Der liebe Phil stänkert halt gerne

,
aber zum Thema zurückzukommen-
Jammern auf hohem Niveau-
ich höre auch oft, dass für "was gscheites zum Essen" kein Geld mehr vorhanden ist.
Wir hatten auch so eine Diskussion mitgeführt.
Bei uns gabs eine Kürbissuppe und Dampfnudeln mit Vanillesosse.
Hab vorgerechnet, was dieses Essen kostet.
Das Problem ist, kochen zählt ja nicht zu den belobigten gesellschaftlichen Tugenden und ganze Herrscharen von Ernährungsindustrien haben uns diese Arbeit abgenommen.
Grundnahrungsmittel sind immer noch seeeehr billig, aber die verarbeiteten Produkte kosten dann halt eben.
Leider fühlt sich in unserem Land niemand verantwortlich, Bildung in Form von praktischen Wissen und Tätigkeit zu vermitteln.
Die vielen Helferlein, die die so furchtbare und schreckliche Hausarbeit überstehen helfen, kosten in der Regel unser Bestes, unser Geld.
Deshalb bin ich von Simply your life so begeistert, keine Vorschläge sich den 145 irgendwas elektrischen oder mechanischen Helfer, Maschine zu kaufen, sondern den Haushalt zu enschleunigen, praktische Hilfe zu geben, wie diese Arbeit sinnvoll, praktisch und zügig erledigt werden kann.
Hausarbeit hat genauso einen Wert wie andere Arbeit-
ein gesundes wohlschmeckendes Essen aus frischen Zutaten mit einem normalen Haushaltsbuget hinzubekommen - ist für mich auch Managementtätigkeit.
Und ein Kapitel in diesem Buch dreht sich um die Finanzen, den Umgang mit den lieben Geld so einigermaßen auf die Reihe zu bekommen, ist auch kein Wissen, das in den Schulen vermittelt wird.
Solange wir in einem wohlstandsverwöhnten Land gelebt haben- war alles ganz einfach. Aber wenn weniger Geld vorhanden ist, ist es sehr erleichternd, auch mit wenig viel schaffen zu können. Eine Haushaltsbuchführung gehört für mich einfach ganz normal dazu, es geht soviel Geld durch die Hände, während es im Betrieb als vollkommen selbstverständlich gesehen wird, Buch zu führen, ist der Haushalt mit seinem nicht unbeträchtlichen Geldbewegungen ein Stiefkind in unserer Gesellschaft.
Es wird heute soviel Wert auf den ganz frühen Umgang mit dem PC bei den Kindern gelegt, aber dass auch manuelle Fertig- und Fähigkeiten sehr hilfreich sein könnten, wird vor lauter PISA-Wahn vergessen.
Glücklich derjenige, der sich gut helfen kann, man spart sich eine Menge Geld und Spass macht es obendrein, nicht nur ein Möbelstück aus dem Karton zusammenzubauen, sondern eines selbst zu entwerfen und zu machen.
WPutzen und Bügeln sind nicht unbedingt die dankbarsten Arbeiten, aber sie müssen auch getan werden, aber jeden Tag an einem selbstgeschreinerten Möbelstück vorbei zu gehen, sich über einen gut gefüllten Vorratsschrank mit ganz speziellen Leckereien zu freuen,
gibt ja noch unzählige Möglichkeiten.
Vielleicht wäre dann nicht mehr soviel Jammern im Raum, sondern mehr Freude und Zufriedenheit. Die Benediktiner mit ihrem Bete und Arbeite- haben es genauso erkannt, wie auch im alten Japan, es braucht beides, die Schulung des Geistes, aber auch das Erlernen und Üben von manuellen Tätigkeiten.
Herzl. Grüsse
maria