passivM
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« Antwort #45 am: 04.08.10, 23:06 » |
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Also, Mirjam hat auf der ersten Seite zwei gute Beiträge geschrieben. Aber ich kann auch Melittas Bedenken verstehen, falls ihr etwas zustoßen würde, und der leibliche Vater hätte in diesem Fall kein Sorgerecht; Allerdings weiß ich nicht, ob man für diesen Fall nicht auch anders vorbeugen könnte, z.Bsp. den leiblichen Vater für diesen Fall als Betreuer "festlegen"..? Andererseits stelle ich fest, dass es juristisch gesehen, wenn das so weiter geht, bald gar keinen Grund mehr geben wird, überhaupt noch zu heiraten. Die "Sonderstellung" der Ehe wird - so mein Eindruck - Schritt für Schritt abgebaut. Bis jetzt schreibe ich das völlig wertungsfrei. Was mir aber schon etwas sauer aufstößt, sind die Argumente gegen Sollis Angst wegen der neuen Sorgerechtsregelung. Ich stelle mir eine Frau vor, die den Löwenanteil an Familienarbeit leistet, einschließlich Einschränkungen in ihrer eigenen beruflichen Karriere. Dann sind die Kids "aus dem Gröbsten heraus", und wenn die Beziehung dann zerbricht, hat der sprichwörtliche "Mohr seine Schuldigkeit getan und kann gehen". Da kommt mir der Gedanke: Toll, da lässt frau doch besser gleich die Finger weg von dem "Projekt" Mutterschaft, und widmet sich statt dessen lieber voll und ganz ihrer beruflichen Laufbahn. Das ist berechenbarer; Da weiß sie heute schon etwas besser, was morgen auf sie zukommt. Bei den jüngsten Gesetzesänderungen "zum Wohle des Kindes" ist Mutterschaft ein echtes Zukunftsrisiko. Dass Du (Solli) nur Opfer bist das glaub ich auch nicht! Du bist nicht während Deiner "Ehe oder Eheähnlichen Gemeinschaft" nicht arbeiten gegangen und hast bereitwillig den Haushalt gemacht und im Betrieb gearbeitet - es hat Dich niemand gezwungen. Hättest ja nach dem Mutterschaftsurlaub gleich wieder arbeiten können und für die KInder eine Tagesmutter suchen - das machen 1000ende von anderen MÜttern auch. Toll ! "Selber schuld" oder was? Ich finde so etwas zynisch. Ich weiß nicht, zu wessen Wohl die neue Sorgerechtsregelung getroffen wurde. Zum Wohle des Kindes oder des Vaters der Kinder ab 8 plus? Die können dann mal eben zu Papa ziehen (oder im väterlichen Haus bleiben), weil der das größere Kinderzimmer und das schickere Auto hat als die Mama, die nach Karriereknick jetzt versucht, ihren beruflichen Wiedereinstieg zu schaffen? Ich kenne so einen Fall. Nach beruflicher Wiedereinstiegsversuche über Zeitarbeit ist sie jetzt auf Hartz4. Das Kind lebt bei Papa wo es jetzt zwei Kinderzimmer hat und einen Hortplatz (wo es sich allerdings auch sehr wohl fühlt) und eine nette Stiefmama. - Naja, dem Kind geht es wirklich gut. Das ist schön. SIE, die damals kurz nach dem Studium sogar ungewollt schwanger geworden war - tja, ob die sich, wenn sie das gewusst hätte, wieder so entscheiden würde: Für das Kind.....? Und noch so ein Gedanke: Was meint Ihr, wer sich über solche Regelungen wohl die wenigsten Sorgen machen wird? - Das sind zum einen die Leute, denen heute auch schon alles egal ist, wo die Kids in prekäre Verhältnisse hineingeboren werden, wo weder geputzt noch aufgeräumt, dafür aber den ganzen Tag in der Bude gequalmt wird... DA sollte man lieber mal vorbeugend kontrollieren, evtl. Druck machen dass sich was bessert (oder meinetwegen auch stichprobenweise in jedem Haushalt mit Kindern, nicht nur in der ehemals sogenannten Unterschicht), nicht erst, wenn das Kind verwahrlost oder sonstwie zu Schaden gekommen ist. - DAS wäre eine Regelung zum Wohle der Kinder! - Und zum anderen sind das die privilligierten Gebär-Mütter (nicht Stief-oder Adoptivmütter), die es sich heute schon leisten können, eine gut ausbebildete Nanny und eine Haushaltshilfe zu beschäftigen, um ihre eigene berufliche Karriere trotz Kinder weiter vorantreiben zu können. - Und die können ihren Kindern später, im Falle einer Trennung, außer Mutterliebe auch finanziell etwas bieten. Nordlicht: Bei einer Scheidung: Gilt da inzwischen nicht generell das gemeinsame Sorgerecht?
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« Letzte Änderung: 04.08.10, 23:55 von somnio »
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Mathilde
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« Antwort #46 am: 05.08.10, 00:15 » |
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Hallo,
Somnio, das war nicht zynisch von mir gemeint sondern eine Feststellung. Ich habe auch meinen Beruf aufgegeben und 4 Kinder und arbeite nach wie vor im Haushalt und im Betrieb ohne Entgelt aber das ist meine freie Entscheidung und ich kann nicht meinen Mann dafür verantwortlich machen. Wenn er sich morgen scheiden ließe wäre mein Leben wohl auch ein völlig anderes ohne Arbeitsplatz, mit 53 schon gar nicht mehr vermittelbar und von wegen und eigenes Pferd oder Auto........ Gut, unsere Kinder wären wenigstens Erwachsene und selbst die Jüngste mit 16 könnte ja frei entscheiden und da weiss ich wirklich nicht wie sie sich entscheiden würde.
Bei meiner Schwester sieht es schon ganz anders aus. Sie ist immer arbeiten gegangen und hat an Ihrer Karriere gearbeitet trotz Kind. Sie hat aber auch "nur ein" Kind. Ihr Lieblingssatz ist "jeder ist seines Glückes Schmied" (wie ich diesen Satz hasse!)
Das hatte jetzt aber nichts mit der neuen Sorgerechtsregelung zu tun. Ich finde jedenfalls gut dass die Eltern gemeinsam etwas zu sagen haben und nicht nur ein Elternteil.
LG Mathilde
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passivM
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« Antwort #47 am: 05.08.10, 00:31 » |
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Ja, wenn du das so schreibst, in diesem Zusammenhang / vor diesem Hintergund, dann kommt das ganz anders rüber. 
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Liebe Grüße aus dem schönen Mecklenburg-Vorpommern
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Mirjam
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« Antwort #48 am: 05.08.10, 08:26 » |
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Hallo
Sominio - DU wirfst anderen "Zynismus" vor schreibst aber über "Gebärmütter" nur weil sie einen anderen finanziellen Hintergrund (sich erarbeitet) haben!? Meinst du den Frauen, die "gut organisiert" ich nenne es mal hochdiszipliniert trotz Kindern volltags auf Arbeit gehen - den wird alles "geschenkt"!? Da wär noch Zeit übrig für Kübelpflanzen oder Kräuterbeet oder Handarbeitsbastelei-Hobbys!? Familien die das wählen - "zahlen" auch dafür. Hab da 2 Freundinnen als probates Vorbild und tauschen möchte ich mit ihnen nicht! Und ja - auch ich "zahle" mit dem Risiko/Selbstversorgung bei Trennung dafür, dass ich mich dafür entscheiden konnte - momentan nur "halbtags" arbeiten zu gehen und denn Rest für "Familienarbeit" zu investieren - während mein Mann mit gleicher Qualifikation über 200 Stunden/Mon unterwegs ist. Wer möchte da tauschen!? Ich finde es nämlich auch ein Privileg - soviel Zeit mit den Kindern verbringen zu dürfen in unserem "Rollenmodell" im Gegensatz zum Vater.
Glaubst du irgendein Mann hat hier ein Recht auf "versorgt sein"? Ja, die heutige Situation mit dem heutigen Scheidungszahlen bringt Frauen in andere Situationen als noch vor 50 Jahren - aber das ist auch eine Folge davon, das Frau heute mehr "Wahl" Möglichkeiten heißt Ausbildung, Arbeiten, Scheidung/Trennung vom Partner vs Abhängigkeit hat. Trotzdem ist das noch dieser Glaube vom Traum/Prinz/Mann, der "für immer" sich um Frau kümmert, versorgt.
@ Mathilde, ich stimme dir zu. Voll arbeiten - kenne ich a) nur Frauen mit 1 Kind oder b) wenn mehr Kinder der Vater zurücksteckt/z.T. daheim ist. Funktioniert auch! Hatte kürzlich einen Vortrag vor jungen Frauen zum Thema "Vereinbarkeit" von Familie und Beruf. Habe wochenlang! vorher mit meinen Freundinnen (incl. finanziell gutsitutierter "Gebärmütter", Scheidungsmütter die Unterhalt zahlen müssen, "Normal-Harmonie-Vater-Mama-2-Kinder" und zahlenden Vätern) drüber gesprochen. Und übe die Eigenverantwortlichkeit der Frau - und darüber - dass wenn die Kinder den Vater nicht sehen WOLLEN (obwohl Sorgerecht/Geldfluss), er sich das (ab einem bestimmten Kindesalter) nicht erzwingen kann.
Das mit dem Mohren - der gehen kann wenn er seine Schuldigkeit getan hat - das war im bisherigen Sorgerecht auch! hinsichtlich Vater der Fall.
Gruß Mirjam
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« Letzte Änderung: 05.08.10, 08:40 von Mirjam »
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Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!
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Solli
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« Antwort #49 am: 05.08.10, 09:21 » |
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Allerdings weiß ich nicht, ob man für diesen Fall nicht auch anders vorbeugen könnte, z.Bsp. den leiblichen Vater für diesen Fall als Betreuer "festlegen"..? Ja, kann man, indem man handschriftlich ein Schreiben aufsetzt und unterschreibt, oder maschinell geschrieben bei einem Notar beglaubigen lässt. Wobei ich mir nicht mehr sicher bin, ob die erste Variante nicht auch zu Notar gehört ... So hatte es mir damals meine Hebamme erklärt. Somnio, danke, Du hast das gut rübergebracht! Mein Ziel im Leben war es in der Tat nicht zu Hause zu sitzen, Mutter und Hausfrau zu spielen - ich wollte schon immer arbeiten und unabhängig sein und Kinder wollte ich schon gleich gar nicht haben! Aber erstens kommt ja immer alles anders und zweitens als man denkt ...  Ich begrüsse durchaus die neue Sorgerechtsregelung, da sie der Gerechtigkeit ein Stück näher rückt! Ich bin aber auch der Meinung, das derjenige Elternteil, der sich jahrelang für den Nachwuchs aufopfert, nicht benachteiligt sein sollte gegenüber dem anderen Teil, der sich - wie gewohnt - nur um "seins" kümmert!
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mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz
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« Antwort #50 am: 05.08.10, 09:32 » |
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Hallo Mathilde, möchtest du mit deiner Schwester tauschen? Meine Mutter gebrauchte auch immer dieses Sprichwort und inzwischen hab ich es verstanden. @somnio, kennst du in deinem Umfeld Familien, die sich Haushälterin, Nanny und vielleicht auch noch Gärtner leisten? Auch wenn immer über Landwirtschaft gelästert wird, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist nicht zu verachten. Und warum Haushalt so negativ gesehen wird, versteh ich auch nicht, denn Beruf ist auch nicht nur Sonnenschein. Das gehört zwar nur am Rande zu diesem Thema, aber ich bin echt erstaunt, wie Frauen sich von anderen Frauen abwerten lassen. herzl. Grüsse maria
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Mathilde
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« Antwort #51 am: 05.08.10, 12:58 » |
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möchtest du mit deiner Schwester tauschen?
Nicht immer, aber immer öfter!  Das ist aber nicht auf meine Kinder bezogen, die vier wollte ich trotzdem. LG Mathilde
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Solli
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« Antwort #52 am: 05.08.10, 14:50 » |
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Und warum Haushalt so negativ gesehen wird, versteh ich auch nicht, ..... Na ganz einfach - HH ist ja keine effektive Arbeit, mit der Frau (oder Mann) Geld verdient!  Mußte ich mir erst neulich wieder anhören, als ER gestresst nach Hause kam und überhaupt nicht verstehen konnte, warum ich (nach einem ganzen Tag Kinder hüten) ebenfalls gestresst bzw. erledigt war ... 
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manurtb
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« Antwort #53 am: 05.08.10, 16:18 » |
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Ich glaub auch nicht, dass HH so negativ gesehen wird. HH ohne jemanden, der das Geld reinbringt, geht halt nicht in unserer Gesellschaft. Vielleicht fühlen sich deswegen auch viele mit 'nur' HH auch nicht so 'wertvoll'?
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Clara
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Nichts-was sich zu haben lohnt-ist leicht zu haben
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« Antwort #54 am: 05.08.10, 17:37 » |
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Hallo,
da hier ja so viele Expertinen vertreten sind, vielleicht kann mir mal eine von euch sagen:
Was passiert, wenn die Eltern sich für geteiltes Sorgerecht entscheiden, allerdings Mama oder Papa, je nachdem von wem das Kind versorgt wird und wo es seinen Aufenthalt hat nach einer Trennung - das Kind nicht "rausrückt", wenn der gerichtlich vereinbarte Besuchszeit auf dem Terminplan steht?
Ich hoffe, dass solche Momente vielen Kindern erspart bleiben.
Fragende Grüße
Anja
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... Ich bleibe auf dem Teppich meiner Möglichkeiten und hoffe, dass er fliegen lernt... (lach und zwinker)
Kruppa
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fanni
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« Antwort #55 am: 05.08.10, 18:16 » |
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Hallo,
da hier ja so viele Expertinen vertreten sind, vielleicht kann mir mal eine von euch sagen:
Was passiert, wenn die Eltern sich für geteiltes Sorgerecht entscheiden, allerdings Mama oder Papa, je nachdem von wem das Kind versorgt wird und wo es seinen Aufenthalt hat nach einer Trennung - das Kind nicht "rausrückt", wenn der gerichtlich vereinbarte Besuchszeit auf dem Terminplan steht?
Ich hoffe, dass solche Momente vielen Kindern erspart bleiben.
Fragende Grüße
Anja
was soll dann schon passieren.......dann geht es eben vor den Familienrichter  ........und der wird hofftentlich zum Wohle des Kindes entscheiden. mir gefällt übrigens der Boxentitel nicht........wieso geht es hier um die Frauen??`........sollte lieber heißen "neues Sorgerecht, ist das gut für die Kinder"? Übrigens meine Buben hebn mal vor ein paar Jahren, als hier in der Bekanntschaft die Trennungs-und Scheidungswelle gestartet wurde folgendes gesagt: "Mama, du kannst machen, was du willst, wir gehen hier nicht weg........" Sie hatten keine Lust auf Wochenendpapa und - mama und haben mal ein klares Statement abgegeben......das ich auch schlucken mußte  .......gut dass es sowas nie gebraucht hat 
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Herzliche Grüße von Fanni
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martina-s
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Leben geht nur vorwärts;rückwärts aber verstehen!
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« Antwort #56 am: 05.08.10, 18:30 » |
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Das hatte jetzt aber nichts mit der neuen Sorgerechtsregelung zu tun. Ich finde jedenfalls gut dass die Eltern gemeinsam etwas zu sagen haben und nicht nur ein Elternteil.
ich finde das Thema nach wie vor schwierig und die neue Regelung dient nur der Gehaltssicherung von RA und Richtern Mal schnell ein Kind in die Welt zu setzen birgt auch den Anspruch an Verantwortung. D. h. zumindest bei der Zeugung dürfte man schon wirklich den anderen so gut kennen, dass man sich ausdenken kann wie er sich im Bezug Kind und Kindererziehung verhält. Inzwischen haben das ja beide Teile in der Hand. Die junge Frau ist ja beim Thema Verhütung wohl nicht die allein Verantwortliche. Finde ich die moderne Problematik, nämlich die Verantwortung nicht wirklich ernst zu nehmen einen sehr wichtigen Punkt bei der Sache. Wird es schwierig wirft man das Handtuch. Ist ein Kind im Spiel ist das mehr als unfair. Manchmal kommt es mir so vor, als wollte man gar nicht bewusst eine Zweisamkeit. Dann kommt das Gezerre um das Kind. Ich denke, wenn ein Kindsvater wirklich um die Frau und das Kind bemüht ist, dann kommt auch was zustande. Und das ohne Rechtsanspruch. Aber nein, jeder will sein Leben leben, jeder hat Sorge, dass er zuviel von seiner eigenen Bequemlichkeit abgeben könnte, oder was verliert wenn er gibt und gemeinsam einen Nenner zu finden das kommt schon gar nicht in Frage. Kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Kindsvater, der wirklich bemüht ist, dem Kind was auf den Weg zu geben, ohne die Mutter des Kindes zu verletzen, indem er nebenher sein Leben lebt und ihm egal ist, was die Mutter und ehemalige Partnerin macht; dass der Kindsvater wirklich auf sein Recht pochen muss. Das sind dann vielleicht Einzelfälle. Letztendlich ist es doch für jede ledige Mutter sehr schmerzvoll sehen zu müssen, dass das ehemalige Vertrauen zerbricht, der Vater des Kindes eine andere hat und sie alleine sehen kann, wie sie mit dem Leben zurecht kommt. Unterhalt wird dann genau so viel bezahlt, was die Mindestforderung ist und damit wird sich auch noch gebrüstet, dass er ja auch dafür bezahlt. Mit dem Bezahlen erheben die Kerle dann auch noch den Rechtsanspruch bezüglich Sorgerecht. Und die Mutter kann dann laufen wenn Kindergarten, Schulwechsel oder sonst was ansteht. Wie schmerzvoll ist es doch für eine Mutter, bei der Geburt alleine zu sein? Wie demütigend ist es, wenn der Erzeuger des Kindes dann auch noch mit einem Vaterschaftstest ankommt um der jungen Frau aus Motiven des Selbstmitleids noch einen Vaterschaftstest zumutet obwohl außer Frage steht, dass das Kind von ihm ist. Boah, ich könnte da noch weiter ausholen. Würde aber zu privat. Jedenfalls können Männer ganz schön gemein sein. Und dann kommen sie noch mit dem Anspruch auf gemeinsames Sorgerecht. Dabei hätten sie weder die Zeit noch die Lust, sich Nächte um die Ohren zu schlagen wenn das Kind unruhig ist, zahnt oder sonst was. In diesen Nächten sind nämlich genau diese Sorte Mann schon wieder auf Brautschau oder Sauftour. Ich könnte da platzen. Kenne einen, der hat 3 x Kindsbier gefeiert. Hatte es aber nicht nötig, obwohl Zeit und x – mal angerufen bei der Geburt dabei zu sein. Hatte sich weder beim Kauf von Kinderwagen oder Babyausstattung finanziell beteiligt. Nicht einen Cent! Ganz im Gegenteil: Seine Freundin hat er arbeiten lassen bis zu 16 Stunden am Tag. Einen Knochenjob wo andere Arbeitgeber pflichtgemäß schon beim ersten Wissen des Schwangerseins die Arbeitskraft freistellen. Er selber ist in seiner Freizeit seinen Interessen nachgegangen. Ihr hatte man sogar die Freizeitaktivitäten vorgeschrieben, bzw. vermiest und zensiert. Und so jemand soll dann Sorgerecht bekommen?
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Liebe Grüße Martina
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passivM
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« Antwort #57 am: 05.08.10, 19:08 » |
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DU wirfst anderen "Zynismus" vor schreibst aber über "Gebärmütter" nur weil sie einen anderen finanziellen Hintergrund (sich erarbeitet) haben!? Nein, Mirjam. Ich habe geschrieben: Gebär-Mütter (nicht Adoptiev- oder Stiefmütter). ..also die Frauen, die (selbst) geboren haben. Ich habe das mit Absicht in zwei Worten mit Bindestrich geschrieben und nicht in einem Wort, wie die Gebärmutter = das Organ. Da hatte ich mir schon was dabei gedacht. Aber was, das will ich jetzt nicht noch mal alles wiederholen. Martina hat das gerade mit ihren Worten beschrieben, was auch ich meine. Hab' ich mich so unverständlich ausgedrückt? Das Sorgerecht zu "besitzen" bedeutet nun wirklich nicht automatisch für das Kind, dass der Vater sich auch kümmert, dass er - außer eventuell Mindestunterhalt zu zahlen, da ist, wenn das Kleinkind ins Krankenhaus kommt, wenn der Teenager eine schwere Pubertät mit falschen Freunden und Null-Bock zu nichts hat... Oft sind dann die Mütter auf sich alleine gestellt. Es gibt natürlich auch Positiv-Beispiele unverheirateter Väter: Wenn ein unverheirateter, von Mutter und Kind getrennt lebender leiblicher Vater ohne Sorgerecht seinem Kind zur Seite steht, wenn es in der Schule vom Mitschülern gehänselt wird, wenn der es mit in Urlaub nimmt, und wenn der auch sonst immer für Mutter und Kind ansprechbar beleibt, da hat ein Kind (und die Mutter) viel mehr davon. Maria, so einen privilligierten Fall mit Nanny kenne ich aus meinem persönlichen Umfeld nicht (hab' ich auch nicht geschrieben), aber diese Fälle gibt es - schau dir doch zum Beipsiel mal unsere ehemalige Familienministerin an (die ich sehr schätze) Ursula von der Lyen. Aber ich kenne aus meinem Umfeld einige junge Frauen mit Oma-Nanny, die ihnen den Rücken frei hält, so dass sie sich auch mit Kindern beruflich etwas aufbauen können. Nicht jede Frau hat diese Möglichkeit, der Rundum-Sorglos-Kinderbetreuung. Deshalb kann so eine Frau sich privilligiert fühlen. Mirjam, natürlich hat eine berufstätige Mutter sich ihren finanziellen Hintergrund mit Fleis und Engagement aufgebaut. Aber auch die Frauen sind nicht faul oder unfähig, die keine Rundum-Kinderbetreuung haben, und damit auch nicht diese Möglichkeit der Karriere. Das müssten doch gerade wir Bäuerinnen anerkennen, bei denen sehr oft die Frau ihre eigene Karriere hinten anstellt, und statt dessen den Mann oder die Schwiegereltern im Stall und auf dem Hof unterstützt, die einen XL-Haushalt führen, oft mit Garten und Altenteilern - und das oft für lau, das heißt: ohne sich einen eigenen finanziellen Hintergrund aufgebaut zu haben. Die sind dann auf das Wir-Gefühl ihres Lebenspartners angewiesen. Oder glaubst du, die sind für den Fall einer Trennung alle vertraglich abgesichert? Da hat es die Chefsekretärin bei einer Bank (mit zwei Kindern und Oma-Nanny oder Honorar-Nanny) aber vergleichsweise leichter, und DIE hat in einigen Jahren ihren finanziellen Hintergrund (erarbeitet). Die Bäuerin oft nicht. Und ich mache die Hausfrau bestimmt nicht schlecht. Ich sage nur: Das ist heutzutage ein verdammt undankbarer Job. Wenn du Pecht hast, kümmerst du dich um die Kinder bis sie aus dem Gröbsten raus sind, und dann kommt die Trennung vom Ehemann/Lebenspartner. (Maria, solche Fälle kenne ich in der Tat aus meinem Umfeld.) -Zuerst ging es um Ehegattenunterhalt. -Jetzt geht es ums Sorgerecht. Das Sorgerecht bekommt dann der tolle, gutverdinende Papi, und die Gebär- und Kleinkind- Mutter wird nicht mehr gebraucht und kann nun sehen, wo sie bleibt. Kind weg. Auskommen weg. Karriere futsch. = Minijob, Hartz4, Zeitarbeit..? Irgendwann wird es Versicherungen geben, die das "Armutsrisiko der Mutterschaft" abdecken...? Das kann man dann parallel zur Ausbildungsversicherung für die Tochter gleich mit abschließen... - und lezteres war jetzt in der Tat zynisch, ich weiß. Aber ich wette, so weit wird es kommen....
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« Letzte Änderung: 05.08.10, 19:35 von somnio »
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Liebe Grüße aus dem schönen Mecklenburg-Vorpommern
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Mirjam
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« Antwort #58 am: 05.08.10, 19:51 » |
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Hallo @ Sominio/Gebärmütter, da haben wir uns falsch verstanden, ich war da gleich wieder bei der Mixa-Argumentation der "Gebär-Mütter", die die Kinder "nur" auf die Welt bringen und dann "fremdversorgen" lassen. Aber auch wenn man Kinder "nicht selbst geboren hat" - kenne da grad einen Fall wo eine Frau die 3 Kids ihres Mannes 9 Jahre mitaufgezogen hat, deswegen nur halbtags arbeitete - und nun ob Trennung/Scheidung/Rentenanspruch "genauso in die Röhre" kuckt wie eine Ehefrau - und es waren "nicht mal ihre Kinder" - hatte Null mitzureden (Sorgerecht Vater + Mutter). @ Kindernanny + Putzfrau. Ganz ehrlich? Das bisserl rauswischen, Fensterputzen - ist doch gar nicht die Hauptarbeit. Komme grad mit 550 km auf dem Tacho von der Arbeit heim. Selbst bei fremdbetreuten Kindern durch Pädagogen/Schule - trifft am Abend eine müde Mutter (ganztags ausser Haus) auf müde Kinder und dann komprimiert sich die Er- und Beziehungsarbeit ungemein, heißt, das kann man wie Arzttermine, Nachhilfe-Fahren, Elternabende, durchwachte Nächte, kranke Kinder ..... nicht "auslagern" - meine Meinung. Und 20 Stunden pro Woche arbeiten + Kinder (machbar) fühlen sich nochmal ganz anders an als 40 Stunden + x und ich habe einen definitiv hohen Respekt vor Frauen die 2 oder mehr Kinder + Arbeit auf die "Reihe" kriegen. Ja und sei es auf dem Hof oder anderweitig selbstständige wie Bekannte, wo sie beruflich ebs mal nach Verona oder für 4 Tage nach Türkei muss und das dann organisieren muss... Frage - wann war jemals der Job der Hausfrau ein "dankbarer Job"  Und ich finde es ziemlich, ziemlich blöd, wenn immer noch von "Karriere" (a la Egotrip) gesprochen wird was für das gro der Frauen schlichtweg harte Einkommenssicherung, Rentenzahlung, Lebensunterhalt verdienen heißt. Irgendwo muss eine "Hauptschlagader" an Einkommen laufen. @ Solly - wenn du die Zeit mit deinen Kindern als "aufopfern" siehst - dann finde ich das sehr, sehr schade. Meine beiden waren auch nicht geplant, aber ich sehe mich nicht als "Opfer" meiner Kinder. Mutter sein heißt für mich einen "Mutter-Job" haben (= Arbeit!) in einem begrenzten Zeitrahmen (hoffentlich  ) @ Mathilde - Glückes Schmied. Jupp, nur wer noch nicht durchs "Schmiedefeuer" des Lebens gegangen ist (Trennung, Scheidung, gehandicaptes Kind, Verlust Kind, Partner...)... der ahnt manchmal nicht wie sehr das Leben stählen kann...? @ was hat das Sorgerecht mit obigen Themen zu tun? Ich denke scon sehr viel, weil viele Frauen bisher die "Macht übers Kind" - nach der Trennung zum Aufrechnen der "Aufopferung", Rache, Erpressung und all dem wiedergutmachen "was man verpasst hat" - nun gesetzlich eingeschränkt ist. Ein "Hebel" weniger...? Gruß Mirjam
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« Letzte Änderung: 05.08.10, 20:00 von Mirjam »
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Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!
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Mathilde
Gast
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« Antwort #59 am: 05.08.10, 21:45 » |
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Hallo, ach, Martina, da kommen wir beide nie auf einen grünen Zweig. Wir haben wohl die eine den links Ausschlag und die andere den rechts Ausschlag  Weisst Du wenn gar kein Interesse da ist dann kann ich das ja verstehen aber bei uns ist die Sachlage doch ein bisschen anders. LG Mathilde
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