Hallo agri,
ich habe geschrieben wir haben vor Jahren einen rentablen Hof übernommen. Nur jetzt nicht mehr, da kann der Hof nix dafür.
kleine Rechnung...
wie wir gestreikt haben mit der Milch war der Preis auf dem selben Stand wie heute...
wie gleichst du jetzt aus die ganzen Steigerungen.... Dünger, Diesel, Eiweißfutterzukauf und da ihr ja alles zukauft (Grassilage, Maissilage, Heu und Stroh) hat sich ja alles verdoppelt und verdreifacht.
ok die Kälber kosten mehr aber nur wenn du Fleckvieh hast und die Schlachtkuh kostet auch ein Vermögen aber auch nur wenn du Fleckvieh hast. Genauso kosten die Tiere ein Vermögen wenn du Kalbinnen/Kühe zukaufst, genauso wie du massiv Krankheiten zukaufst. ich weiß wovon ich rede.
welche Daten hast den, Stalldurchschnitt, Zellzahlen (guter Betrieb ist unter 100) und Tierarztkosten bzw. Verluste. und vorallem wie rechnest du den ganzen Futterzukauf. wenn du 160 Kühe hast und keine Feldarbeit was machst du dann den ganzen Tag?? wenn ihr keine Nachzucht habt, denke ich habt ihr 200 Tiere ca. das arbeiten andere auch zu zweit und machen Feldarbeit.
die Rentabilität hängt von vielen Faktoren ab und nicht nur vom Bankkonto.
sprich ein Betrieb der nur Gewinn macht und keine Ausgaben hat, ist auch rentabel (kann aber keine Maschinen, veraltert, alte Gebäude etc. haben) schlechte Tiergesundheit usw.
anderer Betrieb hat zwar keinen großen Gewinn, aber investiert in den Betrieb etc. und wenn dann noch was übrigbleibt abzüglich Privatanteil und evlt. Rückzahlung von Schulden und Privatansparung/Altersversorgung etc. DANN ist er rentabel
aber nachdem letzte Woche die Steuer da war und meinte, momentan schauts böse aus wenn jemand vom Zukauf leben muss, denke ich net das du noch lange große Töne spuchst außer du hast ständig Festpreis bei der Ware aber das wird der andere nimmer lange machen. aber mir solls egal sein.
aber pass auf was du über andere sagst.
LG Petra
Hallo Petra,
du hast geschrieben, dass ein patzen Geld auf eurem Konto liegt. Aber egal, deine wiedersprüchlichen Aussagen dazu haben auch andere angemerkt.
Die gennanten Produktionsmittel unterliegen permanenten Preisschwankungen nach oben und nach unten, bei den wesentlichen Produktionsmitteln kann ich jährliche Preisschwankungen von 100% und mehr nicht feststellen.
Ich kann das nur für unseren Zukauf beantworten.
Lt. unseren Kalkulationsdaten und auch den Vergleichsdaten aus Fachzeitschriften ist die normale Rinderaufzucht betrachtet über mehrere Jahre wenig lukrativ. Oder anders ausgedrückt: wir konnten bisher unsere Arbeitskraft und unser Kapital in Milchviehaltung eindeutig besser verwerten, sprich dort war es rentierlicher.
Wie schon beschrieben betreiben wir keine Außenwirtschaft und haben auch keine Maschinen dafür. Der langjährige Bewirtschaftungsvertrag regelt die Zukaufskosten für das Grundfutter. Da die Futtermengen/-qualität beim Mais aufwendig zu ermitteln sind, orientiert sich die Preisfindung an den Marktfrüchten Raps/Getreidefruchtfolge.
Allerdings ist der Maisanteil in der Ration eher gering. Der Mais wird größtenteils durch Pressschnitzel ersetzt. Ist lt. unserer Berechnung preisgünstiger, sehr schmackhaft für die Tiere und sicher in der Qualität und ganz besonders sicher bzgl. der Menge.
Bei der Fremdbewirtschaftung des Grünlandes tragen wir die Betriebsmittelaufwendungen für Dünger, Pflanzenschutz und Saatgut, die Betriebsmittelaufwendungen für die Maschinen werden über einen festen Hektar-Satz abgerechnet.
Eine Außenwirtschaft betreiben wir deshalb nicht, weil wir unsere Arbeitskraft und unser Kapital lt. unseren Datenansätzen in der Milchviehaltung eindeutig besser verwerten, sprich dort war es rentierlicher.
Einen erheblichen Nachteil hätte die Außenwirtschaft auch, weil wir dann Arbeitsspitzen, die wir nicht abdecken können und auch nicht wollen. Die Rinderhaltung leidet unter den Arbeitsspitzen in der Außenwirtschaft erheblich, so unsere Erfahrungen aus der Vergangenheit. Wir wollen und können uns nur auf unseren lukrativsten Produktionszweig Milchviehaltung konzentrieren.
Fragen bzgl. Zellzahlen und Tierleistungen:
für mich sind nicht die Betriebe die besten Betriebe, die niedrigste Zellzahlen oder höchste Milchleistungen aufweisen, sondern die die höchste Nettorentabilität aufweisen, dass ist für uns entscheiden.
"wenn du 160 Kühe hast und keine Feldarbeit was machst du dann den ganzen Tag?? wenn ihr keine Nachzucht habt, denke ich habt ihr 200 Tiere ca. das arbeiten andere auch zu zweit und machen Feldarbeit": Also wir haben schon ca. 60% der Nachzucht (so wie erwähnt), haben 160 Milchkühe nicht 200.
Ich habe mal im Internet nachgeschaut Quelle (
http://www.landwirtschaft-mlr.baden-wuerttemberg.de/servlet/PB/menu/1043083_l1/index.html): bei Bestandgrößen über 130 Tiere sind da 30 Stunden je Kuh angegeben, das macht 4.800 Stunden, hinzu kommt noch Arbeitszeit für die Nachzucht. Damit würden wir ca. 2.500 bis 3.000 Stunden pro Jahr leisten. Das sind ca. 8 Stunden jeden Tag, also wirklich jeden Tag, 365 Tage im Jahr. Das ist für uns mehr als genug, ich will und schaff nicht mehr. Andere arbeiten 10 und mehr Stunden, sollen sie.
Wir brauchen auch noch ein bisschen Zeit das Geld auch wieder auzugeben.
Den Rest deiner Anmerkungen habe ich auch nach mehrmaligem Lesen nicht verstanden, war mir zu durcheinander.
Aus deiner Sicht spuck ich große Töne, aus meiner Sicht jammere ich nicht, das kannst du auch viel besser.
"aber pass auf was du über andere sagst." Der Satz von dir, schreibst du nicht permanent über und von anderen?
Gruß
Agri