Hallo Gisela,
deine Erfahrungen sind sehr interessant.
Als wir mit EM angefangen haben, war es bei uns vollkommen unbekannt- bin damals ziemlich weit gefahren- wir haben uns dort die Erfahrungen von Arbeitskreisteilnehmern angehört und sind auch bei Fachexkursionen mitgefahren.
Am Anfang war alles nur eine dicke Nebelsuppe und ich hatte absolut keine Ahnung, was da auf uns zukommt

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Nur mal so EM anwenden- das hätte ich mir nicht getraut-
ich muss dann immer wühlen und die Hintergründe verstehen-
hab seit dieser Zeit sehr viele Bücher gelesen und dann immer wieder die Rückbindung in der Praxis gesucht.
Als ich das Buch von Anne Lorch bei der letzten EM-Veranstaltung auf der Fraueninsel gekauft habe- war ich beim Lesen manchmal ganz schön angefressen, all meine mühsamen Erfahrungen und Erkenntnisse in einem Buch zusammengefasst- aber dann ist mir bewusst geworden, diese Erfahrungen, die Erlebnisse und auch die Rückschläge gehören zu meinem Leben und ich möchte keine Minute davon missen.
Inzwischen ist EM Teil unseres Betriebsmanagements, gehört im Haushalt einfach dazu.
Ich brauche auch nicht mehr hinterher sein, dass es angewandt wird.
Wir hatten doch letztes Jahr ein Spatendiagnoseseminar-
kannst du dir meine Freude vorstellen- als unser Boden fachfrauisch begutachtet worden ist- und eine sehr gute Bewertung bekam.
Es hat lange gedauert, bis ich kapiert habe, wie ein gesunder Boden überhaupt ausschauen muss-
Hab gestern meine Mutter zu einem Artztermin gefahren und musste ziemlich lange warten, in dieser Zeit habe ich mir dort ausgelegte Bücher ein bisschen durchgeschnuppert.
Eines davon hab ich gleich im Buchladen kaufen können.
Es war für mich als wenn in eine dicke Nebelsuppe ein Sonnenstrahl fallen würde-
all die ganze Herumsucherei in Richtung Gesundheit- war in diesem Buch recht gut beschrieben - und auch ein kleiner Artikel über die Böden -
war also meine ganze Mühe absolut nicht umsonst.
Irgendwo hab ich mal gelesen, Bücher können Fragen nicht beantworten, aber sie können mithelfen, dass Fragen auf einer anderen Ebene gestellt werden.
Genau wie in dem EM-Gartenbuch- Gartenwissen auf japanisch ist einmal ganz interessant- aber in manchen Nebensätzen findet man sehr viel aufschlussreiches.
Angeblich wären 100 Pflanzen im Garten bzw. auf dem Hof für eine gesunde Ernährung wichtig- in der Landgüterverordnung Karls des Grossen wurden auch schon mehr als 70 beschrieben.
Also brauchen wir uns heute nicht so hochnäsig zurücklehnen, was wir alles heute wissen.
Werde mir das erste Buch von Higa jetzt wieder vornehmen, ich hab das Gefühl, dass mir heute manche Sachen erst so nach und nach klar werden.
Ein Satz aus seinem Buch ist mir damals schon nicht mehr aus dem Kopf gegangen-
die Landwirtschaft ist das Rückgrat eines Landes.Das macht die Arbeit auf dem Hof um einiges interessanter.
Herzliche Grüsse
maria