und ich habe viel mehr Energie als früher.

Viele Grüße
Melitta
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Antonia
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Beiträge: 458

BT- ein Lebenselexier für Frauen auf dem Lande


« Antwort #13 am: 31.12.12, 06:55 »

Guten Morgen,
ich bin heute Morgen beim abrufen meiner Mails auf eine Anzeige gestoßen:

http://www.zweifeln-und-staunen.de/dein-wunsch-an-gott/zum-selberbeten

ich stelle überrascht fest, auch die Kirchen gehen neue Wege, nutzen das Internet.

Unlängst habe ich auf der Suche nach einer Todesanzeige in einer großen Tageszeitung im Internet recheriert und bin dabei auf  Andachtsräume in denen eine virtuelle Kerze angezündet werden kann mit Blick in eine Kirche/Kapelle, man hat das Gefühl in diesem Gotteshaus zu sein, im Hintergrund läuft ein Orgelstück zur Medidation, das ausgewählt werden kann je nach Stimmung des Kerzenanzünders(traurig od. eher freudig). Wenn man all dem Glauben schenken darf, sind die Leute wieder auf der Suche, nein nicht nach esoterischem Kram, sondern was "handfestem" nicht greifbarem, aber doch spürbaren, es gibt ihn den Glauben an etwas, was uns erhält und trägt.
Das heißt für mich gelebter Glaube muss sich nicht zwingend in sonntäglichen Gottesdienstbesuchen äussern, sondern jeder kann nach seiner Passion den Glauben leben.
Habt ihr euch auch schon mit diesem Thema gedanklich befaßt? Wo liegen die Gefahren, wie unterscheidet man die schwarzen Schafe? Gibt ja sicherlich auch Sekten, die das für sich Nutzen, die Suche der Menschen nach etwas was Ihnen Halt verspricht bei ihren Sorgen und Nöten.
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herzliche Grüße aus dem Süden
Antonia
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