Autor Thema: rund um die Beerdigung  (Gelesen 52839 mal)

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Offline annelie

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Re: rund um die Beerdigung
« Antwort #120 am: 24.08.17, 09:29 »
Ich war gestern auf eine Beerdigung und es hat mich tief berührt. Von der Todesanzeige bis zum Sterbebild war alles auf den Verstorbenen und seine Persönlichkeit zugeschnitten. In der Kirche wurde unter anderem "seine" Musik (nicht immer getragen und feierlich) gespielt. Die Trauerreden wurden von seinem Neffen und jemand aus dem Freundeskreis gehalten, sehr persönlich und der Verstorbene durfte im Tod so sein, wie er im Leben war, seine Ecken und Kanten wurden sehr liebevoll erwähnt, das finde ich immer am Schönsten. Wir alle haben Ecken und Kanten und auch die machen uns aus! Die Todesanzeige und das Sterbebild waren schlicht ohne viel Text.
Ich bin froh, dass sich die Beerdigungskultur bei uns in den letzten Jahren verändert.
Liebe Grüße
Annelie
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Offline Lisa

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Re: rund um die Beerdigung
« Antwort #121 am: 24.08.17, 10:47 »
anstelle von einer großen Grabrede ist mir ein "Vaterunser Gebet" weit aus lieber.
Jeder kann vor seiner eigenen Türe kehren und es wäre überall sauber.
manche wünschen sich einen "Vater unser" öfters schon und vom Pfarrer erwähnt
auf Wunsch des Verstorbenen. Fand ich oft besser als eine unangebrachte Grabrede.
Glück ist das Einzige das sich verdoppelt,wenn man es teilt

Offline amazone

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Re: rund um die Beerdigung
« Antwort #122 am: 24.08.17, 11:15 »
In der Regel wird in Arbeitszeugnissen und auf Beerdigungen am häufigsten gelogen.  ;)
Beste Grüße von
Amazone

Offline martina

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Re: rund um die Beerdigung
« Antwort #123 am: 24.08.17, 11:36 »
@ Lisa, das Vaterunser wird doch eh am Grab gebetet?

Was der Pastor in seiner Andacht über den Verstorbenen erzählen kann, hängt ja auch davon ab, was ihm die Angehörigen erzählen und ob er den Verstorbenen selber gekannt hat.
Und ja, ein wenig Talent, zwischen den Zeilen zu lesen und hören, gehört auch dazu und dann muss das Ganze noch in eine gute Redeversion umgewandelt werden.

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Offline frankenpower41

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Re: rund um die Beerdigung
« Antwort #124 am: 24.08.17, 11:52 »
Da geb ich Dir recht, der Pfarrer erzählt das was die Angehörigen ihm sagen und formuliert es mal mehr, mal weniger gut. Dann ist es auch so, dass die Angehörigigen den Verstorbenen auch anders wahrgenommen haben als evtl. das Umfeld. Die empfinden das vielleicht gar nicht mal so als Lüge wie andere.
Ich habe auch schon solche Beerdigungen erlebt, wo ich dachte der Pfarrer redet aber von ganz anderem.

Offline martina

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Re: rund um die Beerdigung
« Antwort #125 am: 24.08.17, 11:58 »
Ich glaub, das hat jeder schon.

 
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Offline annelie

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Re: rund um die Beerdigung
« Antwort #126 am: 24.08.17, 12:18 »
In der Regel wird in Arbeitszeugnissen und auf Beerdigungen am häufigsten gelogen.  ;)
Mein Vater (gestorben 1989) wollte keine Grab- bzw. Trauerrede, er sagte immer am Grab wird am meisten gelogen.
Da gabs dann eine ganz normale Predigt und ja es stimmt der Pfarrer oder Redner kann nur das weitergeben, was er von den Verwandten gesagt bekommt. Darum ist es schön, wenn das jemand aus der Familie oder dem Bekanntenkreis übernimmt und derjenige das liebevoll und ehrlich rüberbringt.
Liebe Grüße
Annelie
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Offline Annemie

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Re: rund um die Beerdigung
« Antwort #127 am: 24.08.17, 12:56 »
Als mein Onkel vor 3 Jahren verstorben ist hat der Pfarrer seinen selbst erstellten Lebenslauf so vorgelesen wie er ihn selbst aufgeschrieben hat. Das war wirklich authentisch.
 Ich muß dazu sagen das sich mein Onkel auch mit dem Sterben beschäftigt hatte, da er öfters schwierige Operationen durchmachte, und für den Fall das etwas schief gehen könnte hat er alles im Vorfeld geregelt, so auch seinen Lebenlauf, welches Sterbebild usw.

Offline Lisa

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Re: rund um die Beerdigung
« Antwort #128 am: 24.08.17, 14:58 »
@Martina, da wird anstelle von der Predigt, Ansprache auf Wunsch des Verstorbenen ein
Vater unser gebetet, während des Gottesdienstes.
An manche Nachrufe kann man sich sehr gut erinnern und auch an welche die gar nicht passten.
Dann ist mir lieber ein ehrlich gebeteter "Vater Unser" da ist in meinen Augen alles eingeschlossen.
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Offline Trudi

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Re: rund um die Beerdigung
« Antwort #129 am: 24.08.17, 16:44 »
    In unserer Gegend ist es immer mehr Brauch,dass in einer Todesanzeige
  steht,die Abdankung hat schon im engsten Familienkreis stattgefunden.

  Oder,die Urne wird an einem von ihm gewünschtem Ort beigesetzt.Was ich
  eigentlich schade finde.

        Gruss     Trudi.

Offline ulliS

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Re: rund um die Beerdigung
« Antwort #130 am: 24.08.17, 17:34 »
Hallo,
ich finde es schön, wenn in der Kirche nochmals über das ganze Leben des Verstorbenen gesprochen wird.

Bei uns ist es üblich, das die Angehörigen dem Pfarrer etwas aufschreibt, was er sagen soll.
Liebe Grüße von Ulli

Offline hosta

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Re: rund um die Beerdigung
« Antwort #131 am: 24.08.17, 17:48 »


Was der Pastor in seiner Andacht über den Verstorbenen erzählen kann, hängt ja auch davon ab, was ihm die Angehörigen erzählen und ob er den Verstorbenen selber gekannt hat.
Und ja, ein wenig Talent, zwischen den Zeilen zu lesen und hören, gehört auch dazu und dann muss das Ganze noch in eine gute Redeversion umgewandelt werden.

Das hat man uns auch gesagt. Wir hatten eine sehr authentische Trauerrede der Pastorin. Hatten aber auch ein  intensives Trauergespräch.

Herzlichst hosta

Offline hosta

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Re: rund um die Beerdigung
« Antwort #132 am: 24.08.17, 17:58 »
    In unserer Gegend ist es immer mehr Brauch,dass in einer Todesanzeige
  steht,die Abdankung hat schon im engsten Familienkreis stattgefunden.

  Oder,die Urne wird an einem von ihm gewünschtem Ort beigesetzt.Was ich
  eigentlich schade finde.

        Gruss     Trudi.

Wir haben beides gehabt. Die Trauerfeier im kleinen Kreis war sehr schön. Die andere Trauerfeier mit vielen Leuten war für den Verstorbenen richtig. Wie bei allen anderen Dingen, die rund um die Beerdigung sind, finde ich es gut, das es auch hier pers. Entscheidungen gibt.
Herzlichst hosta

Offline Maja

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Re: rund um die Beerdigung
« Antwort #133 am: 24.08.17, 18:38 »
Meine Schwester und ich singen ja öfter bei Beerdigungen. 
Da habe ich schon einiges erlebt.
Am besten gefallen mir die Beerdigungen,  bei denen sich die Familie und Freunde mit einbringen können.
Wenn ein Mensch geht ist die Beerdigung ein Schlusspunkt und der soll zu dem ganzen Leben passen.
Der schön gestaltete Trauergottesdienst oder das Requiem sagt auch ganz viel über die Liebe und die Wertschätzung , die die Hinterbliebenen für den Vorausgegangenen spüren.
Aber auch da passiert es dass der/die Verstorbene nicht DAS bekommt was ihm Gebühren würde, positiv wie negativ.

Offline Smart

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Re: rund um die Beerdigung
« Antwort #134 am: 24.08.17, 19:46 »
    In unserer Gegend ist es immer mehr Brauch,dass in einer Todesanzeige
  steht,die Abdankung hat schon im engsten Familienkreis stattgefunden.

  Oder,die Urne wird an einem von ihm gewünschtem Ort beigesetzt.Was ich
  eigentlich schade finde.

        Gruss     Trudi.

find ich auch. Als wir vor gut zweieinhalb Jahren meinen recht jung verstorbenen Schwager beerdigten ist mir das so richtig bewusst geworden, dass es nicht allein für die enge Familie sehr schwer ist, mit solch einem Verlust zurecht zu kommen. Es gibt möglicherweise auch Menschen, die dem Verstorbenen nahe standen, die die Familie vielleicht gar nicht kannte. Oder Freunde der Familie, die mitfühlen. Aus meiner Sicht sollen auch sie die Möglichkeit bekommen, sich im Rahmen einer "offiziellen" Beerdigung von dem Verstorbenen zu verabschieden.

 


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