Autor Thema: Rezepte aus Uromas Kochbuch  (Gelesen 14285 mal)

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Offline Joba

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Re: Rezepte aus Uromas Kochbuch
« Antwort #15 am: 02.10.10, 22:11 »
Hallo
bei uns war einmal der Mixer kaputt und Küchenmaschine auch schon längere Zeit.
Unser Jüngste war dann doch erstaunt das es am Sonntag doch einen Kuchen gab, zwar nur einen Rührkuchen aber doch einen Kuchen .
Natürlich mit handbetrieb.
gruß Bärbel

Offline mary

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Re: Rezepte aus Uromas Kochbuch
« Antwort #16 am: 22.11.18, 08:59 »
Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen?
Ich habe dieses Jahr wieder Rübenkraut gemacht, die Rüben hatten lange ein Armutgeschmäckle, ich kannte sie überhaupt nicht.
Von älteren Zeitgenossen hab ich noch mitbekommen, dass man dieses Rübenkraut gekocht hat, es wurde mit Einbrenne eingedickt.
Bin kein Freund von Einbrenne, aber ich habe alle meine alten Kochbücher durchgeblättert, ein Rezept über gekochtes Rübenkraut hab ich nicht gefunden.
Teltower Rübchen sind als Rezepte zu finden, auch über Mairübchen, aber für die Winterrüben findet sich in meiner Sammlung nichts.

Offline Niernderl

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Re: Rezepte aus Uromas Kochbuch
« Antwort #17 am: 22.11.18, 09:02 »
Mary - Rübenkraut bringt mir meine Schwiegermutter immer von der Schranne mit, wir essen es roh als Salat, ganz fein zur Jause mit etwas Rahm angemacht.
Es grüßt euch ganz herzlich aus dem Salzburger Land
                                            Regina :-)

Offline bienchen3

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Re: Rezepte aus Uromas Kochbuch
« Antwort #18 am: 22.11.18, 09:08 »
Hallo Mary,
ich hab ein altes Volkskochbuch, das muss von ca. 1900 sein. Ich schreib dir mal ab:

Zutaten Rübenkraut, Fleischsuppe, Fett, Zwiebel, ein Kochlöffel voll Mehl, Salz und Pfeffer
Das Rübenkraut (kurz oder lang geschnitten oder gehobelt) wird mit Wasser (oder besser mit Fleischsuppe) verdünnt und weich gekocht. Man gibt dann in einen Tiegel Fett, läßt darin eine geschnittene Zwiebel mit einem Kochlöffel voll Mehl gelb werden und verrührt dies mit dem Rübenkraut, gibt wenn nötig noch Salz und etwas Pfeffer bei, läßt es nochmals aufkochen und richtet es zu Rindfleisch an.

und noch eins:
Schöne große weiße Rüben werden gewaschen, bis etwas über die Hälfte geschält (die Wurzeln jedoch dran gelassen) und entweder kurz oder lang eingehobelt oder mit einem Rübenmesser klein zusammengehakt, nun ein gut ausgebrühtes Fäßchen mit Weinlaub ausgelegt, das Kraut lagenweise hineingegeben, jede Lage gesalzen und fest eingestampft, ein reines Tuch draufgelegt und das ganze beschwert. Auch einen großen steinernen Hafen kann man verwenden.

Lg Sabine
die jetzt dann gebackene Leberknödel macht :D
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Offline mary

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Re: Rezepte aus Uromas Kochbuch
« Antwort #19 am: 22.11.18, 09:21 »
@Danke an Euch, hilft mir weiter.
Als Salat hab ich es gestern unter Endivensalat gemischt, hat sehr gut geschmeckt,
als Beilage zu Rindfleisch wird das baldigst ausprobiert.
@bienchen- steht bei dir im Rezept, wie lange das Rübenkraut gären durfte?
Ich habs in Twist-Off Gläser reingestopft mit Klarsichtfolie wie ein Silo abgedeckt und dann den Twist Off-Deckel drüber gedreht (sonst packt das Salz den Deckel an) und wie Sauerkraut gemacht- aber ob ich das genauso lange wie Sauerkarut stehen lassen müsste, hab da nichts gefunden, was mir weitergeholfen hat.
Leberknödel muss ich die nächste Zeit auch mal wieder machen, überhaupt das Fach im Gefrierschrank mit den Suppeneinlagen ist ziemlich leer.


Offline bienchen3

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Re: Rezepte aus Uromas Kochbuch
« Antwort #20 am: 22.11.18, 09:51 »
nein, das hat man damals glaub ich, als Grundwissen vorausgesetzt. Die Rezepte lesen sich manchmal schon sehr interessant für heutige Zeiten.
So "um 5 Pfennig Hefe" und solche Mengenangaben ;D
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Offline mary

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Re: Rezepte aus Uromas Kochbuch
« Antwort #21 am: 22.11.18, 12:07 »
Ja, in alten Kochbüchern zu blättern ist eine interessante Zeitreise.
Was mir allerdings aufgefallen ist, Rezepte (Kochbücher) für die bäuerliche Küche gabs eher weniger, da wurde ziemlich runtergeschaut.
Ich war heute auf dem Wochenmarkt und habe Herbstrüben in gelb und violett  gesehen, scheinen wieder im Kommen zu sein.
Hab nach Rübenkraut gesucht, um einen Geschmacksvergleich machen zu können, aber da hab ich leider nichts gefunden.
Ein österr. Verkäufer hat mich auf die Schranne in Salzburg verwiesen.
Ich hab meine  Herbstrüben geschält und mit der groben Reibe der Küchenmaschine geraffelt, mit Salz und ein wenig Zucker solange gedrückt, bis Zellwasser rauskam und dann in Gläser gefüllt.
Jetzt hab ich noch ein paar ganz dicke Winterrettiche, bin am Überlegen, ob ich einen Teil davon auch noch fermentiere.

« Letzte Änderung: 22.11.18, 12:13 von mary »

Offline Nixe

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Re: Rezepte aus Uromas Kochbuch
« Antwort #22 am: 22.11.18, 12:48 »
Hallo Mary Gib mal Steckrübe ein, dürfte dasselbe sein oder kohlrübe. Ich hab voriges Jahr welche von einer Bekannten bekommen, hab sie wie sauerkraut gemacht und anschliessend und ich find das Rezept nimmer, absr ich bin am suchen und schicks dir aber Einbrenn ja und ich glaub ich hab da zucker karamelisiert und dann erst Mehl, aber ich finds hoffentlich

Offline anka

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Re: Rezepte aus Uromas Kochbuch
« Antwort #23 am: 22.11.18, 15:07 »
Liebe Maria

Am Wochenmarkt in Burghausen gibt's aber immer Rübenkraut.

LG anka

Offline hosta

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Re: Rezepte aus Uromas Kochbuch
« Antwort #24 am: 22.11.18, 18:20 »
Was bezeichnet ihr als Rüben. Die Wurzeln, da bin ich drauf gekommen wegen der Farben.

Bei uns werden als Rüben die Steckrüben bezeichnet, aber die sind alle einheitlich gelb.
Herzlichst hosta

Offline mary

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Re: Rezepte aus Uromas Kochbuch
« Antwort #25 am: 23.11.18, 05:11 »
@anka,
vermutlich hab ich bei den Falschen gefragt.

@Nixe
Gestern Abend hab ich noch in "bäuerlich gehaltenen Kochbüchern geblättert-
im Kochbuch der Bäuerin hab ich dann ein Rezept gefunden- sie sollen 3 Wochen gären, ansonsten wie Sauerkraut machen.
Der Tip mit dem Karamelisieren ist gut, die Teltover und Mairübchen mag ich auch gerne und karamelisiere sie auch, bzw. auch als Salat.
Der Dichter Goethe soll die Teltower Rübchen sehr gerne gegessen haben, ich hab noch welche im Garten, die gibts nächste Woche.
Irgendwo hab ich gelesen, dass die Steckrüben im 1. Weltkrieg vor den verhungern bewahren sollten- und deshalb aber auch über viele Jahre als Hungerrübe aussen vor waren. Jetzt werden sie als kalorienarmes Gemüse beworben, hab Dank eurer Tips im Netz einiges an Rezepten gefunden.
Kochen und Essen ist auch immer Mode oder Zeitgeist.

Offline Nixe

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Re: Rezepte aus Uromas Kochbuch
« Antwort #26 am: 23.11.18, 07:08 »
Hallo Mary ja wie Sauerkraut nur ich habs nicht ganz so fein gehobelt ich habs in so stifteln gehachelt und hier das Rezept ich habs gefunden  ;D ca 500g Rübenkraut, 200 ml Gemüsebrühe 1/2 tl Kümmel ca 15 min (halt bissfest und nicht zerkocht) köcheln lassen am besten nicht in der k<che schmeckt etwas streng ;D Ca 2 Esl öl oder Schmalz erhitzen 2 Tl zucker anbräunen 2 Tl Mehl dazu mitrösten und dann das gekochte Kraut dazu aufkochen lassen mit 2 Esl Sahne abschmecken ich geb noch immer nen Spritzer Essig dazu.
@Anka Rübenkraut ist ja eigentlich das fertige Kraut was haben wir gerätselt was das für eine Rübe ist, wir haben in der Gartenmesse bei Arche Noah gefragt und die haben uns Mairüben mitgegeben das sind die aber deventiv nicht mein Mann war entäuscht kein Rübenkraut, aber ich werde die Dame wo wir voriges die Rüben herhatten fragen zwecks Samen ich glaub sie hat gemeint Lagerhaus wahrscheinlich im 10 kg Sack. Ich weiß nur die bauen die relativ spät an als Folgesaat.
« Letzte Änderung: 23.11.18, 07:10 von Nixe »

Offline mary

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Re: Rezepte aus Uromas Kochbuch
« Antwort #27 am: 23.11.18, 09:00 »
@Danke für die vielen Tips.
@Nixe,
bei den Steckrüben gibts mehrere Sorten, die Willhelmsbuger wird gross und ist eher gelb oder orange angehaucht bei der Schale (vom Geschmack her erinneren mich die an die Futterrüben) und dann gibts eine andere Steckrübe, die hat eine leichte lila Färbung, da weiß ich leider die Sorte nicht mehr, hab das Päckchen leer weggeworfen.
Rüben sind eine gute Nachfrucht und eigentlich realtiv einfach zu halten.
Gibt dann noch eine ganz alte Sorte- eine bayerische Rübe- da find ich aber leider kein Saatgut mehr.
Die Mairübchen sind sehr viel feiner im Geschmack und dann hab ich noch eine Sorte aus Frankreich angebaut, sehen dann aber eher wie grosse Rettiche aus, sind aber auch relativ mild vom Geschmack her. Wachsen bei mir im Garten besser als die Rettiche.
Dieses Jahr waren die Erdflöhe ein echtes Problem bei den Rüben.
Bei der älteren Generation haben die Rüben keinen hohen Stand, scheinen sehr nachhaltig im Bewusstsein mit schlechten Zeiten in Verbindung zu hängen.

Offline ade60

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Re: Rezepte aus Uromas Kochbuch
« Antwort #28 am: 23.11.18, 10:20 »
hallo

ich hatte gerade einen großen Denkfehler
Hatte Rübenkraut mit Rübensirup verwechselt. : ;D

Ihr meint doch in euren Rezepten " die Steckrübe" ?
Gruss ade

Offline phil

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Re: Rezepte aus Uromas Kochbuch
« Antwort #29 am: 24.11.18, 21:08 »
Ich habe noch a. 20 ar Herbstrüben auf dem Acker. Schneide sie in einen Eintopf mit Rindfleisch u. Diversem.

Als Mischpartner unter einem Salat mag ich sie auch gerne. Bischen dicker mit dem Gurkenhobel hobeln,so schmeckten sie auch meiner Freundin.
Mit scharfem Chili-Gewürz habe ich auch probiert. Manchmal himmlisch, aber nicht sicher.

Das mit dem Goethe soll stimmen. Ich sage immer, wenn der Kartoffeln, statt der Rübchen, gegessen hätte, wäre er nicht so gut geworden.

Hat von Euch vllt. Eine Lust sich intensiv mit Rezepten dafür zu befassen? Solche Rezepte könnte man dann überregional gewerblich verwenden.

HG

Wahres Wort ist nicht schön-schönes Wort ist nicht wahr!(Konfuzius)

 


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