Autor Thema: Kur-Gedicht o.ä.  (Gelesen 28781 mal)

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Kur-Gedicht o.ä.
« am: 07.07.09, 06:26 »
Hallo, zusammen!

Ich wurde verdonnert, für eine unserer Sangesschwestern einen "kulturellen" Beitrag zu deren 60. Geburtstag zu verfassen. Mach ich eigentlich gerne, aber mir fehlt der "Kick". Es geht um das Thema "Kur", denn wir haben gesammelt u. sie bekommt von uns quasi einen "Zuschuss". Hat jemand was - gereimt oder ungereimt - das ich als "Grundstock" verwenden kann? Ach ja, sie nimmt auch ihren Mann mit.........
Und es eilt außerdem ein bissel!  :-*

Daaaaanke!

Herzlichen Gruß - Christine

Humor ist der Knopf, der verhindert, daß einem der Kragen platzt.
Joachim Ringelnatz

Offline Sonnenblume2

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Re: Kur-Gedicht o.ä.
« Antwort #1 am: 07.07.09, 08:20 »
Hallo Christine,
vielleicht hilft dir eines dieser Gedichte etwas weiter.
Ist zwar eigentlich für einen Mann, aber ich denke man kann es mit etwas Umdichterei sicher auch für eine Frau verwenden!

DER  KOFFER  UNTERM  BETT
Es ist ein Gedicht zur Überreichung eines Geldgeschenkes. Anzuwenden am Besten bei einem Männergeburtstag
Man braucht, alles ziemlich schräg und alt:

- einen alten schäbigen Koffer
- Sonnenbrille
- Hut
- eine weiße Unterhose mit brauner Farbe präpariert
- Nachthemd für den Mann o.ä.
- Socken mit Löchern
- Gummistiefel
- Taschentuch mit Löchern
- 7 kleine Säckchen gefüllt mit Hartgeld (Also das Geschenk)
________________________________________

Liebe Leute ich kann euch sagen,
jetzt hat der ..........so einiges an Jahren.
Die Null wurde zum sechsten Mal plaziert,
und soll ich euch sagen, was nun passiert:
ich hab geschnüffelt, unter seinem Bett,
was ich da fand das war schon fett.

Er hat den Koffer gepackt zum Verreisen,
seht nur her, ich kann es beweisen.
Ich hab es gewagt, und reingeguckt,
bei diesem Anblick hab ich ganz schön geschluckt.
Diese Sachen wohl schon lange ihr Dasein fristen,
ich versuch's mal aufzulisten:

Es soll wohl in die Sonne gehn,
habt ihr schon mal so'n Ding gesehn?
Lieber ......... lass dir sagen,
heute kann man so was nicht mehr tragen.
Ich find die wirklich schrille,
Mensch ........... geh los und kauf dir ne neue Brille.

Das ist wohl kein Tiroler Hut,
du glaubst wohl, das Ding steht dir gut?
Mit nichten mein Lieber, ich sag's dir mit Wonne,
das Hütchen ist nur noch was für die Tonne.
Das Elend ist schon ziemlich groß,
hier für'n neuen - haste das Moos.
 
Dann hab ich die Sache weiter durchforstet, (Unterhose)
kann mir einer sagen, ob Baumwolle rostet?
Naja, ist egal, was kostet die Welt,
kauf dir ne neue - hier haste das Geld.

Zur Nacht gebettet, geh zur Ruh,
also mit diesem Teil kriegt man doch kein Auge zu.
Ich fass es nicht, sei bloß stille,
das sieht ja aus wie Agathas letzter Wille.
So kann man weder Frauen becircen,
noch die gemütliche Zweisamkeit würzen.
Das Ding ist wirklich fies,
hier haste - für'n neues- den Kies.

Ich hab echt gedacht es geht nicht mehr zu toppen,
Mensch ........... , woher haste den diese Socken?
Belüftung ist ja wirklich gut,
für diesen Trend allerdings, brauchste schon Mut.
Hier nimm hin eh' ich's bereue,
und kauf dir baldigst ein paar neue.

Gewundert habe ich mich gar,
über diese Stiefelpaar.
In Paris der letzte Schrei,
............, diese Zeit ist auch vorbei.
Ich zog los und hab gesammelt,
die riechen auch schon so vergammelt.
Mach dich bloß auf - ein bisschen flotter,
für ein paar neue hier der Schotter.

Und sollte dir die Nase tropfen,
mit dem hier kannste das nicht stopfen.
Du, .........., das gehört zum guten Ton,
frisch gewaschen, gebügelt - na du weisst schon.
Ich musste mir die Haare raufen,
hier haste Geld, dann kannste dir ein neues kaufen.

Ach, ihr Lieben es ist nun klar,
warum ich fand dies sonderbar?
All die Lumpen Stück für Stück,
mit so was hat man doch kein Glück.
Doch braucht er sich ja nicht mehr sorgen,
und wenn's nicht reicht - kann er sich was borgen.
« Letzte Änderung: 07.07.09, 13:00 von Sonnenblume2 »

Offline Sonnenblume2

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Re: Kur-Gedicht o.ä.
« Antwort #2 am: 07.07.09, 08:23 »
DER PILLENBAUM
 
Einen Ast in einen Topf oder Eimer mit Sand stecken und mit Bonbons, Schokoherzen und anderem Süßem
behängen (wer Zeit und Lust hat kann auch noch ein paar echte oder künstliche Blätter dran binden,
macht sich gut und das Bäumchen täuschend echt) und kommt bei großen Feiern gut an!
 
Der Text bezieht sich auf die Süßigkeiten!
 
 
Mit dem Leben hier auf Erden
gibt es ab und zu Beschwerden.
Feiert man schon 60 Jahr’,
ist es nicht mehr wie es war.
 
Doch gesund noch lang zu leben,
danach sollst Du eifrig streben.
Wenn hier es kracht und dort es sticht,
dann bist Du schon ein armer Wicht.
 
Du brauchst jetzt keine Wunderkur,
ein Pillenbäumchen brauchst Du nur.
Und in der Zeitung stand es auch:
Weltneuheit ist der Pillenstrauch.
 
Die Beine woll’n nicht mehr so richtig,
nun ist das Pillenbäumchen wichtig.
Hast Du Probleme mit den Haaren,
(das kommt ja vor in diesen Jahren)
fühlst Du (als Mann), Dich wie ‘ne alte Frau?
dann hör auf meinen Rat genau.
 
Gegen Ischias und wunde Füße
da hilft die dicke runde Süße.
Sie wirkt bei Rheuma und bei Gicht,
bei Hämorrhoiden leider nicht.
 
Dann nimmst Du hier die flachen Schwarzen
auch bei Kopfweh und bei Warzen.
Und spürst Du in den Knien die Schmerzen,
dann nimm die kleinen braunen Herzen.
 
Die Gelben, hier am Ast ganz vorn,
die wirken auch bei Gerstenkorn.
Sie helfen Dir auch auf die Schnelle
bei Zittern und bei Hitzewelle.
 
Und klappt’s mal nicht mit der Verdauung,
die Grüne hindert jede Stauung.
Brauchst zum Doktor nicht zu laufen,
beim Apotheker nichts zu kaufen.
 
Spannt der Rock und auch die Weste,
ist die Blaue doch die Beste.
Und packt Dich ab und zu die Wut,
dann tut Dir auch ne Blaue gut.
 
Hast Du den Appetit verloren,
Schädelbrummen, Darmrumoren,
so mach Dir weiter keine Sorgen,
nimm ‘ne Violette früh am Morgen.
 
Und fällt Dir nun das Lesen schwer
und Deine Brille nützt nichts mehr,
dann sollst Du nicht den Mut verlieren
und schnell die Roten ausprobieren.
 
Bist Du geheilt von den Beschwerden,
dann kannst Du hundert Jahre werden.
Das wird manch einer nicht im Traum,
dies dankst Du meinem Pillenbaum.

Offline Sonnenblume2

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Re: Kur-Gedicht o.ä.
« Antwort #3 am: 07.07.09, 08:28 »
EIN MEDIZINISCHER GESCHENKKORB
 
Im Leben häuft sich Jahr für Jahr
___________________ ist nun ____ Jahr.
Alle, die ihr/ihm lieb und teuer
lädt sie/er ein zur Geburtstagsfeier.
 
Und so kommen aus der Ferne,
aus der Nähe, und dies gerne,
alle, um zu gratulieren
und mit ihr/ihm zu jubilieren.
 
____zig ist ‘ne runde Zahl
das muss man feiern allemal.
Zum Jammern gibt’s noch keinen Grund,
sie/er ist Gott sei Dank gesund.
 
Doch es lässt sich nicht vermeiden,
langsam kommen Altersleiden.
Niemand lässt Dich jetzt im Stich,
ein paar gute Tipps für Dich:
 
Überfällt Dich ein Wehweh,
ob im Kopf oder im Zeh:
Pfefferminzöl das hilft sehr,
dann hast Du keine Schmerzen mehr.
 
Wenn die bösen Hämorrhoiden
stören Deinen Seelenfrieden!
Wenn es juckt und kratzt und beißt:
Greife zu Melissengeist!
 
Hast Du’s dann mal auf der Blase
oder läuft Dir stark die Nase:
Wähle Super-Weich-Papier,
dafür ist die Rolle hier.
 
Wenn Dich die Verdauung plagt,
tu was schon der Opa tat:
Schluck ‘nen Magenbitter runter
und schon bist Du wieder munter.
 
Kracht es dann in den Gelenken,
musst Du nicht gleich Schlimmes denken:
Calcium wird Dich bewahren
vor den Knochenbruch-Gefahren.
 
Hast Du mal zu gar nichts Lust
und weißt nicht, was Du jetzt tust:
Beiße in den Schokoriegel
Du wirst seh’n, der macht Dir Flügel.
 
Mundgeruch ist gar nicht schön,
hast Du damit ein Problem:
Atemgold hilft Dir dabei,
das macht den Atem wieder frei.
 
Fühlst Du Dich mal müd’ und matt,
körperlich und geistig platt:
Greif’ nach Dextro Energen,
gleich wird es Dir besser geh’n.
 
Bleiben dann noch weitere Fälle
ist ein Mittel schnell zur Stelle,
eines bringt Dich groß heraus:
Hast Du Zwetschgenschnaps im Haus.
 
Auch das Reißen in den Gliedern
kommt im Alter immer wieder:
Reib Dich ein mit Franzbranntwein,
und es wird gleich besser sein.
 
Aus dem fernen Türkenland,
ist der Knoblauch wohlbekannt.
Gibst Du ihn ins Essen rein,
setzt Verkalkung kaum noch ein.
 
Lässt’s Gedächtnis Dich im Stich
und Du fühlst Dich fürchterlich:
Bier hemmt den Gedächtnisschwund
Hopfen ist doch sooo gesund.
 
Hast Du’s mal auf dem Gemüte,
stöhne nicht "Du meine Güte":
Brüh’ Dir einen Kaffee auf,
gleich bist Du wieder besser drauf.
 
Kommst Du gar nicht in die Hose,
weil Dich Arthritis und Arthrose
oder was weiß ich was plagen:
Musst Du in Melisse baden.
 
Ist der Kreislauf nicht in Schwung,
und Du fühlst Dich alt statt jung:
Greif’ halt zu dem Fläschchen Sekt,
weil der auch mit ____ schmeckt.
 
Wird dann faltig auch die Haut:
Iss ‘ne Dose Sauerkraut.
Der Erfolg ist garantiert
rennst wie 20, wenn’s pressiert.
 
Liegst in der Nacht des öft’ren wach,
dann klettre nicht auf Euer Dach:
Trink vom Fencheltee ‘ne Tasse,
und schon schläfst Du wieder Klasse.
 
Diese leere Schachtel hier
übergeben wir nun Dir:
Schmeiß’ den ganzen Krempel rein,
denn im Haus muss Ordnung sein.
 
Häuft sich weiter Jahr auf Jahr
wird ___________________ 100 Jahr sogar.
Lädt sie/er zur Gedächtnisfeier
alle, die ihr/ihm lieb und teuer.

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Re: Kur-Gedicht o.ä.
« Antwort #4 am: 07.07.09, 10:46 »
Hallo, Sonnenblume,

vielen Dank, dass Du Dir so zeitig am Tag schon so viel Mühe mit mir gemacht hast! Dein selbstgedichtetes ist Klasse; die beiden anderen hab ich seit Jahren schon selber. Aber es ist noch net gaaanz das,  was ich brauche. Wie gesagt - Kuraufenthalt ist angesagt; mit Mann - u. dazu brauch ich noch den richtige Anstoß oder was "fertiges". Bis Donnerstag muss es sein!
Vielleicht guckt doch noch jemand rein u. findet was Passendes.

Dir noch einen schönen Tag - Christine.
Herzlichen Gruß - Christine

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Joachim Ringelnatz

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Re: Kur-Gedicht o.ä.
« Antwort #5 am: 07.07.09, 11:23 »
Hallo, erzählte mir vor einigen Wochen eine Bekannte einen Spruch über die Kur: " Eine Kur ohne
Schatten - ist wie ein Zaun ohne Latten " .
Kann nicht mitreden, brauchte zum Glück noch keine Kur, der Verfasserin dieses Spruches hatte es
sehr gut gefallen dort, warum wohl..... ;)
Das Glück ist ein Mosaik, bestehend aus lauter unscheinbaren
kleinen Freuden.
LG Imke

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Re: Kur-Gedicht o.ä.
« Antwort #6 am: 07.07.09, 11:56 »
Hallo, erzählte mir vor einigen Wochen eine Bekannte einen Spruch über die Kur: " Eine Kur ohne
Schatten - ist wie ein Zaun ohne Latten "
.
Kann nicht mitreden, brauchte zum Glück noch keine Kur, der Verfasserin dieses Spruches hatte es
sehr gut gefallen dort, warum wohl..... ;)

Naja, aber sie nimmt ja ihren "Schatten" mit; das wird schwierig!
Herzlichen Gruß - Christine

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Joachim Ringelnatz

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Re: Kur-Gedicht o.ä.
« Antwort #7 am: 07.07.09, 12:20 »
hallo Christine, nein- mitgebracht hatte sie keinen Schatten, versteckt hat sie ihn auch nicht,
denke mir, war dort nur Zeitvertreib.
Das Glück ist ein Mosaik, bestehend aus lauter unscheinbaren
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LG Imke

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Re: Kur-Gedicht o.ä.
« Antwort #8 am: 07.07.09, 12:59 »
Hallo Christine,
Dein selbstgedichtetes ist Klasse; die beiden anderen hab ich seit Jahren schon selber.
UPPS, da ist mir was passiert! Das erste ist nicht von mir gedichtet, sondern von vom Internet kopiert ... werde es deshalb ändern!

ABER ich hab noch ein paar Sachen gefunden:

Der Kurschatten vom Park
Im Kurpark erblickt ein Polizist
ein Pärchen, das sich liebt und küßt.
Er stellt's zur Rede aufgeregt,
und hat ihm Buße auferlegt,
obwohl ihm das verliebte Paar
bewies, dass lang vermählt es war.
Und zwar begründete er dies
mit öffentlichem Ärgernis.
Nun fragt der Mann den Polizisten,
wieviel sie wohl bezahlen müßten,
und daraufhin verlangte der
- die Dame vierzig, zehn der Herr. -
Der Mann ist damit nicht zufrieden
und fragt - warum denn so verschieden? -
Wo bleibt denn da Gerechitgkeit?
Der Polizist sagt gleich bescheid.
Zehn Euro, weil ich Sie erstmals sah,
die Dame war schon viermal da!
Moral - wenn sich's um Kurschatten dreht,
sind selbst Polizisten indiskret.

oder das hier

http://www.kuriges.de/real.shtml
der Reim von dieser Seite ist ganz gut, mit etwas Umdichterei lässt sich daraus sicher was machen (etwas komisch zu lesen, da jedes Wort in einer eigenen Zeile)

oder das hier

Die Kur vom Pfarrer Kneipp
Man nimmt zwei Wäschezuber, einen mit kaltem (so kalt wie möglich) und einen mit warmen (so warm wie möglich) Wasser. Beim Beginn des Spieles stellt man den Jubilar in das warme Wasser. Das Gedicht wird von zwei Personen im Wechsel vorgetragen.
Denken Sie auch an das Handtuch, um die Füße wieder zu trocknen!

Lieber *__________, mir wared id faul ond hoand id pennt,
mir hoand aos überlegt was mer dir zom Geburtstag wünscha kennt.
Am Wichtigschda isch, bleib emmer gsond,
schaff weider so, sondschd kommschd du uff da Hond.

Mir zwoi hoand da an guada Tip,
da bleibsch du au de nächste 40 Johr no fit.
Damit mer net eiroschded, was machet mir nur?
Do geids doch vom Pfarrer Kneipp so a Kur.

Ond mir heand ghert, dia sei so fantastisch,
do bleit mer weider so fit ond elastisch.
Wenn mer nämlich fascht koa Gymnastik macht,
ond emmer schafft bis obeds om acht,

duads Kreiz ond älle Glieder weh,
mer ka sich nemme bugga, konnt kaum no end Höh.
Mir zwoi machet do koa lange Prozedur,
mir machet wöchentlich vom Pfarrer Kneipp die wunderbare Kur.

Hosch nämlich Schweißfiaß oder kalte Ohra,
oder gar an Zah verlora,
en der Muschel so a brausa,
a Rotznas, s’Bruscht- oder s’Ranzasausa,

Rheima, Ischias oder Gicht,
oder s’After isch net ganz dicht:
Beide:
Dann rodet mir zwoi ganz fei:
Vom Warma raus - ens Kalte nei!

Hosch Miniskus oder Magadrugga,
oder kasch’d vielleicht et reacht schlugga,
em Ranza hascht a reachts Gillaloch,
ond laufend konnt der’s wieder Essa hoch,

vielleicht an verstauchta Oberarm,
ond sooo a Loch em Zwelffengerdarm.
Beide:
Dann rodet mir zwoi ganz fei:
Vom Warma raus - ens Kalte nei!

Hosch vor irgend ebbes an Ekel,
oder zuggt dei Augadeggel,
macht an Wirbel nemme mit,
oder hosch a steifs Gnick.
 
Bisch so reacht vollgfressa ond übersatt,
daß da hegscht da Riasel nab.
Beide:
Dann rodet mir zwoi ganz fei:
Vom Warma raus - ens Kalte nei!

Hosch Scharrlach oder Magaschleim,
sooo Kendskopf graoße Gallastoi,
Leaberflegga, Masra ond Pogga,
Angina oder d’Gripp wo hogga,

a Birn, jo grad so woach wia Budder,
em Urin oder em Bluat  da Zucker.
Beide:
Dann rodet mir zwoi ganz fei:
Vom Warma raus - ens Kalte nei!

Oder hosch du di a’mol ertappt,
daß es beim Sex nemme so richtig klappt?
No kasch du dia Geischter wieder wegga,
muasch bloß deine Fiaß ens Wasser nei stregga.
 
Beide:
Ond weil des hilft, do rodet mir dir glei:
vom Warma raus - ens Kalte nei!

En Horb geids Apotheka,
do gibts gega älles was dagega:
Zäpfle, Puder ond Haferschleim,
Verhüterli, daß jo nix passiert daheim.

Au Lendabliada, Fencheltee,
Tropfa vom Kopf bis zu de Zeh,
ond muasch du amol zom Dokter nei,
der frogt di zerscht so allerlei,
ob d’Ahna stets vo Krankheit frei.

No wuscht ondersuacht vo oba bis onda,
bis er endlich hot ebbes gfonda.
No schwätzt der dir a Loch en Bauch:
Tun Sie das nicht - tun Sie das auch!

Beide:
Aos boide hilft aber alloi:
Vom Kalta raus - ens Warme nei!

Gar manchen Schmerz muasch du ertraga.
Denk blos a dia schlaflose Nächt ond Plaga.
Wia du Zeh zemmabissa hosch,
des macht dir so schnell koaner noch.

Ond zom deine Schmerza stilla,
verschreibt dir der Dokter au bloß Pilla.
Ond vielleicht no a Salb fir älle Quala,
ond des muasch au no selber zahla.

Beide:
Vorbeugend hilft do blos ganz alloi:
Vom Warma raus - ens Kalte nei.
 
« Letzte Änderung: 07.07.09, 13:02 von Sonnenblume2 »

Offline ChristineTopic starter

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Re: Kur-Gedicht o.ä.
« Antwort #9 am: 20.07.09, 12:38 »
Hallo, miteinander u. Dank für all Eure Mühe :-*

Inzwischen ist die Feier Geschichte u. ich hatte dann - unter "Druck" funktionierts manchmal - doch noch selber was "zusammengezimmert" auf die betreffende Person u. Situation. Kam gut an....

Schönen Tag noch....... 
Herzlichen Gruß - Christine

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Joachim Ringelnatz

 


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