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20.06.13, 14:12


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Autor Thema: Bändigen von Kühen im Melkstand  (Gelesen 4733 mal)
gammi
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« Antwort #15 am: 26.08.11, 13:14 »

Wie schnell greift ihr denn zum Bügel? Sofort, wenn eine Kuh unruhig wird? 


Als wir den STall übernommen haben wurde vom Vorbesitzer auch sofort zum Bügel gegriffen, sobald eine Kuh nur mal kurz den Fuß hochgehoben hat. (Damals hatten wir auch eine total verängstigte Herde übernommen. Heute sind alle sehr zutraulich  Wink)

Der Bügel kommt bei uns jetzt auch nur noch in Extremfällen zum Einsatz. Meistens bei Färsen oder auch mal bei Strichverletzungen. Zuerst versuche ich es aber lange geduldig......ein Strich ansetzen, ne Weile warten dann erst den nächsten Strich ansetzen usw.. Hat zwar schon den ein oder anderen blauen Fleck am Arm gegeben. Aber ich finde die Kühe werden durch den Bügel noch unruhiger als sie vorher schon sind.
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Auch Laufstall-Kühe geben gute Milch
Sonnenblume2
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« Antwort #16 am: 26.08.11, 13:27 »

Also, wenn 1/4 der Kühe generell beim Melken so schlagen, das die Melkzeuge abgeworfen werden...dann ist definitiv irgendwas nicht in Ordnung, denke ich.

Es bekommen einige schon den Bügel hinauf, nur als Vorbeugung und nicht weil sie ständig schlagen und Melkzeug abschlagen.
Es ist bei einigen Kühen so, mit Bügel sind sie brav und ruhig, wenn wir den Bügel dann weglassen, dann funktioniert das Melken auch ein paar Mal problemlos, aber sobald sie es checken, dass kein Bügel mehr oben ist und es ein leichtes ist das Geschirr herunter zu bekommen, dann wird das Abschlagen halt öfters probiert.

Zitat
Wie schnell greift ihr denn zum Bügel? Sofort, wenn eine Kuh unruhig wird?
Eigentlich schon relativ schnell.
Ich zeige da eher mehr Toleranz aber SM gibt fast bei jeder Bewegung der Kuh den Bügel rauf und wie oben beschrieben, wenn die Kühe den Bügel erst mal gewöhnt sind, dann brauchen sie ihn meist immer.

Aber vielleicht liegt die Ursache wirklich an zu kleinen Zitzengummis, oder falsches Vakuum,…werde dem jetzt mal auf die Spur gehen, weil normal ist es ja wirklich nicht – vor allem wenn ihr alle auch fast ohne Bügel auskommt.

Ist vielleicht zu viel Unruhe im Stall, bzw. im Melkstand? Darauf reagieren unsere Kühe nämlich mit Schlagen.
Nein, das denke ich weniger.

lg Sonnenblume
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frankenpower41
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« Antwort #17 am: 26.08.11, 14:12 »

Bei uns bekommen alle Kühe und Kalbinnen Fußfesseln an.  Ist schon gut wegen Hemmstoff und in Kübel melken.
Da wird man gleich mal aufmerksam.  Diese Bügel kenn ich überhaupt nicht, höchstens von ganz früher bei meinen Eltern im Anbindestall.  Ich denk mal, wenn wir ständig so viele "Problemkühe " hätten, hätten wir wohl längst das Handtuch geworfen.  Das geht ja schon an die Nerven. Es ist ja schon schlimm, wenn mal eine sich aufführt wie verrückt. Bei uns ist da aber meist Verletzung dabei und der Kuh tuts einfach weh. Hilft aber auch nichts, die Milch muss halt raus.
Klar, dass bei der Hitze mehr Nervosität im Melkstand ist. Wenn mal eine besonders Probleme macht, dann wird Fußfessel an Melkstandgestänge mit Strick festgemacht. Manchmal hilft auch an der Schwanzwurzel zu graulen, das beruhigt auch.

marianne
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allgäurenate
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« Antwort #18 am: 26.08.11, 15:37 »

Hallo Marianne,

eine Frage bei der Kuh mit Hemmstoff Fußfesseln? Warum denn dass, haben die keine Beschwerden beim Gehen?, Wir nehmen die rot weisen Absperrbänder von der Baustelle immer auf der Seite wo das Euter behandelt ist, bzw. 2 Bänder wenns was anders ist.

Unsere Kühe tun rasend mit Fußfesseln, kommen nur im äußersten Notfall ran.Liegts an der Rasse? Sb?

Liebe Grüße Allgäurenate 
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Raute
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« Antwort #19 am: 26.08.11, 16:30 »

Hatte gestern zu wenig Zeit um zu schreiben.

Also wir lassen unsere Melkanlage 1 mal im Jahre checken, bis jetzt war immer alles ok.
Wir haben einen Ventilator im Stall, der alle Fliegen vertreibt und kühlt.
Es ist ruhig und nicht zu heiss.

Schlagbügel verwenden wir nicht schnell, nur dann wenn eine Kuh oder Jungkuh während des Melkens den das Melkzeug 3-5 ,mal abschlägt.

Das Problem ist, das die meisten Kühe zwei brauchen und ich aber nur den einen von unter aus dem Melkstand an der Kuh befestigen kann. Um den zweiten anzubringen müsste ich aus der Grube hoch steigen......

Ich bin eigentlich immer die ruhigere, die die den Kühen zu redet und ich habe es schon geschafft, das Kühe, die vorher mit Bügel gemolken wurden, auf einmal keinen mehr brauchten, aber eben nur solange, wie mein Mann eben Geduld und Zeit hatte....
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frankenpower41
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« Antwort #20 am: 26.08.11, 16:56 »

Hallo Allgäurenate.

Die Fußfesseln nehmen wir wegen vergratschen. Wenn Kuh "normal" Hemmstoff hat wegen Euterentzündung haben wir schon Markierungsbänder, auch bei den Trockenstehenden.
Es kommt ganz selten vor, dass die wegen der Fußfesseln Probleme haben. Wir lassen sie halt dran, bis die Milch normal geliefert werden kann. Die verlieren sie wenigstens nicht, bei den Markierungsbändern kommt das schon oft mal vor.

Marianne
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Mathilde
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« Antwort #21 am: 26.08.11, 17:15 »

Das Problem ist, das die meisten Kühe zwei brauchen und ich aber nur den einen von unter aus dem Melkstand an der Kuh befestigen kann. Um den zweiten anzubringen müsste ich aus der Grube hoch steigen......

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Marie von Ebner-Eschenbach
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Tu`e Gutes und rede nicht drüber.


« Antwort #22 am: 26.08.11, 17:47 »

Hi!

Wir haben früher immer solche Kühe im Melkstand immer auf den hintersten Platz gelotzt und dann mußte sich der Lehrling (damals war ich das ) bei der Kuh hin stellen und bis das melken fertig war.
Gruß
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renerl
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echt kuhhhhl


« Antwort #23 am: 26.08.11, 21:41 »

Im Moment ist das Melken für Kühe und Melker stressig. Die kleinen Fliegen und die Hitze machen allen sehr zu schaffen. Wir haben eigentlich auser bei  Kalbinnen selten Probleme mit Schlagen, aber im  Moment schon- das macht auch den  Kühen keinen Spaß. Ich mache Kühen, die generell schlagen Fußfesseln hin. Meist reichen schon ein paar Melkzeiten das sie bräver werden. Wenn eine am hintersten Platz steht fixiere ich einen Fuß am Gestänge.   In der Mitte kann man die Füße zusammenbinden. Allerdings ist es auch schon passiert, das sich eine so aufgeregt hat, das sie hingefallen ist, dann ist keinem damit geholfen. Aber generell hilft das ganz gut- also nicht die beiden Hinterbeine fest zusammen zurren, sondern nur so, das sie nicht mehr so weit nach vorne ausssschlagen kann. Ich habe einen kranken Unterarm, da schau ich schon drauf, das ich nach Möglichkeit nichts abkriege. ich denke, wenn es wieder kühler wird und nicht mehr so schwül habens alle wieder leichter- Kühe und Melker!
« Letzte Änderung: 26.08.11, 21:44 von renerl » Gespeichert
mouhkouh
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« Antwort #24 am: 26.08.11, 22:22 »

Hallo Allgäurenate.

Die Fußfesseln nehmen wir wegen vergratschen.

Marianne

Gott, da bin ich froh, das wir seit November 2010 eine Abkalbebox haben, und die blöden Grätschfesseln Geschichte sind. In der Strohbox brauchen sie ja sowieso keine, höchstens für den Weg zum Melkstand. Und da hatten wir seit November nur zwei Kühe, die wegen einer schwereren Geburt Probleme hatten, ihre Hinterbeine zu koordinieren. Die haben dann für ein paar Tage die Fessel getragen, aber nur, bis es zurück in den Laufstall ging. Früher im Anbindestand war das anders, da brauchte fast jede Kuh eine Fessel.
Wie gesagt, ich bin froh, das wir diese Zeit rum haben, ich find die Fesseln einfach nur fürchterlich Wink
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Pierette
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« Antwort #25 am: 27.08.11, 10:22 »

Bei uns gibt es kaum was zubändigen im Melkstand.
Falls es mal vor kommt hält einer den Schwanz hoch und der nächste setzt an. Nach einigen Tagen ist es im normalfall vorbei.
In dem moment melken wir dann zu zweit, ansonsten immer nur einer.

So geht es bei uns auch, es gibt keine Bügel im Betrieb. Fehler an den Zitzengummis (ob falsche Größe oder zu alt) dürften wohl eher durch erhöhte Zellzahlen auffallen.
Komischer Weise werden bei uns die Fliegen erst im Oktober/November zum Problem, dann wird noch einmal behandelt und während des Melkens der große Lüfter angeschmissen.

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anerev80
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« Antwort #26 am: 31.08.11, 22:32 »

Unsere Kühe waren auch mal eine Zeit lang sehr unruhig im Melkstand wir haben:
-Kriechstrom und Erdstrahlen messen lassen und unseren Melkstand geerdet, dies wurde beim bauen unterlassen.
-Wir brennen die langen Euterhaare mit einem speziellen Gerät für dies ab.
-Haben einen Lüfter im Melkstand installiert.
- duschen unsere Kühe im Warteraum kurz mit einem Schlauch, der eigentlich für die Tomatenbewässerung wäre, ab. Funktioniert wie eine 
  Sprinkleranlage ist aber sehr kostengünstig. Dies wirkt Wunder gegen Fliegen.
-Haben in allen Melkstandfenstern Fliegennetze montiert.

Unseren Kühen gefällt nun das Melken viel besser und unser Aerger hält sich sehr in Grenzen.

Liebe Grüsse verena
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perle
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« Antwort #27 am: 03.09.11, 22:31 »

wir haben auch Schlagfessel, brauchen sie aber äußerst selten- am ehesten bei Kalbinnen die ersten paar melkzeiten, bis sie wissen, was von ihnen gewollt ist. Erst vor kurzem hat mich eine fast verrückt gemacht, nun fällt sie überhaupt nicht mehr auf Cheesy
Seit wir unseren Melkstand neu gebaut haben, komm ich nicht mehr gut hoch, von unten anbringen, bin ich zu klein Lips Sealed
das heißt, dass ich halt um Hilfe rufe, wenn es mal wieder so weit ist- irgendwer ist normalerweise noch auf dem Hof und kommt dann, und deswegen ständig zu zweit melken, wäre unsinnig.
Perle
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gammi
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« Antwort #28 am: 03.09.11, 22:38 »

...ich bin auch zu klein und mir fällt es auch schwer den Schlagbügel anzubringen. Aber ich hab im Melkstand eine leere Sprudelkiste die ich dann als Erhöhung benütze.
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Auch Laufstall-Kühe geben gute Milch
Asta
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« Antwort #29 am: 04.09.11, 12:09 »

Ich bin schon etwas erstaunt ob der vielen "Schlagkühe". Ich bin der Meinung, dass es eminent wichtig ist die Tiere zahm zu bekommen. Dies ist kein leichtes Unterfangen! Aber es lohnt sich bestimmt! Das Zähmen muss im "Babyalter" beginnen. Und es braucht Zeit. Leider fehlt es immer an der Zeit! Zahme Tiere sind viel einfacher zu handhaben. In einer Herde von 60 oder was weiss ich wie vielen Tieren ist es fast nicht mehr möglich die einzelnen zu zähmen. Aber zahme Tiere sind zutraulicher und lassen sich viel besser ...., auch melken!
Bei uns bin ich die jenige, die die Kälber schon in den ersten Lebenstagen beginnt zu "schätzelen". Bis jetzt (in den letzten 6 Jahren) hatten wir nur vereinzelte Tiere, die das Melken nicht akzeptierten.
Hab mal gelesen, dass die Kuh sich nur richtig melken lässt, wenn sie den Melker, die Melkerin als ihr Kalb akzeptiert hat. Melken ist dem zufolge eine Vertrauensangelegenheit;( nebst allen technischen Möglichkeiten bezüglich Hemmnissen und Störungen.) Wir müssen unsere Kühe als "Kolleginnen" oder gar "Freundinnen" sehen, für die wir nur das Beste wollen.
Ich hoffe nicht zu sehr anzuecken mit meinen "komischen" Ansichten.
Viel Freude im Stall Kiss
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