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Autor Thema: Texte, Sprüche, Gedichte zum Advent, zu Weihnachten  (Gelesen 174267 mal)
Gerda
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« Antwort #210 am: 08.12.09, 11:24 »

Das hat mir gut gefallen und ich habe es auf der Seniorenfeier vorgetragen.

Regentropfenweihnacht
Zwei kleine Regentropfen landeten dicht nebeneinander auf einer Fensterscheibe.
"Mann, das war ein Flug!", sagte einer der Tropfen, "man wusste gar nicht, wo es hingeht, bei diesem Wind." "Ich habe überhaupt nichts sehen können, in dieser Dunkelheit.", antwortete der andere.
"Ich bin heilfroh, dass wir hier auf der Scheibe gelandet sind.", sagte der erste. "Stell Dir vor, wir wären auf den Boden geklatscht." "Oh, nicht auszudenken!", stimmte der andere zu.

Gemeinsam liefen sie langsam die Scheibe hinab. Nach einer Weile sagte der erste Tropfen: "Schau mal, da unten wird es hell!". "Nanu! Wieso das?" "Ich nehme an, dort ist ein Licht."
"Ein Licht? Meinst Du, da ist eine Weihnachtskerze?" "Nein, ganz bestimmt nicht!", mit wichtiger Mine blähte sich der erste Tropfen auf, "das ist höchstens eine Adventskerze!"
"Adventskerze, Weihnachtskerze, das ist doch dasselbe!", entgegnete der andere.
"Nein, ist es nicht!", entrüstete sich der erste Regentropfen. "Wieso nicht?"
"Weil Weihnachten erst am Heiligen Abend anfängt! Die Zeit davor nennt man Advent."
"Und warum gibt es dann schon lange vor dem Heiligen Abend Weihnachtsbäume, Weihnachtsmänner, Weihnachtsfeiern, Weihnachtslieder und jede Menge Weihnachtsgebäck?!"
Siegesgewiss schaute der zweite Tropfen zu dem ersten hinüber.
Der aber entgegnete: "Weil es viele Menschen einfach nicht abwarten können!".

Inzwischen waren die beiden Regentropfen so weit die Scheibe hinab gelaufen, dass sie hinter der Scheibe einen schönen, beleuchteten Stern erkennen konnten.

"Oh!", meinten alle beide. "Das ist ein schöner Stern!" Hierüber waren sich die beiden Regentropfen einig. Sie bestaunten, still nebeneinander an der Scheibe hängend, die leuchtende Pracht.

Nach einer ganzen Weile fragte der zweite Tropfen: "Aber warum muss man warten? Man kann sich doch auch jetzt schon an Weihnachten freuen."
"Du kannst dich DARAUF freuen. Das nennt man Vorfreude. Je näher Weihnachten kommt, um so mehr steigt die Spannung und damit auch die Freude. Wenn du aber schon vorher die ganzen Weihnachtsdinge hast, machst du dir diese Freude kaputt."
"Hm", nachdenklich schaute der zweite Regentropfen auf den Stern.

Wieder blieben beide Tropfen lange still und blickten durch die Scheibe.

"Weißt Du was?", unterbrach der zweite Tropfen die Stille, "Wir bleiben hier und warten auf Weihnachten, ja?" "Gute Idee!", antwortete der erste.

Und beide Regentropfen blieben nah beieinander an der Scheibe hängen, direkt vor dem Stern und wärmten sich in dessen Licht. Beide freudig erregt und in gespannter Erwartung des Weihnachtsfests.

Vielleicht hängen sie dort immer noch...

 
Matthias Brunner

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« Antwort #211 am: 08.12.09, 11:30 »

noch eins


Engel im Alltag
 

Nicht immer haben Engel Flügel,
Weißes Gewand und gold'nen Stern.
Sie leben meistens auf der Erde
Und sind dem Himmel recht weit fern.

Ein Engel, irdisch und ganz menschlich,
Der öffnet weit des Herzens Tor,
Er will nur einfach für Dich da sein
Und leiht Dir willig stets sein Ohr.

Ein Engel hat Geduld und Liebe
Sagt nie: Ich habe keine Zeit.
Er ist, wann immer Du ihn brauchest
Für Dich zur Hilfe gern bereit.

Ich wünsche Dir heut' solchen Engel,
Damit ein weihnachtlicher Schein
Ein ganzes Jahr in Deinem Herzen,
Ein ganzes Jahr mag um Dich sein.

Christel Klotz


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« Antwort #212 am: 08.12.09, 11:33 »

Weihnachtsfabel

(Verfasser leider nicht bekannt)

Die Tiere disputierten einmal über Weihnachten.
Sie stritten, was wohl die Hauptsache an Weihnachten sei. "Na klar, Gänsebraten", sagte der Fuchs. "Was wäre Weihnachten ohne Gänsebraten?"

"Schnee", sagte der Eisbär. "Viel Schnee." Und er schwärmte verzückt von der weißen Weihnacht.

Das Reh sagte "Ich brauche aber einen Tannenbaum, sonst kann ich nicht Weihnachten feiern."

"Aber nicht so viele Kerzen", heulte die Eule. "Schoen schummrig und gemütlich muß es sein. Stimmung ist die Hauptsache."

"Aber mein neues Kleid muss man sehen", sagte der Pfau. "Wenn ich kein neues Kleid kriege, ist für mich kein Weihnachten."

"Und Schmuck!" krächzte die Elster. "Jede Weihnachten bekomme ich was: einen Ring, ein Armband. Oder eine Brosche oder eine Kette. Das ist für mich das Allerschönste an Weihnachten."

"Na, aber bitte den Stollen nicht vergessen", brummte der Bär, "das ist doch die Hauptsache. Wenn es den nicht gibt und all die süßen Sachen, verzichte ich auf Weihnachten."

"Mach's wie ich:" sagte der Dachs, "pennen, pennen, pennen. Das ist das Wahre. Weihnachten heißt fuer mich: Mal richtig pennen."

"Und saufen", ergänzte der Ochse. "Mal richtig einen saufen - und dann pennen."

Aber da schrie er "aua", denn der Esel hatte ihm einen gewaltigen Tritt versetzt.

"Du Ochse du, denkst du denn nicht an das Kind?" Da senkte der Ochse beschämt den Kopf und sagte "Das Kind. Jaja, das Kind - das ist doch die Hauptsache. Übrigens", fragte er dann den Esel, "wissen das eigentlich die Menschen?"
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babsk
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« Antwort #213 am: 16.12.09, 20:33 »

Was, wenn Weihnachten nicht vor 2009 Jahren ,
sondern heute stattgefunden hätte ...

Säugling in Stall gefunden - Polizei und Jugendamt ermitteln

Schreiner aus Nazareth und unmündige Mutter vorläufig festgenommen

BETHLEHEM, JUDÄA -
In den frühen Morgenstunden wurden die Behörden von einem besorgten
Bürger alarmiert. Er hatte eine junge Familie entdeckt, die in einem
Stall haust. Bei Ankunft fanden die Beamten des Sozialdienstes, die
durch Polizeibeamte unterstützt wurden, einen Säugling, der von seiner
erst 14-jährigen Mutter, einer gewissen Maria H. aus Nazareth, in
Stoffstreifen gewickelt in eine Futterkrippe gelegt worden war.

Bei der Festnahme von Mutter und Kind versuchte ein Mann, der später
als Joseph H., ebenfalls aus Nazareth identifiziert wurde, die
Sozialarbeiter abzuhalten.
Joseph, unterstützt von anwesenden Hirten, sowie drei unidentifizierten
Ausländern, wollte die Mitnahme des Kindes unterbinden, wurde aber von
der Polizei daran gehindert.

Festgenommen wurden auch die drei Ausländer, die sich als "weise Männer"
eines östlichen Landes bezeichneten. Sowohl das Innenministerium als
auch der Zoll sind auf der Suche nach Hinweisen über die Herkunft
dieser drei Männer, die sich anscheinend illegal im Land aufhalten. Ein
Sprecher der Polizei teilte mit, dass sie keinerlei Identifikation bei
sich trugen, aber in Besitz von Gold, sowie einigen möglicherweise
verbotenen Substanzen waren. Sie widersetzten sich der Festnahme und
behaupteten, Gott habe ihn angetragen,sofort nach Hause zu gehen und
jeden Kontakt mit offiziellen Stellen zu vermeiden. Die mitgeführten
Chemikalien wurden zur weiteren
Untersuchung in das Kriminallabor geschickt.

Der Aufenthaltsort des Säuglings wird bis auf weiteres nicht
bekanntgegeben. Eine schnelle Klärung des ganzen Falls scheint sehr
zweifelhaft. Auf Rückfragen teilte eine Mitarbeiterin des Sozialamts
mit: "DerVater ist mittleren Alters und die Mutter ist definitiv noch nicht
volljährig. Wir prüfen gerade mit den Behörden in Nazareth, in welcher
Beziehung die beiden zueinander stehen."

Maria ist im Kreiskrankenhaus in Bethlehem zu medizinischen und
psychiatrischen Untersuchungen. Sie kann mit einer Anklage wegen
Fahrlässigkeit rechnen.
Ihr geistiger Zustand wird deshalb näher unter die Lupe genommen, weil
sie behauptet,sie wäre noch Jungfrau und der Säugling stamme von Gott.

In einer offiziellen Mitteilung des Leiters der Psychiatrie steht: "Mir
steht nicht zu, den Leuten zu sagen, was sie glauben sollen, aber wenn
dieser Glaube dazu führt, dass - wie in diesem Fall - ein Neugeborenes
gefährdet wird, muss man diese Leute als gefährlich einstufen. Die
Tatsache, dass Drogen, die vermutlich von den anwesenden Ausländern
verteilt wurden, vor Ort waren, trägt nicht dazu bei, Vertrauen zu
erwecken. Ich bin mir jedoch sicher, dass alle Beteiligten mit der
nötigen Behandlung in ein paar Jahren wieder normale Mitglieder unserer
Gesellschaft werden können."

Zu guter Letzt erreicht uns noch diese Info. Die anwesenden Hirten
behaupteten steif und fest, dass ein großer Mann in einem weißen
Nachthemd mit Flügeln(!) auf dem Rücken ihnen befohlen hätte den Stall aufzusuchen und das
Neugeborene zu seinem Geburtstag hoch leben zu lassen. Dazu meinte ein
Sprecher der
Drogenfahndung: "Das ist so ziemlich die dümmste Ausrede eines
vollgekifften Junkies, die ich je gehört habe."

Na denn...

(gefunden bei http://www.parents.at/forum/showthread.php?t=388421)
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babsk
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« Antwort #214 am: 16.12.09, 20:53 »

und noch was besinnliches:


Drei Wünsche

nach einer Geschichte von: Walter Baudec

Ein kleiner Junge besuchte seinen Großvater und sah ihm zu, wie er die Krippenfiguren schnitzte. Der Junge schaute sie sich ganz intensiv an, und sie fingen an, für ihn zu leben. Da schaute er das Kind an – und das Kind schaute ihn an. Plötzlich bekam er einen Schrecken, und die Tränen traten ihm in die Augen. „Warum weinst du denn?“ fragte das Jesuskind. „Weil ich dir nichts mitgebracht habe“, sagte der Junge. „Ich will aber gerne etwas von dir haben“, entgegnete das Jesuskind. Da wurde der Kleine rot vor Freude. „Ich will dir alles schenken, was ich habe", stammelte er. „Drei Sachen möchte ich von dir haben“, sagte das Jesuskind. Da fiel ihm der Kleine ins Wort: „Meinen neuen Mantel, meine elektrische Eisenbahn, mein schönes Buch …“ - „Nein“, entgegnete das Jesuskind, „das alles brauche ich nicht. Schenk mir deinen letzten Aufsatz.“

Da erschrak der Kleine. „Jesus“, stotterte er ganz verlegen … und flüsterte: „Da hat doch der Lehrer ungenügend darunter geschrieben.“ – „Eben, deshalb will ich ihn haben“, antwortete das Jesuskind. „Aber, warum denn?“ fragte der Junge. „Du sollst mir immer das bringen, wo ungenügend darunter steht. Versprichst du mir das?“ „Sehr gern“, antwortete der Junge. „Aber ich will noch ein zweites Geschenk von dir“, sagte das Jesuskind …, „deinen Milchbecher.“ „Aber den habe ich doch heute zerbrochen“, entgegnete der Junge. „Du sollst mir immer das bringen, was du im Leben zerbrochen hast. Ich will es wieder heil machen. Gibst du mir das auch?“ „Das ist schwer“, sagte der Junge. „Hilfst du mir dabei?“ – „Aber nun mein dritter Wunsch“, sagte das Jesuskind.

„Du sollst mir nun noch die Antwort bringen, die du der Mutter gegeben hast, als sie fragte, wie denn der Milchbecher kaputtgegangen ist.“ Da legte der Kleine die Stirn auf die Kante und weinte so bitterlich: „Ich, ich, ich …“, brachte er unter Schluchzen mühsam heraus …, "ich habe den Becher umgestoßen; in Wahrheit habe ich ihn absichtlich auf die Erde geworfen.“ – „Ja, du sollst mir all deine Lügen, deinen Trotz, dein Böses, was du getan hast, bringen“, sagte das Jesuskind. „Und wenn du zu mir kommst, will ich dir helfen; ich will dich annehmen in deiner Schwäche; ich will dir immer neu vergeben; ich will dich an deiner Hand nehmen und dir den Weg zeigen. Willst du dir das schenken lassen?“ Und der Junge schaute, hörte und staunte … .
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Nelly
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« Antwort #215 am: 17.12.09, 06:41 »

Hallo,

noch´n Gedicht:

Der Weihnachtsmann kam dieses JAhr
mit schrecklicher Verspätung an.
Drum brachte er ein Osterei,
denn Weihnachten war längst vorbei.....

Nell
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Iris
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« Antwort #216 am: 25.12.10, 21:48 »

Weihnachten- Zeit der Stille und Besinnung,
bis jemand auf die Idee mit den Geschenken kam......



Diesen Spruch bekam ich mit einem Weihnachtsgruß, ich finde ihn sehr gut!!!

Von Herzen wünsche ich euch ZEIT für Stille und Besinnung,
 
die Iris
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