Autor Thema: Bräuche zu Weihnachten  (Gelesen 12260 mal)

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Offline martina-s

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Re:Perchten
« Antwort #15 am: 13.01.04, 07:17 »
Ich habe mir am Sonntag Abend auch gedacht, als ich das im Fernsehen sah, dass das zu sehr vermarktet wird. Wenn die auch noch wie im Film bis nach Kempten fahren. Dann hat das mit Brauchtum eigentlich nichts mehr zu tun. Ich würde mir es ja noch eingehen lassen, wenn die bei einer Aktion wo Land und Leute vorgestellt werden (bei einer Veranstaltung wie Oktoberfest, ZlF oder im Ausland) mal dabei sind und als Brauchtum dieses Landes vorgestellt werden. Aber in Kempten haben die doch ihre eigenen Bräuche...
Liebe Grüße
Martina

Offline geli.G

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Re:Perchten
« Antwort #16 am: 14.01.04, 22:37 »

Bei den Masken aus dem ersten Link mußte ich auch sofort an einen Horrorfilm denken, fast an Satanismussymbole.  :o. Mit diesem Brauch muß man wohl aufgewachsen sein.


Hallo Luna,

ich hab auch schon davon gehört, dass "schwarze Messen" gefeiert wurden.... :o :o

Ich hab mir den Link von Reserl nochmal genauer angeschaut. Die meisten Perchtengruppen sind in den 90iger Jahren gegründet worden. Aber nicht, wie in vielen Beiträgen versichert wird, um altes Brauchtum aufleben zu lassen...den meisten geht´s doch darum, dass man mal so richtig die "Sau rauslassen" kann und dabei auch noch Geld verdient. Dann nämlich, wenn die Gruppen von den Geschäftsleuten der umliegenden Städte bestellt werden, um viele Leute anzulocken (was ihnen ja leider auch gelingt!) ::) >:(

Wenn man dann zum gatterl fährt (ca. 30 km von mir) gibt´s die Buttnmandl. Die haben wir unter "Jemand aus dem Chiemgau hier" im Advent ausgiebig erklärt! :D

Bei denen geht´s wirklich noch um Brauchtum, bei fast allen anderen Gruppen geht´s nur um´s GELD!!! Aber das kennen wir ja woanders auch......Leider! ::)

Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben.
Viele Grüße von Geli

Offline martina

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Re:Perchten
« Antwort #17 am: 15.01.04, 09:27 »
*hm*

Wenn ich den Link aufmache, dann bleibt mir auf dem Deckblatt mit dem grausigen ;) ;D Foto gar nicht malg enug zeit, den nebenstehenden Text zu lesen, weil die Weiterleitung so schnell geht???  Auch die anderen Seiten funktionieren bei mir nur begrenzt.

Und weil ich mitdiesem Brauch nun wieder gar nix anfangen kann als Norddeutsche, versteh ich auch prompt nix mit Tradition.

Außer das eben irgendwie der Winter ausgetrieben werden soll. Warum das denn aber schon im Januar, da hat der Winter doch grad erst mal angefangen?

Bei uns im Harz werden zur Winteraustreibung Osterfeuer ab- und an Walpurgis die Hexen verbrannt ;-)
Zum Wichteln 2017 bitte hier entlang.

Offline geli.G

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Re:Perchten
« Antwort #18 am: 15.01.04, 21:02 »

Außer das eben irgendwie der Winter ausgetrieben werden soll. Warum das denn aber schon im Januar, da hat der Winter doch grad erst mal angefangen?



....tja, Martina, bei uns war so ein langer Winter mit Unmengen von Schnee für die Menschen wohl eine fürchterliche Zeit. Die haben sicher darauf gewartet, dass endlich wieder was wächst und das Vieh wieder was zu fressen findet..... :(

Allein wenn ich von meiner Mutter hör, wenn sie mutterseelenallein 1 Std. Fußmarsch in die Schule zurücklegen mußte......Das war aber vor 50 Jahren. Wie mag das wohl vor einigen hundert Jahren gewesen sein???

Übrigens, bei mir funktioniert der Link, aber ich kann sehr gut verstehen, wenn du damit nix anfangen kannst. Das kann ich nämlich mit diesen Teufelsfratzen auch nicht!!! :o
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Viele Grüße von Geli

Offline claudia2

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Re: Bräuche zu Weihnachten
« Antwort #19 am: 04.12.05, 13:27 »
Hallo Ihr Lieben im Bt-Land!

Sitze gerade am PC und brüte über den Text unserer neuen Homepage.
Wir wollen jeden Monat eine Spezialität unserer Produkte herausstellen u. besonders hervorheben.
Diesen Monat haben wir uns für Haselnusskäse entschieden.
Ich denke, Nüsse gehören zur Weihnachtszeit. Weiter komme ich aber nicht.
Was haben Nüsse eigentlich mit Weihnachten zu tun? ??? :-[ :'(
Kann mir jemand weiterhelfen ?
VG
Claudia
Gib jedem Tag die Chance, der schönste Deines Lebens zu werden

Uschi-

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Re: Bräuche zu Weihnachten
« Antwort #20 am: 04.12.05, 13:46 »

Was haben Nüsse eigentlich mit Weihnachten zu tun? ??? :-[ :'(

Vielleicht weil das Christkind sie früher gebracht hat statt Süßes ?
Nüsse sind ja haltbar bis zum Winter u. wurden oft als Vitaminspender genutzt, da es ja kein frisches Obst gab.
Hier war es früher zumindest so, dass die Kinder vom Christkind (u. Nikolaus) Walnüsse, Haselnüsse, Dörrobst, Äpfel u. bei den reicheren Leuten auch Apfelsinen bekamen.
Schade, dass der Wert der Nüsse heute nicht mehr gesehen wird. In diesem Jahr gabs in unserer Gegend kaum Wallnüsse u. Äpfel, aber wen störts, wo im Laden doch reichlich zu kaufen sind  :-\

SHierling

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Re: Bräuche zu Weihnachten
« Antwort #21 am: 04.12.05, 14:53 »
Hallo,
Ich denk bei Nüssen immer daran, das selbst tief schlafende Eichhörnchen und Dachse im Winter aufwachen, nur um an die leckeren versteckten Nüsse zu kommen.
Grüße
Brigitta

Offline gini

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Re: Bräuche zu Weihnachten
« Antwort #22 am: 30.11.07, 14:42 »
Hallo Ihr Lieben!
Bei uns in Oberösterreich gibt es seit 20 Jahren einen sehr schönen neuen Brauch.
Das Friedenslicht.
Ein Kind darf aus der Geburtsgrotte in Bethlehem das Licht holen. Heuer ist das ein Mädchen das seiner Mutter (einer Bäuerin aus Bad Ischl) nach einem Wespenstich auf der Alm das Leben durch Ihren besonnene Reaktion gerettet hat.
Das Licht wird dann am heiligen Abend durch viele Organisationen verteilt und soll an einen friedvollen Umgang miteinander erinnern.
Inzwischen kann man sich in vielen Ländern daran erfreuen. Es wird auch nach Brüssel und zum Papst gebracht.
Vielleicht hört auch Ihr in eurer Nähe davon, dann holt Euch doch auch das Friedenslicht und stellt eine Laterne vors Haus oder ins Fenster.
Einen schönen Adventsbeginn wünscht Euch
Regina
Es grüßt Euch alle
                           gini

Offline geli.G

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Re: Bräuche zu Weihnachten
« Antwort #23 am: 30.11.07, 14:48 »
Hallo Ihr Lieben!
Bei uns in Oberösterreich gibt es seit 20 Jahren einen sehr schönen neuen Brauch.
Das Friedenslicht.
Ein Kind darf aus der Geburtsgrotte in Bethlehem das Licht holen. Heuer ist das ein Mädchen das seiner Mutter (einer Bäuerin aus Bad Ischl) nach einem Wespenstich auf der Alm das Leben durch Ihren besonnene Reaktion gerettet hat.
Das Licht wird dann am heiligen Abend durch viele Organisationen verteilt und soll an einen friedvollen Umgang miteinander erinnern.
Inzwischen kann man sich in vielen Ländern daran erfreuen. Es wird auch nach Brüssel und zum Papst gebracht.
Vielleicht hört auch Ihr in eurer Nähe davon, dann holt Euch doch auch das Friedenslicht und stellt eine Laterne vors Haus oder ins Fenster.
Einen schönen Adventsbeginn wünscht Euch
Regina

Griaß di Regina,

dieses Friedenslicht wird von unseren Pfadfindern am "Siezenheimer Steg" abgeholt. Dort treffen sie sich mit den Salzburgern und dann bringen sie das Licht zur Kindermette. Wer eine Laterne dabei hat, darf sich dieses Licht dann mit heim nehmen. :D
Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben.
Viele Grüße von Geli

Offline gundi

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Re: Bräuche zu Weihnachten
« Antwort #24 am: 30.11.07, 20:30 »
Hallo!

Bei uns bringen die Jungscharkinder das Friedenslicht am Hl. Abend in der Früh in die Kirche, da kann man es sich dann holen.
Den Brauch gibt es nun schon einige Jahre, und ich hol mir auch immer das Licht ab.

Wünsch euch auch eine schöne Adventzeit

gundi
Es ist kein Herr so hoch im Land, der nicht lebt vom Bauernstand!

Offline zensi

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Re: Bräuche zu Weihnachten
« Antwort #25 am: 30.11.07, 21:09 »
Hallo,

auch bei uns wird das Friedenslicht in die Kirche gebracht.
Es wird von unserem Pfarrer und einigen Minis in Eichstätt abgeholt und feierlich in die Kirche getragen , wo sich das Licht jeder mit nach Hause nehmen kann.

Ich nehme es auch mit einer Laterne mit nach Hause , und stelle es vor die Haustür.
Ich versuche, es bis Weihnachten nicht ausgehen zu lassen.
Wenns doch passiert, kann ich es jederzeit wieder in der Kirche holen, denn da brennt immer eins.

Ich finde den Brauch sehr schön. Man hat das Gefühl, es ist ein bisschen mehr Weihnachten.

Schöne Adventszeit wünscht

Zensi
Schönen Gruß    Zensi

Andrea-mit-Sippe

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Re: Bräuche zu Weihnachten
« Antwort #26 am: 01.12.08, 11:13 »
Bei uns wird von Heilig Abend bis Heilig Drei König nix gewaschen und nix aufgehängt. Wenns wirklich sein muss, dass die Waschmaschine läuft, dann darf zumindest an Sylvester nichts auf der Leine hängen.
An Heilig Abend wird der Straus von Maria Himmelfahrt klein geschnitten und den Tieren verfüttert (der Straus ist geweiht und soll böse Geister und alle Gefahren von den Tieren abhalten)
Zum Abendessen gibts Mettenwürscht (schwarzgeräucherte Bratwürst) mit Kraut. Dann ist Bescherung. Anschliessend gehts in die Christmette, bei welcher auch das Friedenslicht verteilt wird.

Gruss
Andrea

Offline ansabe

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Re: Bräuche zu Weihnachten
« Antwort #27 am: 02.12.08, 16:29 »
Zitat
Bei uns wird von Heilig Abend bis Heilig Drei König nix gewaschen und nix aufgehängt. Wenns wirklich sein muss, dass die Waschmaschine läuft, dann darf zumindest an Sylvester nichts auf der Leine hängen.
Da würde ich wirklich Probleme kriegen, dann hätten wir glaube ich, nichts mehr im Schrank. Aber fast 2 Wochen nicht waschen und bügeln, würde mich auch reizen. ;)
Viele liebe Grüsse
ansabe

Offline Melkerin

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Re: Bräuche zu Weihnachten
« Antwort #28 am: 02.12.08, 17:38 »
Bei uns kennt man das auch: keine Wäsche waschen, sonst würde jemand aus diesem Haus im kommenden Jahr sterben.  :o
Dazu habe ich mal eine Deutung gelesen: Wenn man jemand Krankes im Haus hatte, fiel auch meist mehr Wäsche an. Irgendwie kam man dann zu der Schlußfolgerung, dass die Leute dann aus dem Grund gestorben sind, dass in den Rauhnächten, die halt nunmal mit viel "Magie" behaftet sind, eben die Wäsche dahing.
Herzlich Grüße von Melki!

Offline pauline971

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Re: Bräuche zu Weihnachten
« Antwort #29 am: 03.12.08, 11:57 »
Ganz arg wichtig ist es bei uns, an Neujahr Reis zu essen - damit das Geld reicht.
Wir waschen zwischen den Jahren keine Bettwäsche. Und wenn schon, dann auf keinen Fall aufhängen sondern in den Trockner. Aber das vermeide ich echt. Vor Weihnachten wird noch mal übergezogen und dann erst wieder im neuen Jahr. Bei uns heißt es auch, wenn man in den Unternächsten Bettwäsche wäscht und aufhängt stirbt im nächsten Jahr jemand aus der Familie.
Die Tiere bekommen an Heilig Abend besonders leckeres Futter.
Pauline
Um klar zu sehen reicht oft ein Wechsel der Blickrichtung.
Antoine de Saint-Exupéry

 


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