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Autor Thema: Vereinbarkeit von Familie und Beruf  (Gelesen 565 mal)
Nelly
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Beiträge: 1254


« am: 09.05.10, 21:41 »

Hallo,
ich wil ja nicht immer drauf rumreiten, dass ich Lehrerin bin, aber heute könnte ich noch an die Decke gehen. Ich habe an die 70 Arbeiten liegen gehabt. In der Woche komme ich kaumzum Korrigieren. Dass es nun so viele HEfte auf einen Schlag sind, ließ sich nicht verhindern, weil ich kurzfristig ne Vertretung übernommen habe.

Jetzt korrigiere ich schon das 2. Wochenende, bin irgendwie total gestresst, weil ja auch am Wochenene Ungeplantes anliegt. Das einzige was mein Mann aufzählt, ist, dass ich ja NIX mache nix Sichtbares für ihn) und ich eigentlich noch das und das und das (Wäsche, Vorkochen etc.) machen müsste.
Ja, das weiß ich auch, braucht er mir nicht sagen. Ich brauche auch in einem solchen Fall keine Haushaltshilfe, weil spätestens übermorgen alle Arbeiten fertig sind und ich wieder Zeit für alles andere habe.

Musste ich gerade mal loswerden. Dieser Tag ist noch nicht vorbei, mal schau´n wie weit ich komme.Sitze gerade auch nur am PC weil ich noch was ausdrucken muss.

Nell
« Letzte Änderung: 09.05.10, 21:45 von Nelly » Gespeichert
Erika
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Beiträge: 828


« Antwort #1 am: 10.05.10, 07:48 »

Hallo Nell,

wenn mir die Arbeit über den Kopf steigt, dann wird als allererstes das Kochen eingestellt - oder sie kochen selber. Jeder hat da wohl seine eigenen Prioritäten. Imbiss haben wir rundrum genug im Angebot. Der Tag hat nur 24 Stunden. Und wie Du schon geschrieben hast, spätestens in zwei oder drei Tagen läuft es ja wieder anders...

Wir sind nun vier Erwachsene und eine Elfjährige in der Familie. Die Wäscheansammlung ist groß. In den Griff bekomme ich sie, wenn ich täglich oder spätestens alle zwei Tage wasche. Als die Kinder noch kleiner waren, hatte ich einen Waschtag in der Woche, das funktioniert bei mir persönlich aber nicht mehr, schaffe ich alleine von der Menge her nicht.

Ansonsten..... lass Deinen Mann nur maulen und stell` die Ohren auf Durchzug, der Job sollte immer vorgehen. Im Moment ist es nicht so, dass man überall von jetzt auf gleich eine neue Arbeitsstelle findet. Er sollte eher stolz darauf sein, dass Du so eine riesige Doppel-Dreifach-Belastung auf Dich nimmst  Wink

.... und das ganz bestimmt nicht umsonst, ich wette mal, Dein Einkommen ist dann wieder sehr willkommen, oder   Roll Eyes
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Nelly
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Beiträge: 1254


« Antwort #2 am: 10.05.10, 13:44 »

Hallo
Mein Mann mault weiter, weil ich gleich nen Termin beim Mädchen-TÜV habe und wieder GAR NIX im HH passiert. WErde aber hinterher in die Staudengärtnerei fahren und mir nen Haufen ZWergakelei kaufen und was ich sonst noch finde, vielleicht ne lonicera......

Nell
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Mirjam
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 7661


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« Antwort #3 am: 10.05.10, 16:33 »

ich wil ja nicht immer drauf rumreiten, dass ich Lehrerin bin, aber heute könnte ich noch an die Decke gehen. Ich habe an die 70 Arbeiten liegen gehabt. In der Woche komme ich kaumzum Korrigieren. Dass es nun so viele HEfte auf einen Schlag sind, ließ sich nicht verhindern, weil ich kurzfristig ne Vertretung übernommen habe. . Das einzige was mein Mann aufzählt, ist, dass ich ja NIX mache nix Sichtbares für ihn) und ich eigentlich noch das und das und das (Wäsche, Vorkochen etc.) machen müsste.

Hallo Nelly,

ich hab demnächst ein Referat zum Thema "Vereinbarung von Familie und Beruf". Und letzte Woche war ich Gast bei einer Frau mit 4 Kids (und viel Sorgen), die "nur" daheim ist. Ein total - gepflegtes Heim. Ein total - leckeres Essen. Weder Messie noch Putzteufel - sondern einfach liebevoll dekoriert, nix noch vergessene Weihnachtsdekoirgendwo, nix "gruselig-geschenk-deko-aus-den-siebziger". Einfach nur - ordentlich, wohnlich, schön. Aber - sie bekommt vorgeworfen, dass sie NICHT arbeiten geht...

Was ich mitgenommen habe - ist: Kann man(n) alles haben? Eine Frau - die gut Geld mit heimbringt, das Haus tip-top hält und dabei noch genug Luft hat NICHT im frustrierten Burn-Out zu landen?

Freunde haben beruflich ein Seminar mitgemacht, dass unterteilt in: Berufs-Zeiten, Haushalt-Familie-Zeiten und Ich-Zeiten. Und hier unterschreib ich - für mich ist Familien-Zeit keine Zeit die ICH für mich habe! Familie heißt meit Erziehungs-ARBEIT und hat nix mit Freizeit zu tun- nur weil dabei keine Haushalt/Berufszeit dabei ist. Und zum anderen - eben: Mann kann nicht alles haben. Eine Frau muss sich schon "Teilen" zwischen Beruf und Familie, wenn sie sich noch dritteln muss - zerreißt es einen irgendwann. Oder - die ICH-Zeit geht drauf und das hält kein Mensch auf Dauer durch.

Irgendwo hatte ich mal eine Arbeitszeitberechnung gesehen - für die Familie un dden "zu versorgenden Familienmitgliedern" - war das nicht 0,2 pro Person? Bei 2 Erwachsenen und 2 Kindern sind das eigentlich 0,8 Ak und dann noch arbeiten gehen halbtags, ganztags....?

Nelly dein Mann würde von mir ein kräftiges "Bampminetohsonstbuschidieum" um die Ohren kriegen...  Lips Sealed Roll Eyes Gruß Mirjam
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SiegiKam
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Bayern


« Antwort #4 am: 10.05.10, 17:07 »

Hallo,

mir ist schon lange klar, dass alles perfekt zu machen einfach nicht geht. Daher setze ich meine Prioritäten täglich nach Bedarf. Mal steht meine Arbeit ganz vorne, dann meine Kinder, Zeit für meinen Mann, ich selbst, je nach Stimmung und Lage. To do Listen habe ich mir abgewöhnt, weil ich gemerkt habe, dass ich, wenn ich mal Luft habe am besten das mache, wonach meinem Bauchgefühl ist. Diese Arbeit geht dann meist sehr zügig und mit mehr Freude als nach einer to do Liste. Dass mal im Haushalt nicht alles blinkt und mein Student nicht seine ganze Wäsche gebügelt mitnehmen kann, das ist halt so. Dafür bin ich gut drauf und stecke zwar in vielen Zwängen, aber nicht in so vielen wie die Damen, die dem Perfektheitsanspruch frönen. Vieles ginge im Haushalt einfacher, ich müsste kein Mosaik an die Wand kleben, ich könnte den ganzen Garten mit Rasen ansäen und mit Halbfertigprodukten ginge es auch schneller. Aber Basteln, Garteln, Rezepte ausprobieren wenn ich Zeit habe, das macht mir halt Freude und ich bin nicht auf der Welt um alles praktisch und blitzblank zu haben, sondern um mich des Lebens zu freuen und anderen diese Freude weiterzugeben.

Liebe Grüße an alle, die sich auch nicht teilen können,
Siegi
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Leben und leben lassen
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