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Autor Thema: Endstation Krebs!?  (Gelesen 3412 mal)
lucia
bayerischer wald
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« am: 24.11.11, 16:44 »

ludwig hirsch ist tot.... das macht mich grad schon ziemlich betroffen  Cry

ich hab vor jahren mal in deggendorf ein konzert von ihm gehört und war nicht erst seit der zeit von seiner kunst sehr angetan.
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lieben gruß, lucia
Steinbock
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« Antwort #1 am: 24.11.11, 17:07 »

Ach nein!!! Ich mag seine Lieder sehr gerne. War auch einmal (schon lange her) in einem
Konzert. War sehr beeindruckend, wie ein Mensch ohne viel Technik einen so schönen
Abend gestalten kann. Schade.

Elisabeth
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amanda
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« Antwort #2 am: 24.11.11, 18:06 »

ich mag seinen schwarzen Humor auch gerne.
Wollte letztes Jahr mal zu einem Konzert mit meiner Tochter, daraus wurde aber leider nix- schade.

Weiss noch in den 80ern, als ich immer den Text von der "omama" gesungen habe u. meine Mama mich immer zur Vernunft bringen wollte, weil meine Oma, dass auf keinen Fall hören sollte....

ich mag die österreichischen Liedermacher u. der Hirsch ist wohl einer der Herausragensten.
Habe in meiner Jugend die Texte von Hirsch, Ambros, Fendrich u.s.w.alle auswendig gekonnt.
Ich denke mal, die haben mich so ein bischen mitgeformt.

Schade

Amanda

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amber
Powerfrauen find ich gut
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« Antwort #3 am: 24.11.11, 21:04 »

Mit tut es auch leid um Ludwig Hirsch und sein Tod macht mich traurig.  Cry

Er war ein Künstler ohne Schnörkel und Klimbim und er hatte eine phantastische Stimme, die nicht durch irgendwelche elektronische Effekte aufgemotzt werden musste.

Seine Texte berühren mein Herz.

Gitte
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lieber heimlich klug, als unheimlich doof
mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #4 am: 25.11.11, 06:39 »

Hallo Gitte,
ich hab seine Lieder auch sehr geschätzt. Es gehen mir mit seinem Tod aber noch ein paar andere Gedanken durch den Kopf.
Fragen sich eigentlich Ärzte heute nicht, warum sie gegen Krebs so machtlos sind, warum Menschen den Freitod wählen, weil diese Krankheit das Letzte aus den Menschen herausholt?
Bin momentan im Bekanntenkreis damit in mehrfacher Ausführung fast überfordert, weil ich sehe, was diese Krankheit mit den Menschen macht. Und mir dreht sich inzwischen oft mein Herz um, wenn der Tod die Erlösung von diesem unermesslichen Leiden darstellt.
Und nicht nur ich, sondern viele andere  Angehörige sind von den Auswirkungen und Folgen dieser Krankheit geprägt. Daneben zu stehen und nicht helfen zu können, das überfordert mich.
Wir können auf den Mod und auf den Mars fliegen, aber bei Krebs kommt es mir trotz aller medizinischen Technik oft wie ein Kampf gegen Windmühlen in der Steinzeit vor.
Was ist die Ursache?
Herzl. Grüsse
maria
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Cendrillon
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« Antwort #5 am: 25.11.11, 07:39 »

hallo maria,
krebs ist ja nicht die einzige krankheit, die nicht geheilt werden kann - oder nicht immer. auch aids, multible sklerose (auf lange sicht) und bestimmt noch andere krankheiten können zwar verlangsamt werden. aber eben: aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

ich denke, wenn der moment kommt, wo wir unserem schöpfer gegenübertreten müssen ist uns vorgegeben. ob das nun durch einen "simplen" herzstillstand, einen unfall oder eben eine langwierige schmerzhafte krankheit geschieht können wir kaum beeinflussen.

wir haben verlernt mit krankheit und tod umzugehen. da medizinisch soviel gemacht werden kann, sind wir frustriert, endtäuscht und wütend, wenn die ärzte "versagen".

obwohl das alles zu ludwig hirsch's "komm, grosser schwarzer vogel" passt, ist hier wohl nicht der richtige platz für so wehmütige beiträge.

mir gehts wie amanda, ich mag die österreichischen liedermacher wie reinhard fendrich oder peter alexander.

liebe grüsse
katrin
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liebe grüsse
katrin

hoffe auf das beste um positiv zu bleiben
aber rechne mit dem schlimmsten um nicht enttäuscht zu werden.
mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #6 am: 25.11.11, 09:10 »

Hallo Cendrillon,
es bleiben zum Glück seine Lieder, ich hab nur gelesen, dass er an Krebs litt- und jetzt ist er in einem anderen "Zimmer".
Reinhard Fendrich hat ein Lied, das oft am Ende der Hochzeit gespielt wird, das geht mir jedesmal ganz tief unter die Haut und Peter Alexander hat sich mit seinen Schlagern unsterblich gemacht.
Und der Udo Jürgens ist sowieso schon zu Lebzeiten eine Legende, irgendwas haben die Ösis, das sie musikmässig zu etwas ganz besonderen macht.
Das Lied "Stille Nacht" kommt auch aus Österreich.
Und zum anderen Thema, nein das ist kein Angriff auf Ärzte, Leben und Tod gehören zusammen.
Ich kann mich nur noch gut an die Zeit erinnern, wo es hiess, die Infektionskrankheiten wären besiegt und dank Vorsorge und besserer Lebensbedinungen wäre die Lebenserwartung höher.
Nur was um mich herum an dieser Krankheit stirbt, ist weit weg von der höheren Lebenserwartung.
Diese Woche war in dieser Hinsicht etwas zu massiv.
maria

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gammi
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« Antwort #7 am: 25.11.11, 14:13 »


Nur was um mich herum an dieser Krankheit stirbt, ist weit weg von der höheren Lebenserwartung.


Jedes Ding hat eben zwei Seiten...........vermutlich war es einfacher an einer Infektionkranktheit (geht ja meistens schnell) zu sterben als an Krebs. Und sobald es ein Mittel gegen Krebs gibt, kommt irgendwas neues. Aber mit solchen Dingen beschäftige ich mich derzeit auch zu viel. Leider.
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Auch Laufstall-Kühe geben gute Milch
SiegiKam
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Bayern


« Antwort #8 am: 25.11.11, 17:21 »

Ich hab heute ein Interview mit Ludwig Hirsch gehört, er hielt unser Leben hier für das Fegefeuer und war sich sicher, dass danach etwas besseres kommt. Sein Leben war in letzter Zeit sicherlich sehr hart, denn dauernd mit Sauerstoffmangel zu leben ist schlimm, anstrengend und aufreibend. Er ahnte wohl, dass ihm eine OP auch keine Linderung bringen wird und nahm die Abkürzung.

Mir tut es auch leid um diesen scheinbar sehr netten und nachdenklichen Menschen. Vielleicht ist es dem einen oder anderen doch eine Mahnung, wenn man sieht, wie hart das Ende sein kann für einen starken Raucher. (Wenn jetzt jemand meint "andere sterben auch an Lungenkrebs" ja, sie sterben, aber sie haben nix dazu getan, der Raucher schon und zwar ganz wissentlich.)

Siegi
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« Antwort #9 am: 25.11.11, 17:42 »

Zu Ludwig Hirsch:
Wenn es stimmt, dass er schön länger an Lungenkrebs litt, dann hat er vermutlich nur
die "Abkürzung" genommen. Leider.

Elisabeth
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lucia
bayerischer wald
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« Antwort #10 am: 25.11.11, 17:53 »

auch nochmal ludwig hirsch: in unserer zeitung stand, er war seit einer woche in dem krankenhaus zur behandlung.
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lieben gruß, lucia
mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #11 am: 25.11.11, 19:05 »

Halll Siegi,
was machen die anderen Krebskranken, die nicht geraucht und doch von dieser Geissel heimgesucht werden.
Der Boandlkramer holt hier gnadenlos junge und ältere, Raucher und Nichtraucher, Reiche und Arme, Kinder, Frauen, Männer.
Wer an Krebs gestorben ist, hat das Fegefeuer mit Sicherheit zu einem Teil erlebt. Und die Angehörigen durften auch ein Stück in dieses Fegefeuer blicken.
Was war heuer für ein Aufstand wegen dem Gemüse, wieviele Tonnen wurden weggeworfen, den Leuten Angst gemacht, es war auch schlimm, dass so weit ich mitbekommen habe 50 Leute daran verstorben sind- und wieviele sterben an Krebs- ist wie bei den Autounfällen, danach wird wieder zur Tagesordung übergegangen.

Schade um den Luwig Hirsch, kein aufgeblasener Maulaufreisser, sondern seine Lieder bringen einem zum Nachdenken.
Herzl. Grüsse
maria
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Maja
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Ein Wunder in meinen Armen


« Antwort #12 am: 25.11.11, 20:58 »

Mit dem Fegefeuer hier auf Erden könnte Ludwig Hirsch schon recht haben. Das denke ich auch des Öfteren.
Aber sterben müssen wir eh alle einmal, der Eine früher der Andere später. So läuft es immer ab : Hat einer Depressionen und nimmt sich selbst das Leben ist am Anfang groß Geschrei und ganz sachte verschleicht sich das und es geht zur normalen Tagesordnung über.Ist der Mensch der gehen muss berühmt dann ist es ein Drama.Stirbt aber eine einfache Frau, na dann ist es halt so. Das stört mich schon sehr, dieses komische Denken, das meiner Meinung nach auch durch die Medien sehr verstärkt wirkt.
Im Großen Ganzen habt ihr Recht zu Thema Ludwig Hirsch
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SiegiKam
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Bayern


« Antwort #13 am: 25.11.11, 23:47 »

Hallo Mary,
ja, es ist furchtbar, wenn eine Krankheit so um sich greift. Aber eben deshalb meine ich, dass es nicht sein müsste, dass man das Risiko noch bewusst erhöht. Oft kann kein Mensch was dafür, wie auch bei einer Bekannten, die innerhalb von Wochen an Leberkrebs starb und Mann und Kinder zurückließ. Alle in der Familie leiden mit, wenn einer die Diagnose Krebs hat, ich krieg es gerade bei Bekannten mit. Und auch wenn noch operiert werden kann, sitzt die Angst immer im Hintergrund, dass er zurückkehrt. Ich glaube immer noch, dass Offenheit die beste Umgangsweise damit ist.

Siegi
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mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #14 am: 26.11.11, 07:20 »

Hallo Siegi,
es geht wohl jeder anders mit so einer Diagnose um, ein Beinbruch wird operiert und man kann davon ausgehen, dass im günstigsten Fall alles wieder gut zusammenwächst.
Aber wenn die Zellen aus dem Ruder geraten, dann steht bei der Diagnose die Welt Kopf und die Angst wird zum Lebensbegleiter.
Als ich vor einer Weile las, dass Steve Jobs an Krebs erkrankte und daran starb war mir klar, dass diese Krankheit wohl auch mit noch so viel Geld nicht geheilt werden kann.
Solange die Ursache nicht gefunden ist, wird im Neben herumgestochert, der eine hat Glück und überlebt die Behandlung und ihm werden noch viele oder mehrere Jahre geschenkt, der andere hat Pech.
Nur was ist die Ursache, die unsere Zellen aus dem Takt geraten lässt?
Ist es unser hektischer Lebensstil, sind es Einflüsse aus der Umwelt, sind es Dinge die im Essen enthalten oder zuwenig enthalten sind?
Niemand weiß es und jeder schiebt diese unbehagliche Gefühl, von dieser Krankheit betroffen zu werden- zur Seite.
Und wer als Angehöriger den aussichtslosen Kampf gegen diese Krankheit mitbekommen hat- muss auch Bilder verarbeiten, die bei den vielen schlimmen Bildern rundherum immer wieder auftauchen.
Die Offenheit alleine scheint mir zu wenig zu sein, mir fehlt dieses öffentliche Nachdenken, dass irgendwas nicht mehr stimmen kann und die Antwort, dass wir alle sterben müssen, im Angesicht des Leidens an und mit dieser Krankheit empfinde ich als einen Schlag ins Gesicht für diejenigen, die sich mit aller Kraft um ihre Heilung bemühen und dann doch sehr oft den Kampf verlieren.
Was war eben heuer für eine Medienwelle mit dem Gemüse- wo ist das Nachdenken über die Häufung der Krebsdiagnosen.
Sehr nachdenklich
maria
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