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Autor Thema: Vegetarier fordern fleischlosen Tag  (Gelesen 9461 mal)
Sasa
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« Antwort #135 am: 26.10.09, 21:29 »

Also...unsere mittlere Tochter aß in ihren ersten Lebensjahren absolut kein Fleisch. Anfangs spuckte sie mir die Babygläschen mit Fleischeinlage angewidert entgegen- naja, dachte ich, kochste ihr halt mal was, das Gläschen zeugs schmeckt ja auch nicht so Lips Sealed Nix da. Kein Erfolg. Mama schob das Essen rein- Tochter spuckte es wieder aus. Versuchte man es immer wieder, schluckte sie widerwillig ein paar Bissen, wurde kreidebleich und.... Tongue  Das wars dann. Drastisches Argument. Also beriet ich mich mit dem Kinderarzt, der meinte, abwarten. Sie braucht ja nicht viel Fleisch- und gesund und fit war sie immer, trotz ihres angeborenen Vegetariertums Grin
Als sie älter wurde- meine Familie wurde schon ganz ramdösig mit dem Kind, Oma, Opa, Onkel, Tante, alle rannten mit Wurst, Schnitzel etc.pp. hinter dem Kind her, sie konntens nicht begreifen Grin kam es öfter vor, daß sie bei Hähnchen gerne probierte, hier ein Häppchen, da ein Häppchen....Und so blieb es. Huhn ja, gebraten, gekocht, aber sonst- nichts.
Heute ist sie 11- und mit den Jahren hat sich herausgestellt, daß ihr merkwürdigen Gelenkentzündungen, die sporadisch auftreten, eine Psoriasis Athritis sind, eine Art Schuppenflechte, die auch die Gelenke angreift. Bei dieser Erkrankung sollte man sich überwiegend vegetarisch ernähren, auf alle Fälle aber Schweinefleisch, z.b., meiden.
Vielleicht hatte sie daher eine angeborene Abneigung gegen Fleisch- weil es ihr einfach nicht gut tut??

Sie ist übrigens eine problemlose Esserin- man kann sie notfalls mit Kartoffeln und Gemüse großziehen. Ach ja, Fisch isst sie gern.

Gestern wurde meine Mama 60. Auf der großen Feier fanden sich wieder etliche Großtanten und - onkels, die nun meinten, mein Gott, die ist ja so dünn  ( naja. Sie ist sehr groß und schlank, das war ich früher aber auch. Aber wie das mit den Ollen so ist- nur ein rundes Kind ist ein gesundes Kind Grin), nun iß doch mal den Backschinken, was ist, wenn Du mal krank wirst? Sie antwortet dann für gewöhnlich "Bisher bin ich immer wieder gesund geworden! Fleisch schmeckt mir einfach nicht!"

Extraküche gibt es hier übrigens nicht- ich koche mal mit Fleisch, mal ohne, auch wenn Gerichte wie Gemüsequiche anfangs von meinen Schwiegis mißtrauisch beäugt wurden, mittlerweile haben sich alle daran gewöhnt Grin
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Cendrillon
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« Antwort #136 am: 26.10.09, 22:09 »

hallo manu,
darum hab ich nach bäuerin ein fragezeichen gesetzt Wink

es gibt da einen schönen satz, den sich wahrscheinlich mancher vegetarier zu herzen nimmt: leben und leben lassen.
will heissen; wenn von 10 kälbern 5 männlich sind, lässt man die in einer z.b. "tierpension" altwerden. ich weiss, davon verdient man nichts, aber den vegis gehts ja nichtd darum, sondern die tiere sollen leben können.

liebe grüsse
katrin
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katrin

hoffe auf das beste um positiv zu bleiben
aber rechne mit dem schlimmsten um nicht enttäuscht zu werden.
manurtb
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« Antwort #137 am: 26.10.09, 22:58 »

Katrin, deswegen hatte ich ja schon vor ein paar Beiträgen darüber geschrieben...
Rechne doch einfach mal durch...

Nehmen wir an, eine Kuh hat 4 Kälber, bis sie 'fertig gemolken' ist. Nehmen wir weiter an, wir hätten in Deutschland 100.000 Kühe.
Im ersten Jahr hätten die Kühe 100.000 Nachkommen. Nach dem 2. Jahr sind es dann schon 200.000 und nach 4 Jahren wären es dann schon 400.000.
So, jetzt sind die Kühe fertig und wir brauchen wieder 100.000 Milchkühe. Damit hätten wir statistisch gesehen 300.000 Nachkommen der Kühe, die wir nicht brauchen. Und natürlich die 100.000 zuerst 'genutzten' Kühe, die dann ja noch weiterleben... Kühe können locker 10-15 Jahre alt werden...
D.h. nehmen wir mal nur an, sie werden 10 Jahre alt, dann hätten wir nach 8 Jahren schon 800.000 Kühe auf Ruhezeit bei 100.000 genutzten Kühen. Nach 10 Jahren wären es 1 Million Ruhezeit-Kühe...
Und was, wenn die Kühe 15 Jahre leben?
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Cendrillon
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« Antwort #138 am: 27.10.09, 10:07 »

manu,
deine rechnung geht natürlich auf.
nur, für einen vegetarier ist diese rechnung vielleicht nicht ersichtlich. eben: leben, und leben lassen.
nur würden uns die überschüssigen kühe und siere irgendwann das gemüse wegfressen.

also ich denke, es läuft immer aufs selbe hinaus: anstatt fleisch in rauhen mengen zu "vernichten", sollten wir überlegter fleischessen - da ist auch ab und zu mal verzichten nicht verkehrt.

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katrin
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manurtb
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« Antwort #139 am: 27.10.09, 10:16 »

Katrin, damit geh ich sehr konform...
Bevor ich mir jeden Tag ein billiges Stück Fleisch reinzieh, hab ich lieber nur einmal in der Woche was gescheites...
Und damit unterstützt man die Bauern meiner Meinung nach mehr, wie immer nur den Konsum anzukurbeln.
Wenn der Verbraucher mehr Geld bezahlt, braucht der Bauer weniger Tiere, um überleben zu können und muss nicht ständig aufstocken, weil jetzt ja keine 10, 50, 100, 200 Rinder mehr reichen...
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erika2
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« Antwort #140 am: 27.10.09, 10:38 »

den letzten 3 Beiträgen möchte ich gerne zustimmen!

Aber es geht in dieser Box nicht darum, ob Vegetarier sein sinnvoll ist oder nicht. Das will ich auch nicht wieder anstoßen,, sondern das Thema ist ja: Vegetarier forden eine fleischlosenTag.
Und hierzu möchte ich meine Gedanklen äußern:

a)Vegetarier oder sonst irgendeine Gruppe hat von mir oder der Allgemeinheit gar nichts zu fordern!
Ich oder alle Fleischesser kämen ja auch nicht auf die Idee von den Vegetariern zu fordern, an einem Tag der Woche Fleisch zu essen.----> also jedem das Seine.

b)Die Forderung nach einem Fleischlosen Tag, einer Fastenzeit o ä ist in den Christlichen,jüdischen und muslimischen Traditionen(In anderen kenne ich mich nicht aus) tief verwurzelt, also nicht neu, aber wie ich finde, immer noch hochaktuell und es kommt nicht von ungefähr, dass das Thema fasten ("7Wochen ohne") wiederentdeckt ist.

c)ich glaube, das Ziel der Aktion war auch nicht wirklich, den fleischlosen Tag durchzusetzen, dass das nicht klappt, dürfte den Vegs auch klar sein, sondern zum nachdenken über den eigenen Fleischverzehr anzuregen, und das finde ich grundsätzlich in Ordnung. s.o.Manurtbs Beitrag.
"Klasse statt Masse" würde den Tieren und den Landwirten entgegenkommen. Das wird sich in der breiten Masse auch nicht durchsetzen lassen, aber wenn ich den einen oder anderen darauf bringen kann, ist ein erster Schritt getan.
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„Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.“

Sören Aabye Kierkegaard
gammi
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« Antwort #141 am: 27.10.09, 10:42 »

a)Vegetarier oder sonst irgendeine Gruppe hat von mir oder der Allgemeinheit gar nichts zu fordern!
Ich oder alle Fleischesser kämen ja auch nicht auf die Idee von den Vegetariern zu fordern, an einem Tag der Woche Fleisch zu essen.----> also jedem das Seine.



Genau die Frage wollte ich auch schon stellen.
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Auch Laufstall-Kühe geben gute Milch
Cendrillon
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« Antwort #142 am: 27.10.09, 10:55 »

c)ich glaube, das Ziel der Aktion war auch nicht wirklich, den fleischlosen Tag durchzusetzen, dass das nicht klappt, dürfte den Vegs auch klar sein, sondern zum nachdenken über den eigenen Fleischverzehr anzuregen, und das finde ich grundsätzlich in Ordnung. s.o.Manurtbs Beitrag.
"Klasse statt Masse" würde den Tieren und den Landwirten entgegenkommen. Das wird sich in der breiten Masse auch nicht durchsetzen lassen, aber wenn ich den einen oder anderen darauf bringen kann, ist ein erster Schritt getan.

/quote]

hallo christel,

wie man den beiträgen in dieser box ansehen kann, ist der zweck der übung erfüllt. alle wurden zum nachdenken angeregt (wenigstens die, die mitgelesen oder geschrieben haben) und mehr kann man wohl auch nicht verlangen.
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katrin

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aber rechne mit dem schlimmsten um nicht enttäuscht zu werden.
brit
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« Antwort #143 am: 27.10.09, 14:35 »

da auf unsern steilen  Weiden schlecht was anderes wächst, ess ich unser Fleisch gern, (da wir ja nicht Gras fressen  Wink )
und ich mein den ganzen Aufwand den wir fürs futter dertiere betreiben..also wir tragen unsern Teil bei Wink

Fische gibts bei uns eher weniger,  warum soll ich Meerfische essen(von weisswoich), und das Fleisch stehen lassen. ne Cool

pro oder contra Fleischkonsum ist utopisch,  bewussterer Umgang mit Fleisch find ich hingegen angebracht.
ich glaub ein Teil der  Problematik ist, dass viele Konsumenten *nur* noch gewisse Fleischstücke kennen .
auch die Gastronomie fragt oft  nach immer gleichen  Stücken. (kein Tier besteht nur aus Steaks Smiley)
kein wunder wird Fleisch zu Schnitzel zusammengeklebt *schüttel* Tongue
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züsi
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« Antwort #144 am: 27.10.09, 16:31 »

hallo brit,

ach dann war das wohl sowas zusammengebasteltes was ich an einer autobahnraststätte gekriegt habe 'jägerschnitzel' - pustekuchen, das ding hat nie gelebt, jedenfalls nicht
an einem stück!! und geschmeckt hat das  Lips Sealed würg...

ich glaub ein Teil der  Problematik ist, dass viele Konsumenten *nur* noch gewisse Fleischstücke kennen .

das ist ja die krux mit dem fleisch, früher hat man ein schwein vom schwanzzipfel bis zum 'schnörrli' aufgegessen, da wurde nichts weggeschmissen, bei den rindern genauso,
aber frag heute mal die leute wer kutteln, herz oder nieren isst - das wird alles entsorgt. ich finds eine frechheit, die leute sind sowas von verwöhnt und selbst oder gerade
die welche wenig geld haben würden das nicht essen. mit ein grund warum so viele tiere geschlachtet werden müssen.

gruss susanne


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brit
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« Antwort #145 am: 27.10.09, 18:00 »

aber frag heute mal die leute wer kutteln, herz oder nieren isst - das wird alles entsorgt. ich finds eine frechheit, die leute sind sowas von verwöhnt und selbst oder gerade
die welche wenig geld haben würden das nicht essen. mit ein grund warum so viele tiere geschlachtet werden müssen.


Jetzt hast Du mich aber erwischt Grin 
 das ess ich nämlich nicht ! (und auch schwanzzipfel und Schnörrli nicht , aber aus denen gibts feine Siedwürste)
( innereien kann ich echt nicht essen, hab schon als Kind darunter gelitten)
hab mehr so an Haxen, Voressen und derlei gedacht  Wink Cool
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manurtb
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« Antwort #146 am: 27.10.09, 18:04 »

Naja, die Teile, die die Menschen nicht essen wollen, die bekommen die Haustiere... Find ich jetzt auch nicht so schlimm...
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züsi
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« Antwort #147 am: 27.10.09, 18:29 »

naja, ich ess auch nicht alles, mit lunge kannst mich jagen, und nieren sind nicht mein fall.

aber ich mein ja auch bloss so als beispiel, was man früher selbstverständlich verbraucht hat und heute wegschmeisst. ja, wenns die haustiere kriegen, ok aber oft
wird doch auch einfach entsorgt, schlachtabfälle ...

gruss susanne
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manurtb
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« Antwort #148 am: 27.10.09, 18:33 »

Hm, wo werden denn Schlachtabfälle einfach so entsorgt? Die bringen doch noch Geld...
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brit
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« Antwort #149 am: 27.10.09, 18:40 »

Naja, die Teile, die die Menschen nicht essen wollen, die bekommen die Haustiere... Find ich jetzt auch nicht so schlimm...
das meinste jetzt nicht ernst oder!!  hochwertige Nahrungsmittel mit hohem Aufwand hergestellt, mit Eiweissträgern aus der halben welt.. und dann den Katzen verfüttert Huh

Hm, wo werden denn Schlachtabfälle einfach so entsorgt? Die bringen doch noch Geld...

naja wie mans nimmt..oft schlicht und einfach verbrannt Wink

@ züsi, ja lunge ist am schlimsten auch bei mir. aber Lunge isst glaub echt niemand mehr?
« Letzte Änderung: 27.10.09, 18:42 von brit » Gespeichert
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