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Autor Thema: Frust im Stall, die 4.  (Gelesen 17994 mal)
Paula73
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« Antwort #30 am: 01.12.11, 04:45 »

Also ich halte nichts von diesen riesen Mengen Kolostrum gleich als erste Mahlzeit, kann mir auch nicht vorstellen das es nötig oder natürlich ist.
Unsere bekommen  mind. 1 in der Regel 2 Liter so schnell wie möglich nach der Geburt, das ist die Menge welche sie in der Regel alleine saufen. Unsere Kälber sind gesund, kaum Durchfall. Das eines Stirbt ist die ganz große Außnahme.
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Bullenmafia
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Ich bin wie ich bin und ändere mich nicht


« Antwort #31 am: 01.12.11, 05:57 »

bei mir in der Mast sind die schönsten, widerstandsfähigsten und leistungsfähigsten Tiere die von der Weide, wo sechs Monate bei der Mutter saufen durften. Abgesehen das diese Tiere nur auf Fleisch gezüchtet wurden und nicht auf Milch, kommen unsere Kälber in KEINSTER Weise dahin. Warum wohl?? das sollte mal zu denken geben.
bekommen nur Milch und Gras/Heu und am Schluss Kraftfutter.
LG Petra
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Petra
mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #32 am: 01.12.11, 08:34 »

Hallo Petra,
die Fütterung macht an der Gesundheit der Kälber sehr viel aus, das hab ich in vielen Jahren Bäuerinnendasein auch selbst ausprobiert.
Ist auch logisch, jeder werdenden Mutter wird eine Liste an Möglichkeiten vorgegeben, was sie alles tun kann, um das Beste für ihr werdendes Kind zu tun, ein Kalb wächst auch 9 Monate in der Kuh heran.
Unsere Kälber bekommen die erste Biestmilch aus der Flasche, ansonsten sind sie 3 Tage bei der Kuh und können nach Bedarf saufen, was sie wollen, ich beobachte das jetzt schon viele Jahre, da säuft kein Kalb 4 Liter auf einmal, sondern immer wieder kleinere Mengen über den Tag verteilt.
Das interessanteste Fachzeitungslesen ist- nach einigen Jahren ein paar Abende alte Fachzeitschriften vor der Papiertonne durchzublättern und zu sehen, was uns alles verqulickert wird.
So nach dem Motto, was kümmert mich mein Geschwätz von gestern.
Ich drück euch die Daumen, dass wieder "Glück im Stall" herrscht,
was ich grundsätzlich immer mache, jede Kuh und Kalbin bekommt eine Vitamin E-und Selengabe vom TA, bei Bedarf auch noch eine zweite Gabe. Ältere Kühe bekommen zusätzlich ihre Vitamin D3 Gabe.
Damit spare ich mir viel Ärger und Verdruss.
Und eines hab ich auch gelernt, alles geht vorüber, manchmal gehts eine Weile total gut, dann hackts wieder mal gewaltig,
ich seh das inzwischen gelassener.
Wünsche allen Glück im Stall
maria
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Susanna
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« Antwort #33 am: 01.12.11, 09:10 »

Unsere Kühe bekommen nach dem Kalben auch sofort eine sehr große Menge (ca. 20 - 40 l) Kuhtrank, ich weiß nur grade nicht, wie er heißt, den saufen sie gerne. Außerdem spritzt unser Sohn ihnen verschiedene Vitamine, ich muss sagen, das hat sich bewährt.

Mit den Kälbern hatten wir vor einigen Monaten Probleme mit extremen Durchfällen. Die Untersuchungen haben ergeben, dass wir unsere Kühe impfen lassen müssten. Das haben wir vorerst nicht getan, weil es besser wurde.

So fahren wir am besten *klopfaufholz*:
Wir geben den Kälbern Kolostrum so viel sie mögen, und stellen aber bereits nach wenigen Tagen (also sehr schnell) um auf Trockenmilch. Wir haben 2 Sorten, Biestmilch-Ersatzmilch und "normale" Trockenmilch.

Kommende Woche geht unser Tränkeautomat in Betrieb und wir sind natürlich gespannt, wie es funktionieren wird, auch mit der Gesundheit.
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Viele Grüße
Susanna
gammi
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« Antwort #34 am: 01.12.11, 10:20 »

....... da säuft kein Kalb 4 Liter auf einmal, sondern immer wieder kleinere Mengen über den Tag verteilt.
Das interessanteste Fachzeitungslesen ist- nach einigen Jahren ein paar Abende alte Fachzeitschriften vor der Papiertonne durchzublättern und zu sehen, was uns alles verqulickert wird.
So nach dem Motto, was kümmert mich mein Geschwätz von gestern.


Genau so sehe ich es auch. Was heute total "in" ist, ist morgen in den Fachzeitschriften "unmöglich". Ist wirklich interessant alte Zeitschriften durchzublättern. Aber was sollen sie denn sonst die ganze Zeit auch schreiben   Wink. Irgendwo habe ich auch einen Beutel zum kaufen gesehen. Der fasst 4 Liter Milch und hat gleich eine Vorrichtung zum Drenchen angebaut. Er ist zum einfrieren geeignet, damit man auch nur vorher untersuchte Milch verfüttert.

Ich glaube auch, dass Hauptproblem ist, dass die Kälber in der Natur über den Tag verteilt kleine Mengen trinken. Arbeitstechnisch hat die Menschheit das eben abgeschafft. Das wäre dann wieder eine Überlegung hin zum Tränkeautomaten wert.

Zum Frust im Stall. Wir werden es nie schaffen, dass wir alle Tiere ohne Krankheiten, mit optimalen Zunahmen halten können. Wenn es dazu ein Patentrezept gäbe, dann würden das sicher alle machen. Wir arbeiten mit der Natur, die hält sich nicht an Listen. Ich glaube das Vergessen wir manchmal.
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Auch Laufstall-Kühe geben gute Milch
Paula73
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« Antwort #35 am: 01.12.11, 11:56 »

bei mir in der Mast sind die schönsten, widerstandsfähigsten und leistungsfähigsten Tiere die von der Weide, wo sechs Monate bei der Mutter saufen durften. Abgesehen das diese Tiere nur auf Fleisch gezüchtet wurden und nicht auf Milch, kommen unsere Kälber in KEINSTER Weise dahin. Warum wohl?? das sollte mal zu denken geben.
bekommen nur Milch und Gras/Heu und am Schluss Kraftfutter.
LG Petra

Nun das sind eben die unterschiedlichen Ansprüche. Wenn du deine Milchviehkälber mit den MAstkälbern vergleichst ist schon klar das eure eigenen da nicht mithalten können. Ist wieder so eine Sache wenn man Äpfel mit Birnen vergleicht.
Ich denke allerdings auch nicht das es sinnvoll ist das Kalb einer Milchkuh ein halbes Jahr bei der Mutter laufen zu lassen - das Chaos im Stall ist sicher das kleinste Problem.
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Bullenmafia
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« Antwort #36 am: 01.12.11, 12:11 »

ich habe ja gesagt, das da großer Unterschied ist. es gibt auch massive Unterschiede zwischen den Milchviehkälbern.

LG Petra
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Ganz liebe Grüße
Petra
gammi
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« Antwort #37 am: 01.12.11, 12:12 »

Ja, die gibt es.....die Holsteins saufen fast immer und alles....die Flecken sind sehr wählerisch und eigensinnig. Grin

Aber wir weichen vom Thema ab.
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geli.G
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« Antwort #38 am: 01.12.11, 21:16 »


Aber wir weichen vom Thema ab.

.....dem kann ich abhelfen.... Roll Eyes

Wir hatten heute tote Zwillingskälber....das eine musste der TA erst zerstückeln ehe er es rausbrachte..... Shocked Cry

Hoffentlich wir die Kuh wieder.
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Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben.
Viele Grüße von Geli
gina67
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Nach jedem Winter folgt ein Sommer


« Antwort #39 am: 01.12.11, 21:18 »

Oje Geli, dass ist ja schlimm. Sowas kann keiner gebrauchen. Wünsch dir das die Kuh alles gut übersteht.
Mitfühlende Grüsse
Gina
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Ginchen
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« Antwort #40 am: 01.12.11, 21:56 »

Das ist wirklich eine böse Sache, tut mir echt leid. Wünsch der Kuh das sie wieder auf die Beine kommt und alles wieder in Ordnung ist.

Mitfühlende Grüße
Regina
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Herzliche Grüße aus Niederösterreich
Regina

Mut ist der Zauber, der Träume Wirklichkeit werden lässt!
gammi
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« Antwort #41 am: 01.12.11, 23:01 »

Sowas ist dann auch wirklich Frust.
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Bullenmafia
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Ich bin wie ich bin und ändere mich nicht


« Antwort #42 am: 02.12.11, 07:01 »

tut mir leid Geli, ich hoffe ich muss sowas nie mitmachen. mich schüttelts schon beim lesen.

LG Petra
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Ganz liebe Grüße
Petra
Krümmelmonster
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« Antwort #43 am: 21.12.11, 19:50 »

wir haben momentan auch Kummer im Stall.
Eine der drei Damen hat gekalbt vorgestern, ganz alleine alles fit, aber als es mein Mann gleich füttern wollte, hat es strikt verweigert. Nach nochmaligen Probieren haben wir gedrencht und als abends der TA da war gleich noch Vit.E, Selen und Eisen gespritzt aber nichts zu machen. DA es auffallend stark geschnauft hat, gab ich gleich noch was gegen Wasser in der Lunge. Heute früh gings den Kalb sehr schlecht, so dass wir wieder TA angerufen hat. Der stellte dann fest, dass es Wasser in der Lunge und einen angebornen Herzfehler hat, so dass das sauerstoffarme und -reiche Blut gemischt wird und es nicht optimal versorgt wird. er kann nicht mal Infusion geben, da in die Infusion nur Blut laufen würde. wenn man es an einer Ader verletzt würde es sofort verbluten.

Das arme Würmchen, wir wissen gar net was wir machen sollen, den saufen tut es immer noch net und dauernd Drenchen würde sein Tod sein, darf keinerlei Stress haben laut TA.

jedes 100. Kalb soll laut TA einen angeborenen Herzfehler haben und die wenigsten merken es.

Traurige Grüße
Petra
jetzt wo ich diesen beitrag lese muss ich an eine aussage eines bekannten denken..
er erzählte,dass er ca 15 tiere mit dem selben bullen belegt hatte (bulle mit einem sehr hohem rzg und töchtergeprüft), doch alle kälber sollen innerhalb von 2 wochen verstorben sein,weil sie laut TA ein zu kleines herz/ einen herzfehler hatten... haltet ihr das für möglich?
ich hab die aussage bisher immer für "geschwätz" gehalten..  Undecided
dass sowas mal vorkommt klar...aber eine ganze partie kälber? ich weiß nicht...ich kann das nicht so recht glauben..
habt ihr schonmal ähnliches erlebt?
mir macht es auch ein wenig angst, da wir besagten bullen nun gesext auf unsere färsen eingesetzt haben (als projekt für die höla später, um das kalbeverhalten von färsen mit gesextem sperma zu dokumentieren und zum anderen zur aufstockung aus dem eigenem bestand)
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Paula73
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« Antwort #44 am: 21.12.11, 20:42 »

Möglich kann es schon sein, nur sollten  dann ja auch andere Betriebe betroffen sein ?
Allerdings halte ich es auch nicht für komplett ausgeschlossen das bei besonders guten /teuren Bullen so etwas auch mal unter den Tisch gekehrt wird.
Sollte es mit euren Kälbern tatsächlich Probleme geben, diese unbedingt untersuchen und amtlich bestätigen lassen.
Ändern kannst du im Moment eh nichts.
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