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Autor Thema: Jammern auf hohem Niveau  (Gelesen 6549 mal)
LunaR
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Dat Eenen sien Uhl is det Annern sien Nachtigall


« am: 12.12.08, 16:37 »

Hallo,

es gibt mittlerweile viele Menschen, die Anlaß zur Sorge und zum Klagen haben. Ich will auf keinen Fall echte Sorgen herabwürdigen. Aber so  gewisse Klagen kann ich bald nicht mehr ertragen  Angry.

Von meinen Kindern habe ich heute eine besondere Variante gehört. Eine (vollzeitbeschäftigte) Lehrerin jammert den Schülern dauernd vor, dass Lehrer nicht genug verdienen, alles teuerer wird und sie ihrer Tochter nichts mehr kaufen kann,  ihre Schuhe so teuer geworden sind und sie sich kaum noch etwas vernünftiges zu Essen kaufen kann.

Daraufhin berichtete mein Sohn von einer anderen Lehrerin, die sich auch beklagte, dass Lehrer so wenig verdienen. Daraufhin sagte ein Schüler, so schlimm sei es doch nicht. Da meinte die Lehrerin, "Dein Vater verdient sicher mehr als ich." Da sagte der Junge "Mein Vaer ist arbeitslos" und hatte dabei Tränen in den Augen.

Ich will auf  gar keinen Fall eine Debatte auslösen, ob Lehrer viel oder wenig verdienen, oder arm und reich oder auch tatsächliches oder gefühltes Einkommen, aber ich finde es sowas von unmöglich, wenn Lehrer(innen) auf diese Art mit den Schülern diskutieren.   Shocked Roll Eyes Lips Sealed Ich bin der Meinung, sie müssen keine Not leiden und sollten nicht klagen, dass sie sich kaum die Grundbedürfnisse leisten können oder sogar ihr eigens Einkommen mit dem der Eltern der Schüler in Relation setzten.  Angry

Stellt euch nur mal vor, ein Kaufmann macht wo etwas bei seinen Kunden  Huh

LG
Luna

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Mathilde
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« Antwort #1 am: 12.12.08, 16:57 »

Hallo,

in Ordnung finde ich das auch nicht so etwas mit den Schülern zu diskutieren aber Du musst schon unterscheiden ob der Lehrer einen 1/4 oder 1/2 oder Ganzauftrag hat. Mancher würde auch gerne voll arbeiten und darf nicht, so wie die Klassenlehrerin unserer Tochter. Die wurde auch von Ganz- auf 1/2 Lehrauftrag umgestuft weil zwei Schulen zusammengelegt wurden. Überalle Lehrermangel und dann sowas. Ich habe schon verständnis dafür dass das manchen nicht passt.

LG Mathilde
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strop
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« Antwort #2 am: 12.12.08, 17:15 »

Zitat
Von meinen Kindern habe ich heute eine besondere Variante gehört. Eine (vollzeitbeschäftigte) Lehrerin jammert den Schülern dauernd vor, dass Lehrer nicht genug verdienen, alles teuerer wird und sie ihrer Tochter nichts mehr kaufen kann,  ihre Schuhe so teuer geworden sind und sie sich kaum noch etwas vernünftiges zu Essen kaufen kann.
Genau das ist mir im Frühjahr auch zu hören gekommen. Ein Abiturient aus dem Jahrgang meiner Tochter darf angeblich nicht studieren, weil die Eltern ihm gesagt haben, dass das Geld nicht reicht, um auch das dritte Kind studieren lassen zu können. Er solle sich nach der Bundeswehr einen Ausbildungsplatz suchen. Der Vater ist Schulleiter einer Haupt- und Realschule mit Orientierungsstufe, die Mutter Lehrerin in Vollzeit am Gymnasium.
Was soll man davon halten, ich habs nicht verstanden in diesem Fall.
LG,
strop
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Selina
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« Antwort #3 am: 12.12.08, 18:34 »

Hallo allerseits,

.... mir kommen gleich die Tränen!
Diese armen Lehrer ..............Ich kann nur sagen, dass ich zwei Nichten habe, die Grundschullehrerinnen sind und die grinsen von einem Ohr zu anderen, weil für sie die Kasse stimmt. Natürlich wohnen sie auch in Niederbayern ......... soviel ich weiß sind die Grundschullehrer aber am schlechtesten bezahlt.
Wenn man allerdings als Grundschullehrer in München wohnt, dann sieht es etwas anders aus.
Gerade die Gymnasiallehrer verdienen aber am allermeisten und wenn sie drei Kinder haben, dann bekommen sie auch noch extra Zuschläge, die ein Normalverdiener und gleichzeitig Nichtbeamter nicht hat.
Außerdem können sie noch nicht mal arbeitslos werden ..................
Ich würde mal in der Schule mit dem Direktor sprechen, dass er diesen Menschen reinen Wein einschenkt, in welch bevorzugter Lage sie sind ............................ und sie dann nicht den Kindern vorjammern
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Liebe Grüße von Selina
Daggl
Obb.
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Ich liebe dieses Forum!


« Antwort #4 am: 12.12.08, 19:29 »

Hallo,

sinds wirklich bloß die Lehrer? Oder vielleicht andere auch - und ich nehme so manche Bauern gar nicht aus davon. Da gibts nämlich auch so "arme", mit massenweise Baugrundstücken, die halbe Landkreise (naja das ist jetzt ein bißchen übertrieben) pachten und dann jammern, daß sie ja nix haben
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Viele Grüße, Dagmar
Katharina76
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« Antwort #5 am: 12.12.08, 19:59 »

Manche bekommen eben den Hals nicht voll....  Lips Sealed
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LunaR
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Dat Eenen sien Uhl is det Annern sien Nachtigall


« Antwort #6 am: 12.12.08, 20:08 »

... es sind auf keinen Fall nur die Lehrer ... Aber diese Art, nichts mehr für die Tocher kaufen zu können und sogar es liegt keine richtiges Essen mehr drin und dann ausgerechnet vor den Schülern. Oder zu einem Schüler sagen, dein Vater verdient bestimmt mehr als ich.  Roll Eyes  In der heutigen Zeit ist ja nicht nur die Höhe des Einkommens ein Aspekt, sondern auch die Sicherheit des Arbeitsplatztes. Es gibt doch auch so viele Kinder die zu Hause Arbeitslosigkeit und echte Existenzsorgen erleben.

Ich gönne jedem sein Geld - gerne auch mehr als ich selbst. Kann man/frau nicht sich auch mal freuen an dem was sie/er sich leisten kann und dankbar sein, keine echte Not und Existenzsorgen zu haben? Es ist doch keine Schande sein Auskommen zu haben.

LG
Luna   
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Mogli
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« Antwort #7 am: 12.12.08, 21:01 »

Hallo allerseits! Ich will das oben Geschriebene nicht kommentieren, nur soviel: Wenn es ältere Lehrer sind, sind sie wahrscheinlich verbeamtet. Junge Lehrer bekommen häufig Zeitverträge und diese sind wirklich nicht üppig besoldet.
Ich weiß von einer jungen Lehrerin (Gymi- deutsch) die muß für eine erkrankte Kollegin Aushilfsstunden halten. Sie bekommt dafür 15.-€. Da die Stunden ungünstig liegen, muß sie extra 50 km fahren. Unberücksichtigt werden Unterichtsvorbereitung und korregieren, was besonders in Deutsch nicht unerheblich ist. Als junge Lehrerin braucht sie für alle Klassen die sie unterrichtet Lehrbücher, das sind häufig 300.-€im Monat. Beim MR bleibt deutlich mehr unterm Strich, ohne jahrelanges Studium. LG Helga
PS: Aber Du hast schon recht, bei Kindern sollte das kein Thema sein.
Sorry, mich hats vorhin mehrmals rausgehauen. Hoffentlich hab ich mir keinen Wurm eingefangen.
« Letzte Änderung: 12.12.08, 21:47 von Mogli » Gespeichert
Mirjam
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Change happens!


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« Antwort #8 am: 12.12.08, 21:07 »

Luna,

ich hatte schon Nebenlehreraufträge in einem Bildungszentrum und diese auch aufgrund des Stundenlohnes wieder aufgegeben. Im Vergleich - grade mit ordentlicher Unterrichtsvorbereitung, Korrekturen, Absprachen Kollegen: Als wenn ma die Zeit drumrum auch noch vom Stundenlohn finanzieren muss:

Ist Putzen gehen deutlich lukrativer, kostet weniger Hirnleistung, Fahrtkosten und auch Energie  Lips Sealed. Und nein, für Putzen gehen braucht man auch kein Bafög rückzahlen  Undecided. Recherchieren oder sich Fachliteratur kaufen - da unterschreib ich bei Mogli.

Und noch der Hammer dabei: Der öffentliche Dienst hat die Regelung, dass er nur einmal sozusagen (lasse mich gerne berichtigen) Arbeitnehmer mit einem Zeitvertrag anstellen kann. Wenn der das (oder ein anderer öffentlicher Arbeitgeber) dann z.B. das für einen Fulltimejob macht - muss er einen unbefristeten Vertrag unterschreiben:

So - wenn man also bei Vater Staat mal ein paar Stunden gearbeitet hat - stellt der einen ungern an anderem Ort / Zeitpunkt ein, weil er dann dieses Arbeitsverhältnis für die Ewigkeit machen muss, heißt bei kleinen Zeitarbeitsverträgen - kann man sich späteres Angestellenverhältnis schminken.

Mirjam
« Letzte Änderung: 12.12.08, 21:20 von Mirjam » Gespeichert

Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!
LunaR
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Beiträge: 4440


Dat Eenen sien Uhl is det Annern sien Nachtigall


« Antwort #9 am: 12.12.08, 21:41 »

... die beiden Lehrerinnen waren weder von der jüngeren (eindeutig benachteiligten) Generation, noch im Nebenberuf oder Zeitvertrag tätig. Naja, wenn eine verbeamtete mit voller Stundenzahl tätige Lehrerin den Schülern erzählt, dass ihr Einkommen nicht einmal für anständiges Essen reicht  Roll Eyes    fehlt es mir wirklich an Verständnis.

@ Mirjam: Gerade Nebenlehraufträge sind oft unterbezahlt, aber hast du ausgerechnet deinen Schülern das vorgerechnet?  Du hast wahrscheinlich Erwachsene unterrichtet. Hier waren es minderjährige Kinder.

Luna
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annama
Nahetal
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" Alles zu beleben ist der Zweck des Lebens "


« Antwort #10 am: 12.12.08, 21:48 »

Hallo

Wenn ich das so lese kommen mir bald die Tränen.

Spare in der Zeit ,hast du in der Not .

Nach dem Krieg kam die Häuslebauerwelle ,kam die Fresswelle ,danach die Möbelwelle ,die Autowelle , die Urlaubswelle und die Weg Werf Gesellschaft und wenn es nicht mehr so geht kommt jetzt die Klagewelle.

 Mein Gott was können die deutschen doch zufrieden sagte mir unser Sohn als er eine Woche in Polen weilte. Wer hier unzufrieden ist soll mal dort hin gehen.

Die üppigen goldenen Jahre sind vorbei , daran muss sich manch Einer noch gewöhnen...aber vielen leuchtet das noch nicht ein. Warten wir auf das Jahr 2009 .

Wir haben sparen gelernt  und wer sich von der Werbung und dem ganzen Konsum einwickeln lässt und mit dem Geld nicht mehr aus kommt ist meiner Meinung nach viel selber schuld.

annama
« Letzte Änderung: 12.12.08, 21:53 von annama » Gespeichert

Gerade wenn eine Frau meint ihre Arbeit sei getan
wird sie Grossmutter

Liebe Grüsse annama
Cendrillon
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« Antwort #11 am: 12.12.08, 22:15 »

hallo,
klar, gibt es solche, die wirklich knapp bei kasse sind. die sollen das auch sagen dürfen.
ABER BITTE NICHT VOR KINDERN!!!
Zitat
Von meinen Kindern habe ich heute eine besondere Variante gehört. Eine (vollzeitbeschäftigte) Lehrerin jammert den Schülern dauernd vor, dass Lehrer nicht genug verdienen, alles teuerer wird und sie ihrer Tochter nichts mehr kaufen kann,  ihre Schuhe so teuer geworden sind und sie sich kaum noch etwas vernünftiges zu Essen kaufen kann.

... aber wenn frau sich kein essen mehr kaufen kann, weil die schuhe zu teuer sind, sollte sie sich vielleicht anderes schuhwerk kaufen Roll Eyes

nachdenkliche grüsse
katrin
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liebe grüsse
katrin

hoffe auf das beste um positiv zu bleiben
aber rechne mit dem schlimmsten um nicht enttäuscht zu werden.
Benita2
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Beiträge: 903


« Antwort #12 am: 12.12.08, 22:32 »

Hallo allerseits,

das mit dem Klamotten kaufen ist wirklich so eine Sache. Man verliert schnell das richtige Maß ..... und Schuhe gibts um 30 Euro oder auch um 230 Euro, ich bin sicher daß es auch noch teurere gibt.
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Viele. liebe Grüße von Benita!
passivM
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Beiträge: 2067



« Antwort #13 am: 13.12.08, 00:07 »

Hallo Ihr Lieben,

habe nur die ersten beiden Beiträge gelesen, und jetzt muss ich mal was "erzählen":

OK, ich hab' ja einen Verdiener im Haus (blöde Formulierung), und da hab' ich gut Reden,
bzw. ich hab' "die Freiheit", mir einen Teilzeitjob zu suchen, der mir gefallt, auch wenn ich da megawenig verdiene. ...mehr ist da im Moment nicht drin, der Laden ist noch neu, und wir ziehen an einem Strang, die Sache aufzubauen. *essindgerademal164Euro-immonat*..und ich bekomme kein Hartz4. Aber ich jammere nicht. -Ich fühle mich auch nicht ausgebeudet weil ich ja sehe, was wir an Umsatz haben. Verwechselt das bitte nicht mit dieser Dumpinglohn-Geschichte, die ich persönlich auch sehr verurteile- Ich sehe das so, dass wir den Laden aufbauen wollen, und dass das für mich besser ist, als wenn ich mich selber selbstständig machen würde. So kann ICH wenigstens ruhig schlafen. Ich habe eine Perspektive (dass es auch einkommensmäßig für mich besser wird, und dass ich nach Jaaahren als Hausfrau überhaupt wieder ins Berufsleben einsteige), und wenn es mit diesem Job nichts wird, dann habe ich nichts verloren. Dann suche ich mir einen anderen.
Das ist immernoch besser, als wenn ich mich -mangels Job finden- kurzerhand selbstständig mache, und dann (schlimmstenfalls mit einem A... voll Schulden) pleite gehe.
Ich hab' meinem Mann das so erklärt, und jetzt sieht er es genauso.

Ich wil mal sehen, dass ich wenigstens die Kilometerpauschale ausgezahlt bekomme (von der Steuer absetzen kann ich sie ja schlecht...)

Ich denk' halt positiv.

...und ich muss mir nicht dauernd anhören dass ich ein faules Leben führen würde. DAS hat mich nämlich wirklich gefrustet. DAS war für mich echt ein Grund zu jammern(!), zumal es in einer schwachen Region wie unserer eh schwer ist, einen Job zu finden.

Beim Thema Konsum kann ich katrin nur beipflichten,
die das super formuliert hat:
"...wenn frau sich kein essen mehr kaufen kann, weil die schuhe zu teuer sind, sollte sie sich vielleicht anderes schuhwerk kaufen". - So ist da auch beim rauchen...  Wink

Dass ein Leher eventuell mit recht jammert, das mag ja sein - ich kann es nicht beurteilen, ob zu recht, oder nicht - aber die soll die Kinder nicht mit "ihren privaten Sorgen" belasten. Ich finde so was unprofessionell. Guten Unterricht stelle ich mir anders vor.   
...oder wollen die die Kinder instrumentalisieren, dass sie für bessere Bezahlung ihrer Lehrer demonstrieren. Das wär' ja noch schöner.  Shocked
« Letzte Änderung: 13.12.08, 00:10 von AnnaAnna » Gespeichert

Liebe Grüße
aus dem schönen Mecklenburg-Vorpommern
mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #14 am: 13.12.08, 12:50 »

Vor ein paar Tagen ist bei uns Post aus Bolivien gekommen, die kleinen Fortschritte in einem von uns mitunterstütztem Projekt zu erfahren- freut mich jedes mal.
Die Freude über die Schule, die Verdienstmöglichkeiten der Bäuerinnen und Bauern und jetzt der erste elektrische Strom.
Mit solchen Nachrichten wird mir immer wieder bewusst, was wir alles haben und als vollkommen selbstverständlich anschauen.

@AnnaAnna, ich bin auf einen für mich sehr erfreulichen Nebenjob gekommen:
ich ließ mir für verschiedene Arbeiten Kostenvoranschläge machen und bin dann selbst zur Tat geschritten.
Wir haben uns dabei respektable Summen gespart, die wir sonst bezahlen hätten müssen. Damit das nicht einfach so untergeht- hab ich mir darüber eine Buchführung angefangen,
und bin auf mir sehr angenehme Stundenlöhne gekommen.
Dazu noch Erfahrungen, Erfolge, die mich freuen,
für Januar hab ich schon einen weiteren Nebenjob- ich näh mir die Vorhänge alle selbst.
Das gesparte Geld ist mein Einkommen und ich lerne wieder was dabei.
Zuerst brauchte ich den Mut zur Lücke, es muss ja nicht alles gleich perfekt werden, aber mit jeder Tätigkeit bin ich mutiger geworden.
Böden, Möbel abschleifen, streichen, malern, lackieren usw.
es gibt noch vieles, was ich ausprobieren möchte.
Ich schau inzwischen auch bei Handwerkern ganz anders über die Schulter und im Baumarkt finde ich mich schon längere Zeit ganz gut zurecht.
Gutes Werkzeug und gute Materialien gibts auch dazu-
und was aus hochwertigen Grundnahrungsmitteln zu zaubern ist,
das macht nicht nur satt, sondern die Kreativität, die man dabei mitentwickelt,- geht weit über das ersparte Geld hinaus.
Schade, dass das in unserem Land sehr wenig zählt, ich hole mir ganz viele Tips für Vorratshaltung und Zubereitung von besten Spezalitäten aus anderen Ländern, aus alten Kochbüchern und von älteren, erfahrenen Zeitgenossen/innen.
Dieses Wissen ist für mich ein wertvoller Schatz.
Herzl. Grüsse
maria



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