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Autor Thema: Stoffwechselstörungen  (Gelesen 1159 mal)
Hanse
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« am: 26.05.12, 14:12 »

  Hallo liebe Schweinehalter!

Wir haben  in unserem ZS Bestand Probleme mit Stoffwechselstörungen. Betrifft nur hochträchtige JS.
14 Tage vorm Abferkeln hören sie zum Fressen auf und saufen nur noch Wasser. Ferkel kommen alle tot zur Welt. Gestern ist sogar die erste JS verendet.

Alle Massnahmen, ob Medikamente oder Hausmittel haben nichts gebracht. Ursache wahrscheinlich Toxine

Es ist zwar kein neuer Fall dazu gekommen, aber vielleicht können wir die 5  betroffenen JS noch retten. Schlachten geht wegen WZ nicht.

Warte auf Tips    Hans
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Grüße vom Hans
Clara
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Nichts-was sich zu haben lohnt-ist leicht zu haben


« Antwort #1 am: 26.05.12, 17:31 »

 Hallo liebe Schweinehalter!

Wir haben  in unserem ZS Bestand Probleme mit Stoffwechselstörungen. Betrifft nur hochträchtige JS.
14 Tage vorm Abferkeln hören sie zum Fressen auf und saufen nur noch Wasser. Ferkel kommen alle tot zur Welt. Gestern ist sogar die erste JS verendet.

Alle Massnahmen, ob Medikamente oder Hausmittel haben nichts gebracht. Ursache wahrscheinlich Toxine

Es ist zwar kein neuer Fall dazu gekommen, aber vielleicht können wir die 5  betroffenen JS noch retten. Schlachten geht wegen WZ nicht.

Warte auf Tips    Hans

Hallo Hanse,

woher weisst du denn, dass es Stoffwechselprobleme sind?

Meine Überlegungen gehen eher in Millis Richtung, dass mit dem Futter was nicht stimmen könnte.
Was füttert ihr? Was füttert ihr in welcher Energiemenge? Gibt es Rückstellproben von den verwendeten Fumi sowohl aus der Eigenproduktion als auch von der Zukaufsware aus dem von dir beschriebenen Zeitraum?

Wann kommen die Ferkel zur Welt (regulär oder vor dem Geburtstermin)? Wie sehen die toten Ferkel aus- sind sie noch "schick" oder mumifiziert?

Habt ihr mal eine verendete Sau in der Tierklinik untersuchen lassen auf Viren, Baktierien oder andere Keime?

Stallluft.... wie sieht es da mit der Keimbelastung aus? Wie ist das allgemeine Stallklima  in dem Stall der Jungsauen?

Ist das Wasser in Ordnung oder irgendwie belastet mit Schadstoffen?

Fragende Grüße und trotz allem, ein frohes Pfingstfest,

Anja
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... Ich bleibe auf dem Teppich
meiner Möglichkeiten
und hoffe, dass er fliegen lernt... (lach und zwinker)

Kruppa
Clara
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Nichts-was sich zu haben lohnt-ist leicht zu haben


« Antwort #2 am: 26.05.12, 17:37 »

Ach ja, Hanse,

das fällt mir gerade auch noch ein:

Wieviele Ferkel werfen diese Jungsauen je Wurf? Sind es eher große oder kleine Würfe? Wie sind die Ferkel entwickelt-> Leicht- oder Schwergewichte?

Wurden alle Sauen mit dem Sperma von einem Eber belegt oder kamen mehrere Eber zum Einsatz?


Fragende Grüße,

Anja
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Kruppa
Hanse
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« Antwort #3 am: 26.05.12, 19:09 »

Hallo.

Futteruntersuchung hilft nix, da es zu lange dauert, bis Ergebnis da ist. Die Sauen haben alle 15 - 18 Ferkel. alle normale Größe. Sind alle vergiftet, durch die St.w.störung. Die Sauen koten nicht mehr und wenn ich in den After mit den Finger greife, kommen steinharte Kugeln.

Hab schon verschiedener TA und Professoren kontaktiert. alle haben die selbe Diagnose.

Über die Ursache bin ich mir im Klaren,  mir gehts darum, wie ich die Tiere wieder hin bekomme.  Obwohl ich seit ein paar Tagen keine Medikamente mehr anwende, hat heute eine nach zwei Wochen wieder gekotet und gefressen.

  Hans
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Naima
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Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es :-)


« Antwort #4 am: 27.05.12, 11:41 »

Hallo Hans,

wie sieht Deine Ration aus?
Wie hoch ist der Rohfaseranteil?

Grundsätzlich muss die Darmtätigkeit angeregt werden und die Ausleitung der Giftstoffe ermöglicht werden.

Wir setzen "Piggyflor" http://www.salvana.com/de/schweine/zuchtsauen.htm von Salvana ein,
da nimmt Giftstoffe aus dem Darm auf.

Futteruntersuchung solltest Du trotzdem schnellstens auf den Weg bringen, wenn Ihr schon länger am dem Thema dran seid, könnte das Ergebnis schon vorliegen.

Gruß Niama
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Hanse
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« Antwort #5 am: 27.05.12, 14:38 »

Hallo,


Unser Futter: 12,3 MJ, 0,6 Lysin,  RF 7%,Ca 0,8,  v.P. 0.35       RF Träger sind 30% Malzkeime, 30% Trockenschnitzel, 30% Apfeltrester und 10% Leinsamen

Piggyflor und Produkte anderer Firmen setzen wir ein. Diese Produkte sind alle gut und recht, wenn sie in Ordnung sind.

Mein Fü.Berater hat mir von den ganzen Zusatzstoffen abgeraten, obwohl er sie selber verkauft. 50% Gerste und 50% Säugefutter ist das beste Futter kurz vorm Abferkeln.

Futter wird viertelj. untersucht, ist noch nie was rausgekommen.

Gruß Hans
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Orchidee
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Geht nicht? Gibts nicht....!


« Antwort #6 am: 27.05.12, 20:13 »

Hallo Hans
Du sprichst von einer wahrscheinlichen Stoffwechselstörung. Stoffwechselstörungen gibts ja Verschiedenes, welche Richtung?

Auch Toxine, was für Welche?

Zeigen die Sauen, ausser der Darmträgheit, Symptome wie: gerötete Zitzen, geschwollene/gerötete Vulva?

Aus der Erfahrung ist Raufutter in Form von Heu für Sauen sehr förderlich. Ich spreche hier von der Praxis, nicht von der Theorie! Wink Zudem auch während der Säugezeit (hilft MMA's verhindern) und während der Absetzphase.

Impfst Du gegen Parvo, Ery und Circoviren?

Habt Ihr um den Geburtstermin schon mal Glaubersalz eingesetzt?
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Gruss von der Orchidee
Hanse
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« Antwort #7 am: 27.05.12, 21:40 »

Hallo,

die JS hören von heute auf morgen zu Fressen auf.  Saufen nur Wasser, kein Kot. Schauen kein Futter an. Es ist nichts  geschwollen. Alles was sie fressen wollen, wird wieder gekotzt. Auf Speiseöl sind sie ganz süchtig, bleibt aber nichts drin. Heu o.ä. wird nicht aufgenommen.

Wir impfen volles Programm: Parvo,PRRS,Influenza und Circo.

Glaubersalz wird sowieso verschmäht.
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Grüße vom Hans
amber
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« Antwort #8 am: 27.05.12, 22:15 »

Hallo Hans,

Glaubersalz mögen unsere Sauen auch nicht.

Sie bekommen Äpfel gefüttert um den Geburtstermin rum, auch nach der Geburt.... die mögen sie gern und der Kot bleibt weich. Die meisten warten dann schon und sind ganz ungeduldig, bis ich ihnen die Apfelviertel gebe. Sie sind auch ganz vorsichtig damit sie mich nicht aus Versehen beissen.  Grin

Wenn eine Sau schon schlecht frisst,  gebe ich Ferkel-Milchaustauscher... dann haben sie wenigstens nicht nur Wasser und die Verdauung wird angeregt. Die Milch schlabbern sie recht gern.

Liebe Grüsse Gitte
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lieber heimlich klug, als unheimlich doof
Margret
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« Antwort #9 am: 27.05.12, 22:19 »

Hallo Hans,

haben sie auch Fieber ?

Wie oft trat das nun schon so auf ?   D.h.  wieviele JS waren insgesamt betroffen  in wievielen Gruppen ? Seit wann ?
Und gab es  in diesen Gruppen auch Jungsauen, bei denen alles normal verlaufen ist und die fressen konnten ?
Und die Altsauen dieser Gruppe,  waren die auch ein wenig betroffen  oder gar nicht ?
Kriegen die Altsauen dasselbe Futter ?

Sind durch Blutuntersuchungen irgendwelche Krankheiten ausgeschlossen worden ?
Wir hatten einmal große Sorgen bei tragenden Sauen (spätes Verferkeln, Todesfälle, Fieber,...)  und erst ein erweitertes Blutbild (erstellt an der Tieräztl. Hochschule in München,glaub ich) und viel Grübeln bei den Tierärzten brachte die Diagnose durch Ausgrenzung nachweisbarer Krankheiten.
Bei uns damals war z.B. die Anzahl roter Blutkörperchen krass reduziert, wodurch man auf die Spur des vorliegenden Blutparasiten kam.

Davor hatten wir ca. 3 Monate lang alles mögliche andere überlegt, untersucht, beprobt usw. und eine Reihe von Tieren dadurch verloren. Cry

Tut mir sehr leid,  dass du da so viel mitmachst mit deinen Tieren.
Wünsche rasche Erholung !

Margret
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