Autor Thema: Biber.....ein Problem!?  (Gelesen 17525 mal)

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Offline evi

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Re: Biber.....ein Problem!?
« Antwort #45 am: 15.05.10, 07:12 »
also der bauer in bayrischzell ,den der wolf 4 schafe gerissen hat,bei dem mein ich hält sich die begeisterung in grenzen

Offline Paula73

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Re: Biber.....ein Problem!?
« Antwort #46 am: 15.05.10, 10:56 »
also der bauer in bayrischzell ,den der wolf 4 schafe gerissen hat,bei dem mein ich hält sich die begeisterung in grenzen
Deswegen soll er (der Wolf) ja lieber die Biber fressen und die Schafe in ruh lassen, aber ob man ihm das so klar machen kann.
Immerhin Problemwolf - frisst Problembiber = Problemlösung  ???

Offline Maja

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Re: Biber.....ein Problem!?
« Antwort #47 am: 15.05.10, 15:00 »
Meines Wissens nützen Luchs und Wolf nichts um dem Biber bei zu kommen. Luchse haben wir schon hier und auf die Wölfe können wir gut verzichten. Drei Schafe dem Luchs zum Opfer gefallen ,. Schafzucht aufgegeben.

Offline Mirjam

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Re: Biber.....ein Problem!?
« Antwort #48 am: 18.05.10, 14:04 »
Mensch Maja, ich bin sicher, das man Wölfe "beibringen kann" Biber zu jagen...  ;D ;)
Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!

Sybill

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Re: Biber.....ein Problem!?
« Antwort #49 am: 28.05.10, 01:50 »
Bei uns hier in Garching-Hochbrück wurde am schleissheimer Kanal (Naturschutzgebiet) das "Biberproblem" ganz einfach gelöst. Dieses Frühjahr (zum Beginn der Brutzeit der Vögel) wurden alle wunderschönen alten Platanen gefällt. Bei dieser "Aufräumaktion" wurden auch die Holunderbüsche ausgerissen, sämtliche Biberbauten zerstört.

Das obwohl es sich um ein Naturschutzgebiet handelt, an nur 3 der riesigen Baumstümpfe Schäden erkennbar sind - und die Biber die grossen Bäume nicht angefressen hatten. Auch waren keine Bauern von den Bibern betroffen.

Nun sind keine Biber mehr zu sehen, am Kanal mag man nicht mehr wandern - mir fehlen die Bäume, die Vögel UND die Biber.... sowie auch der Holunder

*traurigguck*
Sybill


Offline Internetschdrieler

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Re: Biber.....ein Problem!?
« Antwort #50 am: 28.05.10, 08:04 »
Ich habe mir gerade die von Stanzerl verlinkte Bilderserie "Schäden durch die Landwirtschaft" angeschaut.
Der "beste" Kommentar stand wohl unter dem letzten Bild, einem  Gülleselbstfahrer
Solche "Experten" braucht das Land :o

Internetschdrieler
« Letzte Änderung: 29.05.10, 07:33 von Internetschdrieler »

Offline Maja

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Re: Biber.....ein Problem!?
« Antwort #51 am: 28.05.10, 22:25 »
Sybill das finde ich sehr schade. Wieder mal hat der Mensch falsch reagiert.
Aber ich kann dir anbieten zu mir zu kommen, du wirst als Biberfreundind viel Freude haben.
Allerdings hatte der kleine Nager einen See aufgestaut der eine Erddeponie der Gemeinde unterspülte.
Das konnte so wirklich nicht bleiben und so hatte die untere Naturschutzbehörde die Genehmigung gegeben, den Damm weg zu reißen.
Seit dem riecht bei uns der Bach faulig und der gesamte Grundschlamm vom Bibersee wurde weggespült.
Da wir an unserem Grundstück ein Stauwehr haben, hat sich der gesamte Schlamm hier abgesetzt.
30 cm hoch der Sand und Schlamm im Bach nachdem wir den Stau aufgemacht haben.
Das sind wahre Biberfreuden, nicht direkt durch und doch durch den Biber ausgelöst.

Offline Dorotee

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Re: Biber.....ein Problem!?
« Antwort #52 am: 30.05.10, 20:28 »
Hallo zusammen,

ich habe gelesen, dass die Biber bestimmt an hundert Stellen im Staudammbereich der Oder ihre Löcher gemacht haben.
Wir brauchen ja diese Tiere unbedingt ................. ::)
herzliche Grüße von Dorotee

Offline cara

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Re: Biber.....ein Problem!?
« Antwort #53 am: 31.05.10, 12:59 »
Hallo zusammen,

ich habe gelesen, dass die Biber bestimmt an hundert Stellen im Staudammbereich der Oder ihre Löcher gemacht haben.
Wir brauchen ja diese Tiere unbedingt ................. ::)

Dorotee,
das ist so nicht korrekt.

Unsere Zeitung, die HAZ hat das am Freitag erklärt:

Zitat

Experte: Biber gilt als Sündenbock
Berlin/Potsdam (dpa). Der größte Feind der Deiche ist Naturschützern zufolge nicht der Biber.
„Er ist der Sündenbock, wenn es Hochwasser gibt“, sagte der Verhaltensbiologe Ralf Schulte vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu) in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.
Zu der Behauptung, das Tier sei mit seiner intensiven Bautätigkeit dafür verantwortlich, wenn Deiche brechen, bemerkte er: „Das ist Unsinn.“
Das Problem sei vielmehr der mangelnde Raum für die Flüsse. Die Tiere litten derzeit enorm unter den steigenden Wassermassen. Das bedrohe ihren Lebensraum.
„In ihren Bauten können sie buchstäblich nasse Füße bekommen: Wohnstube, Kinderzimmer und Schlafräume stehen dann unter Wasser“, sagte Schulte.
Viele trächtige Biberweibchen seien kurz vor der Geburt. „Stress können die Tiere im Moment eigentlich nicht gebrauchen.“
„Wenn die Tiere sich sicher fühlen und es in den Bauten schön trocken ist, bauen sie nicht“, erläuterte der Fachmann.
Nur in Notsituationen, wenn das Wasser der Oder näher rücke, müssten sie um ihr Leben kämpfen. Sie verlegten dann ihre Behausungen und gingen in den Deich.
Das Problem könne relativ schnell gelöst werden, appellierte der Verhaltensbiologe: „Entdecken Deichläufer Eingänge von Biberbauten, müssen die sofort verschlossen werden.“
Die Tiere würden dann weiterziehen und sich eine andere Baustelle suchen.
Der Naturschützer erinnerte daran, dass Ertrinken die zweithäufigste Todesursache bei Bibern sei – nach dem Tod im Straßenverkehr. „Sie sind zwar gute Schwimmer, aber bei Hochwasser und den drückenden Wassermassen kämpfen die Tiere ums nackte Überleben.“
Der Mensch müsse den Biber und sein emsiges Wirken wieder schätzen lernen und in seinem Sinne nutzen.
In den USA seien die Säugetiere in den fünfziger Jahren sogar für den Hochwasserschutz eingesetzt worden. Sie sollten mit ihren Dämmen den Lauf des Wassers verlangsamen und damit Hochwasser verhindern helfen. Vor rund 100 Jahren war der Biber in Europa nahezu flächendeckend ausgerottet. Das Biberfleisch wurden gegessen, und ihr Fell war gefragt. Heute gibt es nach Angaben des Experten bundesweit etwa 15000 bis 20000 Biber, an der Oder einige hundert – die meisten davon an der Elbe.
29.05.2010 / HAZ Seite 9 Ressort: WISP
LiGrüss cara

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Offline Stanzerl

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Re: Biber.....ein Problem!?
« Antwort #54 am: 26.06.10, 12:21 »
Ein guter Artikel. Er rückt den Unsinn zurecht, der über die Biber oft verbreitet wird.
Hauptsache man hat ein Feindbild - in unserem Egoismus vergessen wir Menschen oft, dass wir nicht alleine auf der Welt sind, sondern auch der Rest der Schöpfung ein Lebensrecht besitzt.
Ganz ähnlich ist es mit dem Kormoran, der von den Fischern für alles verantwortlich gemacht wird - dass die wahren Ursachen für das Aussterben vieler Fischarten aber ganz andere sind, wird verschwiegen.

Grüße, Conny

Offline gammiTopic starter

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Re: Biber.....ein Problem!?
« Antwort #55 am: 07.09.13, 13:49 »
Heute ist bei uns ein Bericht in der Zeitung, dass ein Landwirt mit seinem Traktor bei Mulcharbeiten wegen dem Biber eingesunken ist.

http://www.schwaebische.de/region/sigmaringen-tuttlingen/bad-saulgau/stadtnachrichten-bad-saulgau_artikel,-Schlepper-sinkt-in-Biber-Bau-_arid,5494857.html

Auch Laufstall-Kühe geben gute Milch

Offline Margret

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Re: Biber.....ein Problem!?
« Antwort #56 am: 07.09.13, 14:57 »
...das kenne ich zu gut aus dem Brenz-Tal (kreis HDH, östl. Württemberg). :-\

Margret

Offline fanni

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Re: Biber.....ein Problem!?
« Antwort #57 am: 28.02.17, 19:32 »
Ich hole das mal aus der Versenkung:

https://www.merkur.de/lokales/schongau/schongau-biber-abschuss-nur-in-ausnahmefaellen-7412108.html

Bei uns wird der Biber zu einem immer größeren Problem. Gibt es eigentlich Landkreise, bei denen eine Entnahme gemacht wurde?
« Letzte Änderung: 28.02.17, 19:34 von fanni »
Herzliche Grüße von Fanni

Offline coni

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Re: Biber.....ein Problem!?
« Antwort #58 am: 28.02.17, 21:29 »
wir haben auch Bieber Probleme
 haben so großen Rückstau das die turbine die Leistung nach lies ,weil das gefälle nicht mehr stimmte
dann wurde ein Nebenarm gebaut in unsere wiese ,sind mit der lösung nicht glücklich
coni

Offline AnniH

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Re: Biber.....ein Problem!?
« Antwort #59 am: 28.02.17, 21:47 »
Fanni bei uns gibt es für Jäger Genehmigungen für Entnahmen, wir haben im Landkreis längs die Isar und quer die Amper und dementsprechend große Probleme .
Für Landwirte wird es zunehmend immer schwieriger, die Wiesen zu mähen , da die Biber alles unter minieren .
Der Erfolg ist jedoch noch nicht sichtbar...Biber sind Nacht aktiv , außerdem gibt es viel Widerstand bestimmter Gruppierungen.

 


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