Jeanny
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Es ist schön, dabei zu sein!
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« am: 18.06.03, 22:14 » |
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Hallo!
Mich würde mal interessieren, wie ihr es schafft, früh und abends zu melken, dabei Kinder in die Schule bzw. Kiga zu bringen, abends ins Bett schaffen....., denn die Zeiten überlappen sich oft.
Zur Zeit melkt bei uns noch meine SM, sodaß ich früh erst später in den Stall gehe und abends eher ins Haus. Habe dabei aber oft ein schlechtes Gewissen.
Ich würde mich sehr freuen, etwas darüber zu erfahren.
Viele liebe Grüße von Jeanny
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Landmama
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« Antwort #1 am: 18.06.03, 23:26 » |
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Hallo Jeanny
bei mir ist das immer Chaos pur !
meine Nerven sind da oft am Ende !
wir haben viele Pferde und wenn ich so ca. 16 Uhr in den Stall gehe muß ich auch meine drei Jungs !!!! mitnehmen die großen 6 und 9 streiten und streiten ! und keiner will den kleinen 1,5 Jahre alt !!!! also im Wagen bleibt er nicht mehr also immer 2 Min. arbeiten, dann wieder das Kind schreien und suchen .... wieder was neues zum spielen suchen.. usw...
aber was ich auch nicht schaffe, Haushalt und Stall/Hof sauber halten, also entweder oder !
wir haben keine Oma und neben den Pferden ne Firma, deshalb hat mein Mann oft nicht so viel Zeit im Stall !
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geli.G
Landkreis BGL Obb.
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Ich liebe dieses Forum
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« Antwort #3 am: 07.07.03, 22:26 » |
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Hallo,
ich schreibe jetzt hier, weil es nicht um kleine Kinder geht, die ich in den Stall mitnehmen muß, sondern um Schulkinder die um 7 Uhr 30 aus dem Haus müssen.
Ich bin normalerweise drin, weil morgens SM melkt. Meine SE sind aber zur Zeit im Urlaub und da komm ich um 7 Uhr rein und meine Mädels haben schon Frühstück gemacht und Kaffee gekocht usw. Super oder?
Wie handhabt ihr das?
Geht ihr so früh, oder so spät in den Stall, um bei den Kindern sein zu können?
Ab welchem Alter müssen sich die Kinder selbst versorgen auch mit Pausebrot usw.?
Viele Grüße von Geli
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Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. Viele Grüße von Geli
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judith
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« Antwort #4 am: 24.07.03, 21:37 » |
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Hallo, Prima, wenn die Kinder schon so gross sind und sich selber versorgen können und wollen !! (Kompliment an die Erzieher!!  Meine Mädels sind leider noch nicht so weit... Vielleicht kann mir da auch jemand einen Tipp geben, wie ich das Melken am Morgen organisieren kann, wenn die Große (4 Jahr) schreit und mich nicht gehen lässt, weil sie nicht alleine sein möchte. (Meine SM geht derzeit mit zum Melken, was aber auch kein Dauerzustand für mich ist- sie ist gesundheitlich nicht so gut drauf und zudem habe ich ein schlechtes Gewissen wenn sie meine Arbeit macht...) Ich hab´ sie auch schon mitgenommen, aber das ist ja auch keine Dauerlösung, vor allem wenn sie jetzt in den Kindergarten kommt. Und ein genervtes, übermüdetes Kind muss ich dann auch noch aushalten... Ratlose Grüsse Judith
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Daggi
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Ich arbeite um zu Leben !
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« Antwort #5 am: 08.03.04, 08:42 » |
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Hallo Hab dieses Thema nochmal nach vorne geholt. Vielleicht gibts noch Fragen oder Tipps 
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Tschüss, eure Daggi.
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annib1
Niedersachsen
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Ihr seid das Beste was mir je passiert ist !
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« Antwort #6 am: 27.05.04, 22:02 » |
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hallo ich hab das so bei uns. mein göga und ich gehen um 5.30 uhr raus zum melken gegen 7.00 uhr sind wir mit melken und kälber tränken fertig dann gehe ich rein. Die kinder ( w/8 & m/6) müssen um 6.40 allein aufstehen sie haben beide zum 6 geburtstag einen wecker bekommen. das machen sie auch eigentlich klar manchmal kommt es auch vor das sie nicht aufstehen aber dann ist noch immer zeit genug. Meistens sind sie dann auch schon angzogen ich lege die klamotten abends vorher schon in der küche bereit. Dann mache ich den beiden frühstück und schulbrot.Die große fährt um 7.30 dann zur bushaltestelle.Dann mache ich den Nico für den KIGA fertig und kommt drauf an er wird abgeholt oder ich bringe ihn und die anderen kids hin.Das klapt eigentlich ganz gut ab 8.00Uhr habe ich dann meine ruhe.  Liebe Grüße Anja
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LG Anja ˙·٠•●●•٠·˙.•:*¨`*:•.♥ღ♥ღ♥.•:*¨`*:•.˙·٠•●●•٠·˙ Jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise. -`ღ´ --`ღ´ --`ღ´ -
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LunaR
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Dat Eenen sien Uhl is det Annern sien Nachtigall
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« Antwort #7 am: 27.05.04, 22:20 » |
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Hallo,
mal ein Beispiel, das zeigt, wie hilfreich es sein kann, wenn alt und jung sich einig sind.
Bei meiner Tante waren 6 Kinder in 7 Jahren angekommen und einige Jahre war es sicher sehr schwer, Landwirtschaft, Vieh, Haushalt und Kinder zu schaffen. Das wurde dann so geregelt, dass vormittags mein Opa zusammen mit meinem Onkel für Stall und Feld zuständig war. Meine Tante Kinder und Haushalt - kochen für 10 Personen - erledigen konnte und nachmittags kam ihr landwirtschaftlicher Teil zusammen mit meinem Onkel dran. Dann hat der Opa die Kinder gehütet.
Ich war oft in den Ferien dort und die Arbeit und der Umgang untereinander lief immer ruhig ab.
LG Luna
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Verschwendete Zeit ist Dasein. Gebrauchte Zeit ist Leben.
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reserl
Niederbayern
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« Antwort #8 am: 28.05.04, 00:20 » |
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Ich bin meiner Schwiegermutter heute noch dankbar, das sie sich während meiner Stallzeit immer so rührend um die Kinder gekümmert hat.  Seit Thomas etwa zehn Wochen alt war, geht meine Schwiegermutter nicht mehr in den Stall. Ich mag beim Melken meine Ruhe und war deshalb froh, das die Kinder in der Zeit bei Oma gut aufgehoben waren. Auch heute, wo sie schon etwas älter sind, schauen sie während der Stallzeit regelmäßig bei Oma vorbei.  Irgendwie gehört das dazu. 
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lieben Gruß Reserl
Wer sich heute freuen kann, der soll nicht bis morgen warten.
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martina-s
Landkreis Weilheim Obb.
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Leben geht nur vorwärts;rückwärts aber verstehen!
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« Antwort #9 am: 28.05.04, 07:10 » |
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Hallo Reserl, so was hätte ich mir auch immer gewünscht. Aber bei uns mußten die Kinder immer mitlaufen. Einfach so neben dem Betrieb her. Als sie noch klein waren, da hatte ich einen alten Korbkinderwagen (war ich schon drin). Der war sehr niedrieg. Eigentlich ein Museumsstück. Da haben wir sie immer reingesetzt und mit so einem Geschirrle festgemacht. Dass halt keiner entfliehen konnte. Wir hatten da ja auch noch Anbindehaltung. Da ging das schon, dass die hinten im Gang standen im Kinderwagen und uns bei der Arbeit zusahen. Heute im Melkstand ginge das gar nicht mehr. Später waren die dann auch oftmals alleine im Haus herüben oder haben draußen gespielt. Im Haus haben sie halt auch manchmal was angestellt. Wir haben heute noch ein Loch in einer Tür. Einer war innen und hatte zugehalten und die anderen haben von außen die Türe demoliert. Außer sie haben fern gesehen. Damit war hauptsächlich unser Großer ruhigzustellen. Ich finde aber die Lösung auch nicht so gut. Als dann SE in das Alter kamen, wo sie um 18 Uhr mit Arbeiten aufgehört haben und sich vor den Fernseher gesetz haben, da waren meine Kinder dann schon 11, 12 und 13 Jahre alt. Die Situation fand ich auch nicht glücklich. Da wurden immer alle in den Stall zur Arbeit gescheucht und geschimpft, wenn sie nicht gleich gingen. Die Kleineren 2 durften aber neben der Stallzeit mit SE fernsehen und Karten spielen. Habe ich dann meine Kinder gesucht, dann fand ich sie dort. Habe ich was gesagt, dann hieß es immer: "Ich hab ja schon gesagt, dass die endlich in den Stall gehen sollen!" Ich weiß auch nicht, wie ich das beschreiben soll. Einerseits haben SE immer Druck aufgebaut und gesagt, dass nur unsere Kinder so faul sind und nicht in den Stall wollen. Andererseits haben sie es unterstützt, dass sie nicht gehen. Mehr Konsequenz hätte mir da schon gefallen. SE wollten halt immer gut dastehen, wenn ich nicht hinsah. So ein Miteinander für den Betrieb habe ich da immer vermisst. Schade!
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Liebe Grüße Martina
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Janker
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Bäuerinnen - find ich gut!
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« Antwort #10 am: 28.05.04, 22:20 » |
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Hallo!
Also normal sind die Kinder beim Au pair und gehen mit ihr um 9.00 raus, wenn sie mich sehen laufen sie dann oft bißchen mit. Kinder mit zur regulären Stallzeit geht relativ gut (1+2jahre alt), aber bei allen Arbeiten außer Fütterung will ich meine Ruh um konzentriert voranarbeiten zu können, da müssen sie dann bei Au pairfrei mit SM, SV oder Papa bleiben. Wenn dies nicht geht, dann muß improvisiert werden, kleines Kind auf Buckel oder Wagen angeschnallt, großes Kind nachbarn oder "Unbekannte" Mitspielplatzbenutzer. Zum Glück nicht so häufig dieser Notfall (einmalalle2Wochen). mfg Janker
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Margret
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Bäuerinnentreff-eine Bereicherung des Alltags !
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« Antwort #11 am: 29.05.04, 22:40 » |
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Hallo, bei uns war klar, dass grundsätzlich ich für die Kinder zuständig bin. D.h. wenn ich Hilfe zur Betreuung brauchte, habe ich jeweils meine Schwiegermutter gefragt und sie hat dann auf die Kinder aufgepasst als sie noch klein waren (abends während Stall oder tagsüber bei Außeneinsätzen im Stall od. Feld).
Morgens habe ich gehofft, dass die Kinder über den Stall schlafen und habe zur Überwachung immer das Babyphon (Babywächter) mitgenommen. Da musste ich dann eben reinrennen, wenn eines geschrien hat. Sogar als sie längst keine Babys mehr waren, haben wir das Babyphon noch benutzt; sie konnten mich damit "anfordern".
Abends hat meistens meine Schwiegermutter aufgepasst, dann war ich in Ruhe draußen. Aber immer nach Absprache und Tagesform der Kinder. Wenns mal besser war, dass die Mutter da ist, dann ist meine Schwiegermutter in den Stall gegangen. Das war ihr lieber so.
Als Kleinkinder habe ich unsere beiden nur notfalls mit in den Stall genommen. Da wir unsere Schweine nicht in einem sondern in versch. Ställen haben, ist alles etwas unübersichtlich und gefährlich.
Mir ist bewusst, dass ich es da gut getroffen habe: dass wir zur Kleinkindzeit unserer Beiden personell noch so gut ausgestattet waren und dass man mit den Schwiegereltern gut reden kann.
Inzwischen sind unsere Kinder bereits Dritt- bzw. Erstklässler. Morgens gehe ich i.d.R. so rechtzeitig in den Stall, dass ich meinen Teil soweit fertig habe, wenn es Zeit ist, sie zum Richten anzutreiben. (In Zeiten / an Tagen wo es betrieblich nicht so stressig ist, wollen die Schwiegereltern nicht gar so früh in den Stall, dann wird frühmorgens auf meine erste Stallarbeit verzichtet.) Die Große steht ganz selber auf, aber der Kleine will immer weiterschlafen, so dass sie überfordert wäre, ihn anzutreiben . Deshalb können die beiden sich noch nicht selber richten. Manchmal geht es ganz gut, manchmal streiten sie oder sind nervig, haben Bauchweh usw. Das wäre m.E. KEIN ruhiger Oma-Posten ! Meine Schwiegermutter geht lieber in den Stall und auch mein Mann (dem ich schon mal Tausch vorgeschlagen hatte) lehnte dankend ab...... Beide Kinder sind in der Kernzeitenbetreuung angemeldet, so dass ich morgens und nach der Schule i.d.R. nur einmal fahre. Dadurch stehe ich dann ab 7.50 Uhr wieder zur Verfügung und wir können bei Bedarf miteinander in Ruhe Schweine umstallen, Ferkel impfen/kastrieren usw. (ohne die Hektik, dass gleich die Kinder fortgebracht werden müssen).
Abends über den Stall beschäftigen sie sich selber (unter mimimaler Aufsicht der Oma) bzw. sind auch mal im Flötenchor, in der Jungschar usw. Mitnehmen in den Stall tue ich sie unter der Woche fast nie , u.a. wg. dem Geruch (siehe "Bauernkinder stinken nach Bauernhof" in der Kinderbox). Ich finde aber schon wichtig, dass sie möglichst oft mitkriegen, was draußen läuft und sie haben oft auch Lust dazu. Jetzt in den Ferien sind sie manchmal dabei und im Sommer oft mal so kurz zum Katzenschmusen oder am Wochenende helfen sie Ferkelfangen od. -treiben. Es ist auch ganz wichtig, dass man sie jetzt helfen läßt. Aber eben alles zu seiner Zeit.
Ich bin froh, dass ich sie nicht immer mitnehmen musste. Ich selber war als Kind immer im Stall dabei, weil es keine andere Betreuungsmöglichkeit gegeben hatte. War nicht schlimm. Aber so ist es eben einfacher.
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Raute
Gast
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« Antwort #12 am: 02.10.07, 10:22 » |
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Hallo zusammen,
ich selber habe 2 Kinder, Lena 10 und Jacob 8. Ich habe, eigentlich bis sie 5 waren immer noch neben der Landwirtschaft gearbeitet und da hatte ich schon immer ein schlechtes Gewissen. Als ich aufgehört habe, war ich glückliche, weil ich fälschlicher Weise dachte, ich hätte jetzt mehr Zeit für Sie...
Es verfolgt mich immer wieder, wenn ich sehe wie liebevoll und eingehend Häuslerleut ihre Kinder erziehen und ich denke andauernd, ich kann ihnen nicht so viel ermöglichen, durch den Hof.
Andere kinder gehen reiten, Sport und Musik. Ich kann meinen sohn 2 mal in der Woche zum Fussball bringen und das war schon ein Kampf, da die Anfangszeiten genau zu Stallzeiten liegen und die Abholzeiten auch.
Meine Tochter will nun reiten, das heisst für mich wieder fahren und mindestens 1 Stunde warten... Nun kommen sie aber beide erst unter der Woche um 13.30 von der Schule, sollen essen sich ausruhen und Hausaufgaben machen bis 16.30. Wo bleibt da Zeit für die Kinder? Wo haben die Kinder Zeit für sich? Wo für Freunde? Manchmal versteh ich die Welt nicht mehr....
Wenn es nach meiner Tochter ging wäre sie jeden Tag unterwegs, da wir aber ausserhalb leben bedeutet das , das ich jeden Tag holen und bringen muss, zu den Kommentaren der SE will ich gar nichts sagen....
Wie macht ihr das?
Gruss Raute
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Luetten
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« Antwort #13 am: 02.10.07, 19:56 » |
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Bridda, dein Bericht könnte meiner sein  , mein Mann und ich sehen das auch so und geniessen tun wir unser Kiddi besonders morgens und abends (kuscheln,schnacken,spielen...) und wenn unser Sohn am Wochenende ein Spiel hat, ist es für meinen Mann auch selbstverständlich alleine zu melken. LG Petra
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Man sollte nie mit vollem Mund über Bauern schimpfen!
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reserl
Niederbayern
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« Antwort #14 am: 02.10.07, 20:07 » |
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Hallo Raute, meine Kinder sind ähnlich alt wie deine, aber ich habe es noch nie als Einschränkung für die Kinder empfunden, dass sie auf einem Hof aufwachsen. Im Gegenteil sehe ich das als große Bereicherung.  Im Gegensatz zu Eltern, die außer Haus arbeiten, hat man nach meinem Empfinden doch mehr Nähe zu den Kindern. Das mögliche gemeinsame Essen empfinde ich auch als riesengroßen Vorteil. Außerdem: Welches Kind hat schon einen großen Fußballplatz im eigenen Garten oder kann sich ein eigenes Pony halten?  Ist es möglich, dass ihr für Freizeitaktivitäten Fahrgemeinschaften bildet? Das klappt bei uns im Dorf sehr gut.  Egal ob es die Fahrt zur Bushaltestelle, zum Fußballtraining, zur Ministrantenstunde oder zur Tanzprobe des Trachtenvereins ist. Hier wechseln sich vier Mütter ab und das klappt ausnahmslos gut.  Wenn ihr natürlich sehr abseits wohnt, ist das alles sicherlich schwieriger.  Ich denke, es ist aber auch eine Frage der Prioritäten, die man sich setzt. Wenn es möglich ist, schaue ich z.B. gerne ein Fußballspiel meines Sohnes oder gehe zu einem Auftritt unserer Tochter bei der Kindertanzgruppe des Trachtenvereins. Da ist es mir dann auch egal, ob sich daheim die Wäsche türmt oder die Bürostapel warten. Diese Arbeit läuft mir nicht weg, aber ich weiß, wieviel es ihnen bedeutet, dass wir Interesse zeigen, an den Dingen, die ihnen wichtig sind. Kommentare der Schwiegereltern dazu würde ich geflissentlich überhören. 
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lieben Gruß Reserl
Wer sich heute freuen kann, der soll nicht bis morgen warten.
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