Bäuerinnentreff - hier gehts zur Homepage!
News: www.baeuerinnentreff.de - die Seite für die Bäuerin im Netz!
 
*
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.
Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?
21.05.13, 00:12


Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge


« vorheriges nächstes »
Seiten: [1] | Nach unten Drucken
Autor Thema: Baurecht - wie Tiere evakuieren im Brandfall...?  (Gelesen 2137 mal)
Mirjam
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 7661


Change happens!


WWW
« am: 26.10.10, 11:58 »

Hallo

in NRW ist momentan ein Thema im wahrsten Sinne des Wortes ganz heiß - es geht um die Auflage im Brandfall die Tiere im Stall evakuieren zu können/einen Brandschutzplan zu haben.

Was schon bei Rinderbetrieben (raustreiben - dann wieder einfangen) zusätzlich zum Brandfall ein Problem ist: Für größere Schweine/Geflügelbetriebe - ist so eine Auflage überhaupt umsetzbar?

Habt ihr euch schon mal Gedanken gemacht (wie schnell) ihr die Tiere im Brandfall aus dem Stall bekommt?

Gruß Mirjam
Gespeichert

Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!
Mucki
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 3510


Leben und leben lassen


« Antwort #1 am: 26.10.10, 13:31 »

Hallo,
als der Stall bei eienm nahen verwanten vor ca 15 Jahrern abgebrannt ist war heiloses durcheinader beim eintreffen der feuerwehern.

Die tiere hat der bauer selber aus dem stall geholt die sind schön rausgelaufen ,angrenzende wiese ohne zaun wurde genutzt,aber dann gins erst los den die Tiere mußten ja zusammen gehalten werden und dazu wurden die Bauern unter den feuerwehrlern gesucht die andern trauten sich zum teil nicht hin,und wusten auch nicht wie sie mit den tieren umgehn sollen.

Dann ging beim Hüdranten noch das wasser aus und die Landwirte mußten mit Güllefässer ran,aber der stall brnte trotz der bemühungen ab.


Am Abend dann brachten sie 25 Kühe zu uns in den fast vertigen stall,die kühe würden mit großen Viehtransporter gebracht,sie gibngen so ruhig und ohne problem,ich war verwundert,sie troteten einfach hin wo hin man sie lenkte,auch abenns des Melken verlif ruhig und ohne problme.
Aber am nächten morgen waren die kühe wie ausgewechselt sie sprangen und tobten und Bockten,wie man es halt kenn da wurde mir klar das die am tag zuvor total nter schock gestanden haben.

Also so ein flucht plan ist betimmt ned schlecht,blos ob das denn im barndfall so funktioniert,es kommt ja auch drauf an ,an welcher stelle es brennt,also bräuchte man ja mehrer Fluchtpläne.
Wir sind mitten im dorf umgeben von zwei Starßen ich weis nicht wo man da die tiere hintreiben würde.

LG Mucki
Gespeichert

Am Ende des Tunnels ist immer Licht!
gammi
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 3741


« Antwort #2 am: 26.10.10, 15:07 »

Aber bringt man sie wirklich aus dem Stall?

Ich hoffe wir werden sowas nie erleben müssen.

Das wäre auch meine Angst, dass die Tiere eh nicht rausgehen wenn es brennt. ....ich hab eher das Gefühl, dass hier mal wieder eine Verordnung auf den Weg gebracht werden soll, die dann später nicht umsetzbar ist aber beim Stallneubau sicher Kosten verursacht.
Gespeichert

Auch Laufstall-Kühe geben gute Milch
erika2
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 1703



« Antwort #3 am: 26.10.10, 15:17 »

Aber bringt man sie wirklich aus dem Stall?

Ich hoffe wir werden sowas nie erleben müssen.

Das wäre auch meine Angst, dass die Tiere eh nicht rausgehen wenn es brennt. ....ich hab eher das Gefühl, dass hier mal wieder eine Verordnung auf den Weg gebracht werden soll, die dann später nicht umsetzbar ist aber beim Stallneubau sicher Kosten verursacht.


Ich fürchte diese Art Verordnung gibt es schon: Ich weiß von einem Stallneubau., kompletter Offenstall, null Wände, dass der in die nicht vorhandenen Wände Fluchttüren bauen sollte. Das muss bei einem Stallneubau vorhanden sein....keine Ermessensspielraum angeblich. Ich weiß nicht, ob der LW es gemacht hat, oder versucht hat, dagegen anzugehen. Der hatte wirklich keine Wand, nichtmal halbhoch. Nur kurzer Sockel, dann noch eine Begrenzung, Rohr oder Leitplanke, ich weiß es nicht mehr genau.
Gespeichert

„Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.“

Sören Aabye Kierkegaard
erika2
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 1703



« Antwort #4 am: 26.10.10, 15:45 »

Nein, lag nicht am Sockel. TÜREN wollten sehen! Damit die auf irgendeiner Bau/Brand wasweißich-Abnahme abgehakt werden konnten.
Gespeichert

„Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.“

Sören Aabye Kierkegaard
erika2
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 1703



« Antwort #5 am: 26.10.10, 16:01 »

Der Bauherr fands nicht lustig.  Roll Eyes
Fertig hab ichs nicht gesehen, beim Tag der offenen Tür war das noch in der Diskussion. Werde berichten, wenn ich neueres weiß
Gespeichert

„Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.“

Sören Aabye Kierkegaard
mouhkouh
Gast
« Antwort #6 am: 26.10.10, 21:22 »

Wenn es bei uns im alten Stall brennen sollte, werden wir die Tiere dort nicht rausbekommen, das ist schonmal sicher. Die einzigsten Tiere, die eine Chance hätten, wären die, die sich in diesem Moment sich in der angeschleppten Liegehalle aufhalten würden, aber das weiß ich auch nicht sicher.
Die Liegehalle hat zwei große Doppeltüren an der Stirnseite, aber dort sind nie Tiere rein oder rausgegangen, ich weiß nicht, ob die Kühe da so einfach rausrennen würden...die können ja ziemlich stur sein, wenn sie etwas nicht wollen...und wenn dann auch noch Feuer ausbricht..ich weiß wirklich nicht  Roll Eyes
Wenn wir unsern Ofen schüren im Haus, und der Wind so steht, das die Schwaden in den Stall ziehen, dann werden die Kühe schon nervös...nur von so einem bisschen Rauch. Wenn ich mir dann vorstelle, da ist wirklich Feuer, die sind doch total panisch und kopflos...ich glaub irgendwie nicht, das man die dann so einfach aus dem Stall bringt...wenns dann auch noch stockdunkel draussen ist, sowieso nicht.
Wie gesagt, ich hab da keine Erfahrung- glücklicherweise. Die möchte ich auch nicht haben, wenn ich ehrlich bin. Ich hab mir aber schon oft Gedanken darübergemacht, was ich tun würde, wie ich handeln würde.
Was ich aber schon gesehen habe, das Tiere oft in den brennenden Stall zurückrennen, möglicherweise weil sie sich da sicher fühlen...

Gespeichert
renerl
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 358


echt kuhhhhl


« Antwort #7 am: 27.10.10, 09:23 »

Das ist alles sehr theoretisch. Unser Stall ist 1982 gebaut (ein Teil davon). Also keine besonderen Vorkehrungen für Brandschutz in Form von Türen etc. Niemand kann wirklich vorhersagen, wie Tiere oder auch Menschen, sich in einem solchen Extremfall verhalten. Als es 2005  bei uns gebrannt hat, haben wir alle Tiere rausgebracht, obwohl sich das Feuer rasend schnell ausgebreitet hat. Wichtig sind das schnell Menschen da sind, die mit Tieren umgehen können. Unsere Nachbarn sind alle Landwirte, die waren beinahe genauso schnell vor Ort wie wir. Wir hatten zum Glück nahe am Stall eine Jungtierweide. Alle Kühe sind rein und auch dringeblieben, obwohl kein Strom mehr da war (haben wir erst später bemerkt). Selbst aus älteren Nebengebäuden haben wir die Tiere rausgebracht. Die die verendet sind, sind nicht verbrannt sondern hatten Rauchvergiftungen. Entscheident für eine Evakuierung, ist der Zeitpunkt, wann das Feuer bemerkt wird. Wenn alles schon lichterloh brennt, wird es schwierig sein, die Tiere aus jedem noch so modernen Stall zu holen- und wohin mit ihnen, wenn sie drausen sind? Wir standen praktisch daneben (Blitzschlag), und konnten sofort handeln. soweit man unter dem Eindruck von solchen Gewalten überhaupt noch handlungsfähig ist.
Manche Erfahrungen muss man nicht unbedingt machen, ein Stallbrand ist traumatisch. Als wir die Tiere mit den Dorfbewohnern am Morgen in den nicht zerstörten Teil des Stalles zurückbrachten, haben die meisten geweint. Teils aus Erleichterung üner die geretteten Tiere, teils aus Ernüchterung über die unglaubliche Zerstörung, die so ein Feuer hinterlässt!
Gespeichert
Tina
Lüneburger Heide
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 616


Bäuerinnen - find ich gut!


« Antwort #8 am: 27.10.10, 09:41 »

Wenn ich ehrlich bin, will ich darüber lieber nicht genau nachdenken.
Kuhstall, könnte man die Tiere evtl. rausbringen, aber wohin? Keine eingezäunte Weide am Hof. Jungviehstall, wird schon schwieriger zu räumen, die Hochtragenden Rinder gehen manchmal  schon schlecht raus, wenn sie in den Abkalbestall sollen.
Hähnchenstall im Aussenberich (600 m): Wenn es da brennt, bis wir dann da sind  und dann 40tsd. Hähnchen, wohin damit. Dieser Stall hat ein großes Tor und 2 Fluchtüren, jede Menge Feuerlöscher im Stall *könnenhähnchenabernichtwirklichbedienen*, und wir haben ein Brandschutzkonzept beim Landkreis vorlegen müssen.
Wie gesagt, ich will darüber lieber nicht nachdenken.
LG
Tina
Gespeichert

LG
Tina
Ditz
Mitglied
*
Offline

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 204


« Antwort #9 am: 27.10.10, 17:30 »

Hallo,

darüber, was im falle eines brandes zu tun ist hab ich mir auch schon oft gedanken gemacht.
ich hab ja mastbullen, über dem stall lagert stroh die gitter sind zum teil nur mit schraubenschlüssel zu öffnen und zum teil für eine person auch zu schwer.
selbst wenn man es schaffen würde die tiere frei zu lassen wo laufen die hin? wie gefährlich ist das wenn da, vielleicht noch im dunkeln, eine gruppe mastbullen von 700-800 kg unterwegs ist?? wo findet man die tiere wieder? sind die überhaupt wieder einzufangen?
bei einem bekannten hat mal der kuhstall gebrannt, tiere alle rausbekommen, ca. die hälfte aller tiere haben rauch abbekommen und brachten später auch keine leistung mehr. das zahlt keine versicherung.

Ditz
Gespeichert
gammi
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 3741


« Antwort #10 am: 27.10.10, 22:08 »

Über die Nachwirkungen der geretteten Tiere habe ich mir auch schon Gedanken gemacht.....ob die Rettung immer die bessere Wahl ist?

Wobei ich schon dafür bin gewisse Dinge vielleicht bei einem Neubau zu berücksichtigen. Ich denke grad daran, dass wir zwar größere Tore hätten, die aber im Ernstfall nur von innen zu öffnen sind....da könnte man schon überlegen, ob man nicht Tore macht, die von außen zu öffnen sind.

Aber das Problem dass ich befürchte ist, dass irgendwer, der womöglich noch nie in einem STall drin gewesen ist bestimmt wie der STall gebaut werden muß. Dass die Auflagen zu hoch angesetzt werden und in keinem Vergleich zum Nutzen stehen.
vielleicht kommt ja wer auf die Idee, dass man einmal im Monat mit den Tieren einen Probealarm startet. Etwas Rauch  reinblasen und die Tiere in die richtigen Fluchtwege treiben, damit sie im ERnstfall wissen was sie machen müssen.
Gespeichert

Auch Laufstall-Kühe geben gute Milch
erika2
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 1703



« Antwort #11 am: 28.10.10, 08:04 »

Das Problem beim BAuen im Außenbereich ist, dass Türen, die von außen zu öffnen sind und nicht von innen zusätzlich verriegelt, von jedermann geöffnet werden können..aus Jux und Dollerei oder zum  Diebstahl.

Bei uns ist das so. Die Tore sind breit, die Wege nachn außen kurz. Nützt aber imBrandfall wenig, da von innen nochmalsm zu. Vorwitzige Spaziergänger kommem auf seltsame Ideen.... Roll Eyes
Gespeichert

„Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.“

Sören Aabye Kierkegaard
gammi
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 3741


« Antwort #12 am: 28.10.10, 12:17 »

Das Problem beim BAuen im Außenbereich ist, dass Türen, die von außen zu öffnen sind und nicht von innen zusätzlich verriegelt, von jedermann geöffnet werden können..aus Jux und Dollerei oder zum  Diebstahl.



Ist selbst im Innenbereich ein Problem....auch da kann mal einer am vorbeigehen schnell mal.......
."nette" Nachbarn gibt es immer. Hatten wir schon als wir den Kipper draußen fürs Dreschen hatten.....der Witzbold hat die Bolzen über Kreuz gesteckt und einmal hat er die Läden geöffnet. in einem anderen Jahr hat er sich die Mühe gemacht unser Heu-Rundballen auf die Stirnseite zu drehen, damit sie schön nass werden. Wir denken, dass wir wissen wer es war, aber beweisen können wir es nicht.
Gespeichert

Auch Laufstall-Kühe geben gute Milch
Seiten: [1] | Nach oben Drucken 
« vorheriges nächstes »
Gehe zu:  

Powered by MySQL Powered by PHP Powered by SMF 1.1.18 | SMF © 2006-2007, Simple Machines
Dilber MC Theme by HarzeM
Prüfe XHTML 1.0 Prüfe CSS
Homepage - Tractorpulling - Pferdeforum
Infothek - Branchenbuch - Gesetze/Verordnungen - Pachtspiegel
nach oben