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Autor Thema: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???  (Gelesen 7404 mal)
Landmama
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« am: 07.07.11, 09:18 »

Hllo zusammen,

ich wollte mal fragen, denn wir haben eine ( die 2. ) und die ist wirklich ein Glücksgriff, ne ganz liebe und nette auch lustige, bemüht sich sehr um die deutsche Sprache.....aber Oma und Opa machen ihr es glaub arg schwer...ich habe einen sehr guten Draht zu ihr, nehme sie auch immer mit zum shoppen und integriere sie in die Familie, nun meine Frage, wie sieht denn der Tag bei euch so aus, wieviel Freie Zeit hat sie am Tag ??, muss sie kochen und putzen,bügeln Huh? immerhin muss sie ja permanent für Oma und Opa da sein .....
nicht dass, ihr meint, wir wollen sie nicht pflegen, nein, das tun wir Kinder schon lange genug, denn beide wohnen alleine im Haus und wir sind eigendlich immer greifbar, aber jeder von uns hat auch arbeit und Familie.
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Paula73
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« Antwort #1 am: 07.07.11, 12:48 »

Du solltest dich nicht entschuldigen weil du Hilfe bei der Pflege in Anspruch nimmst.

Bei uns haben die Pflegerinnen den gesammten Haushalt der Senioren übernommen. Außer Arzttermine und Einkaufen.
Es kommt aber sicher darauf an wie zeitintesiv die Betreuung der zu pflegenden Person ist.
Ich denke am besten versuchen viel miteinander zu reden und sich um ein vertrauensvolles Verhältnis bemühen, so das sie von sich aus kommt wenn es zu Problemen kommt.

Probleme gab es bei uns auch u.a. wurde da die Vorratskammer abgeschlossen ( Polen = klauen), macht sich nicht gut wenn sie das Essen kochen soll. Wir waren auch sehr überrascht weil es gar nicht die Art unserer Oma war, sie ist eine herzensgute , aber es kann auch schon an der beginnenden Demenz gelegen haben.
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Sasa
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« Antwort #2 am: 07.07.11, 15:29 »

Unsere Nachbarn haben eine polnische Pflegekraft für die Oma engagiert. Sie halten es so, daß die junge Frau zwei freie Tage in der Woche nach Absprache hat- entweder zwei komplett freie Tage, wenn sie was Besonderes vor hat oder mehrere freie Nachmittage, wie es gerade von der Familiensituation her passt. Die junge Polin putzt,wäscht und bügelt "so nebenher", sagt sie- sie nimmt die Oma dann immer mit, d.h. sie schiebt sie den ganzen Tag im Rollstuhl mit sich. Das klappt sehr gut, und Oma hat die junge Frau, die im Alter ihrer Enkel ist, schon ins Herz geschlossen....
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Naima
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Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es :-)


« Antwort #3 am: 18.04.12, 12:47 »

Habe heute morgen in meiner Hausarztpraxis folgende Flyer gefunden:

www. sofiapflege.de/
www. deutsche-seniorenbetreuung.de/
(Leerzeichen nach dem Punkt weglassen)

Kenne die Organisationen nicht persönlich, aber sie scheinen seriös organisiert zu sein ?
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Irmgard3
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« Antwort #4 am: 18.04.12, 13:01 »

Stiftung Warentest hat auch mal die Agenturen geprüft, ist aber schon eine Zeit her.
Schau mal unter www.stiftung-warentest.de
« Letzte Änderung: 18.04.12, 16:22 von Irmgard3 » Gespeichert

Lebe, wie du, wenn du stirbst, wünschen wirst, gelebt zu haben.
(Christian Fürchtegott Gellert)
Selina
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« Antwort #5 am: 23.05.12, 18:15 »

Hallo zusammen,

gestern war im Politmagazin "Frontal 21" ein Bericht über die Abzocke der alten Leute da.
Besonders in den Städten sei es oft exorbitant auffällig, wie die Alten mißbraucht werden, um an Geld ranzukommen.
Inzwischen hat es sich im ausländischen Osten herumgesprochen, dass man auf diese Weise eine leichtes Geld verdienen kann.
Man spricht alte Leute in Cafe`s oder anderen Orten an und fragt nach unter welchen Umständen sie leben müssen.

....... Und dann "kümmern sich diese Typen um jene Alten und sorgen dafür, dass sie eine Pflegestufe bekommen.
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Liebe Grüße von Selina
Sasa
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« Antwort #6 am: 23.05.12, 18:58 »

Ich hab  den Bericht auch gesehen- und in diesem Bericht ging es darum, daß diese alten Leute oft zusätzlich Leistungen vom Amt beziehen. Man sucht sich speziell Lokale, Spielplätze und Co. in eher sozial schwachen Stadtvierteln aus, und spricht dann nicht die Alten an, sondern deren Kinder.....so nach dem Motto- macht ja sehr viel Arbeit, man wisse da jemanden....

Zu Wort kamen Vertreter aus Berlin (Neukölln/Hellersdorf/Marzahn).
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erika2
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« Antwort #7 am: 26.10.12, 12:05 »

Ich möchte das Thema mal anschubsen: Wer hat Erfahrungen mit ausländischen Pflegekräften, kennt eine gute Agentur. Es kommt nur eine legale, faire Lösung in Betracht, muss aber bezahlbar sein.



Liebe Moderatorin, ich hab das jetzt 3 x gepostet, weil ich nicht weiß, wohin gebau es passt, evtl dies und die Themen

http://www.agrar.de/landfrauen/forum/index.php/topic,43690.0.html
http://www.agrar.de/landfrauen/forum/index.php/topic,32160.30.html
zusammenführen?
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„Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.“

Sören Aabye Kierkegaard
erika2
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« Antwort #8 am: 01.11.12, 13:46 »

Ich hol das Thema nochmal hoch, denn letzte Woche waren ja viele in Bad Hersfeld und es wurde wenig geschrieben. Hat denn niemand Erfahrung mit solchen Pflegekräften? Wenn nein, warum nicht? Kein Platz im Haus? Oder Bedenken, fremde Menschen  im Hause zu haben? Oder andere Befürchtungen, dass es nicht klappt?. Oder liegt es daran, dass wir immer noch meinen, alles selbst leisten zu können/ zu müssen?
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„Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.“

Sören Aabye Kierkegaard
gammi
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« Antwort #9 am: 01.11.12, 16:07 »

Der Bauer von dem wir den Hof gekauft hatten hatte eine bzw. zwei rumänische Pflegekräfte für die Mutter.
Es waren eine Mutter und ihre Tochter, die sich die Stelle geteilt haben. Eine war immer für 3 Monate hier und dann war Wechsel und die andere kam. Ich glaub das hatte was mit der aufenthaltsgenehmigung zu tun. Die Mutter war aber noch recht fit . (ich denke die hätte sich auch gut selber versorgen können  Lips Sealed aber das geht mich ja nix an).
Die rumänischen Frauen haben also hauptsächlich den Haushalt gemacht und waren eben da, dass die Frau nicht alleine war. Haben aber 3 Söhne mit Familie direkt daneben gewohnt (aber das geht mich auch nix an).
Er hat immer gesagt, dass es ihn rund 1000 Euro im Monat kostet. Dir rumänischen Frauen haben aber sehr gut deutsch gesprochen, da ihre Oma irgendwie aus Deutschland war.
Die Vermittlung war über eine private Agentur.

Da meine Eltern auch alleine wohnen und auch genügend Platz hätten sind wir auch am überlegen, ob wir so jemanden anstellen. Da von uns Kindern auch alle ca. 10 km weit weg wohnen wäre es sehr beruhigend, wenn einfach jemand im Haus ist.
Meine Mutter ist grad gestürzt und liegt mit Oberschenkelhalsbruch im krankenhaus. Nun ist mein Vater auch alleine. Würde ihm jetzt was passieren, dann könnte es auch eine ganze Weile dauern, bis es jemand merkt.
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SiegiKam
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Bayern


« Antwort #10 am: 01.11.12, 20:14 »

Gammi, es gibt diesen Notrufknopf zum Umhängen. Unsere Nachbarin hatte einen, der war super. Mal ist ihr Besuch umgekippt, sie hat den Knopf gedrückt, eine Stimme fragte sehr deutlich, was passiert sei, sie erklärte es kurz und im Nu standen die Sanitäter im Haus. Sie war auch sehr zuverlässig mit dem Umhängen, hat ihn nicht irgendwo liegen gelassen, da ihre einzige Tochter 120 km weit weg wohnte und nicht so oft vorbeischauen konnte. Aber dein Vater wird ja auch haushälterische Hilfe brauchen können.

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mogli
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« Antwort #11 am: 01.11.12, 20:37 »

Hallo! Den Notrufknopf gibt es auch als "Armbanduhr". Das hat den Vorteil, dass er immer am Handgelenk ist und nicht beim Waschen oder anziehen abgelegt werden kann und vergessen wieder umzuhängen.
DAs Teil ist super! Zuerst meldet sich über Lautsprecher eine deutliche Stimme um zu fragen- kann ja auch ein Fehlalarm sein. Wir hatten 3 Telefonnummern angeben, die werden im Notfall angerufen. Sollte sich da Niemand melden, kommt der Rettungsdienst. Spätestens nach einer Stund ruft von dort jemand zurück und erkundigt sich, ob Hilfe gekommen ist.
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Clara
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Nichts-was sich zu haben lohnt-ist leicht zu haben


« Antwort #12 am: 01.11.12, 21:37 »

Hallo in die Runde,

was ich bei der Pflegefrage immer wieder auffällt, ist, dass wir als Kinder/Geschwister/Freunde meinen das Sagen zu haben.

Dabei steht die gebrechliche Person im Mittelpunkt des Geschehens, denn sie muss sich von der Pflegeperson anfassen und waschen lassen... im Gesicht, im Intimbereich und am ganzen Körper.

Die Generation unserer "Alten" wuchs in einer gänzlich anderen Welt als wir auf. Da zeigte man sich nicht so freizügig im Alltag.

Was ich auch erstaunlich finde, wenn es um die Kinderbetreuung geht, da möchte auch hier manche, dass nur sie das Kind betreut und sonst niemand.

Geht es um unsere ältere Generation, da versucht sich manche(r) aus der Verwantwortung zu stehlen... Da "darf" dann auch mal jemand anders mit anpacken, am besten eine Frau aus Osteuropa... die 24 Stunden Dienste schiebt und am besten 4 Stunden bezahlt bekommt. *Ich weiss, es ist jetzt "etwas" überspitzt formuliert.*

Was Pflege angeht, ich weiss, was es im Alltag heisst. Ich bin dankbar für diese Lektion meines Lebens, auch wenn sie eine der härtesten Lektionen war.

Herbstliche Grüße,

Anja
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... Ich bleibe auf dem Teppich
meiner Möglichkeiten
und hoffe, dass er fliegen lernt... (lach und zwinker)

Kruppa
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« Antwort #13 am: 01.11.12, 21:49 »

Aber grad aus der Sicht des zu Pflegenden kann ich mir vorstellen ist es einfacher, wenn es eine fremde Person macht als wenn es die Tochter/Schwiegertochter macht.

Den Pflegnotrufknopf kenne ich schon. Aber er ist ja nur für den absoluten Notfall gedacht. Meine Schwiegermutter würde ihn sicher nicht betätigen, die würde vorher leiden. Der Opa bei meiner Schwester drückt bei jeder Gelegenheit drauf.
Bei meinem Vater bin ich mir nicht sicher. Er ist Herzkrank und ist dann eventuell gar nicht mehr in der Lage ihn zu betätigen?

Es war ja auch eher mal für einfache Dinge gedacht. Fängt ja oft bei Kleinigkeiten an. Z.B. dass jemand schaut, dass auch die medikamente genommen sind usw.
Hier ging es dann auch um so kleinere Dinge wie Holz nachlegen usw.
Für mich wär es tatsächlich beruhigender wenn jemand dort wohnen würde. Und meine Eltern haben sich ja auch selber schon Gedanken in der Hinsicht gemacht. Nur haben sie es noch auf das Frühjahr verschoben. Dass meine Mutter nun eben kurzfristig ausfällt wird die Entscheidung vielleicht beschleunigen.

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gammi
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« Antwort #14 am: 01.11.12, 23:01 »

Möchte noch was zu meinem Fall anfügen.
Ich habe im Moment hier auch eine pflege bedürftige Schwiegermutter zu versorgen. Damit bin ich momentan eigentlich - eher psychisch - schon ausgelastet.

Trotzdem würden wir Töchter die pflegerischen Dinge wie waschen usw. bei meinen  Eltern selber übernehmen. Es ginge lediglich darum, dass jemand in ihrer Nähe ist. Ich sehe es grad an meiner Schwiegermutter. Es sind ja oft nur Kleinigkeiten, dass ihr was runterfällt und sie es selber nicht mehr aufheben kann.
Dazu kommt, dass mein Vater depressiv ist und er einfach wenn er lange Zeit alleine ist zu viel grübelt.
Er freut sich einfach auch darüber, wenn ihm jemand einfach nur zu hört (auch wenn es immer das gleiche ist Wink)

Nun warten wir mal ab wie es bei meiner Mutter weiter läuft. 
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Auch Laufstall-Kühe geben gute Milch
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