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Autor Thema: Kirche und Landwirtschaft  (Gelesen 1145 mal)
apis
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« am: 22.04.11, 12:46 »

Eine Todesanzeige für Tiere?

Der katholische Priester Rainer Hagencord leitet seit 2009 in Ahlen im Münsterland, Westfalen, das "Institut für theologische Zoologie". Er schreibt für das Bonifatiuswerk Paderborn in einem Begleitheft zur Firmung einen polemischen Artikel über die tierquälerische und vernichtende Nutztierhaltung der Landwirtschaft, ganz im Sinne von Peta.

In dem Artikel erscheint eine schwarz umrandete, mit einem schwarzen Kreuz versehene Todesanzeige für alle geschlachteten und vernichteten Tiere. Er fordert die Jugendlichen auf sich gegen den Fleischkonsum zu entscheiden.

Die Landfrauen des Kreises Coesfeld haben gegen diesen Artikel beim Bischof interveniert, ein Gespräch mit dem Bischof wurde jedoch noch nicht erreicht.

Darf ein Vertreter der Kirche die landwirtschaftliche Tierhaltung auf diese Weise diffamieren?

Wie war das doch mit Mose der die Nahrung der Menschen bezeichnete......?


frohe Ostern wünscht euch apis
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muellerin
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Power to the Bauer!


« Antwort #1 am: 22.04.11, 13:12 »

Ich habe darüber im Internet gelesen und war entsetzt.
Aber es passt in den derzeitigen Mainstream.
Ich habe mich in der letzten Woche einer ähnlichen Diskussion zum Thema Landwirtschaft in einem Kirchenkreis stellen müssen.
Die Vertreterin der Landeskirche und der Referent vom BUND haben sich da als die Gutmenschen dargestellt, die Moralkeule geschwungen und keine machbaren Lösungsansätze liefern können.
Unser Tierarzt und ich haben nüchtern und freundlich die Realitäten und die ökonomischen Zwänge dargestellt.
Die Runde ging 2:1 für uns aus  Grin.

Übrigens in der neuen Brigitte geht es auch um sichere Lebensmittel. Der Teil zum Fleisch ist haarsträubend.
Für mich ein (weiterer) Grund, das Abo endlich zu kündigen.

Gruß
Müllerin
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Benita2
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Beiträge: 908


« Antwort #2 am: 22.04.11, 21:00 »

Hallo allerseits,

ich kann es mir genau vorstellen!

Diese Typen von der Kirche glauben wirklich alle auch noch, dass ihr Geld von der Sparkasse kommt .......
So ähnlich wie die Mär für die kleinen Kinder von der lila Kuh, oder dass die Milch vom Diskounter kommt ......
Wer zahlt denn überhaupt denen die Kirchensteuer.
Vielleicht die paar "Grünen", die sich unter uns "verstecken". Ich glaube eher nicht!

Man muß zu einem Massenstreick aufrufen und aus der Kirche schon allein aus diesem Grund austreten. Angry
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Viele. liebe Grüße von Benita!
Luetten
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« Antwort #3 am: 22.04.11, 22:07 »

Hier ist es leider wie überall anders auch, einer sagt etwas und alle werden über einen Kamm gezogen. Unser Pastor steht sehr zur LW und predigt auch oft positiv über sie!
LG Petra
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Man sollte nie mit vollem Mund über Bauern schimpfen!
apis
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Beiträge: 245


« Antwort #4 am: 22.04.11, 23:11 »

Hallo Luetten,

hier soll der berühmte Spruch vom Kamm nicht zutreffen.
Es sollte uns aber zu denken geben, wenn der Leiter eines katholischen "Instituts für theologische Zoologie" mit Billigung seines Bischofs so über unsere Landwirtschaft schreibt und junge Leute doch sehr einseitig informiert.
Die Ursachen für das von ihm kritisierte Verhalten der landwirtschaftlichen Produktion werden nicht ausreichend erklärt.

Die Kirchen in Deutschland sind Eigentümer von etwa 830.000 ha. Bei der Festsetzung der Pachten wird nur wirtschaftlich gedacht, wer als Pächter die im Vergleich zu ortsüblichen Preisen sehr hohen Summen nicht akzeptiert, geht leer aus. Da spielt dann die Erkenntnis des oben angeführten Instituts natürlich keine Rolle.

Selbstverständlich gibt es Pastoren die die Zusammenhänge in der Landwirtschaft sehen. Die auch die Leistung der Landwirte in Bezug auf Ernährung, Erhalt unserer Kulturlandschaften und jetzt auch bei der Energieversorgung erkennen. Und uns am Erntedanktag nicht als Tierquäler, Pfeffersäcke und Ausnutzer des Welthungers bezeichnen.
 
« Letzte Änderung: 22.04.11, 23:21 von apis » Gespeichert
Ditz
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« Antwort #5 am: 23.04.11, 12:38 »

Hallo,

die kirche ist doch der größte bauer im dorf, und bei uns haben sie mal eben die pacht um 20% angehoben.

Ditz
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Tina
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Bäuerinnen - find ich gut!


« Antwort #6 am: 23.04.11, 13:04 »

Als Kirchenvorsteherin kann ich nur sagen, das unsere Kirchgemeinde nicht die höchsten Pachten nimmt!!! Haben wir als Kirchengemeinde auch garnicht das große Interesse, weil die Pachten an die Landeskirche in den großen Pott gehen und wir vor Ort sogut wie garnichts abkriegen.
Und die Anzeige für die Tiere, das würde bei uns garnicht gehen, ich würd unserm Pastor ganz gewaltig die Meinung sagen.
LG
Tina
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LG
Tina
Jochen
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Beiträge: 1208


« Antwort #7 am: 24.04.11, 12:34 »

Hier ist es leider wie überall anders auch, einer sagt etwas und alle werden über einen Kamm gezogen. Unser Pastor steht sehr zur LW und predigt auch oft positiv über sie!
LG Petra

In dem Fall hat nicht "Einer was gesagt", sondern "Einer etwas in ein Begleitheft zur Firmung geschrieben". Und somit eine Vielzahl von jungen Menschen gegen unseren Berufsstand gehetzt.
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Luetten
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 1141



« Antwort #8 am: 24.04.11, 14:09 »

Was mir auffällt ist dass es ein kath. Bericht ist, vielleicht sehen es die evang. anders. Es gibt ja viele Dinge wo kath. und evang. anderer Meinung sind, Pille ect.. Was ich nicht verstehe dass ja anscheinend still gehalten wird, bei uns wäre schon lange eine Gegendarstellung in der Zeitung gewesen und wie Tina schon sagt, hier hätte man schon lange den Lauten gemacht.
LG Lütten
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Man sollte nie mit vollem Mund über Bauern schimpfen!
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