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Autor Thema: Blauzunge beim Rind - Impfung und die Folgen ?  (Gelesen 17460 mal)
Da Woid is sche
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« am: 16.02.09, 12:48 »

@ Lotta: war ja auch nicht bös gemeint. Ich habe nur den Eindruck, dass viele denken die TSK zahlt schon (okay tut sie nicht). Aber uns sollte doch bewusst sein, WER DIE TSK FINANZIERT!!!!!

Ein riesen Feldversucht von den Bauern finanziert, weil ja die Pharmaindustrie nicht genug Geld hat, oder was??? Huh Angry

LG Ella
« Letzte Änderung: 16.02.09, 12:50 von Da Woid is sche » Gespeichert

It's nice to be a Preiß, but it's higher to be a Bayer! *g*
Marjellche
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« Antwort #1 am: 16.02.09, 13:06 »


Dann macht Euch doch mal die Mühe und gebt ein abortiertes Kalb oder ein verendetes Rind in die Patho. Wenn sich Euer Verdacht dann bestätigt, dann dürft Ihr meckern...


Und die finden dann 1000 andere Gründe, was es gewesen sein könnte..., Hauptsache die Impfung war nicht schuld. Schließlich steht ja eine millionenschwere Pharamlobby dahinter Lips Sealed

Sorry, aber wir haben bei noch keiner Sektion gesagt bekommen: Aber die Ursache und die Krankheit darf es nicht sein!
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Man muß immer einmal mehr aufstehen als man gefallen ist!
Lieben Gruß - Marjellche
Lotta
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« Antwort #2 am: 16.02.09, 13:14 »

Marjellche, so ist es aber leider...
Wir haben nun schon einige Tiere zur Untersuchung weggegeben...auf BT und Botulismus.
Hab mir dann die toxikologischen und virologischen Befunde zufaxen lassen.
Dadrin stand eindeutig, BT positiv und Butolismustoxine positiv..
In dem Moment, wo aber bei der Sektion irgendeine andere Erkrankung und sei es o.g. Herzbeutelentzündung genannt wird, beruft sich die TSK auf eine andere Todesursache.
Hab mir das erst letzte Woche vom Vetamt erklären lassen, die mittlerweile auch schon Mitleid mit uns haben und trotzdem Anträge auf Schadensersatz stellen.  Undecided
Bin mal gespannt, Butolismus wurde nur bis zum 31.12. übernommen und BT wird ja sowieso nicht übernommen..
Wir hatten die letzten Toten am 29.12. ..WENN ersetzt wird, dann bei Butolismus soiweso nur 50%..ist das Tier älter als 4!!!! JAhre gilt es als Alttier und es gibt weitere Abzüge. Sollten dann noch die anderen Dinge in Betracht gezogen werden gibt es nix!

Grussi
Lotta
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Schimpfe nie mit vollem Mund über Bauern
Mirjam
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« Antwort #3 am: 16.02.09, 13:15 »

Ella, ich glaube jeder weiß, wer die TSK finanziert. Zumindest die Tierhalter.

Die Tierseuchenkasse jedes Bundeslandes ist eine Anstalt des öffentlich Rechts.

Sie finanziert sich meiner Kenntnis nach aus den

a) Beiträgen der Landwirte
b) Anteilen des Landes und
c) Beiträgen aus dem EU-Agrarhaushalt (zu über 50 % hab ich mal recherchiert bei der Geflügelpest...)
d) und den Zinsen aus den Rücklagen.

Aktuell für Bayern hat wohl Söder fast 9 Millionen Euro aus der Staatskasse für die Bay. TSK freigeschaufelt, damit die Beiträge diesjahr (kaum) steigen.

ich lerne gern dazu - was hat die Pharmalobby mit der Finanzieren einer derart öffentlichen Einrichtung, die der Sorgfaltspflicht der Rechnungshöfe der einzelnen Bundesländer unterliegt zu tun  Huh

Soll die TSK gar ein "Schwarzgeldkonto" haben?

http://www.btsk.de/portal/page/portal/BTSK/index.htm

Mirjam

« Letzte Änderung: 16.02.09, 13:22 von Mirjam » Gespeichert

Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!
mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #4 am: 16.02.09, 13:29 »

Hallo Lotta,
puh, das ist schlimm. Ich kann dich gut verstehen, was ihr gerade durchmacht.
Drück euch die Daumen, dass sich eure Herde wieder fängt.
Kannst du den Tieren eine Hilfe zur Entgiftung geben, sonst ziehen sie das noch länger mit.
Ich hab die Zeit seit der Impfung den Tieren alles zukommen lassen, was ihnen guttun könnte.
Was mich erschüttert, dass der angeblich so harmlose Totimpfstoff solche Schäden macht, scheinbar das Imunsystem so ausser Kraft setzt.

Wir hatten vor Jahren mit einem Lebendimpfstoff wahnsinnige Probleme bekommen und wurden damit vertröstet, dass wir in Zukunft nur noch mit Totimpfstoffen im Betrieb arbeiten sollten.
Meine Erfahrung, umso weniger Impfen, umso weniger Probleme im Betrieb.
Ich wünsch euch wenigstens, dass ihr für den Schaden eine Entschädigung bekommt.
Wir mussten damals zusehen, wie wir mühsam unseren Bestand wieder aufbauten.
Meine grösste Befürchtung ist für mich, was passiert mit den Kühen, die kleinträchtig geimpft worden sind- hoffentlich bekommen wir dann nicht nochmals eine gruselige Quittung.
@mariellche, du bist gut, wie soll ich was einschicken, wenn auf Trächtigkeit untersuchte Kühe nach ein paar Wochen wieder brünstig werden.
Ich steh auch nicht jede Minute im Stall und hinten an den Liegeboxen.
Und unser verendetes Tier ist untersucht worden, der Befund liest sich eher wie ein medizinischer Gruselkrimi.
Und da bilde ich mir sicher nichts ein, es ist tot.
Herzliche Grüsse
maria




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Melkerin
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« Antwort #5 am: 16.02.09, 14:11 »

@ Da Woid is sche
Du bringst mich da auf was: es ist wirklich so, dass die Nadel nur gewechselt wird, wenn sie verbogen ist ...
Zu was wäre der TA verpflichtet? Nach jedem Tier wechseln? Und wenn er sich weigert?
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Herzlich Grüße von Melki!
Matthias
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« Antwort #6 am: 16.02.09, 17:03 »

Hallo,

in dem Zusammenhang wollte ich mal fragen wer sich gegen solche oder ähnliche andere Ausfälle sei es MKS, BSE oder was ganz anderes versichert hat. Wir haben seit Jahren eine Tierversicherung die Zahlt im Schadensfall die DIfferenz zu dem was die TSK zahlt, Lohnausfall, Reinigung und Desinfektion bei Seuchenfällen. Die Selbstbeteiligung ist zwar mit 30000€ verhältnismäsig hoch aber im Schadensfall nicht der Rede Wert (auf unsere Größe bezogen) Vor ein paar Jahren haben wir die Versicherung bei einem schweren Rindergrippeeinbruch (PI3, 70 Kühe unter Antibiotika, 7 Totalverluste, viele Dauergeschädigte Kühe)   in anspruch nehmen müssen.

Damals kamen auch mehrere ungünstige Umstände zusammen unter anderem auch Managementfehler, ich denke ein Großteil des Schadens wäre heute vermeidbar gewesen.

Gruss
Matthias
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Da Woid is sche
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« Antwort #7 am: 16.02.09, 17:08 »

@ Melkerin: Werd mich da noch genauer erkundigen.
Aber MEINER Meinung nach sollte er die Nadel doch nach jedem Tier wechseln, schließlich weiß man ja nicht, was sich dadurch alles verschleppen kann...
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Stanzerl
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« Antwort #8 am: 16.02.09, 17:14 »

... träumt weiter - Nadel wechseln - die wird nicht mal zwischendrin desinfiziert! Angry Angry Angry
Das kostet doch viel zu viel Geld!

Das hatte ich schon am 31.12.2008 hier gepostet:

Zitat
Sechs weitere Kühe aus der Herde wurden positiv getestet - ob es daran lag, dass der Amtstierarzt die ganze Herde mit der selben Nadel geimpft hat? Ein Schelm, wer böses dabei denkt... 

Mich würde mal interessieren, ob wenigstens beim nächsten Bestand eine neue Nadel verwendet wird Huh Huh Huh

Güße, Conny


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Lotta
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« Antwort #9 am: 16.02.09, 18:02 »

Hallo!
Wir haben solch eine Versicherung.
Eigenbeteiligung ist recht hoch, aber gegen unseren bisherigen Schaden Peanuts (ich glaub 20.000, Schaden wurde in den Monaten Okt. Nov. schon auf 12.000 beziffert.
Der Schaden wird über ein ganzes Jahr gerechnet, und aus den Modalitäten  (TA Kosten, Viehzukauf, Viehverluste, Milchgeld usw)der letzten drei "gesunden" Jahre ein Mittelwert bestimmt. Diese Differenz wird gezahlt..,,
Aber eine zähe Angelegenheit und sicher kann man erst sein, wenn man das Geld in den Händen hat  Undecided
Grussi
Lotta
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Petra2
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« Antwort #10 am: 16.02.09, 18:33 »

Hallo,

obwohl die Überschrift hier Blauzungenkrankheit beim Rind lautet, vermisse ich trotzdem die Stimmen der ganzen Schaf - und Ziegenhalter und deren Meinung zum Impfstoff.
Deren Impfung wurde doch vorrangig durchgeführt und meines Wissens wurde dort Bluevac8 eingesetzt, der gleiche Impfstoff, der auch bei unseren Rindern zum Zuge kam.
Inwieweit sind bei den Schafen und Ziegen Reaktionen auf die Impfung zu verzeichnen ?
Wo sind aussagekräfige Ergebnisse nachzulesen ?

LG
Petra2
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Imke
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« Antwort #11 am: 16.02.09, 21:36 »

Hallo, bei uns wurde auch geimpft gegen Blauzunge, nur deshalb, weil Vet. Amt und Tierarzt keine Ruhe mehr gaben  AngryAngry
Großträchtige Kühe haben wir nicht impfen lassen.
Fruchtbarkeitsstörungen hat es in unserer bescheidenen Herde noch nie gegeben, die Fruchtbarkeit und das Brunstverhalten
war bis vor der Impfung aufs beste zufriedenstellend. Die großträchtigen nicht geimpften Tiere, die inzwischen abgekalbt haben, sind die meisten  wieder trächtig. Mehrere geimpfte Färsen und Kühe, sind  durch die Impfung unfruchtbar geworden, d. h. sie werden
nicht mehr trächtig. Andere jahreszeitliche Gründe kann ich für die Unfruchtbarkeiten ausschließen.
Diese Zwangsimpfung, insbesondere in reiner Stallhaltung der Tiere ist einfach  Angry.
Bei vielen Betrieben hat es hier bei den Tieren Fehlgeburten, teils auch behinderte Kälber gegeben, wo es vorher nie was gab.
Jeder Tierhalter kennt seine Herde, weiß um das gesundheitliche Befinden seiner Tiere, und kann 1 und 1 zusammenzählen.
Die Zeit nach der Impfung ist keine mehr wie vorher. Etliche Berufskollegen verschweigen alles, d. h., wenn sie selber
nach der Impfung Probleme hatten, solls der andere auch haben.
Alle, die bei den Kühen-Kalbinnen Aborte hatten usw. bekamen keine Entschädigung, wurde alles runtergemacht.
Der Rindersektor unterliegt jetzt sozusagen  auch den Pharmakonzernen. Der Schweinesektor unterliegt ihnen schon
länger. Der Pflanzenbausektor unterliegt ebenfalls einem großen Konzern ( M......o ), weiß  nicht, ob man hier
Namen nennen darf.
LG Imke
« Letzte Änderung: 16.02.09, 21:46 von Imke » Gespeichert

Das Glück ist ein Mosaik, bestehend aus lauter unscheinbaren
kleinen Freuden.
LG Imke
geli.G
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« Antwort #12 am: 16.02.09, 21:41 »


Mich würde mal interessieren, ob wenigstens beim nächsten Bestand eine neue Nadel verwendet wird Huh Huh Huh


Unser TA sagt, dass er die Nadel schon wechseln kann, wenn wir die Mehrkosten übernehmen  Angry  Welcher Bauer würde diese Mehrkosten auf sich nehmen???
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Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben.
Viele Grüße von Geli
Stanzerl
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« Antwort #13 am: 16.02.09, 23:51 »

Zitat
Unser TA sagt, dass er die Nadel schon wechseln kann, wenn wir die Mehrkosten übernehmen   Angry  Welcher Bauer würde diese Mehrkosten auf sich nehmen???

Hallo - ich dachte die Impfung wird von behördlicher Seite bezahlt? Gehört da nicht auch dazu, dass für jedes Tier eine eigene Nadel verwendet wird? Normalerweise wäre das ja wohl fachlich richtig, oder?

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Petra2
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« Antwort #14 am: 17.02.09, 08:49 »

Hallo,

bei denen, die hier die TÄ anprangern, gehe ich natürlich davon aus, dass sie bei jeder Behandlung an ihren Tieren eine neue Einwegspritze und eine neue Kanüle verwenden.   Wink
Bei uns wurde die Blauzungenimpfung nicht mit der Impflanze durchgeführt, sondern mit Einwegspritze und sehr dünner Nadel, welche sehr oft gewechselt wurde.
Unsere TÄ arbeiten idR nur mit Einwegmaterial.

LG
Petra2

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