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Autor Thema: Euter von A bis Z... Teil 2  (Gelesen 15135 mal)
Petra2
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« Antwort #75 am: 22.11.10, 12:40 »

Ich hab auch so genügend Wäsche da fange ich nicht noch an Euterlappen zu waschen.

Hallo gammi,

kleiner Tip, separate günstige Stall-Waschmaschine kaufen.
Männer lernen ganz schnell selber die Maschine anzustellen. Wink
Es braucht auch nur 1-2 Programme und geringe Schleuderleistung so sind die Lappen genügend feucht zum abwischen.
Wir benutzen Waffel-Spültücher aus dem Grosshandel.

LG
Petra2
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Manche Menschen sind zu gut erzogen, um mit vollem Mund zu sprechen, haben aber keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun.
(George Orson Welles)
Freya
Oberbayern
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no guts, no glory !


« Antwort #76 am: 22.11.10, 12:50 »

Moin!
Nein Freya...ich denke das hat sehr wohl was mit den Zellzahlen zu tun.
Wenn man nur ein Tuch nimmt, ohne es von Kuh zu Kuh durchzuspülen (wir haben einen Eimer mit Chlorwasser im Melkstand und auch ziemlich viele Lappen), dann trägt man Keime von Kuh zu Kuh. Streptokokken, Coli, Staphylokokken....Sind bei jeder Kuh vorhanden aber wenn bei einer das Immunsystem geschwächt ist, kann das zu einer Euterentzündung führen....odere zumindest zu hoher Zellzahl.
Meinen Mann erwische ich ab und an dabei, das Tuch beim Vormelken noch in der Hand zu haben.... Shocked  So das das Tuch mit Mich getränkt ist...Aber gerade er ist sehr darauf bedacht, das keine Mich in die Liegeboxen läuft..... Roll Eyes  Roll Eyes  Roll Eyes

Grussi
Lotta
Ja, Lotta,
ich gehe aber davon aus, dass niemand mehr nur einen Lappen hat für alle Euter Grin Wink

....und ich hab auch einen Lappen in der Hand, weil ich zuerst vormelke. Wenn ich erst alles im Euter durchgeschüttelt habe beim Abputzen, dann macht es für mich keinen Sinn mehr vorzumelken Wink Grin

Gummimatten steue ich vor dem Melken großzügig mit Urgesteinsmehl ein. Dippen tu ich nicht.
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liebe Grüße
Freya
Lotta
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Cowboyerin :o)


« Antwort #77 am: 22.11.10, 12:54 »

Hallo Freya!
Ich meinte ja auch nur, das die Euterreinigung was mit den Zellzahlen zu tun hat und nicht mit der Keimzahl....die wird durch die Rohrleitungen und Tanklagerung beeinflusst  Wink
Klar melke ich vor und säubere dann..aber ich hab 2 Hände...Göga meint er kann das mit einer Hand in einem Arbeitsgang erledigen...und das find ich nicht so prickelnd...

Grussi
Lotta
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Schimpfe nie mit vollem Mund über Bauern
mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #78 am: 22.11.10, 13:59 »

Hallo Lotta,

wir haben das auch so gemacht- Chlorwasser, ganz viele Lappen und trotzdem hatten wir Zellzahlen, die nicht passend waren.
Die Melktechnik x mal überprüfen und einen Melkberater kommen lassen- alles gemacht, was einem so geraten wird-
es war zum Mäusemelken-
so, inzwischen toi, toi, toi, ist wieder Ruhe eingekehrt.

Ich bin noch nicht so mutig, die ganzen Melkstandgeschütze aufzugeben aber mein Gefühl sagt mir, dass Zellzahlen auch über das Kuhmaul erhöht oder zurückgefahren werden können.
Mich würde interessieren, was macht ihr mit der anfallenden Papiermenge bei der Euterreinigung?
herzl. Grüsse
maria




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mogli
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« Antwort #79 am: 22.11.10, 14:03 »

Mary, mit dem Kuhmaul gebe ich dir vollkommen recht.
 Das Papier kommt in 2 Eimer im Melkstand und wird regelmässig im Mist entsorgt. LG Helga
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lucia
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« Antwort #80 am: 22.11.10, 15:24 »

ich verwende seit knapp 15 jahren ausschließlich leicht angefeuchtete euterwolle und bin sowohl von der handhabung als auch entsorgungstechnisch und nicht zuletzt durch durchgehend sehr niedrigen zellzahlergebnissen (natürlich bis auf ausrutscher, die wohl jeder betrieb kennt) sehr zufrieden mit der lösung...

@ mary:
ganz bestimmt spielt die fütterung auch hier eine große rolle, davon bin ich überzeugt.
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lieben gruß, lucia
gammi
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« Antwort #81 am: 22.11.10, 17:07 »

Ich glaube, dass die Hygiene die kleinste Rolle bei den Zellzahlen spielt.

Die Fütterung spielt eine sehr große Rolle. Haben wir grad diesen Sommer sehr gut gemerkt. 

Aber am meisten glaube ich, dass es einfach bei der Kuh in den Genen liegt. Meine Erfahrung ist einfach, dass es Kühe gibt, da kann man machen was man will, die haben erhöhte Zellen.
« Letzte Änderung: 23.11.10, 07:49 von gammi » Gespeichert

Auch Laufstall-Kühe geben gute Milch
mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #82 am: 23.11.10, 07:51 »

Hallo gammi,
ich vermute auch, dass das intakte Imunsystem Nr. 1 ist und Zellzahlen ein Anzeiger für Störungen im Körper sind.
Aber am Anfang sucht man immer bei der Melkanlage und beim Melksystem.
Fütterung ist eines, aber auch Impfungen- auch wenn es angeblich nicht so sein soll.
Herzl. Grüsse
maria
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gammi
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« Antwort #83 am: 23.11.10, 07:55 »

Melkanlage o.k. aber nur aus technischer Sicht. Viele Zellprobleme sind auch oft nur Euterreizungen. Oft hat da auch schon nur einmaliges Melken geholfen.

Ich sag ja auch nicht, dass eine gewisse Hygiene nötig ist. Aber mir schwirren bei vielen soviele Desinfektionsmittel rum........da frage ich mich schon manchmal, ob das wirklich sein muß. Ich habe mehr Respekt von den Folgen der REinigungsmittelberührungen als vor Dreck.

Aber ob die Zitzenbecher nun außen blitzeblank glänzen spielt vermutlich die kleinste Rolle.
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Auch Laufstall-Kühe geben gute Milch
zensi
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« Antwort #84 am: 24.11.10, 13:08 »

Halloi annelie,

Also die Dreistreichigkeit kommt bestimmt vom Ansaufen, da wir die Kalbinnen in letzter Zeit in Gruppen bzw.Boxen halten mussten, aus Platzgründen. Sonst haben wir ja einen Anbindestall, nur die Bullen sind in Boxen.

Aber momentan sind alle wieder angehängst und ich hoffe , dass dieses Problem dann abgehakt ist.

Aber Zellenkühe haben wir gut ein Drittel im Stall.
Die Diskussion mit dem Säubern habe ich alle Tage mit Göga, der am liebsten Die Filztücher ´nimmt, die es beim Raiffeisen gibt.
Die Paiertücher mag er garnicht, an die Holzwolle kann er sich nun hoffentlich gewöhnen, die habe ich jetzt bestellt.
Eine Zellenkuh haben wir jetzt etwas länger trockengestellt , die kriegen wir gar nicht mehr hin. Die ist dann halt nach dem Abkalben auf der Abschussliste. Wir haben Proben eingschickt , die ist so viel wie nicht mehr behandelbar.
Die anderen sind so grenzwertig, mal besser mal schlechter.
Göga sagt, das Vakuum passt.Wir haben ja noch Stroheinstreu im Stall. Da streut Göga jetzt auch noch Kalk drauf.

Das mit den Zellen ist ein ewiger kampf , und gernau weiß man es doch nicht, wo es herkommt.

Na dann hoffen wir mal das Beste.

Schönen Dank

und Gruß

Zensi
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Imke
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Wer Heiterkeit sät, wird Lebensfreude ernten


« Antwort #85 am: 24.11.10, 14:36 »

wenn alles nichts hilft mit den Zellgehalt, würde ich  den Tiergesundheitsdienst-Eutergesundheitsdienst zu Rate fragen.
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Das Glück ist ein Mosaik, bestehend aus lauter unscheinbaren
kleinen Freuden.
LG Imke
Bullenmafia
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Bäuerinnen find ich super


« Antwort #86 am: 24.11.10, 16:56 »

bei uns sind die Zellen rapide nach unten als wir das Trockenstellen verändert haben. zuvor wurde ewig einmal gemolken dann nicht mehr usw.
Bis ich durchgesetzt habe, dass einfach sauber ausgemolken wird einmal und dann Trockensteller rauf. Wir kamen innerhalb kürzester Zeit auf 60.000 Zellen Stalldurchschnitt.
Wir dippen nicht, streuen auch die Liegeflächen nicht ein, reinigen nur die feuchtverschmutzten Tiere mit Eutertüchern, sonst einfach per Hand und desinfizieren auch nicht die Melkzeuge zwischendurch.
Momentan sind Zellen höher (ca. 170.000 im Schnitt) weil sich einige Damen ihre Zitzen ramponierd haben.
Zellen sind ein Zeichen der Tiergesundheit und da muss man zuallererst anfangen.
heißt auch man muss das Futter das vorne rein geht beurteilen.
wir haben Tiere die haben bei der MLP 10.000 Zellen, die sind mein ganzer Stolz
LG Petra
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Ganz liebe Grüße
Petra
Marlis
Schleswig-Holstein
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Eine kluge Frau folgt ihrem Mann-wohin sie will


« Antwort #87 am: 24.11.10, 21:07 »

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Zellen sind ein Zeichen der Tiergesundheit und da muss man zuallererst anfangen.
heißt auch man muss das Futter das vorne rein geht beurteilen.
wir haben Tiere die haben bei der MLP 10.000 Zellen, die sind mein ganzer Stolz
LG Petra

Aber genau so wichtig ist, das die Melktechnik in Ordnung, ansonsten gibt es dann auch reichlich Zellen...
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Alles Gute
Marlis

Ich bin der Boss!!

 Über das, was in meinen Mund hinein wandert
apis
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« Antwort #88 am: 28.11.10, 11:47 »

Einen schönen, gemütlichen ersten Advent wünsch ich allen,

und habe gleich eine Frage zu der ich euren Rat brauche: Was macht ihr, wenn bei einer acht Wochen melkenden Kuh ein Viertel voller Blut ist?
Das rechte Viertel hinten ist stark geschwollen, hat keine äußerlichen Veränderungen.
Beim Melken kommt nur wenig Blut, dicke Blutgerinnsel lassen sich nur mit sehr starkem Druck herauspressen.

Bisher habe ich Arnika und Bellis gegeben.

Wie handelt ihr in solchen Fällen?  
« Letzte Änderung: 28.11.10, 11:50 von apis » Gespeichert
eifelrosi
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Weißes Gold ist wertvoll und gesund


« Antwort #89 am: 28.11.10, 12:00 »

Hallo apis,

wichtig ist dabei, dass das Viertel immer gut leer wird, weil sich wohl dort Krankheitserreger unheimlich vermehren können.
Wir haben in den letzten Jahren auch öfter solche Tiere gehabt, ob dann eine andere draufgetreten ist oder gestoßen hat, ich weiß es nicht. Letzte Woche hatten wir eine Kuh, die hatte einen Abend auch Blut und Blutgerinnsel drin, hab sie von Hand dann richtig ausgemolken und am nächsten Morgen wars schon wieder o.k. - ein andermal bei einer Trockensteherin hab ich eine Woche lang morgens und abends ausgemolken, bis es vorbei war.
Ich müßte unseren TA mal fragen, der uns etwas homöopatisches zum Spritzen gegeben hat für Tiere, die direkt nach dem Kalben blutige Milch haben, ob das bei den anderen Fällen auch hilft.

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Schön, dass es den BT gibt
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