Marielle
Mitglied

Offline
Geschlecht: 
Beiträge: 113
Ich liebe dieses Forum!
|
 |
« Antwort #105 am: 17.10.11, 09:58 » |
|
Hallo Imke!
Das mit den Kanülen hab ich auch schon lange aufgegeben!
Ich gebe 2mal tägl. Arnica c100 und Hypericum C100 solange bis die Milch wieder
leichter kommt.Es nimmt der Kuh den Schmerz und sie lässt sich besser melken.
Falls du merkst ,das Viertel wird fester und dieMilch fängt an sich zu ziehen,
Schalen-Test machen!
Dann geb ich noch Bryonia und Hep.sulfur dazu, auch Phytolacca.
Es ist zwar eine langwierige Sache,aber ich hab schon einige Kühe wieder hinbekommen.
Viel Glück
Marielle!
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
gammi
Vereinsmitglied

Offline
Geschlecht: 
Beiträge: 3862
|
 |
« Antwort #106 am: 17.10.11, 21:31 » |
|
Ich glaube auch nicht, dass bei den Kanülen die Sterilität das Problem ist. Ich glaube eher, dass durch das Einsetzten die Wunde immer wieder aufbricht und das ganze so viel schlechter und langsamer heilt.
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Auch Laufstall-Kühe geben gute Milch
|
|
|
|
mouhkouh
Gast
|
 |
« Antwort #107 am: 17.10.11, 23:02 » |
|
Vielleicht hast du auch einfach nur falsche Vorstellungen von Zitzenzäpfchen, btw. ich hab mich falsch ausgedrückt? Es gibt ja Kanülen, um die Milch abzulassen, und Zäpfchen, um den Strichkanal ruhigzustellen. Bei uns heilen Wunden in den Strichkanälen deutlich schneller mit den Zäpfchen wie ohne. Die Zäpfchen bleiben den ganzen Tag im Kanal, und werden nur zum Melken rausgenommen. So bleibt der Kanal weit, vernarbt nicht,klebt nicht zusammen und reibt nicht.
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
Imke
Bewohner

Offline
Beiträge: 981
Wer Heiterkeit sät, wird Lebensfreude ernten
|
 |
« Antwort #108 am: 18.10.11, 21:05 » |
|
Danke für euere Antworten, habe es auch so gemacht wie Marielle es beschrieb ( extra Dank an Marielle ), die Kuh hält sich tapfer, d.h. sie hat Appetit, kein Fieber und der Allgemeinzustand ist gut. Was aus dem betreffenden Viertel wird läßt sich schwer abschätzen, da der Milchfluß wegen der Schließmuskelquetschung extrem verlangsamt ist, und ein vollständiges Ausmelken leider nicht möglich ist. Außerdem ist sie meine Lieblingskuh, sehr brav, ruhig und besonnen im Umgang und echt gelehrig. Irgendwie finde ich versteht sie ihre Situation, daß sie jetzt tapfer sein muß. Mit Hilfe der Homöophatie finde ich, ist das jetzige Befinden der Kuh gut, ich meine die Globulis haben ihr bis jetzt geholfen, die Quetschung können sie natürlich nicht wegzaubern.
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Das Glück ist ein Mosaik, bestehend aus lauter unscheinbaren kleinen Freuden. LG Imke
|
|
|
Lockendickkopf
Mitglied

Offline
Beiträge: 35
Immer mit dem Kopf durch die Wand
|
 |
« Antwort #109 am: 28.01.12, 19:48 » |
|
Hallo in die Runde!
Ich hab bei meinen Damen eine, welche schon bei der Kalbung ein Viertel verhärtet hatte, sie gab aber Milch. Drei Tage nach der Kalbung war Viertel rot und geschwollen, Milch blieb aus. Tierarzt kam, gab Euterspritze für Viertel, Nachbarviertel und in die Blutbahn. Erfolg war, dass die Kuh auf diesem Viertel gar keine Milch mehr gab. Da ich ja nicht gleich klein beigebe versuchte ich mit Globuli und Quark auf dem Euter die Verhärtung wegzubekommen. Mit Erfolg - mehr oder weniger. Die Milch kam wieder, aber so was von rotzig, grünlich. Wie kaputter Quark. Die Kuh ließ sich gut melken. Aber ich merkte, dass sie im Viertel einen "Batzen" so gross wie ein Tennisball hatte. Dieser ging nicht weg. Als ich dann die Quarkeinreibungen einstellte, wurde das Viertel immer fester, der "Batzen" ist bei gemolkenem Euter sehr gut sichtbar, Milchfluss ging auch zurück und das Vorgemelk ist noch immer rotzig, schleimig, quarkig. Schalmtest ist auf den drei anderen negativ, auf diesem einem Viertel ist kann ich mir den Test schenken. Die Milch wird derzeit an die Bullenkälber verfüttert. Den Tierarzt mag ich eigentlich nicht mehr rufen, weil für gutes Geld kein Erfolg.... Jetzt hab ich mehrere Optionen: Kuh zum Metzger - macht der Herr des Hauses nicht unbedingt mit Tierarzt - siehe oben Nochmal Globuli und Quarkwickel - a gebaaze is es halt und nicht von langer Erfolgsdauer Euterviertel trockenstellen - wird wohl darauf hinauslaufen.
Hat von Euch schon mal jemand so ne Faust im Euter gehabt? Wie nent sich diese Erscheinung?
Gruss
Lockendickkopf
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
Paula73
Vereinsmitglied

Offline
Geschlecht: 
Beiträge: 1587
|
 |
« Antwort #110 am: 28.01.12, 20:39 » |
|
Auch wenn du das Viertel trockenstellst, musst du irgendwie die Entzündung raus bekommen - sonst bekommst du da keine Ruhe .
Oder du versuchst mit einer Zugsalbe zu erreichen das die Entzündung nach außen durchbricht, ist bei der einen oder anderen bei uns schon von allein passiert. Allerdings war die Infektion meist schon von Anfang an abgekapselt und oft die Milch gar nicht betroffen.
Ist der "Batzen" lose im Euter oder fest angewachsen - vermutlich ist es abgestorbenes Gewebe, ich denke aber auch ein Tumor ist möglich.
Vermutlich wäre schlachten das sinnvollste.
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
Maisi
Vereinsmitglied

Offline
Geschlecht: 
Beiträge: 93
|
 |
« Antwort #111 am: 05.02.12, 22:03 » |
|
Huhu bräuchte mal dringend euren Rat!!  Wir melken seit 2 Monaten in unserem neuem Melkstand. Bisher gab es überhaupt keine Probleme. Jetzt haben wir aber ein (denke mal) leichte Euterentzündung. Diese Kuh hat vor 3 - 4 Wochen gekalbt, gibt über 30 Liter Milch und hatte vor 2 Tagen einen erhöhten Leitwert und einige Flocken beim Anrüsten in der Milch. Wir haben sie dann sofort mit einem allgemeinen homöopathischen Mastitismittel (enthält Apis, Belladonna, ...) behandelt. Sie wird auch nach jedem Melken schön ausgemolken. Das Viertel ist nicht geschwollen oder heiß, es ist lediglich ein kleines bisschen größer. Milchmenge ist auch unverändert hoch. Leitwert ist wieder fast normal, aber die Flocken sind nach wie vor vorhanden und auch beim Schalmtest ist es zu erkennen, dass die Milch nicht ganz in ordnung ist. ich dachte immer, dass man mittels Leitwertmessung eine Euterentzündung schneller erkennt. Wie kommt es dann, dass bei dieser Kuh der Leitwert auf der Alarmliste im Computer gar nicht auffällig ist und die Milch trotzdem nicht in Ordnung? Kann ich mich auf den Leitwert nicht verlassen, ob die Kuh auffällig ist oder gibt es bestimmte Werte bei denen ich schon vorsichtig sein sollte? 
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
wolke
Vereinsmitglied

Offline
Geschlecht: 
Beiträge: 400
|
 |
« Antwort #112 am: 17.07.12, 20:59 » |
|
unser stall ist zur zeit leider noch sehr überbelegt (neubau ist in arbeit) und in folge dessen häufen sich bei uns zur zeit wieder mal strichverletzungen. meistens ist irgendwie der schließmuskel betroffen, so dass kaum mehr milch raus kommt. als folge treten dann häufig euterentzündungen auf. jetzt hätte ich gerne von euch gewusst mit welchen methoden und hilfmittel ihr hier vorgeht. wollzitzenstifte und diese kanülen helfen zwar kurzfristig schon, dass die milch besser raus kommt aber auch bei noch so großer hygiene entsteht meist eine euterentzündung. und nichts machen und nur mit der hand ausmelken, das dauert und dauert und dauert...
(hab kein solches thema bisher gefunden, wenn doch bitte hinweisen)
malis
|
|
|
|
« Letzte Änderung: 21.07.12, 15:38 von Freya »
|
Gespeichert
|
lg wolke
|
|
|
Paula73
Vereinsmitglied

Offline
Geschlecht: 
Beiträge: 1587
|
 |
« Antwort #113 am: 17.07.12, 21:45 » |
|
Es gab einmal eine Salbe (ohne Hemmstoffe) welche man wie Eutermedikamente mit einer "Tube" in den Strichkanal einbringen konnte. Ich weiß aber nicht ob es vergleichbares heute noch gibt.
Strichkanal Verletzungen sind immer eine heikle Sache.
LG Paula
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
frankenpower41
Vereinsmitglied

Offline
Geschlecht: 
Beiträge: 2053
Ich liebe dieses Forum!
|
 |
« Antwort #114 am: 18.07.12, 10:45 » |
|
Hallo
Frag mal bei Eurem TA nach, ob er Strichen stilllegen kann. Das haben wir jetzt ein paarmal praktiziert. Da kommt dann auch was ins Euter (mit Hemmstoff), aber man hat nicht das ewige Ausmelken bis die Milch endlich draußen ist. Die Wunde hat dann Ruhe zum ausheilen. Ich muss aber sagen, wir hatten das jetzt mit unterschiedlichen Erfolg. Mal klappts, dann wieder nicht. Ein Bekannter hat von hemmstofffreier Tube erzählt, aber unser TA kannte das nicht. (und der kennt sich eigentlich schon aus)
Marianne (die auch ein Lied davon singen kann. Ists bei Euch auch so, dass mal ewig Ruhe ist und dann kommts wieder mal gehäuft. Ich glaub fast, die stecken sich an)
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
Jacky
Niederbayern
Vereinsmitglied

Offline
Geschlecht: 
Beiträge: 1308
Hier bin ich und hier bleib ich!
|
 |
« Antwort #115 am: 18.07.12, 11:38 » |
|
Wir hatten auch schon öfters den Fall, daß sich ein Viertel nach einer Zitzenverletzung schlecht melken ließ. Ruhigstellen ist ja schon mal nicht verkehrt, aber meist bildet sich nach Abheilen der Verletzung im Kanal ein Narbengewebe und das Viertel bleibt schwer zu melken. Mit der Auskratzerei unseres Tierarzt haben wir da schlechte Erfahrungen gemacht. Jetzt warten wir selten lange, obs wieder wird, rauf auf den Hänger und in eine Tierklinik, die mit Endoskopie arbeitet. Das wird dort ambulant gemacht und kostet um die 80€ (ohne Medikamente). Mit Eutertuben wird dann das Viertel ruhig gestellt, es kommen ganz besondere Wachstifte rauf und die Kuh wird auf dem Viertel im Abstand von drei Tagen gemolken..nach knapp 14 Tagen ist der Spuck vorbei. Wir hatten jetzt zwei Mal eine dort, ich hab beim letzten Mal sogar zusehen dürfen. War sehr interessant so einen Zitzenkanal von innen zu sehen und zu sehen was fehlt. Natürlich fährt man nur die guten Kühe dahin...ist eine Abwägungssache und natürlich liegts auch daran ob man die Möglichkeit hat und nicht einen halben Tag unterwegs ist. Jedenfalls beide sind jetzt wieder gut zu melken. 
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Liebe Grüße Sabine
Wer lächelt statt zu toben, ist immer der Stärkere
|
|
|
wolke
Vereinsmitglied

Offline
Geschlecht: 
Beiträge: 400
|
 |
« Antwort #116 am: 18.07.12, 20:39 » |
|
@frankenpower41
das mit dem stilllegen haben wir auch schon probiert - 3mal euterspritze rein und nicht mehr anrühren. manchmal klappts manchmal nicht. manchmal wird das viertel auch erst nach langer zeit wieder groß und entzündet, so dass man wieder das melken anfangen muss und die gleiche prozedur wie zuvor. deine beobachtung dass das immer gehäuft auftritt kann ich nur bestätigen. an was es liegt? keine ahnung. meine vermutung ist entweder eine rindernde kuh die wir nicht schnell genug in die box reinbinden konnten. die andere vermutung wäre dass es kalbinnen sind die neu in die kuhherde gekommen sind und rumhüpfen wie wild.
@jacky
ich wüsste gar nicht wo bei uns in der nähe die nächste tierklinik wäre. muss ich mich mal schlau machen. vom preis her ist es schon interessant, denn wenn man die vielen euterspritzen, die zeit und eventuell auch die rückschläge mit einrechnet, die man bei der behandlung im stall immer wieder erleidet, kommt man auch auf solche beträge.
danke für eure beiträge
malis
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
lg wolke
|
|
|
menno
Mitglied

Offline
Geschlecht: 
Beiträge: 75
|
 |
« Antwort #117 am: 18.07.12, 20:59 » |
|
Hallo Wir haben für solche Fälle eine Milchnadel,haben wir mal von unserem Tierarzt bekommen.Wir melken das verletzte Viertel nicht mit,und dann kommt die Milchnadel in den Strich . Die Milch läuft dann so raus. Damit haben wir gute Erfahrung gemacht .
Gruß Menno
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
apis
Mitglied

Offline
Beiträge: 247
|
 |
« Antwort #118 am: 18.07.12, 21:08 » |
|
Solche Milchröhrchen aus Metall nutzen wir auch. Zur Aufbewahrung lagern die verschiedenen Größen in 70% Alkohol und sind so immer sauber und einsetzbar. Natürlich vorm Einsetzen immer gut abspülen.
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
wolke
Vereinsmitglied

Offline
Geschlecht: 
Beiträge: 400
|
 |
« Antwort #119 am: 18.07.12, 21:12 » |
|
so was haben wir auch. aber als folge fast immer eine euterentzündung auf diesem viertel. ich meine eigentlich schön dass wir sauber arbeiten und alles desinfizieren bevor wir so was einsetzen. was machen wir da falsch??
malis
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
lg wolke
|
|
|
|