(Wen's interessiert. Meine ganz persönliche Konsum-Einstellung: Gerne bio, aber lieber regional).
Da bist du voll und ganz im Trend.
Ich glaub man muss auch wissen wie und wieso Bio überhaupt entstanden ist.
Vor dem Krieg gab es ja weder Bio noch Konventionell, Landwirtschaft war schlicht und einfach Landwirtschaft. Die Hungersnot war während und nach dem Krieg sehr gross. Was der Krieg selber nicht vernichtete, dem machten Pilze, Käfer etc. den Garaus. Nach dem Krieg war die Lebensmittelversorgung allerhöchste Priorität. Es wurde geforscht wie verrückt. Spritzmittel wurden hergestellt, Dünger produziert. Wir dürfen nicht vergessen, dass all die Chemie uns letzthin aus der Hungersnot gerettet hat.
Fast aus allen Bewegungen ensteht eine Gegenbewegung. Vielen war die Chemie unheimlich, sie hatten das Gefühl - mit der Natur hat dies nicht mehr zu tun. Eine solche Gegenbewegung ist für mich schon fast logisch.
Als sich dann Bio immer grösser entwickelte und auch immer mehr Anhänger fand - entstand wiederum eine Gegenbewegung die Konventionelle Landwirtschaft.
Wenn wir nur Bio machen würden - hätten wir sicher bald zu wenig Lebensmittel. Bio kann einfach nicht den ganzen Markt abdecken, das ist nicht möglich. Ich sehe dies an unseren Blaudisteln. Wenn es im Frühling lange feucht ist, kann es sein, dass wir keine einzige Blume ernten. Den verschiedenen Pilzen würden wir nicht Herr. Dann gibt es bei uns im Betriebszweig Blaudisteln in der Buchhaltung eine Nullrunde. Genau so kann es bei den Lebensmittel gehen.
Der Markt hat mit Konventionell und Bio jetzt eine gesunde Ausgeglichenheit. So wie es jetzt ist, ist es für mich super!