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Autor Thema: Köhler tritt zurück  (Gelesen 3317 mal)
Pierette
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« Antwort #30 am: 01.06.10, 22:19 »

Allerdings finde ich ihn nicht gerade redegewandt.
Luna

Ja was macht jetzt wohl Mathias Riechling ohne ihn? Der hatte Köhler ja besonders gerne interpretiert.

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Ein Tier, das nicht klettern kann, sollte sein Geld nicht einem Affen anvertrauen
(aus Afrika)
Melitta
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« Antwort #31 am: 02.06.10, 09:30 »

Hallo,

was mich daran so stört ist, dass er genau jenes Verhalten an den Tag legt, was man uns predigt, was man nicht tun soll. Um z.B. noch mal auf die "Bildungsunfähigkeitsdebatte" zurüc zu kommen. Er macht es genau vor, wie man es nicht machen soll.
Einfach in den Sack hauen, wenn man nicht mehr weiter weiß. Wie soll da eine Vorbildfunktion entstehen, gerade für Jugendliche? Ätzend.

Viele Grüße

Melitta
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Mirjam
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« Antwort #32 am: 06.06.10, 10:55 »

Hallo

ich unterschreibe bei Luna. Grade bei seiner Vita, bei seinem Verständnis für Verantwortung muss eine MENGE gelaufen sein, dass er zurücktritt. Wie sagten Radiomedien: Das ganze Wochenende (schlaflos?) war ihm ins Gesicht geschrieben.

Ähnlich entsetzend - wie sein Rücktritt a) politisch hingenommen und b) medial abgewürdigt worden ist. Als wenn es ein abgekartetes Spiel gewesen sei?

Erleichternd hab ich gestenr in der Süddeutschen und in der Welt gelesen, wie enttäuscht, entsetzt und wütend die Leserbriefe ob der medialen Schelte für Köhler gewesen sind. Wie sich Politik und Medien getäuscht haben - ihn so abkanzelnd zu behandeln, wie nah Köhler eigentlich den Menschen steht.

Auf Merkel - war ich in dem Moment sauer, als ich ihre USA-Marketing-Show "Fr. Merkel verkauft uns die Griechenlandhilfe" im Fernsehen als Beruhigungskampagner gesehen habe. Das sie ihren Präsidenten mal eben so in den Sturmwind schob und allein lies - spricht hier nicht für sie.

Und ein Leserbrief hat mir zu denken geben. Deutschland in Afganistan. Hat das wirklich nichts mit wirtschaftlichen Interessen zu tun? Erst dachte, ich ja moment, er hat vielleicht nur das Wort "Verantwortung" aufgrund von internationalen Verbindungen vergessen.

Aber lasst uns doch mal zurückschauen: WER hat die ersten Soldaten nach Afganistan geschickt und WARUM? WARUM haben ausgrechnet damals die SPD/Grünen-Koalition dem Einsatz zugestimmt/zustimmen "müssen"? Wo damals sich hat Schröder mit der Vertrauensfrage das Bundeswehrmandat "erzwungen" hat? Und jetzt dieselben Parteien Köhler angriffen - die die Soldaten dort hin schickten?

Aber nein, so wollen wir Deutschen uns doch nich sehen. Wir wollen doch nur "humanitäre Hilfe" auf das Packerl schreiben. Wirtschafliche Interessen? Wir Deutschen als EX-Exportweltmeister doch nie! Never! Und dann spricht das doch dieses schwarze Schaf Köhler auch noch aus! Meine Güte wie "undiplomatisch"!!! Nur er ist kein Aussenminister für Diplomatie - er ist der Bundespräsident gewesen: Wie "ehrlich" darf der zu seinen Bürgern sein!?

Wir Deutschen - grenzen uns doch so gerne von den Amerikanern ab. Und springen doch alleweil wenn sie pfeifen. (Hält die Politik ausser kleinen Entrüstungsstatements den Mund - während Tausende vs Israels Übergriff auf das Schiff auf die Strasse gehen). WIR Deutschen, unsere Aussenpolitik ist doch soviel "political correcter" -als andere.... oder....?

Hier das Original-Köhler-Zitat - das meiner Meinung nach ein sehr, sehr unbequeme Wirklichkeit wiederspiegelt, dass auch wir Deutschen mit Millionen und Milliarden von den internationalen Börsen abhängig sind - wissen wir nicht nur seit dem WTC-Anschlag sondern auch seit der Finanzkrise?

http://de.wikipedia.org/wiki/Krieg_in_Afghanistan_seit_2001

Zitat

„Meine Einschätzung ist aber, dass insgesamt wir auf dem Wege sind, doch auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen, dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen negativ durch Handel, Arbeitsplätze und Einkommen. [...] Es wird wieder sozusagen Todesfälle geben. Nicht nur bei Soldaten, möglicherweise auch durch Unfall mal bei zivilen Aufbauhelfern. Das ist die Realität unseres Lebens heute. Man muss auch um diesen Preis sozusagen seine am Ende Interessen wahren. [...]“[/quote]

Gruß Mirjam
« Letzte Änderung: 06.06.10, 11:03 von Mirjam » Gespeichert

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passivM
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« Antwort #33 am: 07.06.10, 18:04 »

Hier habe ich mal etwas rauskopiert. Ich hatte ja schon geschrieben: "Heuchelei!"
Ich kann verstehen, dass Köhler angesichts dieser Heuchler zurück tritt  Lips Sealed

Zitat
Bei all dem parteipolitischen Getöse um Köhlers Aussagen haben allerdings die meisten Kritiker vergessen, dass nicht der Bundespräsident Urheber dieser „neuen Kriegsstrategie“ ist, sondern die militärische Wahrung von Deutschlands Wirtschaftsinteressen bereits im Weißbuch der Bundeswehr vom Oktober 2006 proklamiert wird. Darin heißt es: „Deutschland, dessen wirtschaftlicher Wohlstand vom Zugang zu Rohstoffen, Waren und Ideen abhängt, hat ein elementares Interesse an einem friedlichen Wettbewerb der Gedanken, an einem offenen Welthandelssystem und freien Transportwegen.“ Folglich „muss die Sicherheit der Energieinfrastruktur gewährleistet werden.“ Der Begriff Energieinfrastruktur schließt die gesamte Versorgungskette – beginnend an der Quelle – ein. Ergo: Militär soll dafür eingesetzt werden. (2)

Da hätten wir also bereits den Verfassungsbruch – schwarz auf weiß und schon vor vier Jahren beschlossen. Ein von der Politik übersehener Fehler?

Ganz im Gegenteil: Offensichtlich waren Kanzlerin Merkel diese Aussagen doch noch nicht prägnant genug. Das Weißbuch war noch gar nicht veröffentlicht, da ließ sie ihren CDU-Bundesvorstand bereits einen außenpolitischen Leitantrag für den damals bevorstehenden CDU-Parteitag im November 2006 formulieren, der dann auch beschlossen wurde. Darin heißt es: „Gerade im Zeitalter der Globalisierung ist die deutsche Wirtschaft mehr als zuvor auf den freien Zugang zu den Märkten und Rohstoffen der Welt angewiesen. Die Bundeswehr kann als Teil der staatlichen Sicherheitsvorsorge im Rahmen internationaler Einsätze zur Sicherung der Handelswege und Rohstoffzugänge beitragen.“ Wie wichtig der CDU/CSU die militärische „Zugangssicherung“ zu Erdöl, Gas und Mineralien in fremden Ländern ist, macht auch ein Beschluss der Bundestagsfraktion mit dem Titel „Eine Sicherheitsstrategie für Deutschland“ vom Mai 2008 deutlich. Darin heißt es: „Die Herstellung von Energiesicherheit und Rohstoffversorgung kann auch den Einsatz militärischer Mittel notwendig machen, zum Beispiel zur Sicherung von anfälligen Seehandelswegen oder von Infrastruktur wie Häfen, Pipelines, Förderanlagen etc..“ Spätestens bei den Förderanlagen wird’s kriminell. Denn es sind nicht die einheimischen Förderanlagen gemeint. (zitiert nach Lühr Henken, 3)

Köhler ist also mitnichten Urheber der Idee vom „militärischen Schutz deutscher Wirtschaftsinteressen“ – das hatten andere bereits abseits der öffentlichen Kritik in programmatischen Erklärungen zementiert und – schlimmer noch – seit Jahren umgesetzt. Köhlers Fehler war es, als – in diesem Fall – treuer Parteisoldat die Programmatik der CDU lauthals zu verkünden.
Quelle, bzw. Adresse:
www     hintergrund.de     (das nehmt Ihr raus, dann habt Ihr den Link: Verlag Selbrund GmbH)     /20100531915/politik/inland/horst-koehler-sofortiger-ruecktritt-nach-aeusserungen-zur-rolle-der-bundeswehr.html]
 
Ich habe im Impressum von hintergund.de recherchiert. Ergebins: Die Urheber sind natürlich keine "Parteigänger". Ein solcher würde so etwas ja auch gar nicht laut sagen, bzw. er müsste danach zurücktreten. Wir haben ja gesehen, wozu die Heuchler den Herrn Köhler 'genötigt?' haben, als er das aussprach, was schon seit langem (ins Geheim) beschlossene Sache war: zum Rücktritt.

Hier ein bisschen was über Ronald Thoden (Redaktionsmitglied von hintergrund.de):
Zitat
Ronald Thoden, Geograph und Politologe mit Schwerpunkt Geostrategie, Querdenker aus dem deutschsprachigen Raum zu einer Tagung mit dem provozierenden Titel [extern] Der inszenierte Terrorismus. Die Anschläge am 11. September 2001. Vormittags ging es um Gedankenaustausch und Vernetzung der Rechercheure untereinander, denn bislang waren die meisten von ihnen Einzelkämpfer. Mittags gab es eine Pressekonferenz im gediegenen Steigenberger Hotel - man wollte schließlich auch die Mainstream-Medien erreichen und den Kollegen dort Mut machen, unbequemen Fragen nicht länger aus dem...."
Regine Naeckel - Ingeneurin, Wirtschaftsredakteurin?
Unter 'Dr. Thomas Wagner' finde ich zu viele Personen, einen Arzt, einen Physiker... usw.
Viertes Redaktionsmitglied: Sebastian Range

Ich finde die Heuchelei der Politiker empörend. Daher dieser Beitrag. Ich musste mir mal Luft machen.
- Bitte nicht auf Köhler wegen Dünnhäutigkeit schimpfen. Es war doch nur konsequent, denen den Bendel vor die Füße zu werfen. Oder? - Wie würdet Ihr in so einem Fall reagieren? Köhler hat vermutlich Charakter?

« Letzte Änderung: 07.06.10, 18:06 von somnio » Gespeichert

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« Antwort #34 am: 07.06.10, 18:45 »

Das ist mir doch zu einfach. In der Position geht man nicht von einer Stunde auf die andere, ohne auch nur ein Gespräch mit dem Nachfolger zu führen, der ja auch von nun auf jetzt einspringen muss und noch ein anderes Amt hat.

Ich habe ja schon weiter zurück geschrieben, dass ich die Sache mit dem Afganisthaneinsatz nur für einen Vorwand halte, der sicher das Faß zum überlaufen gebracht hat. Köhler hätte gut daran getan, sich deutlicher zu seinen Problemen zu äußern. Einmal würden dann nicht die Spekulationen jetzt derart hoch kochen und zum anderen würden (hoffentlich) die tatsächlichen Probleme diskutiert werden.

Bemerkenswert ist für mich auch, welche großen Sachen derzeit im Schnellverfahren abgehandelt werden: Erst das Rettungsspaket für Griechenland, dann der Rettungsanker für den Euro, der Präsidentschaftskandidat, dass Sparpaket ... War da noch was? Nebenher läuft noch der Versuch der Gesundheitsreform, die Verlängerung der Laufzeit der Atomkraftwerke ... Alles Riesendinger. Vor lauter Zeitdruck findet kaum noch eine Auseinandersetzung zu dem einzelnen Themen statt. Ach ja, für das Geschehen in der weiten Welt wie das Ölleck bei Amerika oder das Hochwasser im Osten Europas kann man schon gar keine Aufmerksamkeit mehr aufbringen, so stürzen die Neuigkeiten über uns herein.

Auch und besonders für die Suche nach einem neuen Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten hätte ich mehr Zeit gewünscht.

Luna
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mary
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« Antwort #35 am: 07.06.10, 18:58 »

Hallo Luna,
ja, alles geht im Schnellverfahren, an dem Tag als Kühler zurücktrat, wurde schon darüber diskutiert, wer sein Nachfolger werden könnte. Hatte für mich nichts mit gutem Stil zu tun- aber ich hab das Gefühl, dass Anstand nichts mehr gilt.
Ich glaube auch nicht, dass seine umstrittenen Äusserungen über Afghanistan der wirkliche Grund für den Wirtschafts- und Bankfachmann Köhler war.
Es muss was ganz gravierendes vorgefallen sein- und hier traue ich dem Monalisalächeln unserer Bundeskanzlerin keinen Millimeter mehr über den Weg.
Die Schnelle der Entscheidungen - das Jonglieren mit den Milliarden und jetzt die Einsparbemühungen- ist schon beachtlich.
Die Gewinne schieben die Banken ein- und die Verluste tragen die Bürger- sowas ist dann Sozial.
Aber was nützt es, wir können es nicht ändern-
maria
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« Antwort #36 am: 07.06.10, 20:37 »

Ja, das kann schon Entsetzen auslösen, wenn man sich mal "reinzieht" in welchem Tempo so viele wichtige Entscheidungen getroffen und Beschlüsse gefasst werden, wie mit einer heißen Nadel gestrickt. Und hinterher gibt es kein Zurück.

Maria, mein Mann meinte auch, dass er wohl "die Kurve gekratzt" habe, angesichts dieser schwindelerregenden Staatsverschuldung. Und da waren die Sparmaßnahmen noch gar nicht beschlossen, à la kein Elterngeld für Hartz4-Leute und so weiter....
Zitat
Es muss was ganz gravierendes vorgefallen sein- und hier traue ich dem Monalisalächeln unserer Bundeskanzlerin keinen Millimeter mehr über den Weg. Die Schnelle der Entscheidungen - das Jonglieren mit den Milliarden und jetzt die Einsparbemühungen- ist schon beachtlich. Die Gewinne schieben die Banken ein- und die Verluste tragen die Bürger...
Nein, Maria, sozial ist das wirklich nicht. Da sieht man mal, wer in Wirklichkeit "die Welt beherrscht".

Ich sehe da die eine oder andere "Verschwörungstheorie" bestätigt, und außerdem, und zwar nicht zuletzt auch das schon so oft zitierte alte Buch, in dem geschrieben steht, dass "die Schlage" (der Teufel) aus dem Himmel hinab geschleudert würde, in den Bereich der Erde, und ein Wehe gehe über die Erde...  Das Jahr 1914 wird ja in der Regel (nicht nur von Religiösen, sondern auch von einigen Wissenschaftlern, bzw. Histrorikern) als ein Datum angesehen, von dem an die Uhren anders gingen.
In der Tat: Der Erste Welt­krieg unter­schied sich grund­sätz­lich von den ande­ren Krie­gen, dies ist vor allem auf die vie­len tech­ni­schen Ver­än­de­run­gen und Mög­lich­kei­ten zurück­zu­füh­ren.

Danach kam so eine Art Liberalisierung, moralische und traditionelle Wert wurden nachhaltig in Frage gestellt, was ja ansich nicht falsch ist.
Aber Moral hat auch etwas Gutes, wenn sie nämlich Verantwortungsgefühle für Schwächere zur Folge hat. Früher sagte man: "Reichtum verpflichtet". Das gilt heute natürlich schon lange nicht mehr. Und diese Finanztransaktionen laufen ja erstmal (zumindest für die breite Masse) unsichtbar ab. Bis man - so wie jetzt geschehen, quasi öffentlich bemerkt, was da abgelaufen ist, ist es eh zu spät.
Und inzwischen haben die ihre Netzwerke so weitwürfig geknüpft, dass denen nicht mehr beizukommen ist. Die haben jetzt "die Fäden" in der Hand, und unsere Politiker sind im wahrsten Sinne des Wortes Marionetten.

Ich glaube, "Schlechte Politiker" sind jetzt nicht mehr unser Problem. Unser Problem ist eine neue, eine schicke, eine auf den ersten Blick sympatisch lächelnde Parodie des einst vom Volk gefürchteten "Tyrann".
Die tragen heute keine Gladiatorenkämpfe mehr aus, und sie vergewaltigen heute auch keine Jungfrauen oder Knaben mehr. Heute gilt es als "schick" sich smart und menschenfreundlich zu geben; Und wenn dann eventuell noch ein kirchlicher Würdenträger kommt, und seinen Segen gibt, ja, dann ist das Bild vom Wolf im Schafspelz perfekt. 

Aber sie saugen das Volk genauso aus, wie früher. Und seit dem ersten Weltkrieg, so glauben ja viele, scheint es gar kein Halten (und kein Gewissen) mehr zu geben...

Und dann kommt noch so ein "Unhold" wie Köhler daher, (Zynismus on:) und sagt das auchnoch, was die Anderen längst beschlossen und der breiten Masse schamvoll verschwiegen haben (weil es nicht ins smart-christliche Selbstbild passt)....  Unbequem muss Herr Köhler wohl schon immer gewesen sein, so eine Art neuzeitlicher Volkstribun. Das war ja zu lesen. Aber DAS hätte er doch nicht sagen sollen.  Wie soll Frau Merkel DAS denn weglächeln?  Nee, das war zu viel....
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Mirjam
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« Antwort #37 am: 08.06.10, 07:42 »

Hallo Sominio

danke für den Link/Text/Quellenauszug.

Das gibt einem schon zu denken. Andersherum - geben Politiker nicht häufig den Wähler was sie möchten und so wie sie selbst ihr Land sehen "wollen"? Wer will denn schon hinschauen, wenn es um so unbequeme Wahrheiten geht und das unser Wohlstand "irgendwoher" auf "irgendjemands" Kosten geht?

Gruß Mirjam
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mary
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« Antwort #38 am: 08.06.10, 09:44 »

Hallo somnio,
das was uns die Medien verkaufen- muss ja nicht das sein, was es ist. Eigentlich ist es doch nur wichtig, dass wir schön fest alles glauben, was uns in zig- Sender und Zeitschriften vorgemacht wird, dass wir den Müll rechtzeitig raustellen, dass wir alles kaufen, was wir kaufen sollen, dass wir jetzt eine Auszeit wegen der Fussball-WM haben- und ansonsten in dem Hamsterrad mit der Geschwindigkeit mitlaufen, die scheinbar irgendwo gesteuert wird.
Ich würde gerne die wirklichen Gründe für Köhlers Rücktritt erfahren- und wie es um unser Land steht.
Denn wir können nur Probleme lösen, wenn wir wissen, wie gross sie sind.
Das Bla Bla Bla von unserer Bundeskanzlerin von wegen schwäbischer Hausfrau, die auch nicht mehr ausgeben kann, als sie einnimmt- empfinde ich als Hohn auf die Schwaben.
Denn bis jetzt war Sparen und Haushalten absolut kein Thema.
Es wird für uns als Bevölkerung aber nicht nur zum Sparen, sondern ich befürchte, dass nach einer Menge Möglichkeiten gesucht wird, uns noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen und für die Landwirtschaft sehe ich momentan eine schwierige Zeit, weil Nahrungsmittel auch in Zukunft erschwinglich und billig bleiben müssen. Denn erst wenn das Essen knapp und teuer wird, gehen die Leute auf die Strasse.
maria
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« Antwort #39 am: 17.06.10, 00:16 »

Hallo Maria,

dann hoffe ich nur, dass das nicht stimmt, was zum Beispiel im Merkur bezüglich der Sozialleistungen steht. Bitte verstehe mich nicht falsch. Ich ärgere mich auch, wenn höre, dass es Leute gibt, die sich faul im Sozialstaat ausruhen, ABER es gibt (nicht zuletzt hier in Mecklenburg-Vorpommern) viele Leute, die ohne Schuld auf "Vater Staat" angewiesen sind; Und auch im Westen gibt es viele, die Unterstützung brauchen. Ich denke da zum Beispiel an die vielen Alleinerziehenden.
Ich fürchte, da zu sparen (bei denen die eh nur sehr wenig haben) könnte wirklich Not auslösen, und das wäre eine tickende Zeitbombe.

Möglicherweise ist es am Ende sogar billiger, sich den sozialen Frieden quasi zu erkaufen (auch auf die Gefahr hin, dass man ungewollt auch den einen oder anderen Schmarotzer mit durchzieht). Aber - wenn die Presse recht hat, dann haben die Politiker zum Beispiel in Sachen Finanzkrise nicht auf Risiko gespielt, sondern viel Geld locker gemacht. In Sachen sozialer Frieden scheinen sie wohl eine andere Stragegie zu verfolgen: Risiko.

Oder sehe ich das irgendwie falsch?

Merkur-Online

Mirjam, da hast du recht: Die Wahrheit tut oft weh...

Im Stern steht auch ein schöner Kommentar drin. So soll er u.a. mit dem Vorgehen der Kanzlerin in Sachen Finanzkrise nicht einverstanden gewesen sein.
Die Wahrheit kennt man nicht. Alles nur Vermutungen. Man könnte ja auch ein eine ganz andere Richtung Vermutungen anstellen:
Vielleicht hat Al Kaida ihm nach seinen umstrittenen Äußerungen gedroht  Huh 
« Letzte Änderung: 17.06.10, 00:54 von somnio » Gespeichert

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« Antwort #40 am: 17.06.10, 06:01 »

Aber Moral hat auch etwas Gutes, wenn sie nämlich Verantwortungsgefühle für Schwächere zur Folge hat. Früher sagte man: "Reichtum verpflichtet". Das gilt heute natürlich schon lange nicht mehr.

Guten Morgen,
obiges Zitat von Somnio hat was für sich. Da fiel mir spontan ein Film ein der in einem 3.Kanal vor Monaten gesendet wurde über Ostpreußen und deren Güter vor dem Krieg. Da gab es ein Fallbeispiel einer Adligen, die genau das aussagte. Der Gutsherr hatte Achtung vor seinen Angestellten und auch die Verantwortung dass es den Mitarbeitern gut ging. Sie sagte, wenn es denen gut ging lief auch unser Gut wie ein Uhrwerk. Sie schilderte wie ihre Eltern die kinderreichen Landarbeiter unterstützen, dass die Kinder in die Schule konnten, zu Weihnachten auch mal etwas besonderes bekamen an Bekleidung usw. oder auch begabte Kinder musisch gefördert wurden. Als die Polen dann das Gut verstaatlicht haben nach dem 2.Weltkrieg, blieb sie dort auf dem Gut (sie konnte nicht fliehen von ihrer Heimat) und konnte bewirken ein Kinderheim dort eingerichtet wurde und sie dort arbeiten durfte.
Vielleicht wäre wie ein Bundespräsident Herzog mal so schön sagte, "es muss einen Ruck in der Gesellschaft geben" das Zitat "Reichtum verpflichtet" auch dazu zählend. In der oberen Schicht sollte diese Einstellung wieder zum tragen kommen als eine im Sinne alter preusischer Tugenden, nämlich Verantwortung für die Schwächeren.
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herzliche Grüße aus dem Süden
Antonia
Beate Mahr
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Ohne Frauenpower keine Bauernpower


« Antwort #41 am: 29.06.10, 13:30 »

Hallo

ich habe heute zufällig einen sehr aufschlußreichen Artikel gelesen

Warum trat Horst Köhler zurück?

Viele Gerüchte und ein Todesfall
Bis heute hat Horst Köhler seinen Rücktritt nur mit einem vorgeschobenen Grund erklärt.
Deshalb kursieren viele Gerüchte. Eine Spurensuche.


Gruß
Beate
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wo die anderen erst einmal reden

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fanni
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« Antwort #42 am: 29.06.10, 17:00 »

Ich bin echt schon sehr gspannt auf die Wahl...........

am schärsten fand ich ja wieder mal unsere bayerische CSU,  Cool die den freien Wählern hier in Bayern vorwarf, sie würden den Boden der Demokratie verlassen, wenn sie ihre Stimme nicht Wulff gäben, sondern eben Gauck wählen.......



aber die freien Wähler haben das letzte Mal auch die Frau Pauli zu Hause gelassen, weil die gesagt hatte sie würde Gesine Schwan wählen Wink......

ein Gehaue und Gesteche nix neues unter der Sonne.
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Herzliche Grüße von Fanni
fanni
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« Antwort #43 am: 30.06.10, 20:02 »

Also ist doch echt spannend!!
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Herzliche Grüße von Fanni
LunaR
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Dat Eenen sien Uhl is det Annern sien Nachtigall


« Antwort #44 am: 13.10.10, 17:24 »

Da ist er wieder http://www.tagesschau.de/wirtschaft/koehler472.html


Luna
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