Autor Thema: Umgang mit Hofnachfolger  (Gelesen 22605 mal)

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Offline Kleopatra

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Re: Umgang mit Hofnachfolger
« Antwort #75 am: 26.08.14, 06:32 »
Mein kleiner Bruder war knapp etwas über 20 als er übernehmen durfte/musste. Solche Konstellationen ergeben sich schnell wen der Vater schon etwas älter ist wen er Vater wird.

Die Zeit wird es zeigen.


Mein Mann hingegen hat mit 38, rückwirkend auf 2 Jahre, also fast eine Generation später den Hof offiziell übernommen und hat die Zeit vorher auch nicht genutzt. Den er war trotzdem nur 1 Jahr (Lehre) weg von Zuhause ;)
Gut faktisch hat er den Hof schon länger vorher geführt, weil Vater früh starb und der grosse Bruder, der potentielle Hofnachfolger dann als er ca 30 war den Hof verlassen hatte, aber eben nicht als Besitzer.


Bei uns wird sich das Problem dann auch mal stellen. Sohn ist nun 25, Tochter 12. Beides pot Nachfolger. Wen Göga oder ich 65 sind wird Sohn 36/40 sein, Tochter wird 23/27 sein.
« Letzte Änderung: 26.08.14, 06:45 von Kleopatra »

Offline Mucki

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Re: Umgang mit Hofnachfolger
« Antwort #76 am: 26.08.14, 06:53 »
Mein Mann ist nun 54 Jahre alt, er war nie auf einem anderen betrieb oder auch später , sein Vater wurde Krank und er übernahm den Hof,er hatte keien zeit seien meister zu machen, sich vortzbilden ,sich zu entwikeln.

Trotzdem konnte er den Hof führen, und wie ich finde macht er es gut sonst wäre er nicht so weit gekommen.

Heute heißt es immer die Jugend muß sich entwikeln, entfalten, hatten wir des dann? Und sind wir nun ........ weil wir des alles ned hatten.

Klar es kommt immer auf den Menschen an, im Dorf ist ein Mann 40 jahre ist er nun schon ,er mußte mit 17 jahren den Hof schmeisen da der Vater verunglückte , er hatte immer den Schönsten Hopfen in der gegend, macht gutes Geld ,trotzdem das er miten in der Lehre war,er wurde von den Alten Bauern respektiert wegen seiner Leistungen, er besitz mitlerweile Baugrundstücke ,Mehr Feld als vorher kauft immer wieder dazu, der war noch nie weg von daheim auser mal mit Kupels Urlaub machen . das einzige was fehlt ist eine Frau, worans scheitert keien Ahnung ,am weggehn mit sicherheid ned den er ist auf vielen festen auch heute noch , sein Vater war allerdings 45 als er heiratete  ;)

Ich denke ja immer Bauer ist kein Beruf, das ist einen Berufung.

lg Mucki
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Offline Romy

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Re: Umgang mit Hofnachfolger
« Antwort #77 am: 26.08.14, 08:53 »

Ich denke ja immer Bauer ist kein Beruf, das ist einen Berufung.

lg Mucki

Da hast du Recht, es ist genau so. Und deshalb kann man wohl die Landwirtschaft auch nicht mit irgendeinem anderen Beruf vergleichen. Oft geht es halt nicht anders und niemand sagt, dass ein junger Bauer nicht ebenso einen Hof gut führen kann wie ein älterer.
Aber darum geht es auch nicht, ich finde einfach so ein bisschen Jugend sollte man jedem gönnen wenn es irgendwie möglich ist. Damit sie auch sehen, dass sich nicht alles um Landwirtschaft dreht.
Für mich ist es wichtig den richtigen Zeitpunkt zum übernehmen dem Jungbauern selber zu überlassen.
en hübsche tag
Romy

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Online frankenpower41

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Re: Umgang mit Hofnachfolger
« Antwort #78 am: 26.08.14, 09:02 »
genau Romy, und eben weil mein Mann das nicht hatte, ist das auch unsere Ansicht.

Marianne

Offline maggie

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Re: Umgang mit Hofnachfolger
« Antwort #79 am: 26.08.14, 10:16 »
genau Romy, und eben weil mein Mann das nicht hatte, ist das auch unsere Ansicht.

Marianne

auch bei uns war es so - hans war gut 1,5 jahre weg (er kam mit seinem vater nicht mehr klar und hat sich dann entschieden, wir kannten uns da schon !!) - kam dann nach langem klöhnen von sv wieder zurück - leider keine Änderung,
wir wollten wieder weg - hans hatte sich bereits umgesehen und "fast" fündig geworden, da übergab uns sv den betrieb (er war 62 - bekam eine rente wegen Asthma und ... - weiss nicht was er denen noch alles angegeben hatte ...) und hans war 25 -
für den meister etc. hatte er auch keine zeit -
1 jahr Betriebsleiterkurs hat er noch gemacht - z.g., aber ich habe druck gemacht !!!

doch um für den meister zu lernen - das wäre unmöglich gewesen -

und darum haben wir auch oft "stress, etc." auf uns genommen damit Junior noch etwas weg konnte - und wenn es nur beim lu war ...

natürlich ist es etwas anderes wenn es von der konstelation her nicht geht, aber ich finde, wenn möglich sollte heute ein  jungbauer einige zeit "fremdes Brot" essen...
liebi grüess   und
bis bald   -  ihr werdet mich  so schnäll nöd wieder los

margrith  us der schwiiz

Offline Heti

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Re: Umgang mit Hofnachfolger
« Antwort #80 am: 30.08.14, 08:35 »
Ich glaube in manchen Fällen hat der Senior einen Betriebszweig so für sich "gepachtet" , dass der Junior automatisch (unbewusst) einen anderen Betriebszweig favourisiert, um selbst tätig werden zu können. Wenn er dann Betriebsleiter wird, ist doch klar, dass er diesen dann ausbauen möchte, was zu Unverständnis beim Vater kommt, weil dieser ja schon alles in seinem Bereich investiert hat, den er auch weitergeführt sehen möchte.

Während also der Vater auf Schweine baut, interessiert sich der Sohn für den Nebenzweig Kühe. Wie unverständlich für den Vater, dass auf mal ein Laufstall gebaut werden soll, wo er die Kühe doch eigentlich auf Dauer auslaufen lassen wollte und lieber einen Maststall bauen wollte. Sprengstoff !!!

Die Kuhleidenschaft des Sohnes hat sich seit der Kindheit entwickelt, da er lieber mit der "ruhigen" Mutter melken ging, als mit dem schon mal aufbrausenden Vater zusammen zu arbeiten.
Gruß Hedwig

Offline Mucki

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Re: Umgang mit Hofnachfolger
« Antwort #81 am: 30.08.14, 09:21 »
schön geschrieben und so war Heti ,das unterschreib ich sofort.

lg Mucki
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