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Autor Thema: STOPPT Landfrass  (Gelesen 3463 mal)
muellerin
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Power to the Bauer!


« Antwort #15 am: 21.01.12, 16:37 »

Hallo Beate,
aber aufschlussreich ist es doch, die Kommentare zu lesen.
Erstaunlich, wie manche Leute ticken...
Aber gegen Dummheit kannste halt nix machen!

LG
Müllerin
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Pierette
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« Antwort #16 am: 24.01.12, 16:10 »

Hallöchen,
hier schreibt eine Dumme, die diese Petition ganz sicher nicht unterschreiben wird.

Auch wenn Beate mit der Pompfe droht  Angry, dürfen die Kommentare ruhig gelesen werden, es gibt durchaus noch andere Aspekte und Meinungen im Rahmen dieser Diskussion. Da wir nun einmal die Meinungsfreiheit haben, dürfen diese auch genannt werden.

Gruß, Petra



« Letzte Änderung: 27.01.12, 21:22 von Pierette » Gespeichert

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Andreas
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I mog Di !


« Antwort #17 am: 27.01.12, 09:12 »

Hallöchen,
hier schreibt eine Dumme, die diese Petition ganz sicher nicht unterschreiben wird.

Auch wenn Beate mit der Pompfe droht  Angry, dürfen die Komentare ruhig gelesen werden, es gibt durchaus noch andere Aspekte und Meinungen im Rahmen dieser Diskussion. Da wir nun einmal die Meinungsfreiheit haben, dürfen diese auch genannt werden.

Gruß, Petra

Hallo Petra,
vor einigen Jahren hat der Bayerische Bauernverband vom Staat die LandSiedlung übernommen und zu seiner 100 %igen Tochter gemacht. http://www.bayerischerbauernverband.de/bbv-landsiedlung
Aufgabe dieser sogenannten Landgesellschaften ist vor allem das Flächenmanagement.
Dazu gehört Landerwerb und Bodenbevorratung für Agrar- und Infrastruktur und andere öffentliche Zwecke.

Die Landsiedlung hat ein Vorkaufsrecht für Landwirtschaftliche Flächen und ist fast immer beteiligt, wenn es darum geht, Flächen für Straßenbau, Flugplätze, Einkaufszentren zu beschaffen.

Durch den Stau bei der Beschaffung der notwendigen Ausgleichsflächen wird die Bautätigkeit bereits stark behindert.

Deshalb richtet sich die Aktion „Stoppt den Landfraß“ nicht gegen den Bau von Straßen, Flughäfen und Gewerbegebiete, sondern gegen die Auflage dafür Ausgleichsflächen zu schaffen !

Der Bauernverband will statt Ausgleichsflächen einen Ablasshandel einführen und hat dazu in Bayern die Kulturlandstiftung  als Tochter der Landsiedlung gegründet.

http://www.bbv-ls.de/stiftung-internet

Der Bauernverband würde dadurch bei jeden verbrauchten Hektar doppelt verdienen.
1.   Durch die Beschaffung der Flächen für die Baumassnahme
2.   Durch die Ausgleichszahlung an die Kulturlandstiftung als Ersatz für Ausgleichsflächen


Der vom BBV geforderte Ablasshandel  fördert also massiv den Landfraß
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muellerin
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Power to the Bauer!


« Antwort #18 am: 27.01.12, 10:16 »

Es geht vor allem darum,
- dass nicht immer mehr Flächen versiegelt werden
- dass Entsiegelung als Ausgleich Vorrang haben und entsprechend anders bewertet werden muss
- dass der Bau von neuen Leitungstrassen in Folge der Energiewende ganz massiv LN kosten wird, für die auf der anderen Seite auch noch Ausgleichsflächen gefordert werden, die ebenfalls LN kosten

Gerade der letzte Punkt wird uns hier im Norden massiv treffen. Wir sehen es jetzt schon an Schröders Pipeline, die hier durch unsere Ecke gelegt wird.

Die Welt besteht nicht nur aus Bayern  Grin.

Gruß
Müllerin
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Pierette
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« Antwort #19 am: 27.01.12, 10:58 »

Natürlich geht es nicht nur um Bayern und die Versiegelung der Flächen ist ein echtes Problem - aber die Bigotterie des BV ist doch nicht zu übertreffen.

Da frage ich mich nur, warum die BV -Vertreter in der Kommunalpolitik nicht schon längst Sturm dagegen laufen sind, denn die Kommunen und Gemeinden beschließen wohl in erster Linie derlei Bauvorhaben. Schröders Pipieline ist ja nicht vom Himmel gefallen,oder?
Außerdem gibt es ja offensichtlich schon einen Beschluss der Bundesregierung zur Begrenzung des Flächenverbrauches.

Dass diese Aktion erst jetzt gestartet wird, ist doch lachhaft. Witzigerweise läuft sie mit der Ankündigung von Ciolos an, Ausgleichsflächen zu schaffen, während sich unsere Landschaft allmählich in eine Maiswüste verwandelt und die "Fachjournaille" nicht mehr von Monokultur, sondern "Mais nach Mais" spricht. Wo bleibt da der Bodenschutz?
In wieviel Biogas-Großprojekten ist der BV involviert?
Wollte der Betrieb Sonnleitner nicht auch mal hektarweise auf bestem Ackerland PV-Anlagen installieren?

Zuviel offene Fragen, das ist mir nicht genug für eine Unterschrift.

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Jochen
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« Antwort #20 am: 27.01.12, 16:27 »

Die AbL zeigt wieder mal ihr wahres Gesicht. Man ist in der Sache einig, aber sabotiert trotzdem. Weil man wieder eine Gelegenheit gefunden hat, den Bauernverband zu denunzieren und unterschwellig Dinge zu unterstellen (Involvierung vom Bauernveband in nichtlandwirtschaftliche Biogasanlagen), die schlicht und einfach aus den Fingern gesaugt sind.
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Pierette
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« Antwort #21 am: 27.01.12, 16:42 »

Na Jochen, da wäre ich mir aber nicht so sicher...!

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Pierette
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« Antwort #22 am: 27.01.12, 21:42 »

So, nach einer "Melkpause" möchte ich dann auch gerne meine Behauptungen belegen:


Biogas-EnergieWiderstand gegen neuartiges Kraftwerk


Zitat
Biogas Münsterland“ heißt das Mammut-Projekt, hinter dem der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftverband (WLV) mit seiner Service-GmbH und die RWE-Tochter RWE Innogy stehen. 180 000 Tonnen Gülle von Schweinen und Rindern wollen die Projektpartner jedes Jahr in einer neuartigen Biogas-Anlage ganz am Rande der kleinen Gemeinde vergären.

oder

Neuer Standort für Gülle-Biogasanlage gefunden

Kann ja sein, dass RWE Innogy landwirtschaftlich und nicht gewerblich orientiert ist, da lass ich mich dann gerne belehren.

Die Verbalpompfe: andere Meinung = Sabotage kann ich nur müde belächeln Cool.

Kommen wir zum eigentlichen Thema zurück.

Der Versiegelung und Überbauung muss Einhalt geboten werden, daran gibt es nichts zu diskutieren.
Entsiegelung ist eine Supersache. Nur leider kommt dieser Ansatz viiiel zu spät. Und wenn ich sehe, wieviel versiegelte Fläche allein die Discounter hinterlassen, wenn sie den Standort wechseln, dann überlege ich natürlich, wie sich der BV mit denen auseinandersetzen wird. Aber für die Herrschaften Discounter werden ja noch extra Kreisel gebaut.
Und die Entscheidungen hierfür fallen in den Stadträten bzw. Kreisausschüssen, wo der BV präsent ist.

In der Begründung der Petition muss natürlich wieder einmal die wachsende Weltbevölkerung herhalten.
ICH bin der Meinung, dass D mit 357.000km² Fläche, von denen etwa 47% landwirtschaftlich genutzt werden, keinen Beitrag zur Ernährung der Weltbevölkerung leisten kann.
Das bisschen LN Fläche sollte ruhig geschützt werden und das Wasser in der Tiefe ebenso.
« Letzte Änderung: 28.01.12, 07:34 von Pierette » Gespeichert

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Jochen
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« Antwort #23 am: 28.01.12, 11:27 »

Das zeichnet eben den Bauernverband aus, dass er auf unterschiedlichste Gegebenheiten sinnvoll reagiert... Wink
Eine Güllevergasung in einem solch viehsatrken Gebiet in einer Großanlage macht Sinn.

Die AbL hingegen zeichnet es aus, falsche Zusammenhänge zu suggerieren..
Zitat
während sich unsere Landschaft allmählich in eine Maiswüste verwandelt und die "Fachjournaille" nicht mehr von Monokultur, sondern "Mais nach Mais" spricht. Wo bleibt da der Bodenschutz?
In wieviel Biogas-Großprojekten ist der BV involviert?
Man hat EINE einzige Großanlage im Kopf und wettert mit den Standardargumenten. (Maismonokultur)
Dass es sich bei besagter Anlage um eine REINE Gülleanlage handeln soll, wird geflissentlich verschwiegen. Ursache dafür wird unter anderem die Verärgerung darüber sein, dass ein gutes Konzept für die Verwertung von Überschussgülle gefunden wurde und damit schon wieder Argumemten gegen diese starke Viehhaltung der Boden entzogen wird. Man ist in AbL-Kreisen sehr gut darin, Positives mit ideologischen Schlagworten schlechtzureden. Ob es reine Gülleanlagen sind oder eine gute Petition, die dummerweise vom Bauernverband kommt.
Mir gefällt dieser falsche Stil nicht....
« Letzte Änderung: 28.01.12, 11:29 von Jochen » Gespeichert
Pierette
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« Antwort #24 am: 28.01.12, 14:50 »

Ach Jochen,
ich habe doch nur Dein reichlich schräges Argument widerlegt:
Zitat
Weil man wieder eine Gelegenheit gefunden hat, den Bauernverband zu denunzieren und unterschwellig Dinge zu unterstellen (Involvierung vom Bauernveband in nichtlandwirtschaftliche Biogasanlagen), die schlicht und einfach aus den Fingern gesaugt sind.


Nur zu Deiner Information: die schöne Parklandschaft des Münsterlandes war von Ackerbau und Viehaltung geprägt und  "Überschussgülle"  (ein paar km von der NL-Landesgrenze entfernt) ist doch eher ein neuartiges Phänomen.

Zurück zum Thema.
Zu beurteilen, was eine gute Petition ist, das dürfte im Ermessen eines jeden liegen.
Ein Einheitsverband kann auch nur Einheitsmeinungen dulden - aus den unterschiedlichsten Gründen. Wink

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muellerin
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« Antwort #25 am: 28.01.12, 15:44 »

Das, liebe Pierette, stimmt so nicht.
Ein Einheitsverband hat lauter Einzelmitglieder, die sehr wohl auch verschiedene Meinungen haben.
Bei Entscheidungen gilt das Mehrheitsprinzip.
So ist es halt in einer Demokratie.

Gruß
Müllerin
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Pierette
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« Antwort #26 am: 28.01.12, 17:00 »

Tut mir leid, müllerin, das sehe ich schon etwas anders,
denn wenn ich immer wieder erfahre, dass andere Meinungen zu "ideologischen Schlagworten" werden oder die "ABL ihr wahres Gesicht" wenn es um kritische Themen geht, dann reden wir wohl von unterschiedlichen Dingen.

Mehrheiten zu finden, das funktioniert auch auf unterschiedliche Weise, das sage ich jetzt aus persönlicher Erfahrung.
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muellerin
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« Antwort #27 am: 28.01.12, 17:06 »

Ich habe in meinem Leben ja schon eine Diktatur erlebt, und ich kann Dir sagen: diese Demokratie jetzt hat sicher auch ihre Schwächen. Aber das andere System möchte ich nicht wieder zurück.

(Ich war gestern auf einer Ausstellungseröffnung zum Thema "Landwirte im Widerstand gegen den Nationalsozialismus". Die Ausstellung selbst ist sehenswert. Aber die Diskussion dazu am Rande, vor allem von einigen Altkadern aus der DDR-Zeit hat mich doch etwas entsetzt. Da fehlt jede Einsicht. )

LG
Müllerin
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Pierette
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« Antwort #28 am: 28.01.12, 22:45 »

Hallo müllerin,
wo gibt es diese Ausstellung zu sehen? Gibt es die Gelegenheit, diese auch im westlichen D zu sehen? Die ist bestimmt hochinteressant.
Ebenso die Aufarbeitung der DDR-Geschichte und dass Altkader nicht ablassen können von ihren irren Vorstellungen, sicherlich etwas, worüber wir noch viel mehr reden/schreiben müssten bzw, die die diese Zeiten erlebt haben sollten vielmehr berichten. 
Es ist gut, dass diese Zeiten ein Ende haben!
Wir sollten unbedingt über dieses Thema einmal an anderer Stelle reden/schreiben, denn wir weichen doch ganz stark vom eigentlichen Thema ab, aber mich interressiert es wirklich.

Ich halte dennoch die Petition des Herrn Sonnleitner für brotlose Kunst, die Argumente ziehen nicht. Das ist meine Meinung und die äußer ich an dieser Stelle. Mein demokratisches Recht - das was der DBV - Präsident initiiert zu kritisieren, wäre in der ehem. DDR ein Unding gewesen und diese Freiheit lass ich mir auch nicht nehmen!

Gruß und gute Nacht, Petra
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« Antwort #29 am: 28.01.12, 23:06 »

wo gibt es diese Ausstellung zu sehen? Gibt es die Gelegenheit, diese auch im westlichen D zu sehen? Die ist bestimmt hochinteressant.

es ist wirklich ot, aber ich hab grad nach dieser ausstellung geschaut und folgendes gefunden: hier klicken
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lieben gruß, lucia
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