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Autor Thema: Was kommt danach ?????? Schwiegereltern-Generationsprobleme  (Gelesen 14412 mal)
apis
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« Antwort #60 am: 19.01.12, 16:06 »

Wörtlich genommen  -  was kommt danach?

Unser Schwiegerelternproblem war - besser nicht mehr dran denken - 20 Jahre lang riesig und zerstörend.
Die Zeit hat es gelöst und jetzt wollen wir alle, auch die Enkelkinder, nicht mehr an diese beiden schwierigen, unnahbaren und kalten Menschen denken.

Für mich ist das ein schlimmes DANACH, wer will nach seinem Ableben mit einer so negativen Erinnerung belegt sein?
Eigentlich möchte doch jeder in der Generationenkette ein positives starkes Glied werden und Gutes weitergeben.

LG  apis
« Letzte Änderung: 19.01.12, 16:09 von apis » Gespeichert
Maja
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Ein Wunder in meinen Armen


« Antwort #61 am: 19.01.12, 21:22 »

HAllo Inga
HAbt Ihr Eure Sm schon mal gesagt , dass Ihr Eure Urlaubspläne nur deshalb nicht frühzeitig bekannt gebt, weil Sie Euch dann nur nervt und euch nichts gönnt.??
Vielleicht gibt ihr das mal zu denken?
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Marina
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« Antwort #62 am: 20.01.12, 07:16 »

Als ich das erste Mal mit den Kindern in Urlaub gefahren bin, war noch
alles im Grünen Bereich.
Das zweite Mal hat uns SV einfach den Rücken zugekehrt, als ich es ihm
gesagt habe. Die Stimmung war dann tagelang denkbar schlecht. Die Kinder
konnten sich schon nicht mehr freuen, die ganze lange Zugfahrt Richtung Norden
war das lange Gesicht von Opa Gesprächsthema Nr. 1.
Von da an haben wir NIX mehr gesagt. Mein Mann war nie dabei, die Arbeit daheim
lief also weiter. Vorgekocht habe ich. SM hatte nichts gegen den Urlaub, freute sich
mit uns.

Nun sind beide schon 4 und 1 1/2 Jahre nicht mehr am Leben. Von Oma wird oft
gesprochen, Opa wird "totgeschwiegen". Für unsere Kinder war er nie ein Opa,
nur eine Respektsperson, vor der man zu kuschen hatte. Jeder ist einfach nur froh,
dass er nicht mehr da ist.

Gruß
Marina
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Petra2
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« Antwort #63 am: 20.01.12, 07:26 »

Wörtlich genommen  -  was kommt danach?

Hallo,

ich möchte es jetzt für mich einmal als Achterbahnfahrt der Gefühle und Emotionen beschreiben was fast 1 Jahr lang nach dem Tod von SM angedauert hat.
SV war schon mehrere Jahre vorher verstorben.
Gerade in ruhigen Momenten sind viele "unverdaute" Dinge wieder hoch gekommen, was aber mit der Zeit wesentlich besser wurde bis hin nun zu einer nahezu objektiven Betrachtungsweise.
Dann ist der Zeitpunkt gekommen, wo man sich und die Partnerschaft neu entdecken kann und sollte.
Es lohnt sich. Wink

LG
Petra2
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Manche Menschen sind zu gut erzogen, um mit vollem Mund zu sprechen, haben aber keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun.
(George Orson Welles)
Ca.
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« Antwort #64 am: 20.01.12, 15:24 »

Hallo,
ich denke , die meisten unserer Sm waren es einfach gewohnt, das Kommando zu führen.
So zumindest war es bei uns . Sie behandelte meinen Mann wie einen kleinen Jungen - und wenn er sagte er geht wollte sie sich entweder umbringen ,oder sie tischte im Storys über schwere Erkrankungen des Sm auf (alles erfunden). Mein Mann meinte mal, man denke ja nicht, dass die eigene Mutter einen so anlügt.
Unsere Liebe hat bis jetzt gehalten (26 Jahre ). Aber es waren schon schwere Zeiten. Sie konnte mich einfach nicht leiden. Ich vermute es war Eifersucht und Neid. Neid spielt bei ihr eine große Rolle - auf unseren etwas unkonventionellen Lebensstil (d.H. keinen Sonntagsnachmittagskaffe
mit Verwandten, auslassen des " Samstagnachmittags-schumpenstall-pflaster-runterwaschen ",oder Göga darf sich aufs Sofa legen wann er will (vor allem nach der Musikprobe)usw.
Mein SV wurde ebeso rumkommandiert und ließ dann seinen Frust an uns hinaus.
Nun ist meine SM voriges Jahr gestorben , sie hatte Krebs . Mein Mann fühlt sich gut , mein SV fühlt sich gut - niemand mehr da, der Kommando führt.  Ich find das traurig........
VG
Ca.
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Marina
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« Antwort #65 am: 20.01.12, 19:01 »

@Petra2: ich hätts nicht besser beschreiben können (außer dass bei uns SV der Knackpunkt war).

Ich dachte immer, wenn er mal gestorben ist, ist Friede, Freude, Eierkuchen. Aber ich habe länger
als ein Jahr gebraucht, bis ich "ihn loslassen" konnte  Undecided

Gruß
Marina
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cliff
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Ich liebe dieses Forum!


« Antwort #66 am: 23.01.12, 14:28 »

Wißt Ihr, was bei mir danach kam?

ich bin in ein großes Loch gefallen, erst hatte ich 6 Jahre meinen SV, er war aber klar im Kopf, "nur" krank, dann hatte ich meine SM, ganz schwer Alzheimer, auch 6 Jahre, meine Nerven haben sich immer noch nicht ganz erholt, obwohl es jetzt schon fast 15 Jahre her ist!!!! Sad

Cliff
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anka
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« Antwort #67 am: 23.01.12, 14:48 »

Ich finde es schrecklichst euere Beiträge zu lesen. Ist es wirklich unsere christliche Pflicht die besten Jahre im Leben zu opfern, die gesamte Familie zu vernachlässigen und danach ins tiefe Loch zu fallen ? Früher sind die Altenteiler mangels medizinischer Versorgung  früher heimgegangen. Meist waren auch mehr Arbeitskräfte am Hof und damit blieb nicht alles an der Tochter oder Schwiegertochter hängen. Bitte nehmt soviel Hilfe wie es nur geht, auch wenn es viel Geld kostet und alle über einen reden.

Das mußte ich loswerden.
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maggie
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Bäuerinnen - sind wie andere frauen


« Antwort #68 am: 23.01.12, 16:43 »

hallo anka,
bin ich froh dass das nicht nur meine meinung bin -

ich muss sagen - ich hätte es nie gemacht (bin heute auch 63) und meine st oder sohn werden nie zu solchen hilfen verdonnert werden (in der schweiz ist es zum glück auch anders gelöst - junior kauft uns den hof ab - spezialpreis - nach gesetz - und so sollten wir selbst für uns aufkommen können ) -
wohnrecht oder miete im stöckli werden noch in den vertrag reingenommen - aber nie was von pflege !!!
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liebi grüess   und
bis bald   -  ihr werdet mich  so schnäll nöd wieder los

margrith  us der schwiiz
Ginchen
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« Antwort #69 am: 23.01.12, 21:12 »

Habe auf alle Fälle vor fremde Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wüßte auch gar nicht wie es sonst funktionieren sollte.
Da eine Tante (wird jetzt 80), SV (wird nächstes Jahr 80) und meine Eltern (zwar beide noch keine 70 aber leider nicht mehr gesund) auf mich warten. Die Kinder sind jetzt zwar erwachsen aber die Arbeit wird nicht weniger sondern mehr und ein bischen was vom Leben will Frau ja auch.
Und ich hab kein schlechtes Gewissen! Aus Erfahrung weiß ich das auch das ganze Planen und drumherum noch genug arbeit macht, wenn auch keine körperliche.

Liebe Grüße
Regina
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Herzliche Grüße aus Niederösterreich
Regina

Mut ist der Zauber, der Träume Wirklichkeit werden lässt!
Naima
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Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es :-)


« Antwort #70 am: 24.01.12, 10:14 »

Ich habe die Diskussion über die Rentensysteme mal abgetrennt.

Hier gehts weiter -> http://www.agrar.de/landfrauen/forum/index.php/topic,42175.0.html
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Mucki
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Leben und leben lassen


« Antwort #71 am: 24.01.12, 11:13 »

So lang man den Respeckt vor einander nicht verloren hat giebst immer ein nachher.

Lg Mucki
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Am Ende des Tunnels ist immer Licht!
Maja
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Ein Wunder in meinen Armen


« Antwort #72 am: 24.01.12, 18:07 »

Hallo mucki das mit dem Respekt hast du  gut erkannt. Eigentlich hat ja jeder Respekt verdient.
Warum  dann nicht die Menschen , die einen Hof soweit gebracht haben wie er ist wenn er übergeben wird.
Die Arbeit geleistet haben und sich auf dem Hof verbraucht haben.
Die dann da stehen und nur noch die Kiste mit den 6 Brettern vor sich sehen und nicht geschätzt werden.
Wer nicht mehr kann ist übrig und wird hier in dem Forum so geschmäht. Ich
kann es fast nicht mehr ertragen wie die Frauen hier so über ihre Altvorderen schreiben.
Manchmal habe ich den Eindruck die Jungen Leute nehmen nur sich wichtig. Alle andern haben keine Rechte.
Du bist nicht so eine Frau , das spürt man immer wieder in Deinen Beiträgen
Gott sei Dank

Maja
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Ingrid2
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« Antwort #73 am: 24.01.12, 18:26 »

Maja, ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber was du hier schreibst, finde ich nicht fair. Es stimmt doch einfach nicht, daß wer nicht mehr kann, übrig ist. Und Respekt voreinander zu haben, das ist doch richtig - aber bitte nicht nur in eine Richtung. Wie kann ich Respekt vor meinen Schwiegereltern haben, wenn mir keinerlei Respekt entgegengebracht wird? Wenn ich nur auf dem Hof geduldet bin.

Zuerst komm ich auf den Hof, soll meinen SE hinterherarbeiten, das tun, das sie selbst nicht mehr tun wollen (also genau genommen die Drecksarbeit), nebenher soll ich Kinder bekommen, den Haushalt machen.  Und natürlich den Mund halten und nicht widersprechen. Und irgendwann dann, da "darf" ich sie dann pflegen.

Ich nehme mir das Recht heraus, auch ein eigenes Leben zu haben und das nicht erst dann, wenn ich selbst nicht mehr kann. Ich glaube nicht, daß die jungen Leute (zu denen ich ja nun mal auch nicht mehr gehöre) sich nur selbst wichtig nehmen. Denn dann würden sie nicht auf einen Hof kommen und einen Landwirt heiraten - dann würden sie sich nen Mann mit Haus, Auto und Vorgarten suchen.

Ingrid
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LunaR
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Dat Eenen sien Uhl is det Annern sien Nachtigall


« Antwort #74 am: 24.01.12, 18:45 »

Zitat
kann es fast nicht mehr ertragen wie die Frauen hier so über ihre Altvorderen schreiben.
Manchmal habe ich den Eindruck die Jungen Leute nehmen nur sich wichtig.

Maja, ich finde, das lässt sich nicht so verallgemeinern. Ich habe hier auch schon schlimme Dinge geschrieben, die ich auch erlebt habe. Nun gehöre ich auch nicht mehr zu den jungen Frauen und habe schon oft darüber nachgedacht, wie es in der umgekehrten Rolle ist. Das habe ich aber auch schon früher getan. Glaub mir, ich gebe mir ganz viel Mühe, zur Freundin meines Sohnes ein gutes Verhältnis zu haben und zu pflegen, weil ich so schlimme Jahre nicht noch einmal als Fortsetzung erleben will.

Es geht ja nicht darum, verschiedene Meinungen zu haben, jedenfalls nicht bei mir. Sondern ich habe wirkliche krank machende Boshaftigkeit erlebt. Wie viele Jahre hält das ein Mensch unbeschadet aus? Bei uns waren es über 20 Jahre. Keiner war danach mehr derselbe wie vorher. Zu viele Kränkungen, Wunden und Mißachtungen machen jeden kaputt.  Danach lässt sich nicht einfach mal da ansetzen, wo man man vorher gestanden hat. Jahre, Jahrzehnte Deines Lebens sind damit vergangen, die sich nicht nur auf das Paar, sondern auch auf die Kinder, die Erziehung und deren ganzes Werden ausgewirkt haben.  Das sit nie mehr wirklich aus der Welt zu schaffen.

Seit knapp 1 1/2 Jahren ist meine SM im Altersheim und ich bin froh darüber. Aber ich habe fast ein Jahr gebraucht, bis ich mich wieder frei in meinem Zuhause gefühlt habe. Bis es überhaupt endlich zu einen Zuhause wurde. Das habe ich nämlich hier die gut 20 Jahre nicht gehabt. Ich besuche sie nicht, erlebe sie aber immer wieder am Telefon und manchmal auch live. Ihre Geburtstagsfeier z. B. wird bei uns stattfinden. Ich kümmere mich nicht um sie. Das machen mein Mann und unser Ältester. Jetzt bekommen die beiden das Gift über geschüttet.  Da meine Schwägerin weiter weg wohnt und auch einen starken Sinn für ihre eigenen Belange hat, ist mein Mann derjenige, der fast alles macht. Schwägerin kommt nur 2-3 mal im Jahr zu besuch und kümmert sich um nichts. Mein Mann macht alle Arztbesuche, Bank, Einkäufe und Fußpflege mit ihr und kümmert sich um alle ihre Belange. Was er auch zu Hause schon gemacht hat. Nach einem Unfall hat er ihr fast ein halbes Jahr den Hintern abputzen müssen, sie seitdem immer geduscht. Aber nie ein freundliches Wort dafür gehört. Als "Dank" durfte er neulich bei einem der Bankbesuche mit ihr erleben, wie sie einem Bankmitarbeiter 5 € Trinkgeld in die Hand drückte und im Beisein meines Mannes zu dem Banker sagte "Sie sind ja immer soooo nett. Mit meinem Sohn das klappt ja auch nicht so"  Lips Sealed

Ich finde, man nicht grundsätzlich sagen, dass die jungen Leute nur sich selbst wichtig nehmen. Es muss von beiden Seiten stimmen. Der Fehler ist auf beiden Seiten möglich. Ich bin sehr dafür, sich mit Respekt und Achtung zu begegnen und anzuerkennen, dass etwas richtig sein kann, auch wenn es anders ist als ich denke oder etwas tun würde. Auch rein fühlen in den anderen. Früher habe ich immer geglaubt, damit kann jede Beziehung gelingen. Aber das alles nützt gar nichts, wenn nicht beide Seiten der Beziehung so denken. Wenn dem anderen diese Spielregeln des Zusammenlebens völlig egal sind, läufst Du mit allen Versuchen ein harmonischen Zusammenleben zu gestalte gegen ein Wand. Wenn der andere sich über nichts freuen kann oder will, kannst Du ihm nicht einmal Gutes tun. Es wird sogar noch herabgesetzt.

Wenn aber beide Seiten nach diesen Spielregeln handeln hat es gute Aussichten zu funktionieren. Daran glaube ich immer noch, auch wenn meine Erfahrungen so schlecht waren. Ich erlebe diese Seite mit der Freundin des Sohnes und hoffe, dass sie einmal meine Schwiegertochter wird. Das Leben kann um so vieles schöner sein, wenn alle sich etwas Mühe geben. Mir macht das Hoffnung, dass ich wenigstens in Zukunft nicht mehr mit diesem furchtbaren Generationskonflikt leben muss. Ich würde es wohl auch nicht mehr so lange aushalten können.

Luna
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