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Autor Thema: Antibiotika-Einsatz in der Hähnchenmast!?  (Gelesen 1049 mal)
reserl
Niederbayern
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« am: 18.11.11, 19:32 »


Vor ein paar Tagen wurden Ergebnisse einer Studie in Nordrhein-Westfalen veröffentlicht, derzufolge 96,4% aller
Masthähnchen Antibiotika verabreicht wird.

Verbraucherschutzminister Remmel aus NRW machte dazu den Züchtern massive Vorwürfe:
Zitat: "Entweder es handelt sich um Wachstumsdoping - was seit 2006 europaweit verboten ist. Oder aber das System der Tiermast ist derart anfällig für Krankheiten, dass es ohne Antibiotika nicht mehr auskommt. Das ist dann Gesundheitsdoping." Wenn die Hähnchenmast nur noch mit Antibiotika funktioniere, sei für ihn klar, dass diese Art von Massentierhaltung keinen Bestand haben könne.


Wie beurteilt Ihr die Ergebnisse?

« Letzte Änderung: 18.11.11, 19:49 von reserl » Gespeichert

lieben Gruß
Reserl



Wer sich heute freuen kann, der soll nicht bis morgen warten.
Paula73
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« Antwort #1 am: 18.11.11, 21:03 »

Ich stelle mir die Frage welche Art der Tierhaltung überhaubt ganz ohne Antibiotika auskommt ?


Ganz klar sollte Antibiotika nur angewendet werden wenn nötig, sprich nicht profilaktisch, aber das setzte ich bei ordnungsgemäßer Haltung einfach mal voraus.

Wie stellt man sich eine Haltung ganz ohne Antibiotika vor - lieber ein totes Tier als ein behandeltes ?

Es ist noch nicht lange her da kam im TV ein sehr guter Beitrag über den Vergleich Bio oder konventionel. Sehr objektiv ohne das eine oder andere zu verurteilen. U.a. kam da die Aussage einer Hühnerhalterin mit Freilandhaltung - das Freilandhühner weitaus öfters mit Wurmmitteln und Antibiotika (Erkältung) beh. werden müssen als die Tiere im Stall.
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Freya
Oberbayern
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no guts, no glory !


« Antwort #2 am: 19.11.11, 00:33 »

Mein Mann hat die Reportage im TV gesehen, mir erzählt und war ganz schockiert ....auch wenn wir selbst nur 10 Hühner haben für den Eigenbedarf ....

Im Stall hat man halt alles etwas besser unter Kontrolle als auf der Weide oder in Freilandhaltung.... so ist das halt .... ich renne mir die Hacken ab mit homöopathischen Arzneien ...
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liebe Grüße
Freya
fanni
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« Antwort #3 am: 19.11.11, 06:38 »

Gestern war dazu ein interessanter Beitrag im BR in "Unser Land", wird glaub ich heute vormittag wiederholt.
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Herzliche Grüße von Fanni
Imke
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Beiträge: 981

Wer Heiterkeit sät, wird Lebensfreude ernten


« Antwort #4 am: 19.11.11, 10:46 »

hallo, hab die Sendung auch gesehen im BR,  wenn einige bis wenige Hähnchen krank sind, bekommen alle anderen
auch die Medizin ab, man kann nicht abwarten, man muß sofort behandeln, meistens übers Wasser. Und wie könnte man
schon ein paar kranke Hähnchen aussortieren unter 2000 oder mehr?  Ich meine die Wartezeiten werden-müssen wohl
eingehalten werden bis zum Verkauf. Da schmecken die selbst gemästeten Gickerl gleich doppelt gut,  wenn sie
auch länger als 36 Tage gefüttert werden, bis sie in den Topf wandern, und garantiert ohne Medis. Einziger Nachteil
der selbst erzeugten Hähnchen, die kleinen Küken sind geimpft, weiß nicht wie oft und gegen was, auf jeden Fall gegen
einige Krankheiten. Ist ja bei den Ferkeln nicht anders, ohne Impfungen gehts nicht mehr. Blauzungenimpfung läßt
grüßen, was taten mir unsere Kühe leid, als sie damals geimpft werden mußten, Pflichtimpfung  Shocked. Impfungen in der
Tierhaltung sind Standart, ein Muß, ein Geschäft mit Millionen oder gar Milliarden? Denke mir, in jeder Zelle steckt die
Information des Impfschutzes der Tiere, muß es ja, sonst wären sie zwecklos, diese verspeisen wir auf dem Teller.
Vegetarier bin ich nicht, auch wenns  danach aussieht, ich mag Schweine-und Rinderbraten sehr gerne. Bloß, die
Zeit von früher, die kenne ich noch, wo es keine Impfungen für Tiere gab, und die Tiere auch Gesund waren,
schade darum.
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Das Glück ist ein Mosaik, bestehend aus lauter unscheinbaren
kleinen Freuden.
LG Imke
maggie
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Bäuerinnen - sind wie andere frauen


« Antwort #5 am: 26.11.11, 15:10 »

Zeit von früher, die kenne ich noch, wo es keine Impfungen für Tiere gab, und die Tiere auch Gesund waren,
schade darum.

liebe imke,
da bin ich nicht ganz sicher, ob die tiere früher wirklich gesünder waren, vieles wusste man gar nicht -

nur - es hat sich ja herausgestellt dass wir früher alle nicht so anfällig auf krankheiten waren, damals war "dreck noch gesund" - und heute sind das nur noch "keime und käferchen"
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liebi grüess   und
bis bald   -  ihr werdet mich  so schnäll nöd wieder los

margrith  us der schwiiz
Beate Mahr
Untermain Ebene
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Ohne Frauenpower keine Bauernpower


« Antwort #6 am: 29.11.11, 13:17 »

Hallo

das ist doch mal eine positive Nachricht

EMEA-Auswertung: Deutsche Tierärzte verordnen vergleichsweise wenig Antibiotika

Zitat

Die Auswertung belegt auch, dass die Antibiotikaanwendung bei Tieren in der Landwirtschaft
auf das Vorkommen von hochresistenten MRSA-Keimen in Krankenhäusern keinen Einfluss hat.

Obwohl die Niederlande in der EMEA-Auswertung einen unangefochtenen Spitzenplatz
bei Antibiotikaverbrauch einnehmen, melden niederländische Krankenhäuser
nur wenige Probleme mit MRSA-Keimen.
Niederländische Kliniken gelten europaweit als vorbildlich bei der Hygiene.


Niedersachsen rudert auch zurück

Ausgewertet: Kein Zusammenhang zwischen Betriebsgröße und Antibiotikaeinsatz bei Nutztieren

Zitat

„Zu schnell werden gelegentlich nicht zutreffende Schlüsse aus Erhebungen gezogen”,
erklärt Minister Lindemann.
Ein Beispiel ist die Resistenzentwicklung bei MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus)-Keimen.
Vorschnell wurde die Tierhaltung als hauptsächliche Ursache für die Resistenzentwicklung
dieses Krankheitserregers gegen Antibiotika verantwortlich gemacht.
Untersuchungsergebnissen zufolge sind die normalerweise beim Menschen vorkommenden
multiresistenten Keime zumeist nicht dieselben, die in der Tierhaltung vorkommen.



Hoffentlich werden diese Meldungen auch Schlagzeilen !!!!
Gruß
Beate
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Einen Vorsprung im Leben hat, wer da anpackt,
wo die anderen erst einmal reden

John F. Kennedy
muellerin
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Power to the Bauer!


« Antwort #7 am: 29.11.11, 13:42 »

Hoffentlich verinnerlicht das auch unser Landwirtschaftsminister, denn der hat auch (ganz populistisch) eine Sondersitzung des Agrarausschusses zu diesem Thema angesetzt.

Gruß
Müllerin
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