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Autor Thema: Angst, überfordert zu werden  (Gelesen 1722 mal)
Kolibri
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« am: 01.02.12, 10:43 »

Hallo Zusammen,

mich bedrückt seit einiger Zeit etwas und ich denke, ich bin hier genau richtig aufgehoben.

Vielleicht erst mal kurz was zu meiner Person: Ich lebe mit meinem Freund auf dem Hof seiner Eltern, Schwiegereltern, Schwägerin inklusive. Wir haben einen getrennten Wohnbereich, sind seit 12 Jahren zusammen, heiraten dieses Jahr und bekommen unser erstes Kind.

Unsere Beziehung läuft gut, auch mit den Schwiegereltern und seiner Schwester komme ich gut zurecht. Die Arbeit ist an alle verteilt, ich gehe vollzeit arbeiten und trete im Moment auf dem Hof ein bisschen kürzer wegen meiner Schwangerschaft. Es ist ein Milchviehbetrieb, ich habe mich abends um das Füttern der Rinder gekümmert, seine Mutter versorgt die Kälber, die Männer machen den Rest.

Nun ist es so, dass mich seit einiger Zeit Sorgen bzw. Ängste bedrücken, die die Zukunft angehen. Ich habe Angst, das Kind nicht in Ruhe aufziehen zu können, weil ich denke, dass sich vielleicht die SM zu viel einmischen könnte. Dann mache ich mir Gedanken, wie es wird, wenn ich zu Hause bin, denn dann werde ich ja auch auf dem Hof mehr mitarbeiten. Setze ich mich selbst unter Druck? Wird von mir erwartet, dass ich sofort wieder voll mithelfe? Wie macht ihr das, wie war das bei euch? Wie kann man sich die Zeit mit Kind und Arbeit am besten einteilen?

Ich glaube ich mache mich selbst verrrückt, aber ich habe Angst, überrumpelt und überfordert zu werden und weiss nicht genau, was auf mich zukommen wird. Natürlich möchte ich mithelfen, natürlich sollen auch die SE Spass am Enkelkind haben. Aber es ist alles noch so neu und ich habe innerlich immer das Gefühl gegen irgendetwas ankämpfen zu müssen.

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martina
Südniedersachsen
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Unsere Landwirtschaft - wir brauchen sie zum Leben


« Antwort #1 am: 01.02.12, 10:50 »

Hallo Kolibri,

die Gedanken, wie es mit Kind sein wird, sind jetzt in Deiner Situation vollkommen normal.


Versuche locker zu bleiben, Dir nicht zu viele Gedanken zu machen und lass die Zukunft erst mal auf Dich zu kommen. Jedes Kind ist anders und wie Euer Tagesablauf werden wird,  entscheidet sich erst, wenn das Kind da ist und erst dann kannst Du sehen, ob Du auf Eurem Hof mehr Arbeit miterledigen kannst.

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Nimm das Leben nicht so bierernst, Du kommst da eh nicht lebend raus.

Heute ist nicht alle Tage, ich komme wieder - keine Frage!   Martina
Kolibri
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« Antwort #2 am: 01.02.12, 10:57 »

Ich habe im Moment ein tierisch schelchtes Gewissen, weil ich draussen nicht so viel mache. Aber es ist ja nicht, weil ich nicht möchte und es soll ja dann auch anders werden.

Ja ich denke man muss erst sehen, wie sich das mit dem Kind entwickelt und kann sich dann auch erst dei Zeiten und die Arbeit entsprechend einteilen.
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Islandskuh
Weilheim in Oberbayern
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Tu`e Gutes und rede nicht drüber.


« Antwort #3 am: 01.02.12, 11:26 »

Hi!

Mach Dir da mal nicht so viel Sorgen laß es alles auf dich zu kommen.
Es wird sich alles dann einspielen un d Du wirst sehen Deine Sorgen sind umsonst.
Gruß
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Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel, man weiß nie was man bekommt !
Nixe
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« Antwort #4 am: 01.02.12, 12:49 »

ein getrennter Wohnbereich ist schon mal sehr gut,mischt sich den deine Schwiegermutter jetzt auch schon überall ein?
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Paula73
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« Antwort #5 am: 01.02.12, 13:08 »

Wenn ihr ein so gutes Verhältnis zueinander habt wie du oben beschreibst - solltest du einfach mal mit "deiner Familie" über deine Gedanken reden.
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gina67
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Nach jedem Winter folgt ein Sommer


« Antwort #6 am: 01.02.12, 13:08 »

Hallo Kolibri
wenn du jetzt noch Vollzeit arbeiten gehst, ist der Betrieb ja sicher nicht auf deine volle Arbeitskraft angewiesen. Kümmere dich zuerst um deine kleine Familie und wenn du dann noch Zeit und Kraft hast, kannst du dich im Betrieb einbringen. Lass dir nicht den Stempel aufdrücken, dass nur an deiner Arbeitskraft gemessen wirst.
Viel Glück
Gina
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Kolibri
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« Antwort #7 am: 01.02.12, 13:16 »

@Nixe;

Nein, sie mischt sich eigentlich nicht ein. Klar kommen dann jetzt schon so Sprüche wie: "Dann kann ich ja mit dem Baby da und dahin gehen" oder " Dann kann ich ja mit zum Babyschwimmen kommen" oder so ähnlich.

Sie freut sich halt aber ich habe sorge dass es mir zu eng wird.

Auch dass sie dann vielleich erwartet ,dass ich mich jeden Tag mit dem Kind bei ihr sehen lasse.
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Kolibri
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« Antwort #8 am: 01.02.12, 13:17 »

Und ich denke mir auch, noch  gehe ich Vollzeit arbeiten, bin von kurz nach 7 bis kurz vor 18h aus dem Haus.

Da dürfte es mir gegönnt sein, wenn ich mich danach auch ein bisschen erholen möchte.

Wäre ich nur zu Hause wäre es sicherlich etwas anderes
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SiegiKam
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Bayern


« Antwort #9 am: 01.02.12, 13:59 »

Du kennst deine Schwiegermutter jetzt zwölf Jahre, da kannst du doch auch mit ihr über deine Sorgen reden. Musst ja das Einmischen nicht so offen ansprechen. Einfach mal, wie es bei ihr so war, wie sie damals noch mitarbeiten konnte am Hof mit dem kleinen Kind, einfach mal erzählen lassen. Eine Oma hat mir kürzlich erzählt, dass es bei ihrer Familie einen bestimmten Tag gibt, der den Großeltern gehört. Gut, das ist auf einem Hof nicht so möglich, aber man kann sich ja absprechen, wann die Oma mit dem Kleinen rechnen kann. Das Babyschwimmen würde ich beispielsweise alleine machen, denn da lernst du junge Mütter kennen, da brauchst du nicht die SM im Schlepptau. Aber wenn sie gerne mal Kinderwagen schiebt, dann kannst du das ja mit ihr absprechen. Ich würde auf jeden Fall klare Grenzen ziehen, lieber mal klar sagen, was nicht so gut passt als ewig rumärgern.

Dass du dir jetzt schon Sorgen machst ist unnötig, genieße deine Schwangerschaft, arbeite soviel oder wenig wie dir und dem Kind gut tut. Sicherlich will keiner am Hof, dass du dich in der Schwangerschaft übernimmst. Und später sei soviel du willst und kannst für dein Kind da, denn es hat nur eine Kindheit. Freue dich, dass die Oma sich schon auf ihr Enkelkind freut und lenke das in Bahnen, mit denen ihr beide leben könnt.

Siegi
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Leben und leben lassen
Selina
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« Antwort #10 am: 01.02.12, 17:07 »

Hallo zusammen,

wie ihr wisst, bin ich inzwischen auch schon zweimal Oma und kann auf alle Fälle sagen, dass ich mich freue, wenn ich die Kleinen sehe und sie bei mir ein paar Stunden bleiben aber längerfristig möchte ich sie nicht bei mir haben.
Ich bin 61 J. alt und kann nicht mehr soviel schaffen.
Wenn ich die Kleinen mal eine halbe Stunde auf dem Arm habe, dann reicht es mir völlig, denn da bekomme ich schlimme Rückenschmerzen. Vor allem, wenn die beiden bei uns nachmittag schlafen sollen, dann geht bei mir gar nichts mehr, denn es gelingt mir fast nicht, sie zum Schlafen zu bringen. Umso kritischer wird dann die Situation.

Ich bin heilfroh, wenn ich sie nicht auch noch über Nacht haben müßte.

Eigentlich ist es meistens so, dass die jungen Mütter ihre Kleinen bei der Oma gerne abgeben, um sich selber mal eine Auszeit zu gönnen. Das war bei mir auch so, als meine beiden noch klein waren.

Kolibri, du sollst froh sein, wenn du jemanden so nahe bei dir hast und die Wohnungen trotzdem getrennt sind.
« Letzte Änderung: 10.03.12, 17:45 von Celina49 » Gespeichert

Liebe Grüße von Selina
Islandskuh
Weilheim in Oberbayern
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Tu`e Gutes und rede nicht drüber.


« Antwort #11 am: 01.02.12, 17:41 »

Hi Kolibri!

Am Anfang ist eine Oma immer so wenn ein Baby neu ist, da kommen sie und sehen das gibt sich mit der Zeit.
Ich weiß noch wo meine Mutter damals das erste Mal Oma geworden ist da war sie auch ganz aus dem Häuschen, am liebsten das Enkel jeden Tag sehen aber das hat sich mit der Zeit gegeben.
Beim 2. war sie schon nicht mehr so.
Das wird schon alles.
Gruß
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Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel, man weiß nie was man bekommt !
Sasa
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« Antwort #12 am: 02.02.12, 22:54 »

 Grin Grin Grin
Das stimmt- mit der Großen war meine Schwiegermutter auch ganz verrückt, war das erste Enkelkind. Aber mit den Jahren- wir haben drei Töchter, die Brüder meines Mannes je 1 und 2 Kinder- kamen immer mehr Enkel, da wird es dann besser Grin Grin
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Nelly
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« Antwort #13 am: 03.02.12, 07:01 »

2007 hat sich unser Großer das Bein gebrochen  und ich musste mit ihm ins KRankenhaus, zwangsweise war die Kleine dann bei meiner SM, weil mein Mann arbeiten musste. Nach 2 Tagen sagte sie dann, ich solle gefälligst wieder nach Hause kommen, sie hätte nur noch Kopfweh wegen der Kleinen, das sei ihr zu stressig. Damals war sie 67......Also, ich glaube auch, dass sich das bei dir regelt. Es wird nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Ansonsten würde ich nur keine Unarten einreißen lassen und sagen, wenn es dir zu eng wird. Unser Großer war der dritte Enkelsohn, da wurde eh kein Tamtam mehr gemacht. Bei der Kleinen hat Opa sich damals gefreut wie ein Schneekönig "Endlich wieder ein Weib im Haus".....Oma allerdings Roll Eyes

 Nell
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Kolibri
Neuling
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« Antwort #14 am: 03.02.12, 13:55 »

Ach ihr beruhigt mich sehr, danke.

Ich glaub ich mach mir viel zu viele Gedanken, sind bestimmt die Hormone  Wink
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