Autor Thema: Liegt die Zukunft im Osten?  (Gelesen 10602 mal)

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Offline maggie

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Re: Liegt die Zukunft im Osten?
« Antwort #15 am: 14.01.12, 15:46 »
die selbe geschichte kenne ich von einem jungen kollegen meines sohnes, der in die ukraine gezogen ist - glaube ich -

nach dem er einmal wirklich brutal zusammengeschlagen wurde, hat er sich gefügt mit diesen "kollegen" zusammenzuarbeiten, da er mit frau und kind dort leben möchte !!!!
liebi grüess   und
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margrith  us der schwiiz

Offline züsi

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Re: Liegt die Zukunft im Osten?
« Antwort #16 am: 14.01.12, 17:45 »
hallo,

ja die lage bei dem in der ukraine lebenden M. hat sich beruhigt, aber ist keineswegs gut.
er kann nicht nachhause (also hierher) fahren und den betrieb allein lassen für ein paar tage.
da muss ein kollege (deutscher, schweizer oder sogar pole) aufpassen damit nicht alles geklaut
wird. dazu kommt dass die arbeiter einfach nicht zuverlässig sind.
manchmal arbeitet einer absolut gut und plötzlich - wie aus heiterem himmel - klappt wieder nichts
weiss er nicht die einfachsten dinge welche er vorher tagelang gemacht hat.
die infrastruktur fehlt so ziemlich komplett und mein sohn der ja schon mehrmals zu besuch war
sagte er würde nicht für viel geld dorthin ziehen.
ok, die flächen sind toll aber sonst..... nee!!
da muss man echt ein pionier sein. auch für die familie ist es problematisch, er hat mittlerweilen
zwei kinder,und sie kommt mit den kindern immer wieder für längere zeit heim. noch sind sie klein
was wird wenn sie zur schule gehen müssen?

grüessli susanne

Clara

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Re: Liegt die Zukunft im Osten?
« Antwort #17 am: 20.01.12, 00:40 »
Hallo Luna,

mit solchen Gedanken musst du dich nur auseinandersetzen, wenn du dahin willst.

Studienfreunde von mir leben auch im osteuropäischen Ausland. Die Kinder gehen dort in die Kita und die Schule. Den Kindern geht es gut, sie wachsen trilingual auf und sie sehen die Region als ihre Heimat an.
Wir kommunizieren per Mail und Post.

Ich denke, dass es keine Lösung ist, wenn Mama mit den Kindern in Deutschland bleibt und Papa pendelt und vieles per Mobilfunk versucht zu regeln. Das kostet zu viel Kraft, Zeit und Energie für ALLE Beteiligten.

Solche Fragen, ob Auswandern oder nicht  sind immer eine Entscheidung der gesamten Familie und nicht nur, weil Papi mal eben irgendwo auf dem Globus  preiswert und billig Land pachten/kaufen kann. Auch in Osteuropa gehört zum erfolgreichen Wirtschaften noch ein wenig mehr als riesige Flächen pachten oder kaufen.

Was Arbeitskräfte angeht, die Herausforderungen sind hier wie dort ähnlich.
Die Infrastruktur ist komplett im Umbruch und Aufbau.

Mehr Details werde ich hier nicht veröffentlichen, weil nicht alle alles angeht.

Nur so viel vielleicht noch: Alles was leicht aussieht, ist in Wirklichkeit immer viel Arbeit hinter den Kulissen.

Nachdenkliche Grüße,

Anja

Offline LunaRTopic starter

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Re: Liegt die Zukunft im Osten?
« Antwort #18 am: 20.01.12, 08:43 »
Zitat
mit solchen Gedanken musst du dich nur auseinandersetzen, wenn du dahin willst.

Clara, ich nehme mir die Freiheit, mich auch mit Dingen auseinanderzusetzen, die ich nicht tun will, einfach aus Interesse und um auch die Meinung von tatsächlich Betroffenen zu erfahren. So lese ich hier im Forum auch über Rinderzucht und Milchvieh, obwohl ich mir diese Tiere genau so wenig anschaffen werde, wie ich jemals nach Rußland auswandern werde.  Das ist eben meine Art über den Tellerrand zu schauen.

Luna
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Edward Young

Offline steilufer

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Re: Liegt die Zukunft im Osten?
« Antwort #19 am: 20.01.12, 14:43 »
Hallo Walburga,

und Deine Einstellung ist doch die von vielen von uns und das Motto vom bt,oder?
Über den Tellerrand rausschauen ist soooo wichtig und richtig!

Das war jetzt etwas off topic,hatte aber direkt was mit den Artikeln vorher zu tun :D
Liebe Grüße

Karen von der Ostsee

Online frankenpower41

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Re: Liegt die Zukunft im Osten?
« Antwort #20 am: 20.01.12, 15:16 »
Hallo

Mich interessiert das schon auch.  Vieles was hier geschrieben wurde (Mafiastrukur) hat man ja schon öfters gehört.
Sicher braucht man viel Idealismus, aber den brauchten 1870  die Auswanderer die nach Amerika sind auch.

Ein guter Bekannter des Freundes meines Sohnes war in der Ukraine. Er kam dort bei einem landwirtschaftlichen Unfall ums Leben. War erst 24 Jahre alt.  Wir haben uns damals auch gefragt, ob die Eltern wohl erfahren haben, wie das zuging. Da kann man viel sagen. Das ist weit weg und halt ganz anders als hier.

Marianne

Online apis

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Re: Liegt die Zukunft im Osten?
« Antwort #21 am: 21.01.12, 14:38 »
Auch wir haben Freunde die sich in Osteuropa einen landwirtschaftlichen Betrieb, sogar mit Milchvieh aufgebaut haben.
Sie berichten uns häufig über ihre Freuden und ihre Schwierigkeiten vor Ort.
Die Lebensumstände sind ganz anders als hier, es gibt natürlich auch im Zusammenleben und mit der anderen Kultur der Einheimischen Probleme. Wirtschaftliche Probleme wachsen ihnen manchmal fast über den Kopf, arbeitsmäßig sind sie mehr als ausgelastet.

Aber warum sollte das nur Eingeweihte und potenzielle Übersiedler was angehen?

Über die sozialen und infrastrukturellen Umstände, ebenso wie über alle anderen Belange dürfen sich in unserer Zeit auch "normale Menschen" informieren und sich eine Meinung bilden. Da gibt es nichts zu verheimlichen.

Clara, manchmal hast du eine elitäre Sichtweise die ich in diesem Forum als sehr verletzend emfinde.


nachdenkliche, aber auch erstaunte Grüße
apis

Offline Paula73

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Re: Liegt die Zukunft im Osten?
« Antwort #22 am: 21.01.12, 15:26 »
Ich denke die Trauben wachsen einem nirgendwo in den Mund.

Ein Bekannter ist vor einigen Jahren nach Kanada ausgewandert , hat sich einen Traum erfüllt.
Nun ich denke inzwischen ist er aufgewacht und hat festgestellt das es auch dort nicht alles Gold ist was glänzt.

Sicher bieten sich viele Möglichkeiten , aber sicher auch genauso viele Risiken.

Offline Biobauer

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Re: Liegt die Zukunft im Osten?
« Antwort #23 am: 21.01.12, 15:47 »
Ich hatte das vergnügen, vor nen paar jahren kreuz und quer durch den europäischen teil  russlands zu reisen und auch in orte reinzukommen bzw betriebe, wo ein normalsterblicher so  nicht sieht. infolge davon hatten wir auch jahrelang praktikanten aus russland am betrieb.
fazit
-tolles land
-polizeistaat
-mafiastaat-
-unheimlich nette leute
-unheimlich arme leute
-zustände in jedweden bereich,  der uns nicht vorstellbar sind
- abendfüllender vortrag nötig um nur bissl was zu erklären
-ich möchte nie wieder nen praktikanten aus russland
-ich möchte nie  nie  nie da leben

warum da nun ein geheimnis sein soll  , versteh ich nun ned, aber da versteh ich öfter was ned

Streite dich nie mit einem Idioten, er zieht dich auf sein Niveau herunter und schlägt dich mit Erfahrung. (Bob Smith, 1962

Offline maggie

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Re: Liegt die Zukunft im Osten?
« Antwort #24 am: 21.01.12, 16:08 »
-ich möchte nie wieder nen praktikanten aus russland

warum ??
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margrith  us der schwiiz

Offline Biobauer

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Re: Liegt die Zukunft im Osten?
« Antwort #25 am: 21.01.12, 16:35 »
-ich möchte nie wieder nen praktikanten aus russland

warum ??


mehrere gründe
-die jungs oder mädels sollen eigentlich nen halbes jahr an betrieb sein, wirklich anwesend sind sie keine 4 monate, bedingt durch irgendwelche seminare, bedingt durch irgendwelche unsinnigen reisen.zb is es pfllicht paris  zu sehen,dh 3 tage bus hocken, einen tag in paris hocken
-deutschkenntnisse sind trotz halbes jahr schule marginal
- führerscheine können da drüben gekauft werden, ich hatte mal einen der konnte laut schein alles fahren,der war froh wenn er mitn fahrradl unfallfrei heimkam
-arbeitsauffassung ist teilweise unterirdisch,  zum teil wird ihnen auch eingeredet von der vermittlungsstelle,das alles über 8 std ordentlich entlohnt werden muss
-entlohnung is ned ohne, im monat mit allen drum und dran 500 bis 600  euro, dafür bekomm ich hier schon etliche zeit nen top  betriebshelfer
- die jungs sind gegenüber frauen nicht unbedingt höflich, das gehört aber zu deren weltbild dazu

ich weiss das nen praktikant  nicht nur zur arbeit da ist, aber bissl was sollte doch geleistet werden. das ist aber grossteils nicht gegeben. zufrieden sind betriebe mit viel handarbeit, da kann man sie einsetzen.hochtechnisierte betriebe können sie zum hofkehren einsetzen...
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Offline maggie

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Re: Liegt die Zukunft im Osten?
« Antwort #26 am: 21.01.12, 16:42 »
danke für die auskunft -

das hatten wir auch schon mal so erlebt (nicht auf unserem betrieb) - und in der schweiz sind die löhne für praktikanten noch einiges höher, ob sie was können oder nicht ?? - und eben die sprache !! :o
liebi grüess   und
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margrith  us der schwiiz

Offline Paula73

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Re: Liegt die Zukunft im Osten?
« Antwort #27 am: 21.01.12, 20:26 »
-ich möchte nie wieder nen praktikanten aus russland

warum ??


mehrere gründe
-die jungs oder mädels sollen eigentlich nen halbes jahr an betrieb sein, wirklich anwesend sind sie keine 4 monate, bedingt durch irgendwelche seminare, bedingt durch irgendwelche unsinnigen reisen.zb is es pfllicht paris  zu sehen,dh 3 tage bus hocken, einen tag in paris hocken
-deutschkenntnisse sind trotz halbes jahr schule marginal
- führerscheine können da drüben gekauft werden, ich hatte mal einen der konnte laut schein alles fahren,der war froh wenn er mitn fahrradl unfallfrei heimkam
-arbeitsauffassung ist teilweise unterirdisch,  zum teil wird ihnen auch eingeredet von der vermittlungsstelle,das alles über 8 std ordentlich entlohnt werden muss
-entlohnung is ned ohne, im monat mit allen drum und dran 500 bis 600  euro, dafür bekomm ich hier schon etliche zeit nen top  betriebshelfer
- die jungs sind gegenüber frauen nicht unbedingt höflich, das gehört aber zu deren weltbild dazu

ich weiss das nen praktikant  nicht nur zur arbeit da ist, aber bissl was sollte doch geleistet werden. das ist aber grossteils nicht gegeben. zufrieden sind betriebe mit viel handarbeit, da kann man sie einsetzen.hochtechnisierte betriebe können sie zum hofkehren einsetzen...



......du beschreibst da unsere überbetrieblichen Praktikanten recht treffend.

Ist also keine Frage der Nationalität (von Sprachkenntnissen abgesehen) trifft auch  auch auf einigen deutschen LW- Nachwuchs zu.

Offline Biobauer

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Re: Liegt die Zukunft im Osten?
« Antwort #28 am: 22.01.12, 14:17 »
-ich möchte nie wieder nen praktikanten aus russland

warum ??


mehrere gründe
-die jungs oder mädels sollen eigentlich nen halbes jahr an betrieb sein, wirklich anwesend sind sie keine 4 monate, bedingt durch irgendwelche seminare, bedingt durch irgendwelche unsinnigen reisen.zb is es pfllicht paris  zu sehen,dh 3 tage bus hocken, einen tag in paris hocken
-deutschkenntnisse sind trotz halbes jahr schule marginal
- führerscheine können da drüben gekauft werden, ich hatte mal einen der konnte laut schein alles fahren,der war froh wenn er mitn fahrradl unfallfrei heimkam
-arbeitsauffassung ist teilweise unterirdisch,  zum teil wird ihnen auch eingeredet von der vermittlungsstelle,das alles über 8 std ordentlich entlohnt werden muss
-entlohnung is ned ohne, im monat mit allen drum und dran 500 bis 600  euro, dafür bekomm ich hier schon etliche zeit nen top  betriebshelfer
- die jungs sind gegenüber frauen nicht unbedingt höflich, das gehört aber zu deren weltbild dazu

ich weiss das nen praktikant  nicht nur zur arbeit da ist, aber bissl was sollte doch geleistet werden. das ist aber grossteils nicht gegeben. zufrieden sind betriebe mit viel handarbeit, da kann man sie einsetzen.hochtechnisierte betriebe können sie zum hofkehren einsetzen...



......du beschreibst da unsere überbetrieblichen Praktikanten recht treffend.

Ist also keine Frage der Nationalität (von Sprachkenntnissen abgesehen) trifft auch  auch auf einigen deutschen LW- Nachwuchs zu.



glaube ich dir sogar,sehs grade bei einen freund der hat einen unkündbaren lehrling, noch ein halbes jahr.ich hoffe das mein freund dies übersteht ohne nervenzusammenbruch.und das meine ich ernst.

wir sind mittlerweile soweit, das wir sowohl in der gastro als auch in der lw entweder selber machen oder komplett auslagern. seitdem ist unser leben bedeudent ruhiger geworden und finanziell keineswegs schlechter.


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Offline maggie

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Re: Liegt die Zukunft im Osten?
« Antwort #29 am: 22.01.12, 14:39 »
wie geht denn das einen "unkdündbaren" lehrling ?? -

darf dem nur während einer kurzen probezeit gekündigt werden ?
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margrith  us der schwiiz

 


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