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Autor Thema: Lust am Landleben?  (Gelesen 2333 mal)
Susanna
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Beiträge: 1387



« Antwort #15 am: 07.11.11, 14:03 »

Heute kaufen sich Leute mit Geld ein kleines Anwesen, richten es stilgerecht her und fühlen sich als Bewahrer der ländlichen Kultur.
Ja, und warum nicht, Maria?
Das Landleben, die Landkultur, und die Lust am Landleben (was ja das Thema ist), ist ja nicht nur den Landwirten vorbehalten.

Die bäuerliche Kultur bleibt m. E. da, wo wir sie hinstellen. Es liegt an uns, diese zu pflegen. Das ist allerdings nicht das Thema hier, sondern das Landleben, wie schon geschrieben... Smiley
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Viele Grüße
Susanna
samira
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 1056


« Antwort #16 am: 07.11.11, 15:09 »

Ich könnte mir nicht vorstellen in einer Stadt zu wohnen.
 Unser Dorf hat ca. 800 Einwohner.
Da ich in einem kleinen Ort mit ca. 100 Einwohnern aufgewachsen bin ist mir das schon fast zuviel. Vermissen tue ich nichts da wir einen kleinen Supermarkt, eine Metzgerei und eine Bäckerei haben.
Die nächste Stadt für grössere Einkäufe ist auch nur 9 km entfernt. Wobei ich feststelle dass ich dort immer seltener hinfahre, ausser zu Arztbesuchen usw.
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Liebe Grüße Samira
Clara
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Beiträge: 1079


Nichts-was sich zu haben lohnt-ist leicht zu haben


« Antwort #17 am: 11.11.11, 15:51 »

Gestern hatte ich Gelegenheit mir die Zeitschrift "LandLust", die Andrea beim Jubiläum verteilt
hat, mal genauer zu Gemüte zu führen.

Mary hat es schon ein paarmal geschrieben: Zeitschriften wie diese erleben derzeit einen wahren Run und wir "Landeier" sind offenbar echt zu beneiden, dass wir vieles, was dort beschrieben steht, täglich "hautnah" erleben können. Cool


Wie empfindet Ihr das Landleben?
Lebt Ihr gerne abseits vom Trubel?
Könntet Ihr es Euch in einer Stadt vorstellen?

Was macht für Euch den Reiz vom "Leben auf dem Land" aus?

Hallo Reserl,

mein Landleben hat wenig gemein mit den Bildern, die Lalu und Lila abbilden und teuer unter die Masse bringen.

So wie sie speziell in der LaLu- Kolumne(n) Marmelade und Zeug einwecken, na gute N8, wenn so die Bäuerinnen ihre Vorräte anlegen würden... Dann kämen sie ja aus dem Putzen der Küche und Ellenlangarbeitstagen von Mai bis November gar nicht mehr aus der Küche, von schlafen, normalem betrieblichen/beruflichen Alltag, Haus, Hof& Familie mal ganz zu schweigen.


Wie ich mein Landleben so empfinde? Ich weiss es durchaus zu schätzen. Ich finde meinen Standort Klasse, weil Thueringen mitten in Deutschland liegt. Ich habe im Umkreis von 10 km 4 Anschlüsse an die Bahn, über den Tag von Montag bis Freitag  einen stündlichen Takt in die Kreisstadt mit dem Bus bis 20.30 Uhr. Wir liegen an einer Bundesstrasse und haben darüber Zugang zu 3 Autobahnanschlüssen- A4, A38, A71.

Trubel oder "Leben in der Bude" kann ich überall haben, sofern es mir danach ist.

Ich kann aus langjähriger eigener Erfahrung nur sagen, weder das Leben in der Stadt, noch das Leben auf dem Land ist jeden Tag idyllisch. Was die Fragen vom/NACH  kulturellen Angebot angeht.... Niemand geht in der Stadt noch auf dem Land jeden Abend ins Theater(oder andere Kulturveranstaltungen), ausser er /sie schafft als Schauspieler, Cateringangestellte oder so. Und wir haben auf dem Land auch sehr viele schöne Kleinkunstangebote, die anspruchsvoll und preiswert und auf jeden Fall entdeckenswert sind. Ich muss nur ab und an mal meinen inneren Schweinehund Gassi führen... Gleichwohl, das muss ich auf dem Lande ebenso wie in der Stadt, wenn ich was erleben will.

Herbstliche Grüße,

Anja
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... Ich bleibe auf dem Teppich
meiner Möglichkeiten
und hoffe, dass er fliegen lernt... (lach und zwinker)

Kruppa
Ossi22
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Milcherzeuger in Ostwestfalen


WWW
« Antwort #18 am: 29.11.11, 20:42 »

Hallo , wollte erst ne neue Box aufmachen - aber folgendes Thema ist da sehr nah , oder ?
Ich wohne in einem ca 700 Einwohner Dorf , recht stark noch landwirtschaftlich .
Hier sind verschieden Vereine zu treffen : Schützen Feuerwehr Maschinengemeinschaft , Radsport Tischtennis Fussball alles da.
Auch haben wir eine Dorfgemeinschaft , sie ist eingetragener Verein mit Vorstand etc.
Er ist seinerzeit  gegründet , als unser Dorf soll schöner werden anstand und auch , um Tourismus zu forcieren .
Seitdem gibts auch Heuhotel , Bauernhofcafe  , Maislabyrinth , Schule auf dem Bauernhof usw.
Ich bin immer der Meinung , das im Ort selber mehr für das Miteinander getan werden müsste .
Wenn Aktionen oder Feierlichkeiten anstehen , sinds immer die gleichen Gesichter , die auflaufen .
Eigentlich schade , das man die "Zugezogenen" ( nicht die "Zugeheirateten"   Wink ) nicht mit ins Boot bekommt !

Jetzt wird es ein Event geben im nächsten Jahr , wo alle wieder eingeladen werden :
Disco , 5 m Theke , Mixi Bar , Tanzfläche und ich weiss schon , wer kommt .......
Ich hätte gerne die Unbekannteren , auch besonders die Jüngeren von denen bei dieser Party .
Wie motiviert ihr diese Leute , einfach ne Einladung überreichen , persönlich ansprechen oder Gewinnspiele für die neuen Mitbewohner o.ä. ?
Brauch ne Idee , habt ihr eine ?
Gruß Henrik
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martina
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Unsere Landwirtschaft - wir brauchen sie zum Leben


« Antwort #19 am: 29.11.11, 20:52 »

Hallo Henrik,

vor unserem Dorfgemeinschaftsfest bekommt jeder Haushalt ein Miniplakat als Infozettel und alle Helfer, die wir einteilen auch einen Schichtplan. Wer seine Schicht nicht einhalten kann, muss sich bei den Organisatoren melden. Bei uns werden für diese Schichten auch schon mal die jungen Erwachsenen mit eingeteilt.

Neu zugezogene Nachbarn werden auch schon mal persönlich angesprochen.
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Nimm das Leben nicht so bierernst, Du kommst da eh nicht lebend raus.

Heute ist nicht alle Tage, ich komme wieder - keine Frage!   Martina
peka
westl. Rheinland
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Bäuerinnen - find ich gut!


« Antwort #20 am: 29.11.11, 21:16 »

Hallo Henrik,

dieses Problem gibt es wohl in jedem Ort. Die Mentalität der Menschen spielt dabei eine große Rolle.
Die einen wollen sich integrieren und sind in kürzester Zeit mit dabei, die anderen werden Einzelgänger bleiben.
Hier in unserem Ort - 520 Einw., jede Menge Vereine und damit Möglichkeiten sich einzubringen - wurde angeregt, eine Broschüre mit Aktivitäten und Ansprechpartnern zu erstellen und an die Neubürger zu verteilen.
Wie weit das schon in die Tat umgesetzt wurde weiß ich nicht. Persönlich ansprechen ist natürlich immer gut.
Je nach Alter der Zugezogenen eine entsprechende Person auswählen, die dann ein "Willkommensgespräch" im Namen des Ortes ? führt. Dann ist vielleicht schon die erste "Angst" als Neue irgendwo hinzugehen genommen.

Ich wünsche dir viel Glück

peka
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Gönne dir Stille,
in der du nur Atem und Herzschlag lauschst.
Dann kehre in den Alltag zurück,
kraftvoll und gelassen.
suederhof1
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Wir haben die Welt nur von den Kindern geliehen


« Antwort #21 am: 30.11.11, 08:27 »

Hallo

Macht docvh mal was spezielle NUR für die Neuzugezogenen. z.B. gemütliches Kennlernkaffeetrinken oder Frühschoppen mit Frühstück. Durch die anderen Vereine organisiert.
Viele wollen keine Vereinsmeierei,andere wissen gar nicht was in den Vereinen passiert . Persönlich ansprechen und Handzettel wäre immer noch das beste. Über ein gutes Gespräch ommt man sich näher. Cheesy

Barbara
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