Sybille
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Allen viel Glück! Gruß aus dem Bay. Wald
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« am: 11.10.11, 17:20 » |
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Wir sind neu hier uns sagen mal "Hallo" an Alle. Wir bräuchten jemanden der sehr gute Erfahrung mit Enten hat. Möchten uns, nächstes Jahr, zu den Hühnern noch Enten kaufen und selbst füttern aber nur für Eigenverzehr! Planen 2x im Jahr je 5 Enten zu kaufen. Haben mal bei Züchter gefragt, dieser sagte junge Enten zum Selbstmasten kosten 3-5€, je nach Grösse/Alter. Diese sollte man 13-15 Wochen füttern, dann sind sie schlachtreif. Nun ist aber unser Problem: Wir sind absolute Laien!!! Haben demnach viele Fragen: z.B. Welche Entenrassen, was füttern, wie geht das Schlachten, usw. Und ehrliche Antwort: Rentiert sich das überhaupt? Wir haben jemanden von dem könnten wir Enten (ca. 2,5kg) für 20€ fix fertig vorbereitet kaufen. Weiter ist unser kleines Problem: Wir wohnen in einem Wohngebiet, hätten ca. 200qm Grund für die Enten, planen Einzäunung (1,50m hoch). Nun wurde uns gesagt: Überlegt Euch das gut, denn die Enten machen sehr viel Dreck, sind sehr laut (könnten Nachbarn sich beschweren) und rechnet mal durch ob sich der ganze Aufwand lohnt, bei 10 Enten im Jahr für Eigenverzehr. Wie sagte jemand zu uns: Für 4€ kauft ihr die Enten ein, dann das ganze Futter kaufen usw. Kauft Euch lieber Eure Enten um 20€ von dem Bekannten. Nun ist guter Rat teuer? Wären für Eure Antowrten sehr dankbar, allen vorab besten Dank und weiter Alles Gute. Euere Sybille und Hansi
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mouhkouh
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« Antwort #1 am: 11.10.11, 19:01 » |
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Hallo Sybille,
wir hatten zwei Jahre lang neben Hühnern für eigene Eier auch Warzenenten zum Kükenverkauf und Eigenverzehr. Jetzt hab ich mit den Enten aufgehört, weil sie einfach sehr viel Arbeit machen. Sie machen unglaublich viel Dreck (Kot, Wassergepansche, Pfütze etc.). Laut sind sie nicht, sie schnattern nämlich nicht (man nennt sie auch Stummenten ), nur der Entenmann zischt viel, das ist aber nicht laut. Wenn es nur darum geht, ob sich das ganze lohnt, muss ich verneinen. Nicht nur vom finanzellen her, sondern auch wegen der Arbeit, die du mit den Tieren hast. Wenn du dann auch noch Futter kaufen musst und kein eigenes hast, was du verwerten kannst, sieht die Bilanz noch schlechter aus. Bei uns war das besser, weil ich Küken selber gezogen hab und die dann auch verkaufen konnte- bei drei Brutenten mit zweimal pro Jahr zwischen 20-35 Küken die man pro Tier mit drei Wochen für 3 Euro das Stück verkaufen kann, kommt da schon ordentlich was bei rum. Aber nur fürs Mästen, da zahlst du drauf.
Wenn es allerdings auch darum geht, die Tiere selber zu mästen, weil es einem damit besser geht da man sich sicher sein kann, das die Ente, die man später isst, ein gutes Leben hatte - dann lohnt es sich allemal. Allerdings darfst du die Tiere ohne Sachkundenachweis nicht selber schlachten! Und wenn du die Tiere schlachten lässt, musst du für die Schlachtung + Ausnehmen pro Tier auch nochmal um die 4-6 Euro rechnen. Wichtig ist auch der richtige Schlachtzeitpunkt, weil die Tiere sonst schwer zu rupfen sind und Federstifte haben, die schwer zu entfernen sind.
Was Aufzucht und Haltung betrifft, reicht es, ein gutes Buch (GU) zu kaufen, da steht alles Wissenswerte drin. Und was nicht drin steht, kann man z.B. hier erfragen. Manche Entenrassen benötigen z.B. einen Schwimmteich, anderen genügt eine Badewanne in Form einer Wäschewanne oder ähnlichem.
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goldbach
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« Antwort #2 am: 11.10.11, 20:52 » |
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...200 qm Grund: die Enten versauen Dir alles! Frage: wohnt ihr in einer Siedlung? Da kann es durchaus sein, dass lt. Bebauungsplan die Kleintierhaltung gar nicht zulässig ist. Ansonsten unterschreib ich alle Sätze meiner Vorschreiberin. v.a. wo willst Du evtl. schlachten? Oder wegbringen zum schlachten? Das kostet bei uns hier € 4.-- / Stück. Für € 20.-- bist Du mit einer bratfertigen Ente gut bedient. goldbach
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Sybille
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Beiträge: 31
Allen viel Glück! Gruß aus dem Bay. Wald
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« Antwort #3 am: 12.10.11, 14:34 » |
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Hallo, danke für Euren Rat. Muss ich wohl umdenken. Weil halt die Eier, von den eigenen Hühnern, so gut sind, dachte ich mir auch Enten selbst zu füttern. Aber....eben alles nicht so einfach, wie wir "Laien" denken. Was sagt Ihr zur Alternative: Truthahn! Habe da was von Schwarzkopfkrankheit gehört, oder sind extrem empfindlich, z.B. dürfen nicht nass werden, usw. Könnte ich evtl. im Stall/Verschlag halten, selbst masten und hätte auch "Super Fleisch". Was meint ihr Profis dazu? Gleich wieder vorab "Danke" für Ratschlag. Grüssen Euch ♥
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goldbach
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« Antwort #4 am: 12.10.11, 21:23 » |
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.... meinst Du das wirklich enrst?? Truthahn auf 200 qm? Für Truthahn bin ich wirklich keine Spezialistin - aber als vor einigen Jahren meine Nachbarn die gefütterten 3 Puten schlachteten, waren 3 erwachsene Söhne zugange, die Tiere beim schlachten im Zaum zu halten! Seitdem weiß ich, dass ich diese Tiere NIE halten werde! goldbach
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mouhkouh
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« Antwort #5 am: 12.10.11, 21:47 » |
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..und darfst du auch nicht selber schlachten, ohne Sachkundenachweis (so wie Wirbeltiere im Allgemeinen) . Bezüglich der Aussage, Puten dürfen nicht nass werden, das bewahrheitet sich in den meisten Fällen. Die brauchen nur „nasse Füsse“ bekommen, und sind gleich krank. Meine Eltern halten Puten, die eignen sich beispielsweise nicht für Wohngebiete weil sie sehr laut sind, und nicht für Kinder, weil sie sehr aggressiv werden können. Warum überhaupt als Privatmann umbedingt Fleisch selber erzeugen? Warum kaufst du nicht beim Metzger deines Vertrauens, da bekommst du sehr gutes Fleisch, und die Tiere werden im allgemeinen tiergerecht gehalten. Oder du suchst dir einen Landwirt, der ab Hof geschlachtet verkauft? Ich kauf ab jetzt unsere Weihnachtsente/Gans im Nachbardorf bei einem kleinen Geflügelmäster (500 Gänse etc.), da hab ich auch exellente Qualität und muss mich selber nicht plagen.
(Medikamente brauchst du für deine Tiere auch, denn die müssen auch entwurmt werden oder gegen Parasiten bei Befall behandelt werden...)
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Sybille
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Allen viel Glück! Gruß aus dem Bay. Wald
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« Antwort #6 am: 13.10.11, 08:15 » |
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Hallo und danke für Eure Hilfe. Mal sehen wie wir uns entscheiden, haben ja noch Zeit bis Frühjahr 2012.
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pauline971
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« Antwort #7 am: 13.10.11, 20:07 » |
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Wie meine Vorschreiberinnen schon erläutert haben hängt da sehr viel mehr dran als Du denkst. Man darf nicht nur immer die friedlich gras zupfenden Tiere sehen. Sonstern auch mal hinter die Showbühne gucken. Wo lagerst Du zB. den Mist, welchen die Hühner produzieren? Was machste wenn eine krank, vom Habicht gepackt usw. und dann geschlachtet werden muß? Wer macht das dann? Wer schlachtet und rupft? Futter ran schaffen, Stall sauber machen, Ungeziefer vernichten usw. usw. Ich will keinem die Hühnerhaltung ausreden, aber ich weiß selbst was dran hängt obwohl es bei mir nur Hobby ist. Ich liebe meine Hühner und würde sie nicht mehr missen wollen, aber es macht auch viel Arbeit und kostet auch Geld. Dafür kann man lange Eier kaufen.
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Das Leben ist zu kurz um was schlechtes zu trinken
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Sybille
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Allen viel Glück! Gruß aus dem Bay. Wald
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« Antwort #8 am: 14.10.11, 18:13 » |
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Hallo Pauline, dein Rat,zum Thema Hühner, ist gut..Aber ich meinte Entenhaltung! Bei der Hühnerhaltung ist bei mir alles ok. Das haben wir super im Griff. Wegen der Entenhaltung warte ich bis zum Frühjahr. Vorab weiss ich nun: Junge Ente kostet 3,50€, fürs Schlachten zahle ich nochmal 3,50€. Kaufe ich meine Ente, vom Bauern, fix fertig vorbereitet, zahle ich,für ca. 2,5kg Gewicht,22€. Ich weiss was das an Arbeit/Futter ist, überlege das in aller Ruhe. Leider gibt es bei uns das "Selbstvermarkten von Biobauern" nicht - wird verhindert durch unsere Metzgereien - Ich denke einfach: Nur das was ich selbst anbaue/füttere kann ich ohne Einschränkung essen. Meine pers. Meinung ist: Die kleinen Bauern sollten viel besser gefördert werden, damit diese wieder eine faire Überlebenschance haben. Verbraucher "1a" Lebensmittel bekommt man, aber alles hat seinen Preis.
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