Autor Thema: Eichenprozessionsspinner - alte Nester lösen auch jetzt noch Allergien aus!  (Gelesen 1764 mal)

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Vorsicht vor dem Eichenprozessionsspinner!

Wer jetzt in Waldgebieten arbeitet, die in den Sommermonaten vom Eichenprozessionsspinner befallen waren, sollte auf alte Gespinste des unscheinbaren Nachtfalters achten. Diese Nester haften auch jetzt noch an Bäumen und Büschen oder liegen auf dem Boden und stellen immer noch eine nicht zu unterschätzende Allergiequelle dar. Meiden Sie auf jeden Fall den direkten Kontakt! Eichenprozessionsspinner kommen vor allem in lichten Eichenwäldern vor.

Allgemein bekannt ist, dass durch die Berührung der Raupen des Eichenprozessionsspinners allergische Reaktionen ausgelöst werden können. Oft unterschätzt wird allerdings, dass die giftigen Brennhaare in den Nestern, auch wenn diese schon seit Monaten verlassen sind, bei Kontakt immer noch allergische Reaktionen auslösen können. Diese feinsten Härchen sind von langer Haltbarkeit, sie sind so leicht, dass sie vom Wind vertragen und so fein, dass sie sogar eingeatmet werden können. Mit ihren Häkchen haften sie an Schuhen und Kleidern und dringen schließlich durch die Haut und über die Schleimhäute in den Organismus ein. Auf das möglicher Weise noch enthaltene Eiweißgift reagieren die betroffenen Menschen allergisch. Es kann zu Hautreaktionen (Ausschläge und Entzündungen) aber auch zu Atemwegsbeschwerden (Bronchitis, Husten, Asthma) kommen. Weitere bekannte Symptome sind Schwindel, Fieber und Abgeschlagenheit. Bei besonders empfindlichen Menschen kann der Kontakt sogar zu einem allergischen Schock führen.

Allergischen Reaktionen vorbeugen

Die einfachste und wichtigste Maßnahme ist es, den Kontakt mit den Brennhaaren zu vermeiden. Wer nicht unbedingt muss, der sollte befallene Waldgebiete nicht aufsuchen. Prüfen Sie deshalb vor Arbeitsbeginn im Wald, ob sich dort noch alte Gespinste befinden. Bei Gespinstbefall sind die Gefahrenbereiche zu kennzeichnen und abzusperren.

Lässt sich die Arbeit nicht umgehen, dann ist auf eine möglichst geschlossene Kleidung und auf einen Atemschutz zu achten.

Die getragene Arbeitskleidung sollte nicht in den Wohnbereich gelangen und nach dem Arbeitseinsatz umgehend gewaschen werden. Bei möglichem Kontakt bei der Arbeit empfiehlt es sich Eingweg-Schutzoveralls zu tragen und diese nach Gebrauch in geschlossenen Plastiksäcken zu entsorgen. In jedem Fall ist es nach einem Kontakt erforderlich, sich gründlich zu duschen und die Haare zu waschen.

Was tun, wenn Symptome auftreten?

Sollten Sie während der Arbeit Symptome feststellen, die auf eine Allergie hindeuten, brechen Sie gegebenenfalls Ihre Tätigkeit umgehend ab und suchen sie einen Arzt auf.

Treten die Symptome zeitverzögert auf, suchen Sie bitte ebenfalls einen Arzt auf und informieren Sie ihn, dass möglicher Weise ein Zusammenhang zwischen Ihren Krankheitssymptomen und den Brennhaaren des Eichenprozessionsspinners möglich sein kann.

Das Entfernen der Gespinste muss Fachleuten überlassen werden, die über eine geeignete Schutzausrüstung verfügen.


 


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