zwei meldungen, zwei postings...
dlz-Aktuell | 17.03.2011 Achtung: GVO-Mais ist wieder im UmlaufBereits Mitte Juni 2010 mussten Ackerbauern auf bundesweit 2000 ha ihren Mais umbrechen. Schuld war GVO-verunreinigtes Saatgut.
In Nordrhein-Westfalen haben die Untersuchungsämter gentechnisch verändertes Mais-Saatgut gefunden. In vier von 16 Proben des importierten, konventionellen Saatgutes wurden Spuren von gentechnisch verändertem Mais festgestellt, unter anderem fand sich in drei der vier Partien MON 810.
Die Lieferungen wurden gesperrt und dürfen nicht mit dem Ziel des Anbaus verkauft und auf die Felder ausgebracht werden. Der Anbau von gentechnisch verändertem Mais ist in Deutschland verboten. Deswegen wurden die Untersuchungen so terminiert, dass genügend Zeit blieb, damit Landwirtinnen und Landwirte nicht unbewusst gentechnisch verändertes Saatgut ausbringen.
Das Mais-Saatgut mit den Gentechnik-Spuren stammt aus Argentinien, Ungarn, Frankreich, Kanada, Chile und Österreich. Betroffen sind laut NRW die Sorten Delitop, Nerissa, PR34 B3 9-I276 und Saludo. Die mittlere Konzentration der Verunreinigungen liegen bei den vier Partien bei etwa 0,02 Prozent. Die Gentechniküberwachungsbehörden überwachen gemeinsam mit der Staatlichen Saatgutkontrolle die Warenströme, den Verbleib und die weitere Verwendung des Saatgutes. Der Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen ist über die Funde informiert worden, teilt Umweltminister Remmel mit.
dlz-Kommentar: Garantien geben lassen!
Wie der Fall in Nordrhein-Westfalen zeigt, ist leider wieder GVO-verunreinigtes Saatgut unterwegs. Ich weiß derzeit nicht, ob dies ein Einzelfall ist oder auch andere Bundesländer davon betroffen sind.
Allerdings kann ich Landwirten nur raten, sich vom Saatgut-Lieferanten eine Bestätigung geben zu lassen, dass das gelieferte Mais-Saatgut GVO-frei ist. Das sichert ihnen nicht nur mögliche Rechtsansprüche, falls doch fehlerhafte Ware in Umlauf und auf den Acker kommt. Sie sparen sich damit auch einigen Ärger. Denn wer GVO-freies Saatgut hat, dem drohen auch keine Feldumbrüche, wie im vergangenen Jahr.
Wer keine Garatieerklärungen abgeben kann oder will, den sollten Sie als Lieferant Ihres Maissaatgutes ausschließen.
dlz agrarmagazin, jo